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Kaufberatung Bettdecken

von Frank Chudoba

Wie groß? Womit gefüllt? So finden Sie die für Sie geeignete Bettdecke.
Kuschelig und leicht soll sie sein, so das Ergebnis einer Befragung von über 500 Passanten in der Lüneburger Innenstadt. Ein trockenes Schlafklima und die richtige Wärmehaltung wurde nur selten als wichtige Eigenschaft genannt. Um so erstaunlicher, dass die Hälfte der Befragten aber auch nicht so wirklich zufrieden mit ihrer Zudecke sind: Die jetzige Zudecke wäre zu warm (54%) oder sie würden häufiger darunter schwitzen (35%).
Wir möchten nicht, dass es dazu kommt und die wichtigsten Kriterien für den Deckenkauf aufzeigen:

Berücksichtigen Sie:

Die richtige Größe:
Die Standardgröße bei Bettdecken beträgt 135x200 cm. Die Decke sollte immer mindestens 20 cm länger sein als der Schläfer. Bei einer Körperlänge von über 180 cm empfehlen wir eine Deckengröße von 155x220 cm. Dieses verhindert, dass die Zehen rausschauen und kalte Luft unter die Decke kommt bzw. der Schläfer gekrümmt mit angezogenen Beinen liegt.
Eine Bettdecke für zwei (200x200 bis 220x240cm) ist bei vielen Paaren sehr beliebt, berücksichtigt selten den individuellen Wärmebedarf, zumal bei Frauen und Männer ein unterschiedlicher Wärmebedarf festgestellt wurde.

Das richtige Material:
In Zeiten zunehmender Allergien spielt die Materialverträglichkeit eine wichtige Rolle.
Doch die Produktaussage „für Allergiker geeignet“ reicht nicht aus. Es stellt sich die Frage, welche Materialien nicht vertragen werden oder welcher Umstand Reizungen der Haut, Atemwege etc. verursacht. Ein Besuch beim Hautarzt bzw. Allergologen gibt Aufschluss.
Bei Hausstauballergikern ist in der Regel nicht nur eine hohe Hygiene durch Waschbarkeit sondern auch ein trockenes Schlafklima erforderlich. Hausstaubmilben lieben ein feuchtes Schafklima, welches wiederum das Wachstum der Nahrungsquelle Schimmelpilze begünstigt. Tierhaarallergiker sollten darauf achten, dass solche nicht als Füllmaterial genutzt werden. Katzenhaarallergiker müssen jedoch nicht zwangsweise auf Schurwolldecken verzichten. So ist auch eine gute Daunendecke für viele Hausstauballergiker geeignet - die hochwertigen Bezüge sind so eng gewebt, dass keine Allergene rein oder raus gelangen.

Die wichtige Feuchtigkeitsableitung
Ein trockenes Schlafklima bildet die Grundlage für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Um in den Tiefschlaf zu gelangen, senkt der Körper die Temperatur um ca. einen Grad. Diese Wärme wird über die Haut zusammen mit Schweiß abgegeben. Bis zu 0,3 Liter gibt ein gesunder Schläfer an seine Umgebung ab. Ein Teil gelangt in die Matratze, ein anderer in die Zudecke. Kann diese Wärme samt Feuchtigkeit nicht nach außen abgegeben werden, fängt man an zu schwitzen. Durch zur Seite werfen der Decke und Aufstellen des Beines verschafft sich der Körper die notwendige Kühlung - mit der Gefahr der zu starken Abkühlung durch Zugluft auf der schweißnassen Haut. Dieses stört laut Tests sogar erheblich den Tiefschlaf und somit die nächtliche Regeneration. Die Feuchtigkeit muss entweder vom Material ausreichend aufgenommen werden oder unverzüglich nach außen abgeleitet werden. Lassen sie sich vom werblichen Begriff Klimafaser nicht irritieren, da dieses nur ein schönerer Begriff für die synthetische Faser aus Polyester darstellt. Informationen zu klimatischen Eigenschaften der Füllmaterialien finden Sie am Ende des Beitrages.

Hygiene und Waschbarkeit
Um die Allergene und der Milbennahrung Hautschuppen vom Bezug zu entfernen oder die Zudecke einfach nur sauber zu halten, empfiehlt sich sich eine regelmäßige Wäsche der Decke bei 60 Grad. Viele Naturhaardecken sind nicht maschinenwaschbar, allenfalls chemisch (!) zu reinigen. Hier sind die Vorzüge der Naturfasern mit der Möglichkeit zur Wäsche abzuwiegen.

Die richtige Wärmehaltung
Sind die o.a. Faktoren berücksichtigt, gilt es die optimale Wärmehaltung zu ermitteln. Frieren Sie leicht, benötigen Sie eine wärmere Decke, schwitzen Sie schneller, reicht eine dünne Decke oftmals schon aus. Die höhe der Wärmehaltung wird beeinflusst

  • vom Material (Daune, Schurwolle, Faser etc.)
  • von der Füllqualität (je feiner das Material, desto schneller wärmt dieses bei gleichem Volumen)
  • von der Füllmenge
  • Von der Versteppung (durchgesteppt, mit Luftkammer als Duobett, zusammen knüpfbar als Vierjahreszeitendecke)

Die Füllmaterialien im Überblick:

Daunen
sind sehr leicht und nehmen viel Feuchtigkeit auf. Die Herkunft und Qualität entscheidet über die Größe der Daune und im Mischungsverhältnis mit Federn über

  • das Gesamtgewicht bei gleichen Volumen
  • Elastizität und Lebensdauer
  • Wärmehaltung
  • Schnelligkeit der Erwärmung
  • Feuchtigkeitsaufnahme.
  • Die Feinheit des Bezuges unterstreicht die Anschmiegsamkeit und das geringe Gewicht.

Schurwolle, Cashmere und Kamelhaar

  • besitzen eine besonders hohe Feuchtigkeitsaufnahme und können etwa 40% ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen
  • Decken mit diesem Füllmaterial sind daher für stark schwitzende Personen geeignet. Hierbei sollte natürlich die richtige Wärmehaltung beachtet werden.

Synthetische Faserdecken
können eigentlich nicht pauschal beschrieben werden. Die Qualität hängt von der

  • Bauschkraft (=Elastizität)
  • dem verwendeten Fasermaterial
  • der Form der Faser (Vlies, Kügelchen, Korkenzieherform etc.)
  • der Ausrüstung (antistatisch, klimaregulierend etc.)

ab.

Vorsicht bei billigen Faserdecken. Billige Fasern laden sich statisch auf und verhindern die notwendige Entspannung der Zellen. Dermatologen warnen zudem vor ein zu feuchtes und hautirritierendes Schlaklima. &Öuml;kotest hat zudem nicht selten phosphororganische Verbindungen gefunden. Aufgrund des zunehmenden Umweltbewusstseins (synthetische Faserdecken sind nicht biologisch abbaubar) setzen sich Faserdecken aus nachwachsenden Rohstoffen durch.

Faserdecken aus nachwachsenden Rohstoffen
bestehen aus Zellulose, welches aus dem Naturmaterial Holz oder Mais gewonnen wird und zu einer Endlosfaser verarbeitet wird. Unter anderem unter den Begriffen Lyocell und Ingeo zu finden. Dieses Material

  • verfügt über eine gute Feuchtigkeitsaufnahme
  • ist biologisch abbaubar
  • ist ressourcenschonend, da aus nachwachsenden Material
  • verfügt über eine gute Bauschkraft
  • ist auch bis zu 60 Grad waschbar