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CENTA-STAR
Jeder schläft anders

Einführung zum Bett

von Joachim Becker

Matratzen und ihre Unterkonstruktionen sind für Wohlbefinden während der nächtlichen Ruhezeit zuständig. Unterschiedliche Systeme buhlen um die Gunst der Schläfer.

Die Unterfederung - auch Bettbo­den genannt - und die Matratzen sind jene Teile der Bett­ausstattung, der sich im letzten Jahrhundert, wenn man von den Bettgestel­len einmal absieht, am meisten verän­dert haben

Erst durch die Fortschritte in Wissenschaft und Konstruktionstechnik wurde das Stadium abgelöst, in dem man mehr oder weniger vergeblich versuchte, immer mit dem einen Teil des Bettes die schlimmsten Funktionsfehler eines anderen auszugleichen. 

Während die Betten in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg von dem sperrigen Sprungfederrahmen als Aufleger für dreiteilige Federkernmatratzen geprägt waren, drang die einteilige Matratze immer mehr auf den Markt.

Hier begann Anfang der 50er Jahre mit der bahnbrechenden Neuentwicklung des Schweizer Erfinders Hugo Degen und des Möbeltischlers Karl Thomas eine Wende in der Herstellung von Bettboden. 

Im Gegensatz zu den nach dem Krieg üblichen Bettenkonstruktionen mit Drahtgewebe und Stahlfedern setzten die beiden Pioniere auf eine körperfreundliche Holzkonstruktion. Sie ersetzten erstmals 1956 das Brett des Bettbodens durch mehrere Holzlatten, die jeweils an der Innenseite des Bettrahmens flexibel gelagert wurden, der Lattenrost war geboren. Er ist im Gegensatz zu den Boxspringbetten eine europäische Erfindung.

40 Jahre lang war der Holzlattenrost, inzwischen von zahlreichen Mitbewerbern hergestellt, die beste Möglichkeit, den Körper während der Nacht zu lagern und ein Meilenstein auf dem Weg zu einem gesünderen Schlaf. Heute ist man in der Lage den modernen Lattenrost nach den persönlichen Maßen des Menschen durch eine Vielzahl von individuellen Verstellmöglichkeiten der jeweiligen Größe, dem Gewicht, und Körperbau sowie den Schlafgewohnheiten anzupassen.

1995/1996 bekam der Bettboden neue Innovationen. Mit dem Einsatz moderner High-Tech-Materialien, gelang es bislang relativ starre Holzlattenroste noch ergonomischer und flexibler zu gestalten. Im Vergleich zum Lattenrost hat dieser Bettboden viele stabile Auflage-Punkte, die es ermöglichen den Körper perfekt auszustützen und bis ins Detail auf die individuellen Liegebedürfnisse des Schlafenden einzustellen. Die Bettböden mit aufgelöster Oberfläche entwickelten sich kontinuierlich weiter. 

Seit den 90ern entwickelten sich auch die Lattenroste mit Bogenleisten oder vermehrten Einstellungen weiter und so konnten Bettboden und Matratzen nicht mehr länger als zwei getrennte Elemente angesehen werden. Es folgten die Bettsysteme. Bettsystem ist ein hoch klingendes Wort für eine alte, eigentlich selbstverständliche Sache. System bedeutet eine Vielzahl aufeinander abgestimmter und ausgewogener Wirkungsfaktoren in unserem Fall von Unterfederung, Matratze und Kopfkissen.

Heute gibt es auf Taschenfederkernbasis, auf Flügelrahmenbasis und auf Lattenrostbasis verschiedenste Bettsysteme. Diese bestehen aus mindest zwei bis vier Elementen ( Kissen, Matratze, Zudecke, Unterbau ). Eines haben alle gemeinsam, sie wirken im System besser als das Einzelprodukt und diese Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Denn neue Materialien, neue Ideen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse lassen ein immer individuelleres Liegen ermöglichen bei dem auch körperliche Besonderheiten berücksichtigt werden.

Während also in Europa der Lattenrost erfunden und bis zu den aufgelösten Oberflächen verfeinert wurde ging man in Amerika und Skandinavien einen anderen Weg, hier hatte das Boxspringbett seine Entwicklung.

Durch Reisen, Importeure und TV-Berichte machten die Schläfer auch bei uns, ganz zur Freude der Branche, mit diesen Betten ihre Erfahrungen.

Hier die Entwicklung über die letzten 60 Jahre





Dieser Bericht ist Teil einer Beitragsserie

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