aktiv fr gesunden Schlaf
Schon 35.109.318 Besucher
und 75.568.048 Seitenaufrufe
Kennen Sie Comedy im Bett?
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklren Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

- Werbung -

Schlafzimmer von Kaiser Franz Joseph und Schlafzimmer von Kaiserin Elisabeth in Schloss Gödöllö

von Joachim Becker

Foto © Kaiserliches Hofmobiliendepot Wien Foto: Czerwinski, Beate

Franz Joseph I., (1830 – 1916) war ein Angehöriger des Hauses Habsburg-Lothringen und von 1848 bis zu seinem Tod im Jahr 1916 Kaiser von Österreich. Mit einer Regierungszeit von nahezu 68 Jahren übertraf er jeden anderen Regenten seiner Dynastie. Er heiratete am 24. April 1854 Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern (1837 - 1898) durch ihre Heirat ab 1854 Kaiserin von Österreich und ab 1867 Apostolische Königin von Ungarn wurde.
Die beiden bewohnten nicht die Prunkräume der Wiener Hofburg, die noch unter Maria Theresia gestaltet worden waren. Die Ausstattung und Möblierung seiner Räume im zweiten Stock des Schweizertraktes erfolgte im Josephinischen Stil unter Verwendung kostbarer Tapisserien und weiß-goldgefasster Möbel. 
Charakteristisch für die Zeit Franz Joseph I ist das Nebeneinander von Empire und Biedermeier sowie josephinescher Einrichtungen in den kaiserlichen Privaträumen. Repräsentativ und zeitgemäß möbliert war jeweils der Bereich der Kaiserin, während Franz Joseph I bei seinen Wohnräumen jeden Luxus ablehnte.
Das ungarische Schloss Gödöllő war .in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die bevorzugte Residenz der österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth .

In die Zeit des Biedermeiers fällt auch Sammlung der Polizeigesetze und Verordnungen für die königliche Württembergische Residenzstadt Stuttgart aus dem Jahre 1829.

Hier Ausschnitte bezüglich der Schlafräume:
Haus, Ordnung.
Allgemeine Vorschriften
§ 26
Die für die Arbeiter nach Verschiedenheit des Geschlechtes abgesondert eingerichteten Arbeits- und Schlafzimmer werden im Sommer früh 5 Uhr und im Winter früh 7 Uhr geöffnet.
§ 27
Die männlichen und weiblichen Arbeiter müssen stets voneinander getrennt, und deshalb die im Haus-Oehrn befindliche Gatterthüre, welche den Zugang zu den Arbeits- und Schlafzimmern der Arbeiter beiderlei Geschlechts scheidet, sorgfältig geschlossen gehalten werden.
§ 30
Im Innern des Hauses, so wie in den Arbeits- und Schlafzimmern muss stets die größte Reinlichkeit und Ordnung herrschen.
§ 33
Der Hausmeister und die Aufseherin haben mit Strenge darauf zu sehen:
a) dass jeden Morgen sogleich nach dem Aufstehen von jeder Person das Bett gemacht werde.
b) dass sämtliche Arbeiter sich gehörig waschen, kämmen, ihre Kleider reinigen, und sich vollständig anziehen, auch an jedem Sonntag das Leibweiszeug wechseln.
c) dass an jedem Morgen die Schlaf- und Arbeitszimmer, die Gänge, Treppen und Abtritte von den Arbeitern abwechslungsweise nach einer bestimmten Ordnung auf das Sorgfältigste ausgekehrt, gefegt und gereinigt werden.
d) dass die Arbeits- und Schlafzimmer in den Wintermonaten täglich mit Wachholderholz geräuchert, auch die Nachttöpfe und Nachtstühle stets in reinlichem Stand erhalten, und dem Luftzug ausgesetzt, und dass endlich die Fußböden in den Schlaf- und Arbeitszimmern wöchentlich einmal mit befeuchtetem Sägmehl aufgerieben, und mit Sand bestreut werden.
Der Biedermeierstil hat die Möbelgestaltung und damit auch die Bettenformen maßgeblich geprägt und ich bis heute in unterschiedlichen Varianten (besonders in Form der Stilmöbel) in der bürgerlichen Wohnkultur erhalten. 
Ab 1830 verlor das Biedermeier langsam an Schlichtheit; Ansätze des folgenden Historismus bis zur Gründerzeit wurden immer mehr.
James Whitaker Wright (1846 - 1904) war Eigentümer von Gold- und Kupferminen in British Columbia, Kanada. Er machte ein Vermögen mit Goldminenspekulationen und ließ sich ein riesiges Haus erbauen, das allein 32 Schlafzimmer hatte. Sein Schlafzimmer war 60 Meter lang und besaß 40 Fernster und war ausgestattet mit einem Flügel, einer Harfe und einem zwei Meter hohen chinesischen Gong. Ein riesiges Doppelbett stand darin.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts, der Zeit der rasanten Industrialisierung, waren Wohnraum und damit auch Schlafplätze, in den großen Städten absolute Mangelware. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg diese noch weiter an. In Deutschland, beispielsweise, waren Schlafzimmer aufgrund des Wohnraumbewirtschaftung und der Einquartierung von Flüchtlingen auch nach dem 2. Weltkrieg knapp. Viele Menschen mussten im Wohnzimmer schlafen.