aktiv für gesunden Schlaf
Schon 35.110.734 Besucher
und 75.569.466 Seitenaufrufe
Kennen Sie Comedy im Bett?
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

- Werbung -

Wie Ihr Baby schläft

von Joachim Becker

Foto © MidoSemsem/Shutterstock.com

Kaum ein Thema beschäftigt Eltern so sehr wie der Schlaf der Allerkleinsten. Über 400 Buchtitel nennt ein großer Online-Versandbuchhandel, wenn bei der Suche das Stichwort „Babyschlaf“ eingegeben wird. Warum Schlafen für Mamas und Papas wichtig ist? Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die zwei wichtigsten: der eigene Schlafmangel und die Sorge um das Kind.

Ein Neugeborenes kennt noch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Sein verhältnismäßig kleiner Magen kann nicht genügend Nahrung aufnehmen, um es für längere Zeit satt zu halten. In der allerersten Zeit ist der Hunger stärker als das Bedürfnis nach Schlaf.
Außerdem kennt ein Neugeborenes keinen Tag-Nacht-Rhythmus, denn erst ab dem 4. Monat entwickelt sich das Schlafzentrum langsam so weit, dass sich so etwas wie ein Rhythmus zeigt.

In den ersten Jahren wandelt sich das Schlafverhalten beim Baby enorm. Auch unter den Kindern sind die Unterschiede groß, daher sind alle Angaben zum Schlaf und zum Durchschlafen nur ungefähre Richtwerte.

 

Alter Nachtschlaf Schlaf am Tag Schlaf insgesamt
1 Monat 9 7 16
3 Monate 10 5 15
6 Monate 11 3 14
9 Monate 11 3 14
12 Monate 11 3 14

 

In den ersten drei Monaten sollte sich die Mutter möglichst ganz an den Rhythmus ihres Babys und nicht den Schlafrhythmus des Babys an sich anpassen, denn ein  Neugeborenes schläft aber nicht ununterbrochen - immer nur maximal drei bis vier Stunden am Stück - und das sowohl tagsüber als auch nachts, denn der Schlafzyklus des Babys ist kürzer als bei Erwachsenen. Es verbringt mehr Zeit in der REM-Phase und das braucht das Baby, weil sich in seinem Gehirn gerade so viele Dinge abspielen.
Erst ab dem 6. Monat können Kinder langsam feste Schlafenszeiten mitmachen.
„Schlaf ist gerade im ersten Lebensjahr eines Kindes von großer Wichtigkeit für die Entwicklung des Gehirns,“ so der bekannte Schlafforscher Jürgen Zulley. Denn schon mit dem ersten Geburtstag habe das Gehirn eines Babys 75 Prozent der Größe erreicht, die es als Erwachsener haben werde. Die Reifung des Gehirns findet vor allem in den Traum-Phasen statt.


Babyschlaf wird in drei Schlaftypen unterteilt: 

  • Wachphasen, aktiven und ruhigen Schlaf
  • REM-Schlaf (Rapid Eyes Movement, engl. für schnelles Bewegen der Augen),
  • Tiefschlaf. Babys seufzen in dieser Schlafphase auch, schmatzen und machen kleine Geräusche, denn auch sie träumen. Der Anteil dieser Schlafphase liegt bei Neugeborenen bei 50 Prozent, bei ihnen wechselt er sich rasch ab mit ruhigem Schlaf.

 

Schlaflagen

Es ist wichtig bei der Lage des Babys zwischen „Wachlage“ und „Schlaflage“ zu unterscheiden.

Ein Baby sollte immer auf dem Rücken „schlafen“, den in dieser Position kann es am besten atmen.

In der letzten Zeit wurde viel über die richtige Schlafstellung von Babys geschrieben. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Schlafstellung und dem plötzlichen Kindstod (Wiegentod) gibt. 

Es gibt Theorien, dass das Baby in dieser „Schlaflage“ zu wenig Sauerstoff bekommt oder ersticken kann, wenn die Unterlage zu weich ist

Deshalb sollte ein Baby niemals unbeaufsichtigt in der Bauchlage „schlafen“.

1990 wurden in Deutschland 42 % der Säuglinge auf dem Bauch zum Schlafen gelegt, 2004 waren es circa acht Prozent was immer noch häufiger ist als in Ländern mit landesweiten Präventionskampagnen aus denen von 2 % bis 4 % berichtet wird. 
Ist das Baby älter als drei bis vier Monate und kann sich von selbst drehen und man hat ohnehin kaum mehr Einfluss auf seine Schlafposition.
Ist das Baby „wach“, aktiv und vor allen Dingen beaufsichtigt, sollte es aber immer wieder mal auf dem Bauch liegen. Dies stärkt die Bauch-, Nacken- und Rückenmuskeln, ist eine gute Vorbereitung für das Sitzen und dient der die Vermeidung von Fehlbildungen des Schädels (z.B. Flachschädel)