aktiv für gesunden Schlaf
Schon 35.747.884 Besucher
und 76.229.752 Seitenaufrufe
Kennen Sie Comedy im Bett?
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

- Werbung -
- Werbung -
Matratzengrößen und -typen im Überblick

Wie bettest Du Dich denn so?

03.07.2019 von Markus Kamps

Foto © Fotolia - Dash

Wie man sich bettet, so liegt man auch – dass die Schlafunterlage entscheidend für die Qualität des Schlafes ist, scheint allseits bekannt. Wer sich nachts wie eine Prinzessin auf der Erbse fühlt, die Decke regelmäßig nass schwitzt oder mit schmerzenden Gliedern erwacht, kann im Alltag kaum Leistung bringen und ist dauerhaft unausgeruht. Viele Schlafstörungen lassen sich auf eine ungeeignete Matratze zurückführen. Obwohl einige Hersteller One-Size Matratzen für jeden Körper- und Schlaftyp anbieten, gibt es natürlich keine Matratze, die jeden Schläfer zu 100 Prozent zufriedenstellt. Was gibt es bei der Erstellung eines neuen Schlaf- und Ruhebereiches zu beachten? Wir haben die wichtigsten Infos zu den gängigen Matratzentypen in Fach- und Möbelgeschäften für Dich zusammengetragen, um die Planung eines neuen Bettes mit passender Matratze zu erleichtern.

Das Wichtigste zuerst: Bestimme, wie viel Platz Du benötigst

Für einen gesunden Schlaf und schmerzfreie Knochen sind die Maße des Bettes ein wichtiger Faktor – welche Matratzengröße die richtige für Dich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Schlafgewohnheiten, die familiäre Situation und der Beziehungsstatus sowie Kosten- und Platzfaktoren beeinflussen die Auswahl. Am günstigsten sind Standard-Matratzen zwischen 90x200 cm und 200x200 cm. Für großgewachsene Menschen mit einer Körpergröße über 190 cm sind diese Standard-Modelle jedoch zu klein. Überlängen bis zu 220 cm sind in fast allen Fachgeschäften erhältlich. Solltest Du noch mehr Raum benötigen, ist wahrscheinlich eine Sonderanfertigung nötig.
 

Vor- und Nachteile der herkömmlichen Matratzengrößen im Überblick

90x200 cm: Die platzsparende Single-Matratze

  • Eine Matratze 90x200 cm ist nur für Single-Schläfer gedacht. Zu zweit kann man auf der Fläche liegen, wirklich bequem ist das aber auch bei schlanken Paaren nicht.
  • Im Kinder- oder Gästezimmer kannst Du mit einer 90x200 cm Matratze einen bequemen Schlafraum schaffen und trotzdem Platz sparen.
  • Bist Du ein unruhiger Schlaftyp oder streckst Du im Laufe der Nacht gern Arme und Beine aus, ist die Breite von 90 cm nur knapp ausreichend.
  • 90x200 cm Matratzen trocknen langsamer ab als Matratzen mit großen Flächen. Drehe Deine Matratze regelmäßig um oder lege sie in die strahlende Sonne, um Bakterien abzutöten und Schweiß abtrocknen zu lassen.
  • Für Deinen Laptop, Bücher, ein Haustier im Bett oder Deine Handyladestation ist auf 90x200 cm kaum Platz. Eine Matratze dieser Größe dient also ausschließlich zum Schlafen oder Fernsehen und weniger als Rückzugsort.

100x200 cm: Der Standard für Single-Schläfer

  • Auf einer Liegefläche von 100x200 cm kannst Du Dich nachts relativ frei bewegen.
  • Übernachtungsgäste haben es in Ausnahmefällen bequem genug, als dauerhafte Lösung für zwei ist das Maß aber eher ungeeignet.
  • Weil Du auf 100 cm Breite meist auf der gleichen Stelle liegst, bildet sich bei Modellen mit niedriger Qualität schon nach wenigen Monaten eine Kuhle und die Matratze hängt durch. Durch regelmäßiges Wenden kannst Du die Haltbarkeit Deiner Matratze verbessern.
  • Für Kissen, Ladestationen oder Haustiere im Bett ist auf 100 cm Breite ausreichend Platz – nimm aber besser nicht alles auf einmal mit ins Bett, um noch etwas Bewegungsfreiheit zu haben.

