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Wissenschaft und Forschung

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Strahlende Aussichten

5G Microwelt

04.06.2019 von Markus Kamps

Foto © Echo Grid | Unsplash

Während in Deutschland die 5G-Frequenzversteigerung noch im vollen Gange ist, werden bereits in anderen Ländern die ersten Funkeinheiten errichtet. 2020 wird - mit hoher Wahrscheinlichkeit - aber auch hier der Startschuss fallen und der Ausbau flächendeckend beginnen.

5G Technologie

Die 5G-Technik funktioniert ähnlich wie die 4G-Technologie und benützt die gleichen Frequenzen wie bereits GSM (2G) und UMTS (3G) und LTE (4G). Zusätzlich sollen – insbesondere für industrielle Anwendungen – noch mit hohen Frequenzen zwischen 20 und 65 GHz Sender für kurze Entfernungen installiert werden. Durch festes Material werden die Signale nur schlecht übertragen. In wie weit diese Frequenzen auch im öffentlichen Bereich und vor allem wann zum Einsatz kommen, ist aktuell noch vollkommen offen. Folglich würden viele, viele neue Antennen benötigt, welche in städtischen Gebieten in einem Abstand von ca. 100 Metern errichtet werden müssen. So wird die neue superschnelle Mobilfunkgeneration unser Leben und die Welt neu verbinden und die Art, wie wir kommunizieren, derart verändern, dass wir alle glücklicher werden.

Schöne neue Welt

Oder evtl. doch nicht?

Wenn da nicht auf der anderen Seite die Strahlenbelastung wäre. Mehr Sendeanlagen bedeuten mehr Strahlenbelastung. Auch wenn durch geschicktes Powermanagement und Beamforming (gezielte Ausrichtung von Funkwellen) die Leistung ständig reguliert wird, ist eine erhöhte Strahlenbelastung zu erwarten. Experten vermuten eine stellenweise Erhöhung um den Faktor 5.

Das bekannte LTE wird bereits auf den Frequenzen von GSM (2G) und UMTS (3G) gesendet. Das Funksystem UMTS (3G) wird komplett auf LTE umgerüstet. Über die gesundheitlichen Folgen wird hin- und hergestritten und von allen Fronten Fachkompetenzen aufgefahren, um gemachte Aussagen zu entkräften. Aber eines sollte klar sein: Man kann die Strahlenbelastung messen. Also sollte man doch lieber mit gesundem Menschenverstand handeln: Wie bei vielen umweltpolitischen Fragen, wird auch hier der Verbraucher nicht gefragt bzw. aufgeklärt und die Natur und das Tierreich übergangen. Also ein weiterer Beitrag für den Ausverkauf unserer Lebensform.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es der Erde egal ist, was wir hier so treiben.

Um diese schöne neue Welt zu schaffen, sind zur Erreichung der 5G-Leistungsziele sogar das 10- bis 100-fache der Datenraten von 4G geplant. Denn die maximale Datenrate von 20 Gbit/s pro Gerät kann nur mit einer Spektraleffizienz, die dem dreifachen der bps/Hz von LTE-A entspricht erreicht werden (siehe auch Wikipedia Spektrale Effizienz).

Wissenschaftler warnen vor potenziell schweren gesundheitlichen Auswirkungen der 5G-Mobilfunktechnologie und fordern eine industrieunabhängige Untersuchung, bis potenzielle Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt vollständig erforscht wurden.

Die Summe machst

Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Durch den 5G Standard wird auch das Thema IoT einen starken Zuwachs erfahren. Experten schätzen hier einen Teilnehmer-/Gerätezuwachs von 10 bis 20 Milliarden Geräten. Vom selbstshoppenden Kühlschrank über intelligente Waschmaschinen bis hin zu optimierten Heizungsanlagen wird gefunkt was das Zeug hält. So wird zusätzlich innerhalb von Gebäuden ein erhöhter HF-EMF (hochfrequente elektromagnetische Felder) erwartet. Demgegenüber muss aber auch erwähnt werden, dass z.B. IoT-Geräte, welche das LoRaWAN verwenden, nicht unbedingt andauernd senden müssen, sondern teilweise nur nach Aufforderung, möglicherweise nur 1 x pro Stunde oder Tag. Aber auch hier zählt am Ende unterm Strich die Summe aller Geräte.

Gesundheitliche Folgen

Man muss kritisch an die Sache herangehen, denn die schädlichen Auswirkungen der HF-EMF sind bereits bewiesen. Zu den Auswirkungen gehören ein erhöhtes Krebsrisiko, Zellstress, Schlafstörungen, eine Zunahme schädlicher freier Radikaler, Genschäden, strukturelle und funktionelle Veränderungen im Fortpflanzungssystem, Lern- und Gedächtnisdefizite, neurologische Störungen sowie negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden bei Menschen.

Unser Schlaf

Die Schlafkampagne hat den Experten Dr. Dietrich Moldan über die Gefahren von Elektrostrahlung gefragt: Die Zirbeldrüse produziert Melatonin. Melatonin ist ein starkes körpereigenes Antioxidans welches auch Krebszellen bekämpft. Auch sorgt ein erhöhter Melatoninspiegel für guten Schlaf. Es reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Elektromagnetische Felder (Elektrosmog) von Nieder- und Hochfrequenz erzeugen unsichtbare elektromagnetische Wellen. Der Zirbeldrüse werden hierdurch „Tagreize“ vermittelt, weshalb sie weniger Melatonin produziert. Kinder werden unruhig, wollen womöglich nicht in ihrem eigenen Bett schlafen. Generell sind alle Menschen von Nervenzellenreizung und den besprochenen Einflüssen betroffen, aber jeder reagiert anders. Solange das Immunsystem gesund ist kann es sein, dass keiner der potentiellen Auslöser Probleme bereitet. Eher anfällig sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel durch Grippeviren, Patienten mit Multipler Chemischer Sensitivität MCS, Schimmelpilzbetroffene, Menschen mit Amalgamfüllungen sowie Kinder, alte und kranke Menschen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Krebs kommen.

Tipps

Deswegen der Rat: Jede Reduzierung der Belastung durch Elektrosmog ist somit sinnvoll und gut für unseren Körper. Verwenden Sie kabelgebundene statt schnurlose Telefone und wenn diese, dann mit Abschaltung der Basisstation nach dem Telefonieren. Die Firma Siemens bezeichnet dies als Ecomode+. LAN-Kabel statt WLAN und wenn, dann mit Sendeleistungsreduzierung und Abschaltung während der Nacht. Dies kann häufig über die Software im Router eingestellt werden. Bei Mobiltelefonen die „mobilen Daten“ ausschalten und nur nach Bedarf Internetdienste, z.B. E-Mails abrufen. In den Schlafzimmerstromkreis wenn möglich einen Netzabkoppler (Netzfreischalter) einbauen lassen und Dauerstromverbraucher ausschalten.





Fellnasenschlaf

Tag des Hundes

16.06.2019 von Markus Kamps

Foto © Schlafkampagne

Wie viel Schlaf braucht eigentlich der Hund und was gibt es als sogenannten „Leinenhalter und Dosenöffner“ Interessantes über den Schlaf des Hundes zu wissen?


Autor: Markus Kamps

Die meisten Menschen sind tagsüber wach und schlafen nachts – Punkt. Hier verbringen wir ca. 20-25 % im REM Zustand. Laut wissenschaftlicher Meinung, dient dieser Zustand vornehmlich der Erholung des Nervensystems und der Psyche. Informationen werden im Langzeitgedächtnis gespeichert und erlebte Situationen werden verarbeitet. Kurz gesagt: Guter Schlaf hilft u.a. bei der Abwehr von Stress und bestimmten Krankheiten. Soweit so gut!
 
