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Dunkelfeld Sekundenschlaf – häufig Unfallursache

16.06.2017

Foto © logpr.de

Übermüdung wirkt wie Alkohol

Autofahren über einen längeren Zeitraum erfordert ein hohes Konzentrationsvermögen. Das betrifft Lkw-Fahrer gleichermaßen wie Pkw-Fahrer. Bei Müdigkeit lässt die Konzentrationsfähigkeit nach, die Ressourcen des Fahrers/der Fahrerin sind deutlich gemindert.

Nach einer Studie der Howard University ist Übermüdung im Straßenverkehr gleichzusetzen mit Alkohol.

Fitontour
„fit on tour“ – alljährliche Aktion der Länderpolizeien beim Fernfahrerstammtisch

Müde handeln wie Betrunkene, cholerisch, intolerant, beschimpfen andere.

Fahrer müssen erkennen, wenn sie schläfrig sind. Hierzu ist eine gründliche Selbsteinschätzung vonnöten. Er/sie sollte seinen/ihren Biorhythmus kennen. Dazu ist ein 24-Stunden-Diagramm hilfreich. Bekannt ist, dass Unfallzahlen vormittags gg. 11:00 Uhr und am späten Nachmittag gegen 19:00 Uhr auffällig nach oben ausschlagen und höchste Werte aufweisen. Der Auffahrunfall am Stauende ist hierbei das klassische Ereignis.

Mit dieser klaren Botschaft machte das Stammtischteam der Hessischen Polizei bei der Aprilveranstaltung auf dem Kirchheimer Autohof auf eine der häufigsten Unfallursachen aufmerksam.

Natürlich sind die klassischen Merkmale einer Übermüdung und eines sich anbahnenden Sekundenschlafs jedermann bekannt, doch allzu oft fehlt die kritische Selbsteinschätzung der Fahrer, selbst rechtzeitig die bekannte „Reißleine zu ziehen“ und unverzüglich die Weiterfahrt abzubrechen.

Moderator Emil Hahner vom Polizeipräsidium Osthessen in Fulda appellierte in aller Deutlichkeit an die anwesenden Fahrer, zeigte die Folgen von Übermüdung auf und gab wichtige Hinweise zu Verhaltensregeln und Bekämpfungsmöglichkeiten.

Sekundenschlaf-hinter-dem
Umfrage alarmiert: 34 % sind schon einmal übermüdet gefahren, 17 % bereits mehrfach – 34 % sogar erlebten schon einen Sekundenschlaf am Steuer

Ausreichend schlafen und Ruhepausen einlegen; dazu erfordert es natürlich bei den Berufskraftfahrern auf Lastkraftfahrzeugen unbedingt die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten. Natürlich kann im besonderen Fall ein Powernapping vorrübergehend die Aufmerksamkeit wieder steigern; bei starker Übermündung oder sogar körperlicher Erschöpfung gilt allerdings das oberste Gebot der Ruhe und des Schlafens.

Nicht zu unterschätzen sind hingegen im Körper schlummernde, krankheitsbedingte Symptome, die Schlafstörungen oder eine Schlafapnoe auslösen. Häufig werden derartige Probleme nicht erkannt oder unterschätzt.

Hans Kühnel, 1. Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Hersfeld-Rotenburg e.V., zeigte den Fahrern dazu einige typischen Erscheinungsmerkmale auf. Schlafapnoe sei eine gefährliche, gar lebensgefährliche Krankheit, die vielfältige gesundheitsbedrohende Folgen auslösen kann wie Herz- Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Tinnitus und Depressionen, so Kühnel.

Wirksam vorbeugen könne man schon durch meiden von Alkohol –  auch schon geringe Mengen beeinträchtigen gesunden Schlaf –  und durch Gewichtsreduzierung, soweit Übergewicht besteht.

Von Schlafapnoe betroffenen Personen bot er an, sich bei der Selbsthilfegruppe Rat einzuholen. Der Kontakt kann über das Stammtischteam der Polizei oder über den Fachverband hergestellt werden.