140x200 cm: Für Paare und Langschläfer

  • Zwei Schläfer können auf einer Breite von 140 cm bequem liegen. Schlafen beide sehr unruhig, kommt man sich nachts allerdings hin und wieder in die Quere.
  • Als Single kannst Du Dein 140x200 cm Bett problemlos als Rückzugsort und „zweites Wohnzimmer“ nutzen.
  • Matratzen mit einer Fläche von 140x200 cm sind deshalb für Singles und für junge Paare zu empfehlen. Damit sich keine Kuhlen bilden, wende die Matratze hin und wieder und wechsle auch mal die Seiten mit Deinem Partner.

180x200 cm: Reichlich Platz für Paare

  • 180x200 cm ist das klassische Maß für Ehebetten. Beide Partner haben nachts ausreichend Bewegungsfreiheit.
  • Nicht jedes Schlafzimmer ist für eine so große Liegefläche geeignet. In kleinen Räumen kann die Matratze sehr wuchtig wirken.
  • Als Single-Schläfer fühlst Du Dich auf einer Matratze mit 180 cm Breite wie auf einer Liegewiese. Ohne Kissen, Haustiere oder elektronische Unterhaltung wirkt das Bett fast schon leer.

200x200 cm: Die Familienmatratze für erholsame Stunden

  • Die Luxusgröße für jeden Schlaftyp: Auch zwei Personen finden auf der quadratischen Liegefläche in jeder Position genügend Platz.
  • Möchten Kinder oder Haustiere mit im Bett schlafen, muss keiner rücken oder sich beengt fühlen.
  • Damit die große Liegefläche eben bleibt, wechsle wenn möglich Deine Schlafpositionen und wende die Matratze hin und wieder.
  • Für ein XXL-Bett brauchst Du ein XXL-Schlafzimmer mit ausreichend Platz


Welche Matratzenart passt zu Dir?

Neben der Matratzengröße ist die Art der Matratze ein wichtiger Faktor für guten Schlaf. Die Materialien für Matratzen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und ihres Härtegrads, aber auch die Belüftung spielt eine Rolle. Außerdem fällt die Nachhaltigkeitsbilanz für verschiedene Materialien ganz unterschiedlich aus. Generell gilt: Je leichter der Schläfer, desto weicher sollte die Matratze sein. Weiche H2-Matratzen sind für schlanke Personen mit bis 65 Kilogramm geeignet, härtere H3- oder H4-Matratzen entsprechend für schwerere Personen. Mit einer guten Matratze sollte Deine Wirbelsäule in den bevorzugten Schlafpositionen möglichst in einer geraden Ausrichtung verbleiben und auf keinen Fall durchhängen.


Vor- und Nachteile verschiedener Matratzenarten

  • Bonellfederkern-Matratzen sind mit Federn aus Metall oder Kunststoff ausgestattet, die unter großer Belastung flächenelastisch wirken. Die Füllung eignet sich gut für Bauch- und für Rückenschläfer, die es fester oder schwingender mögen und nachts zum Schwitzen neigen. Denn das Material hat eine gute Luftdurchlässigkeit und kann Flüssigkeit besser ableiten.
  • Taschenfederkern-Matratzen sind dagegen punktelastischer. Je mehr Federn, desto punkt genauer kann die Matratze sein. Auf hochwertigen Taschenfederkern-Matratzen können sich auch unruhige Schläfer frei drehen und wenden. Auch diese Matratzenart hat eine gute Durchlüftung.
  • Viscoschaum-Matratzen passen sich dank des Memory-Effekts exakt an die Körperform an. Für Schläfer die druckempfindlich sind und für sehr Schlanke die sonst keine gute Anpassung hinbekommen, kann diese Matratze geeignet sein. Das Schlafklima ist aber wärmer und muss immer mit der Zudecke und dem Kissen in Abstimmung bedacht werden.