"Hundemüde“

Allgemein „schlafen“ Hunde aber viel mehr und öfter und verbringen hingegen nur ca. 10 % im REM Zustand.
Welpen, ältere oder kranke Hunde sowie auch sehr große Hunderassen schlafen und dösen täglich bis zu 18 Stunden, ein durchschnittlicher erwachsener Hund bis ca. 14 Stunden. Hier sieht der ungefähre Tagesablauf dann so aus: 50% Schlafphase, 30% inaktive Phase, 20% aktive Phase.

Grundsätzlich - aber gerade für Welpen – gilt, genügend Schlaf sowie ausreichende Ruhepausen zum Dösen sind extrem wichtig. Herrchen und/oder Frauchen sollten daher nach dem Spielen, Gassi-Runden, sportliche Aktivitäten und/oder Trainingseinheiten immer auf entsprechende Ruhepausen für den geliebten Vierbeiner achten.

Warum hört Ihre Fellnase auch im Schlaf die (hoffentlich nicht vorhandenen) „Flöhe husten“?
 
Wer kennt das nicht? Der Hund liegt mit geschlossenen Augen und ruhigen Atemzügen in seinem Körbchen und döst vor sich hin, reagiert aber dennoch sofort auf jedes Geräusch. Selbst das nicht gerade geräusch-intensive Öffnen der Kühlschranktüre oder das der Hundekeksdose wird sogar über Etagen und verschlossene Türen sofort registriert.
Wahrscheinlich befindet sich der Hund dann im SWS (Slow Wave Sleep) Stadium – die frühe Phase des Schlafes. Hier sind zwar die psychischen Funktionen verlangsamt, doch der Körper ist voll aktiv. Das REM Stadium ist die tiefere Phase des Schlafes. Dies erkennen Sie an den Geräuschen oder Körperzuckungen des Hundes. Schnelle Gehirnzellenmuster zeigen an, dass sich der Hund in einem Traumzustand befindet.

Schlafmangel

Hunde mit Schlafmangel sollen anfälliger für Krankheiten sein und sich insgesamt aggressiver und reizbarer benehmen. Unsere lieben Vierbeiner können wesentlich besser mit Hunger und Durst umgehen, als mit Schlafmangel. Ihr Schlafverhalten ist mit unserem nämlich nicht vergleichbar. Wir Menschen kompensieren Schlafmangel besser, da unser Schlaf allgemein insgesamt viel tiefer und intensiver ist. Hunde hingegen dösen lediglich zu einem großen Teil (SWS Stadium).
 
Geschmacksache

Interessant: Wissenschaftlerinnen vom Canasiuscollege in New York und der Universität von Florida wollten übrigens in einer aktuellen Studie (Nov/2018) herausgefunden haben, wie Tiere im Bett den Schlaf beeinflussen. Ergebnis: Mit einem Hund im Bett schläft SIE deutlich besser als mit menschlichen Partnern oder einer Katze. Die Studienteilnehmerinnen, die beim Schlafen einen Hund an ihrer Seite haben, gaben an, mehr Schlafkomfort und Sicherheit zu empfinden, als die übrigen Teilnehmerinnen. Sie gaben auch an, früher ins Bett zu gehen und früher aufzuwachen – „ein Anzeichen für einen guten, erholsamen Schlaf“ laut der Forscherinnen.





Wie steht es hier mit der Frauenquote?

Schnarchen wie ein Bär oder wie eine Bärin

24.05.2019 von Markus Kamps

Foto © Brian McMahon | Unsplash

Ein Team von der Ben-Gurion Universität in Beer Sheva (Israel) untersuchte in einer Langzeitstudie das Schnarchverhalten von Männern und Frauen. Ziel dieser Studie war es, festzustellen, ob die Selbsteinschätzung  der Probannten mit den Ergebnissen der Schlaflaboruntersuchungen übereinstimmen. Ein weiterer Anlass dieser Studie war, dass den Schlafmediziniern aufgefallen ist, das der größte Anteil an Patienten in Schlaflaboren männlich ist.

Woran liegt das also?

Die Teilnehmer erhielten einen Fragebogen, in dem sie gebeten wurden, den Schweregrad ihres Schnarchens zu bewerten. Der Zusammenhang zwischen der objektiven Schnarchintensität und der selbstberichteten Schnarchintensität wurde untersucht.

Hierbei wurden über 2 Jahre lang verschiedene Teilnehmer mit Schallpegelmesser im Schlaf überwacht. Das Ergebnis zeigt auf, was viele Männer bereits wussten.
 
Insgesamt wurden 1913 Patienten in die Studie aufgenommen. Es wurde eine positive Korrelation zwischen der objektiv gemessenen Schnarchintensität und der von jedem Teilnehmer im Fragebogen angegebenen Intensität gefunden. Die Messung des Schnarchens ergab, dass Frauen genauso laut Schnarchen wie Männer.
28% der Frauen hielten sich sogar für Nicht-Schnarcher, verglichen mit nur 6,9% der Männer.
 
Darüber hinaus hatten 36,5% der Frauen, die sich als Nicht-Schnarcher ausgaben, eine schwere oder sehr schwere Schnarchintensität, während im Gegensatz dazu nur 11,7% der Männer diese Diskrepanz aufwiesen.
 
Diese Ergebnisse stimmen mit dem Befund überein, dass weniger Frauen ihr Schnarchen als sehr stark oder schwer eingestuft haben, deutlich weniger als Männer, von denen 61,5% ihr Schnarchen als stark oder sehr stark bezeichneten.
 
Medizinische Folge: Frauen neigen also dazu, die Tatsache, dass sie Schnarchen und die Lautstärke ihres Schnarchens zu unterschätzen. Diese Fehleinschätzung kann aber zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Ein besseres Bewusstsein für diese Diskrepanz kann den Zugang von Frauen zu Schlaflaboren verbessern und die diagnostische Rate der Schlafapnoe bei Frauen verbessern.
 
 
Quelle: Westreich R et al. J Clin Sleep Med 2019; 15: 471-476
 

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Breite Auswahl von Anti-Schnarchprodukten sowie Schlaf-Lagerungshilfen: www.schnarchshop.de

 





Bei Problemen konsultieren wir lieber das Internet als einen Arzt

Weltweite Philips Umfrage zum Thema Schlaf

22.05.2019 von Markus Kamps

Foto © Philips
  • 44 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass sich ihr Schlaf in den letzten fünf Jahren verschlechtert hat.
     
  • Acht von zehn Erwachsenen wünschen sich eine bessere Schlafqualität, doch die Mehrheit (60 Prozent) verzichtet bisher auf professionelle medizinische Hilfe.
     
  • 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sagen, dass sich ein gesundheitliches Problem (z. B. Atemprobleme, Sodbrennen, Schmerzen) auf ihren Schlaf auswirkt. Das ist ein höherer Wert als in jedem anderen Umfrageland.

Hamburg – Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA), ein international führender Anbieter im Bereich Gesundheitstechnologie, präsentiert die Ergebnisse seiner jährlichen Umfrage zum Thema Schlaf. Anlässlich des Weltschlaftags (15. März) wurden Erwachsene in zwölf Ländern zu ihren Einstellungen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen rund um das Thema Schlaf befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Bewusstsein für die Auswirkungen von Schlaf auf die Gesundheit zwar zunimmt, viele jedoch oft nicht den gesunden und erholsamen Schlaf finden, den sie brauchen.
 

 

Zwar wissen 77 Prozent der Befragten um die Bedeutung des Schlafs für die Gesundheit, doch 62 Prozent sind mit ihrer Schlafqualität nur bedingt zufrieden. 44 Prozent gaben an, dass sich ihr Schlaf in den letzten fünf Jahren verschlechtert hat. Der US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) zufolge leiden 70 Millionen Amerikaner unter chronischen Schlafproblemen. Schlafstörungen und Schlafmangel werden mit Depressionen, Fettleibigkeit, Diabetes, Herzerkrankungen, einem erhöhten Schlaganfallrisiko, neurokognitiven Erkrankungen und sogar Krebs in Verbindung gebracht.


