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Geschichte der Bettwäsche

von Markus Kamps

Foto © Christian Fischbacher

Die Geschichte der Bettwäsche ist älter als man denkt.
In der  aus dem alten Griechenland von Pythagoras (um 570 bis 510 v. Chr.) überlieferten pythagoreischen Lebensweise gehörte auch, nach dem Aufstehen das Betttuch glatt zu streichen. Überliefert ist nicht aus welchem Material dies bestand.
Schon vor Jahrtausenden zur Zeit der Römer, war es Brauch eine Aussteuer dem „Sohn“ mit in die Ehe zu geben. Diese Mitgift war auch bei den alten Griechen Gang und Gebe, wenn es darum ging die „Frau“ für den Todesfall des Mannes abzusichern.
Schon im Mittelalter wurden nicht nur Hemden und Kleider sondern auch Bettwäsche aus Leinen hergestellt, denn Leinen und aus Leinen gefertigte Textilien waren nahezu unverwüstlich und überaus strapazierfähig.
Vom 13. Jahrhundert an entwickelte sich größerer Luxus, Damals entstanden auch bereits die Spannbetten und auf dieses Möbel wurde für die Nacht ein leinenes Betttuch (Lilachen) gebreitet.
In Wiener Neustadt gab seit dem 14. Jahrhundert einen Frauenmarkt auf dem u.a. Bettwäsche und Leinengewänder gehandelt wurden und in den Beschreibungen über das Klosterleben im Mittelalter wird bereits von Bettwäsche berichtet.
Bis in das frühe 17. Jahrhundert verwendete man zur Herstellung von Bettwäsche noch ausschließlich ungefärbte Naturfasern wie Leinen oder Wolle, seltener auch naturbelassenen Nesselstoff und Seide
Die besser situierten Bürgerfamilien in den Städten hatten meistens Bettzeug aus Leinendamast, das schon ab Mitte des 17. Jahrhunderts in Deutschland hergestellt wurde. In Großschönau in der Oberlausitz wurde 1666 erstmals in Deutschland Damast gewebt.
Beim Beispiel Bettwäsche denkt man zunächst an Leintücher. Nicht von ungefähr kommt auch der Name, denn ursprünglich wurden die Tücher, mit denen wir unsere Betten bedeckten, aus Leinen bzw. Flachs hergestellt. Seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts sind Leinengewebe aus dem ostwestfälischen Bielefeld bekannt.  "Bielefelder Leinen" war ein Textilprodukt von Weltruf.
Ab dem 18. Jahrhundert wurde Baumwolle in geringen Mengen in Deutschland verarbeitet und die bekannten Kattunfabriken in Augsburg, Bielefeld und Münster entstanden. Um das Jahr 1750 war es er möglich Muster auf Bettwäschestoffe zu drucken.
Die Firma Irisette gilt im Allgemeinen als Erfinder der bunten Bettwäsche. Die bunten gewebten Stoffe waren eine Revolution auf dem Bettwäschemarkt und man sagt, In den 1960er Jahren soll der Name der Marke Irisette bei deutschen Frauen bekannter gewesen sein als der von Kanzler Konrad Adenauer.
Heute unterliegt die Bettwäsche regelmäßig aktuellen Trends in einer Vielzahl von Vielfalt an Farben, Mustern, Motiven und Materialien für jede Geschmacksrichtung.
Schlichte Muster wechseln mit Blumenmusterungen ab und die Vielzahl der Motive wie Tierabbildungen, Sportmotive, Märchenfiguren, Sternzeichen, Labels aus Kinderserien und Kinofilmen, Drucke nach eigener Vorstellung etc. Der Gestaltung der Bettwäsche sind keine Grenzen gesetzt.
Heute ist Bettwäsche ein modisches Highlight im Schlafzimmer.





Dieser Bericht ist Teil einer Beitragsserie

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