An der weltweiten Umfrage beteiligten sich 11.006 Personen in 12 Ländern. Die Befragung ergab, dass die meisten von ihnen bei Schlafproblemen lieber das Internet konsultieren als einen Arzt. Acht von zehn Erwachsenen weltweit möchten die Qualität ihres Schlafes verbessern, doch die Mehrheit (60 Prozent) hat sich diesbezüglich noch nicht an einen Arzt gewandt. Die Teilnehmer der Umfrage erklärten außerdem mehrheitlich, sie würden sich am ehesten online informieren, wenn sie unter Schlafproblemen litten. Auf der ganzen Welt suchen die Menschen nach Wegen, ihren Schlaf zu verbessern. 69 Prozent der Erwachsenen weltweit gaben an, sie würden vor dem Schlafengehen lesen oder hätten dies früher getan, um den Schlaf zu verbessern. Andere beliebte Strategien sind Fernsehen (69 Prozent), beruhigende Musik (67 Prozent) und feste Schlafens-/Aufstehzeiten (57 Prozent).

„Diese Daten zeigen, dass die Menschen sich zwar der fundamentalen Bedeutung von Schlaf zunehmend bewusst werden, für die meisten ein gesunder Schlaf aber ein unerfüllter Wunsch bleibt“, sagt Mark Aloia, PhD, Global Lead for Behavior Change, Sleep & Respiratory Care bei Philips. „Wir arbeiten bei Philips daran, das Angebot an klinisch erprobten Lösungen so weiterzuentwickeln, dass wir in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft für 80 Prozent der Schlafprobleme weltweit eine Antwort haben. Unsere Hoffnung ist, dass wir Menschen, die schon lange unter verschiedenen Arten von Schlafstörungen leiden, ermöglichen können, besser zu schlafen.“

Im Gegensatz zu 2018, wo 26 Prozent Schlaflosigkeit (Insomnie) und 21 Prozent Schnarchen als Problem angaben, ergab die diesjährige Umfrage, dass bereits 76 Prozent der Erwachsenen von mindestens einer bekannten Schlafstörung betroffen sind, wobei Schlaflosigkeit (37 Prozent) und Schnarchen (29 Prozent) am meisten verbreitet sind. In Bezug auf Schlafapnoe ist wiederum besorgniserregend, dass 65 Prozent derjenigen, die nach eigenen Angaben an Schlafapnoe leiden, die vorhandenen Therapiemöglichkeiten nicht oder nicht mehr nutzen. Angesichts der vielen Faktoren, die eine erholsame Nachtruhe beeinträchtigen können, möchte Philips mithilfe der gewonnenen Daten Menschen überall auf der Welt darüber aufklären, wie wichtig Schlaf ist und dass vor allem anhaltende Schlafprobleme ernstgenommen werden sollten.

 


Mehr Informationen zur diesjährigen Umfrage erhalten Sie hier. Weitere Ergebnisse der Umfragen aus diesem und dem letzten Jahr finden Sie hier: philips.de/weltschlaftag.

 

Philips hat sich der Entwicklung klinisch erprobter Lösungen verschrieben, die den Menschen helfen, gut und gesund zu schlafen. Philips möchte Lösungen bieten, die den wachsenden Bedürfnissen von Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie von Verbrauchern gleichermaßen gerecht werden. Zuletzt gelang dies mit der neuen Funktionen im Wake-up Light Portfolio in Form der Somneo Sleep & Wake-up Lights sowie mit der Versorgung von Schlafapnoe-Patienten mit über zehn Millionen DreamWear Masken weltweit4. Weitere Informationen zu den Schlaf- und Atemlösungen von Philips finden Sie unter philips.de/respironics und auf philips.de/lichttherapie.


Zur Umfrage:
Diese Umfrage wurde von der KJT Group online zwischen dem 9. und 28. Januar 2019 im Auftrag von Philips durchgeführt. Befragt wurden 11.006 Erwachsene (ab 18 Jahren) in zwölf Ländern (Australien: n = 750; Brasilien: n = 1.001; Kanada: n = 750; China, n = 1.001; Frankreich: n = 1.000; Deutschland: n = 1.003; Indien: n = 1.000; Japan: n = 1.000; Niederlande: n = 750; Singapur: n = 750; Südkorea: n = 1.000 und USA: n = 1.000). Die Online-Umfrage wurde in der/den Hauptsprache(n) des jeweiligen Landes durchgeführt. Die Befragung beruht auf keiner Wahrscheinlichkeitsstichprobe, deshalb lässt sich eine Fehlerspanne nicht präzise abschätzen.

Quelle:
Philips GmbH Market DACH Philips Kundenservice
Jeannine Kritsch Telefon: 040 / 80 80 10 980
Head of Consumer Communication
Telefon: 0152 / 22 80 32 33
E-Mail: jeannine.kritsch@philips.com

Über Royal Philips
Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 77.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2018 einen Umsatz von 18,1 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de





EU-Parlament stimmt für Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021

Für immer Sommer?

26.03.2019 von Markus Kamps

Foto © Djim Loic | Unsplash

Am Sonntag, den 31.03.2019 stellen wir wieder auf die Sommerzeit um. Wie schon vor ein paar Monaten abzusehen war, wird es nicht die letzte Umstellung gewesen sein. Zumindest wurde aber heute durch das EU-Parlament eine Deadline für die Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 in Stein gemeiselt.

Die EU-Staaten müssen nun der Brüsseler Kommission bis April 2020 mitteilen, welche Zeit sie dauerhaft beibehalten möchten. Gut, der aufmerksame Leser wird mit hoher Wahrscheinlichkeit jetzt auch nicht viel mehr  Neuigkeiten gegenüber der letzten Diskussion gefunden haben, aber wie heißt es so schon: "Gut Ding, will Weile haben".

 

Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf unsere Gesundheit aus?

Viele Menschen klagen nach der Uhrenumstellung über eine Art Mini-Jetlag. Heute belegen zahlreiche Studien, dass vor allem der Wechsel im Frühjahr die meisten negativen Auswirkungen hat und unsere innere Uhr aus dem Gleichgewicht bringt.

Dass wir von der Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit weniger bemerken liegt darin begründet, dass die innere Uhr ohnehin ein wenig nachläuft. Die Extrastunde im Winter ist hier dann fast bedeutungslos.

Aus Sichtweise der inneren Uhr ist die Zeitumstellung im Grunde unbedeutend. Ihr ist es egal, ob wir gerade 20:00 Uhr oder 21:00 Uhr haben. Viel entscheidener ist der Zeitpunkt der Dämmerung. Unser Körper orientiert sich daran und korrigiert dementsprechend immer ein wenig nach.

Im Januar, Februar und März verschiebt sich die Morgendämmerung ganz langsam nach vorne. Wir erleben hier eine Zeitspanne, in der es ganz langsam morgens immer heller wird. Dann folgt Ende März die Umstellung auf die Sommerzeit, welche den Morgen wieder schlagartig verdunkelt.

Das führt dazu, dass viele Menschen der Zeit hinterherhinken. In der Regel dauert dieser Prozess so lange an, bis es morgens in der Sommerzeit wieder heller wird.

Ob diese Problematik auf Dauer unsere Gesundheit beeinträchtigt, kann aus Sicht der Forschung nicht wissenschaftlich beantwortet bzw. bewiesen werden. Klar ist, dass die viel diskutierten negativen Effekte auf den menschlichen Körper auf Schlafmangel zurückzuführen sind. Und dieser Schlafmangel wird halt durch den Wechsel der Zeit hervorgerufen.  

Erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile der Zeitumstellung >>>
 


P.S.
Aber hat schon jemand mal unsere Kühe gefragt?

Für eine Kuh bedeuten die plötzlichen Melkwechselzeiten durch die Zeitumstellung eine enorme Belastung für den Biorhythmus. Diese würden tagelang weniger Milch geben, wenn unsere Landwirte die Melkzeiten nicht langsam der Zeitumstellung angleichen würden. Hier zeigt sich schön, dass Mutter Natur Ihre eigene Regeln hat ...





Hypnagogische Zuckungen

14.03.2019 von Markus Kamps

Foto © Lucrezia Carnelos | Unsplash

Vermutlich haben es schon viele unter uns erlebt: Hypnagogische Zuckungen sind unwillkürliche Muskelkontraktionen, die einige Menschen beim Einschlafen erleben.


Autor: Markus Kamps

Der Begriff Hypnagogie bezeichnet einen Bewusstseinszustand, der beim Einschlafen visuelle, auditive und taktile Halluzinationen hervorrufen kann [Wikipedia | Hypagogie].

Sobald eine Person von einem wachsamen Zustand in den schlafenden Zustand übergeht, treten unwillkürliche Muskelbewegungen auf, die auch als Myoklonus bezeichnet werden. Auch Schluckauf ist eine weitere häufige Form des Myoklonus.

Die Stärke eines hypnagogischen Zuckens kann variieren. Einige Menschen sind sich der Zuckungen möglicherweise nicht bewusst und erfahren meist nur durch Ihren Partner von diesen unkontrollierten Bewegungen. Bei anderen Personen können die Zuckungen in Krämpfe übergeben, sodass sich diese erschrecken und meist wieder aufwachen. Menschen können neben hypnagogischen Zuckungen auch andere Symptome erleben, wie z.B. das Gefühl als würden sie fallen, einen schnellen Herzschlag, schnelles Atmen oder Schwitzen.

Man geht heutzutage davon aus, dass 60 bis 70 Prozent aller Menschen diese Form von Zuckungen gelegentlich erleben. Bei Kindern treten Einschlafzuckungen häufiger auf als bei Erwachsenen.

Gelegentliche hypnagogische Zuckungen sind normal. Treten diese aber sehr häufig auf, so kann ein Arztbesuch ratsam sein. Vor allem, wenn die Ängste vor diesen Zuckungen und in Folge dessen vor dem Schlaf immer größer werden.

Leider sind die Gründe dieses Schlafphänomens noch nicht erforscht. Man vermutet, dass Angst und Stress, Stimulanzien (Nikotin, Koffein, Alkohol), Schlafentzug oder zu später Sport ursächlich sein können.





Heimtextil 2019

Zell-Screening

22.01.2019 von Markus Kamps

Foto © Schlafkampagne

Auf der Heimtextil 2019 in Frankfurt konnten wir auf der Sonderfläche "Sleep! The Future Forum" ein interessantes Messverfahren - das sogenannte Zell-Screening - zur Verbesserung der Lebensqualität testen.


Autor: Markus Kamps

Hierbei handelt es sich um eine nicht invasive Messmethode mit erstaunlichen Ergebnissen. Zudem ist das System auch mobil einsetzbar und nicht nur für Ärzte, Heilpraktiker, Therapeuten sondern auch für Gesundheitszentren oder in der betrieblichen Gesundheitsförderung, Reha sowie Fitness und Sport interessant und einsetzbar.

Die Technik beruht auf die Spektralphotometrie (Messung mit Licht) gemäß dem Lambert-Beerschen Gesetz. Das bedeutet, dass jede Substanz Licht bestimmter Wellenlängenbereiche absorbiert und emittiert. So können 20 Mineralstoffe und Spurenelementen sowie 14 toxische Metalle (Umweltgifte) im lebenden Gewebe bestimmt werden. Wer mehr Hintergrundwissen zu dem Verfahren haben möchte, kann sich über den nachfolgenden Link tiefer in die Materie einlesen.

Wir selbst fanden das System sehr faszinierend. Nach unseren Selbsttests durften wir noch mit dem Experten Herrn Sascha Chowdhury ein Interview führen, welches wir nachfolgend eingestellt haben. Weiterführtende Informationen auch unter www.zell-screening.com.

 





Umfrageergebnisse der Kantar Emnid Befragung 10 / 2018 zu dem Thema Matratzenkauf

Kantar Emnid - Kurze Trendbefragung Matratzenkauf

von Markus Kamps

Foto © Schlafkampagne UG

Die Schlafkampagne hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid beauftragt, eine Umfrage zu dem Thema Matratze durchzuführen. Hierbei wurden die nachfolgenden Fragen an über 500 Befragten gestellt:

  1. Alter der Matratze: Wie alt ist Ihre Matratze zuhause, auf der Sie normalerweise schlafen?
  2. Bewertung der Matratze: Welche Schulnote würden Sie Ihrer Matratze geben?
  3. Faktoren beim Matratzenkauf: Was ist Ihnen beim Matratzenkauf besonders wichtig?

Autor: Markus Kamps

Unterteilt wurden die Ergebnisse nach Region, Geschlecht, Alter, Schulbildung, Berufstätigkeit des Befragten, Anzahl der Personen im Haushalt sowie das Haushaltsnettoeinkommen.Nachfolgend zeigen wir Ihnen die wichtigsten kumulierten Umfrageergebnisse auf. Weitere Details werden wir in der nächsten Zeit weiter verfeinern und aufbereiten.

1) Alter der Matratze

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Etwas mehr als die Hälfte der Befragten haben oder nutzen eine Matratze die bis zu 5 Jahren alt ist. Hier ist bereits ein positiver Trend zu erkennen. Ob es immer auch positiv ist kann in dem Quervergleich nicht direkt erkannt werden. Vor allem weil mit der Zeit Staub, Hautschuppen und Schweiß jede Matratze zu schaffen macht. In Abhängigkeit von der Qualität, beträgt die Lebensdauer von Matratzen durchschnittlich 5-8 Jahre. Aber ganz klar nach 8-12 Jahren sollten auch Qualitätsprodukte getauscht werden. Danach ist selbst die beste Matratze bei täglicher Nutzung irgendwann durchgelegen und oder verliert an Stützkraft. Das Ergebnis der Studie zeigt auf, dass immerhin noch 35 Prozent der Befragten auf einer Matratze schlafen, welche bereits 5 bis 10 Jahre oder mehr alt oder weiß nicht sind. Hier besteht Handlungsbedarf. Wie kann das sein? Ist das Thema Bett wirklich nicht so wichtig? Fehlt es an Aufklärungsarbeit oder werden diese potenziellen Kunden nicht richtig abgeholt? Auch wenn keine sichtbaren Verschleißerscheinungen vorhanden sind, ist der Matratzenwechsel aus hygienischen Gründen anzuraten. Experten empfehlen sogar, die Matratze ab dem 7. Jahr oder zumindest den Matratzenbezug nach ca. dem 5. Jahr auszutauschen.

2. Bewertung der eigenen Matratze nach Schulnoten

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Immerhin sind fast 70 Prozent der Befragten mit Ihrer Matratze soweit erstmal zufrieden. Jedoch vergaben ca. 31 % der Befragten für Ihre jetzige Matratze Noten von befriedigend bis ungenügend. Woran kann das liegen? Betrachtet man das Gesamtergebnis der Befragung, so könnte man vermuten, dass es nicht nur an fehlender kompetenter Beratung oder der Qualität der Matratzen liegen kann sondern auch schlicht am Alter der Nutzung. Außerdem könnte es auch sein, dass es sich evtl. bei dieser Gruppe um Fehlkäufe mit fehlender Beratung oder dem fehlenden Probeliegen handelt?

3. Faktoren beim Matratzenkauf

 

Den Befragten ist die Beratung und das Probeliegen fast doppelt so wichtig wie irgendwelche Testergebnisse. Dies schwankt jedoch sehr nach dem Einkommen und dem Bildungsgrad. Hier stimmten 76 Prozent mit „kompetente Beratung“ und 73 Prozent mit „persönliches Probeliegen vor Ort“. Diese Zahlen zeigen auf, dass es sich bei dem Thema Matratze um ein Produkt handelt, welches der Kunde vor dem Kauf unbedingt erleben möchte.

Die 3 Topthemen, die Kunden beim Matratzenkauf interessant und wichtig finden

 

Top 1- echte Qualität und Langlebigkeit
Top 2- kompetente, fachliche Beratung
Top 3- persönliches geführtes Probeliegen

Betrachtet man die Top 3 Themen etwas genauer, so fällt ein interessanter Bezug auf: Denn nur durch geführtes Probeliegen finde ich mit fachlicher Beratung mein passendes Produkt. Wenn dieses dann auch noch eine gute Qualität aufweist, ist ein langlebiges Produkt mit gleichbleibenden guten Lagerungsergebnissen vorprogrammiert.

Probeliegen ist den meisten wichtiger als eben nur der günstigste Preis!

Weit abgeschlagen landeten die Antworten „günstiger Preis“ (54 Prozent) und „Orientierung an Testergebnissen“ (45 Prozent). Sicherlich freut man sich als Verbraucher das ein oder andere Schnäppchen zu machen und durch viele unterschiedliche Aussagen ist Irgendeine Art der Orientierung durch Tests, Referenzen, Empfehlungen oder Portalen immer nützlich. Aber auch hier zeigt sich, dass bei bestimmten Produktgruppen der Verbraucher einfach anders tickt und dass das eigene Gefühl und die eigene Wahrnehmung durch nichts zu ersetzen ist. Das Thema guter erholsamer Schlaf wird immer wichtiger in unserer Leistungsgesellschafft. Der Verbraucher investiert in seinem Schlaf und das für eine gewisse Zeitspanne: Beide Parteien, Verkäufer und Käufer müssen nicht nur Geld sondern auch Zeit für ein gutes Endergebnis leisten. 

Das darf – wie die Studie der Kurzbefragung zeigt – auch ruhig dann mal etwas kosten, wenn es dann passt.
 

 

 


Die Ergebnisse dieser Studie oder Teilergebnisse dieser Studie sowie dieser Artikel oder Teile dieses Artikels dürfen nicht ohne vorheriger Zustimmung der Schlafkampagne veröffentlicht werden. Bei Interesse einer Veröffentlichung, sprechen Sie uns gerne an.




Fühlen Sie sich fit?

Winterzeit - Die Gartenmöbel zurück ins Haus

von Markus Kamps

Die EU-Kommission würde gerne schon ab 2019 die halbjährliche Zeitumstellung in Europa abschaffen. Die Schlafkampagne berichtete bereits hierüber >>. Nun scheint es aber doch nicht so schnell zu gehen. Einigen Staaten geht das alles viel zu schnell. Man bräuchte mindestens 18 Monate Vorlauf, um solch eine Umstrukturierung durchführen zu können. Ob und wann eine einheitliche Regelung gefunden werden kann, bleibt also abzuwarten. Sei es drum, hier nochmal ein paar Fakten zur Zeitumstellung.

Chronobiologen können nur mit dem Kopf schütteln, wenn es um das Thema Zeitumstellung geht.Für viele Menschen bringt diese Umstellung auf Winterzeit erhebliche Probleme beim Ein- oder Durchschlafen mit sich. Denn der menschliche Körper reagiert mitunter sehr sensibel auf ungewöhnliche Veränderungen von natürlichem Hell und Dunkel.

Hintergrund: Jeder Mensch folgt seiner inneren Uhr. Der Organismus des Menschen ist in vielen Bereichen so aufgebaut, dass er einem bestimmten Rhythmus folgt, der sich jeden Tag wiederholt. Biologische Funktionen, die diesen tagesrhythmischen Schwankungen unterliegen, sind z. B. der Blutdruck, die Pulsfrequenz oder die Körpertemperatur.
Besonderen Einfluss auf den Schlaf hat die Sonne bzw. der dadurch beeinflusste Wechsel von Hell und Dunkel. Der natürliche Hell-Dunkel-Rhythmus beeinflusst z.B. die Ausschüttung des „Schlafhormons" Melatonin, das vermehrt bei Dunkelheit ausgeschieden wird. Melatonin senkt die Aktivität und macht müde.
Durch die Zeitumstellung gerät der biologische Rhythmus dadurch in Unordnung. Es kann bis zu einigen Tagen dauern, bis sich der Körper an die neue Situation gewöhnt hat und der Mensch wieder „normal“ schlafen kann. 
Ein langfristig gesundheitsschädigender Effekt durch die Zeitumstellung konnte zwar bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen, doch registrieren die Kompetenz-Zentren Gesunder Schlaf immer wieder verstärkte Schlafschwierigkeiten während der Anpassungsphasen. Bedenklich werden solche Schlafunregelmäßigkeiten, wenn sie mehrere Wochen und dabei jeweils mehrere Tage in der Woche andauern und mit Leistungseinbußen am Tage einher gehen. Gerade dann ist es wichtig, dass die Regeln der sog. Schlafhygiene mit regelmäßigen Zeiten und Abläufen eingehalten werden.

Die Ursachen für Schlafschwierigkeiten können vielschichtig sein: Sie reichen von stressbedingten Reaktionen über die falsche Bettausstattung bis zu klärungsbedürftigen organischen Schädigungen. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Kompetenz-Zentren Gesunder Schlaf bei langfristigen Schwierigkeiten eine spezielle Schlafberatung oder auch ein gezieltes Schlaftraining, wie es die angeschlossene Schlafschulen anbieten.
Ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, sind sehr oft betroffen, da deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen oft schwerer tut.

Beachten Sie die Nachfolgenden Tipps und Ihre innere Uhr wird es Ihnen danken, jedoch vergessen Sie nicht auch die Überprüfung Ihrer Bettwaren, denn die Zeitumstellung läutet auch die Jahreszeiten ein und deshalb sollten Sie auch Ihre Zudecke Ihre Kissen und Auflagen sowie Ihr Lüftverhalten und Ihr Raum und Bettklima überprüfen um Ihr Bett auf Ihren persönlichen Winterschlaf einzustimmen!
 
Nur so lässt sich die innere Uhr wieder einpendeln und der Nachtschlaf auch durch abgestimmte Bettwaren wird besser.

Tipps gegen "Mini-Jetlag oder Mikro-Jetleg"
 
Da viele Beeinträchtigungen der inneren Uhr während der Zeitumstellung einem Jetlag ähneln, reden Experten von einem Mini Jetlag. Doch was tritt auf und welche Symptome kennen Sie:
  • ungewöhnliche Müdigkeit
  • depressive und verschlechterte Stimmungslage
  • Schlafstörungen Schwankungen der Herzfrequenz - Konzentrationsschwäche am Tag
  • Gereiztheit am Abend und am Tag
  • Appetitlosigkeit während des ganzen Tages
  • Verdauungsprobleme ohne Ernährungshintergrund
So überstehen Sie die Zeitumstellung
Am Vorabend der Umstellung
  • keinen Alkohol konsumieren und
  • nicht mehr allzu viel essen
  • ehr sogar etwas später als gewohnt zu Bett gehen
In den ersten Tagen nach der Umstellung
  • Wer eine empfindliche Verdauung hat, sollte die Essenszeiten ggf. eher schrittweise (4x 15 Minuten Verschiebung ) anpassen
  • Üppige Mahlzeiten am Abend eher meiden
  • Wenn möglich auf Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen verzichten
  • Am ersten Tag ggf. sogar eine halbe Stunde früher aufstehen als üblich
  • Viel an der Natur ( LICHT) aufhalten um einen kleinen Spaziergang zu machen
  • Immer bei auftretenden Sympomen wie oben genannt ehr Pausen machen
  • Wenn das frühere Einschlafen Mühe bereitet, immer erst natürliche Hilfen wie Baldrin, Melisse oder Entspannungstechniken versuchen oder ggf. aufstehen und nicht mit dem Gedankenkarussell Stundenlang wachliegen.
  • Verzichten Sie auf Ihren Mittagsschlaf während der Umstellungsphase bis hin zu 7-10 Tagen.
Bei langanhaltenden Schwierigkeiten, gehen Sie bitte zu Ihrem Hausarzt oder fragen Sie Ihren Apotheker!
 




Die unbeliebten Umstellungsphasen

Jedes Jahr das gleiche Spiel!

von Markus Kamps

Foto © Schlafkampagne UG

Seit 1980 stellen wir in Deutschland die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Sonntag im Oktober wieder eine Stunde zurück. Und da alles seine Ordnung haben muss, gibt es hierzulande auch die passende Verordnung mit dem netten Kürzel "SoZV".

Vor allem die Umstellung zur Sommerzeit raubt uns eine Stunde Schlaf. Viele Menschen sind deswegen schlichtweg genervt von der Zeitumstellung. Deshalb hatten gut 500 Millionen Europäer die Chance Ihre Meinung zur Zeitumstellung abzugeben. Hierzu hatte die Brüsseler EU Kommission einen Onlinefragebogen bereitgestellt. Die Resonanz war überwältigend. In der Anfangsphase der Umfrage brachen mehrmals die Server zusammen.

Seit Mitte August liegen nur die Ergebnisse der Umfrage vor. Demnach hat sich eine Mehrheit von 80 Prozent der Umfrageteilnehmer gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Wie es nun weitergeht kann man derzeit noch nicht sagen. Es handelte sich ja lediglich um eine unverbindliche Umfrage. Alles liegt jetzt in den Händen des Europäischen Rates.

Auch wir von der Schlafkampagne haben schon mehrfach über die Problematik der Zeitumstellung berichtet. Vor allem sensible Menschen bereitet die Umstellung häufig Schwierigkeiten.

Viele Abläufe im Körper werden durch die innere Uhr bestimmt. Die sogenannte Chronobiologie (siehe auch Wikipedia: Chronobiologie) spricht hier von molekularen und biologischen Vorgängen. Viele Abläufe wie das Schlafen, der Blutdruck, die Hormonproduktion, der Stoffwechsel, unsere Gehirnleistung etc. folgen unserem inneren Taktgeber.

Die Zeitumstellung bringt diese regelmäßigen Abläufe durcheinander. Diese Manipulation der inneren Uhr vertragen die Schlaftypen "Eulen" und "Lerchen" unterschiedlich. Der Morgenmensch, also die Lerche, steht mit den Vögeln auf und wird vermutlich den abendlichen Spielfilm nicht mehr schaffen. Der Abendmensch, also die Eule, startet mittags so richtig durch und ist bis spät in die Nacht fit. Viele Menschen liegen aber auch - nicht zuletzt bedingt durch Ihre Arbeit - irgendwo dazwischen. Laut einer aktuellen Studie von Dr. Thomas Kantermann haben es die Eulen schwerer den Umstieg zu bewältigen. Hierbei zeigte sich, das die Lerchen innerhalb weniger Tage wieder Ihren Takt gefunden hätten. Die Eulen jedoch, konnten sich noch nach vier Wochen nicht so richtig anpassen.

Über das Ausmaß der gesundheitlichen Folgen wird bekanntlich alljährlich debattiert. Fakt ist aber, dass die Zeitumstellung ein Stressfaktor für die innere Uhr darstellt. Das hiermit kein positiver Stress gemeint sein kann, sollte wohl jedem klar sein.

Demgegenüber dürfen wir aber auch nicht die positiven Effekte der Sommerzeit missachten. Die Stunde an gewonnener Helligkeit ist ein Gewinn an Lebensqualität. So lassen sich Freizeitaktivitäten - vor allem im Freien - nach Feierabend besser organisieren. Auch für Menschen, die in den Abend hinein arbeiten, ist die gewonnene Stunde Licht willkommen. Ein Plus der Sicherheit ist zudem für Fußgänger und Radfahrer gegeben die noch in den Abendstunden unterwegs sind. Auch eine gefühlt verbesserte Sicherheit in Bezug auf der Straßenkriminalität wird vermutet. Spätlichtanbeter empfinden zudem eine positive Wirkung auf ihren Biorhythmus. Sicherlich keine messbare, aber ganz sicher eine spürbare Konsequenz der Sommerzeit. 

Bei allem Für und Wider bleibt am Ende die Problematik der jeweilgen Umstellungsphasen. Eine evtl.  Neuregelung müsste indes EU-weit gelten. Wir blicken dieser Thematik spanend entgegen.

 





Wo Männer und Frauen am meisten Schmerzen haben

von Markus Kamps

Ein interessanter Artikel von Matthias Janson, Statistica (Referenzlink):

Am ersten Dienstag im Juni eines jeden Jahres ist der Aktionstag gegen den Schmerz, initiiert von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. Er soll auf die Probleme hinweisen, die bei der Versorgung von Menschen mit akuten oder chronischen Schmerzen in Deutschland auch heute noch bestehen. Die Grafik zeigt die Körperregionen, in denen Frauen und Männer am häufigsten Schmerzen haben. Schmerzquelle Nummer eins: der untere Rücken. Außerdem auffällig: In fast allen Körperregionen ist der Anteil der schmerzgeplagten Frauen größer als der der Männer.

Die Grafik basiert auf einer Befragung, die von den Schmerztherapeuten Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht durchgeführt worden ist. Das Teilnahme-Formular wurde per Email an die Mitglieder des Verteilers von Liebscher & Bracht gesendet, die Ergebnisse sind daher nicht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Weiterlesen >>

Quelle: https://de.statista.com/infografik/14109/wo-maenner-und-frauen-am-meisten-schmerzen-haben/

Autor: Markus Kamps

Foto: copyright Liebscher & Bracht




Gegen Schmerzen - Auch die Nacht und das Bett spielt eine Rolle

von Markus Kamps

Autor: Markus Kamps

Foto: copyright Schlafkampagne UG

Auch das Bett, die Matratze und die falsche Kombination der Dinge macht bei Frauen und Männern unterschiedliche Probleme. Schauen Sie gerne unsere Beitrage zum Thema Matratzenkauf oder auch zum Thema Rücken an.

Alles braucht einen Gegenpol – wer sich viel bewegt, muss richtig regenerieren
Und diese Regeneration holt sich der Körper im Schlaf. Erholsamer Schlaf ist wichtig, um die Batterien wieder aufzuladen, körperlich sowie geistig fit zu sein – und nicht zuletzt auch im Schlaf durch die richtige Lagerung etwas für die Rückengesundheit zu tun. Auch ein Höchstmaß an Bewegung kann durch eine schlechte Schlaf-Ergonomie wieder zunichte gemacht werden – und die Rückenschmerzen sind trotzdem da. Passen Bett, Matratze und Kissen nicht zur Person, kann es zu Problemen an den Bandscheiben, Muskeln, Bändern und Sehnen kommen – und dann wären wir schon wieder bei Schmerzen im Rücken und an der Wirbelsäule. Genau deshalb ist die richtige Schlafumgebung auch für die Rückengesundheit enorm wichtig.

Das richtige Bett für Ihre Rückengesundheit
Eine 15 Jahre alte Matratze, ein durchgelegener Lattenrost, ein zu kleines Kissen. Wenn Sie Ihr Bett so beschreiben würden, ist es kein Wunder, dass Ihr Rücken schmerzt. Die richtige Auswahl des Bettes hilft, den Rücken im Schlaf zu entlasten. Faktoren für das passende Bett und einen erholsamen Schlaf sind vor allem körperliche Besonderheiten wie zum Beispiel:

  • Die bevorzugte Schlafposition
  • Körpergröße und -gewicht
  • Körperbau (Ausprägung Schulter, Becken, Taille)
  • Druckempfinden
  • Wärmebedarf, Schwitzverhalten
  • Allergien und Materialverträglichkeit
  • Krankheiten: Herz-Kreislauf, Entzündungen, Magen
  • Rückenerkrankungen – z. B. Skoliose etc.

Darüber hinaus spielt die klima- und materialtechnische Abstimmung mit den anderen Bettkomponenten eine große Rolle. Dazu zählen zum Beispiel folgende Faktoren:

  • Federkern, Latex oder Schaumstoff, Vollpolster etc.
  • Drei, fünf oder gar sieben Zonen
  • Unterfederung, Kopfkissen oder Bettsystemen
  • Luftzirkulation
  • Gute Punktelastizität und punktuelle Abstützung - gute Druckverteilung
  • Trockenes Schlafklima
  • Belüftungseigenschaften
  • Ergonomische Lagerung
  • Wärmehaltung nach unten
  • Feuchtigkeitstransport vom Körper weg
  • Geräuschlosigkeit etc.

In Rückenlage sollte die natürliche S-Form der Wirbelsäule erhalten bleiben, die Matratze muss sich dem Rücken und im Lordosenbereich besonders gut anpassen. Druckbereiche, die zur Einschränkung der Durchblutung führen, dürfen nicht auftreten, der Schläfer soll gleichmäßig gelagert und gestützt werden. Auch die Größe der Matratze muss stimmen: Sie sollte 20 cm länger als die Körpergröße des Schläfers sein und mindestens 90 bis 100 cm breit – somit bei einem Doppelbett 180 bis 200 cm, mit je einem individuellen Kern pro Schläfer. Das wichtigste bei der Betten-, Matratzen-, Kissen-, und Zudeckenwahl ist jedoch eine professionelle Beratung. Nur durch sie ist gewährleistet, dass die Schlafumgebung optimal auf den Schläfer angepasst ist.
Und nicht zuletzt: Bettenkauf ist Vertrauenssache!
Wenn Sie sich im Bettenhaus oder mit dem Verkäufer nicht zu 100% wohl fühlen, sollten Sie den Bettenkauf verschieben und sich eventuell von einem anderen Händler beraten lassen ...

Weitere hilfreiche Informationen rund um gesunden Schlaf finden Sie auf diesen Seiten.

Die obige Grafik zeigt auf, welcher Körperbereich mit welchem Produkt am meisten und in welchem Bereich beeinflusst wird!





Studie zum Thema Gedanken, Gefühle und Schlaf

von Frank Chudoba

Foto © Fotolia_31951642

Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der psychologischen Fakultät der Universität Wien führt Katharina Liedl eine Online-Studie zum Thema Gedanken, Gefühle und Schlaf durch.
Dabei geht es um persönliche Empfindungen und das Befinden - es gibt also keine richtigen oder falschen Antworten. Von besonderem Interesse ist, wie Menschen im Alltag mit negativen und positiven Gefühlen umgehen. Thema der Befragung ist auch, wie im Allgemeinen über negative Erlebnisse oder Probleme nachgedacht und die persönliche Schlafqualität eingeschätzt wird.
Um möglichst viele Personen zu erreichen und somit die Qualität der Studie zu gewährleisten, ist Katharina Liedl in dieser Sache auf Ihre Mithilfe angewiesen.
Die Teilnahme an dieser Studie nimmt ca. 25 Minuten in Anspruch (die Dauer ist von der individuellen Bearbeitungsgeschwindigkeit beim Ausfüllen der Fragebögen abhängig). Die Daten werden streng vertraulich behandelt, sind anonym, enthalten also keinerlei Informationen, mit denen man den Befragten identifizieren könnte. Fragen oder Anmerkungen zur Studie, werden gerne per E-Mail sleep.psychologie@univie.ac.at beantwortet.
Hier geht es zur Online-Studie:
https://dk.akis.at/sleep/





Alm statt Ritalin

von Pressemitteilungen

Hamburg (OTS) - Kinder mit Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) benötigen
keine Medikamente, sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther.

In einem Interview in der November-Ausgabe des Magazins GEO erläutert er seinen alternativen Therapieansatz: zwei Monate harte Arbeit in einer Berghütte auf 2400 Meter Höhe. In einem Testprojekt in Südtirol haben zwölf Jungen das Käsemachen gelernt und sich selbst und eine Kuh versorgt. Schon nach den ersten Tagen auf der Alm brauchten die Kinder kein Ritalin mehr. Die Ursache für ADHS, so Hüther, sei eine verzögerte Reifung des Frontalhirns; betroffen seien vor allem Kinder, die viel fernsehen, wenig ausprobieren dürfen, oder denen Schwierigkeiten stets aus dem Weg geräumt werden. Durch Arbeiten, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung erfordern, lasse sich eine massive Nachreifung der Hirnareale und der Nervenverbindungen erzielen. Medikamente führten zwar zur Impulskontrolle, blockierten aber auch die neuronale Nachreifung.

Für den Nachweis der erfolgreichen Therapie hofft Hüther, dass die Kinder aus der Teststudie auch nach einem Jahr auf der Alm noch auf Ritalin verzichten können.






Studien zum Thema Schlafen

von Frank Chudoba

Foto: copyright adimas - fotolia.com






Alarmierende Studie: weniger als die Hälfte schläft wirklich gut

von Frank Chudoba

Die WBA Research führte im Namen der National Sleep Foundation in 6 Industrieländern eine telefonische Befragung zum Schlafverhalten durch. Daran nahmen 1501 Personen im Alter von 25 bis 55 aus den USA, Kanada, Mexiko, Großbritannien, Japan und Deutschland teil. Zu folgenden Ergebnis sind sie gekommen:

Japaner und Amerikaner schlafen durchschnittlich bis zu 40 Minuten weniger

Die Befragten aus Japan und den USA gaben an, an Werktagen durchschnittlich 6:22 Stunden bzw. 6:31 Stunden zu schlafen. Das sind bis zu 40 Minuten weniger als in den anderen befragten Ländern. 66% der Japaner schlafen weniger als 7 Stunden an Werktagen. Im Vergleich dazu sind es in den USA 53% der Befragten, in Großbritannien 39%, in Deutschland 36%, 30% der Kanadier und 29% der Mexikaner.
21% der Amerikaner, 19% der Japaner, 18% der Briten, 11% der Mexikaner, 10% der Deutschen und 7% der Kanadier würden sogar weniger als 6 Stunden pro Nacht schlafen.
Den geringeren Schlaf würden diese durch 45 Minuten Extra-Schlaf am Tage ausgleichen.
Dieses ist keine Überraschung, zumal sich das Powernapping in den USA und Japan durchgesetzt haben.

Große Schlafprobleme in den Industriestaaten

Weniger als die Hälfte der Befragten würden nach eigenen Angaben einen guten Schlaf haben. (Mexiko 48%, USA 44%, Kanada 43%, Großbritannien 42%, Deutschland 40%, Japan 54%)
Etwa ein Viertel der Befragten aus Großbritannien (27%), USA (25%) und Kanada (23%) teilten sogar mit, nur selten oder nie eine gute Nachtruhe zu finden.
Interessant: Obwohl 31% der Japaner angaben, dass sie mit Ihren Schlaf zufrieden sind, wünschen diese sich doch mehr Schlaf.

Der Duft im Schlafzimmer

Mexikaner (92% der Befragten), Deutsche (90%) und Briten (86%) ist ein frischer, angenehmer Duft wichtig für die Entspannung. 65 bis 79% aller befragten Nationalitäten würden Maßnahmen ergreifen, damit das Schlafzimmer so riecht, wie sie es wünschen. "Studien haben gezeigt, dass Duft eine wichtige Rolle bei Entspannung und Gedächtnisbildung spielt", sagt David Cloud, Vorstand der National Sleep Foundation. "Mit einem angenehmen Duft und einer entspannenden Schlafzimmer-Atmosphäre kann man zu einer guten Nachtruhe beitragen. Gleich welcher Nationalität werden Sie über ein Drittel Ihres Lebens im Bett verbringen. Frische Luft und ein angenehmer Duft sind große Möglichkeiten, um Ihren Schlaf zu verbessern."

Unterschiedliche Schlafgewohnheiten

Bei den Schlafgewohnheiten kommen deutlich die kulturellen Unterschiede zum tragen: Während 62% der Mexikaner vor dem Schlafengehen meditieren, würde etwa die Hälfte der Amerikaner (47%) vor dem Schlafengehen beten. Eine erfahrungsgemäß weniger schlaffördernde Sitte hat sich in allen an der Befragung teilnehmenden Ländern eingeschlichen. 66 bis 80% würden in der Stunde vor dem Schlafengehen fernsehen.
"Diese bahnbrechende Umfrage legt nahe, dass chronischer Schlafentzug ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem ist", so Russell Rosenberg, Direktor für Forschung und Forscher bei NeuroTrials Research. "Die National Sleep Foundation International-Schlafzimmer-Umfrage zwingt uns dazu, mehr zu forschen und einzigartige Lösungen für den Schlaf zu entwickeln, um alle dazu zu bewegen, den Schlaf ernst zu nehmen. Entspannen Sie sich, schalten Sie das Handy und TV aus und schaffen Sie angenehme Einschlafgewohnheiten. Das Schaffen der Voraussetzungen für guten Schlaf kann Ihr Leben verändern."

"Treiben Sie regelmäßig Sport. Kräftige Übungen sind am besten, aber auch leichte Übungen sind besser als keine Aktivität. Übungen zu jeder Zeit des Tages, aber nicht auf Kosten Ihres Schlafes. Gehen Sie an jedem Tag zur gleichen Zeit schlafen und stehen sie zur selben Zeit auf und vermeiden Sie es, mehr Zeit im Bett als nötig zu verbringen. Nutzen Sie Ihr Schlafzimmer nur zum Schlafen. Es kann helfen, Arbeitsmaterialien, Computer und Fernseher aus Ihrem Schlafzimmer zu entfernen. Stellen Sie sicher Ihre Sorgen für den Tag zu entfernen. Wenn Bedenken in den Sinn kommen, schreiben sie in einem "Tagebuch". So können Sie sich mit den Fragen am nächsten Tag beschäftigen.Wenn Sie nicht einschlafen können, sollten Sie in in ein anderes Zimmer gehen und etwas entspanntes machen, bis Sie müde werden. Leiden Sie an übermäßiger Tagesschläfrigkeit, Schnarchen, oder Atemaussetzern im Schlaf, kontaktieren Sie Ihren Arzt für ein Schlafapnoe-Screening."

Jan Born, Professor an der Universität Tübingen, weist jedoch darauf hin, dass vor allem kulturelle Unterschiede und nächtliche Rituale für die unterschiedlichen Ergebnisse verantwortlich sind.

Die Studie wurde von der National Sleep Foundation veröffentlicht.
Details zur Methode finden Sie unter
www.sleepfoundation.org





Deutschland schläft immer schlechter

DAK Studie 2017

von Markus Kamps
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Das sollten Sie Wissen und beachten

Zeitumstellung 2017 und immer mehr Schlaflose ...

von Markus Kamps

Foto © Johan Larson - fotolia.com

Schlafstörungen oder schlechter Schlaf beschäftigt viele Menschen insbesondere jetzt bei der Zeitumstellung 

Dies bestätigt in einem Interview mit der Schlafkampagne auch der Präventologe 
und Schlafberater aus Leidenschaft 
Markus Kamps.

Leider wird dem Schlaf und auch dem Bett zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn also nichts getan wird gibt es einen volkswirtschaftliche Gesamtschaden jedes Jahr durch Personen, die an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen leiden von ca. 20,3 Mrd. ohne Zusatzkosten von Unfällen und Verletzungen bedingt durch Übermüdung und fehlender S c h l a f k o m p e t e n z.

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Chronobiologie – Was passiert mit mir am Tag und in der Nacht

von Markus Kamps

Foto © CandyBox Images - fotolia.com

Unsere innere Uhr bestimmt, wann wir abends müde werden und wann morgens unsere Lebensgeister zurückkehren. Sie steuert den Hormonhaushalt und viele weitere Prozesse in unserem Körper. Damit sie der Tageszeit gemäß richtig „tickt“, muss sie täglich neu gestellt werden. 

Hauptverantwortlich für die Abstimmung der chronobiologischen Uhr auf die entsprechende Tageszeit ist der Einfluss des leicht bläulichen Tageslichts. Die Raumbeleuchtung zeigt hier nur sehr wenig Wirkung, da sie meist ins Gelbliche geht. Allerdings kann ein abendlicher oder nächtlicher Gebrauch von Bildschirmen die innere Uhr aus dem Takt bringen, da diese Geräte ebenfalls bläuliches Licht verbreiten und so dem Körper suggerieren, der Sonnenaufgang stünde bevor. Dadurch wird die Ausschüttung des Müdigkeitshormons gehemmt.

Ob wir morgens gerne früh aufstehen oder lieber abends lange aufbleiben, ist zum Großteil genetisch bedingt und kann nicht umerzogen werden. Besonders gesund lebt, wer den Arbeitsalltag an seinen vorgegebenen Biorhythmus anpassen kann.

 

Hormone – die Zahnrädchen unserer inneren Körperuhr

Zu bestimmten Uhrzeiten (Durchschnittswerte) schüttet unser Gehirn Hormone aus, die wichtige Vorgänge in unserem Körper in Gang bringen.Diese Dinge sollten Sie wissen, wenn Sie viel unterwegs sind.

 

Was steuert meine innere Uhr tagsüber?

13-15 Uhr    Blutdruck und Hormonspiegel sinken ab, das Schmerzempfinden wird geringer

15-17 Uhr    Das Mittagstief ist überwunden, Blutdruck und Kreislauf kommen wieder in Schwung. Jetzt ist das                              
                    Langzeitgedächtnis bereit für Höchstleistungen

17-19 Uhr    Die Säuremenge im Magen steigt wieder an und erinnert an die nahende Essenszeit, die Blase
                    arbeitet auf Hochtouren.

19-21 Uhr    Nach dem Essen sinkt der Blutdruck erneut ab, das nächste Tief hat begonnen. Gegen 21 Uhr
                    wirken Antibiotika und Allergiemittel am besten.

21-23 Uhr    Die Verdauungsorgane machen Feierabend, die Körperabwehr hat jetzt ihre Hochphase. Gegen
                    23 Uhr endet die Kortisol-Ausschüttung und wird vom entspannenden Müdigkeitshormon
                    Melatonin abgelöst.

 

Was steuert meine innere Uhr nachts?

23-1 Uhr    Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzfrequenz und Blutdruck sinken deutlich ab, während die
                  Schreckhaftigkeit zunimmt. Wer jetzt schlafen geht, dessen Körper kann ungehindert
                  Reparaturprozesse starten und Zellen erneuern. Die Erlebnisse des Tages werden verarbeitet und
                  gespeichert.

1-3 Uhr      Das größte Leistungstief nimmt seinen Lauf: Die Reaktion auf optische Reize ist sehr verlangsamt
                  und die Kälteempfindlichkeit am größten. Dafür ist die Haut weniger empfindlich gegen
                  Schmerzen. Im Schlaf nimmt der Darm jetzt verstärkt seine Verdauungstätigkeit auf.

3-5 Uhr      Das Melatonin hat den höchsten Hormonspiegel erreicht und macht labil und träge.
                  Sauerstoffmangel im Gewebe wird eher toleriert. Ab 4 Uhr leitet die Kortisol-Produktion
                  (Stresshormon) den Weckprozess ein: wilde Träume und leichteres Aufwachen sind die Folge. Die
                  Körpertemperatur steigt langsam wieder an, gegen 5 Uhr ist der Blutdruck am höchsten.

5-6 Uhr    "Testosteron wird in hoher Dosis ausgeschüttet und die Wirkung des Sättigungshormons Leptin
                  geht zurück."