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Schonung ist bei chronischen Rückenschmerzen der falsche Weg

Den Rücken nicht auf die leichte Schulter nehmen

von Pressemitteilungen
Die Kombination aus medikamentöser Behandlung und körperlicher Mobilisierung kann die Schmerzspirale stoppen.
Foto © djd/Trancolong/K.Tiedge

(djd/pt). Was von allein gekommen ist, wird auch von allein wieder gehen. So denken viele, die unter Rückenschmerzen leiden. Unspezifische Beschwerden ohne erkennbare Ursache können in allen Altersklassen auftreten - vom Schüler bis zum Rentner. Experten warnen jedoch, das weit verbreitete Volksleiden auf die leichte Schulter zu nehmen. Statt die Zähne zusammenzubeißen, sollten Betroffene lieber den Arzt aufsuchen und mit einer gezielten, multimodalen Behandlung gegensteuern. Vor allem ältere Menschen müssen andernfalls damit rechnen, dass die Schmerzen zu einer dauerhaften Erkrankung werden.

Schonhaltungen meiden

Grundsätzlich gilt es, eine Chronifizierung der Schmerzen zu vermeiden. Nach der Erfahrung von Schmerztherapeuten kann eine abgestimmte Kombination aus medikamentöser Behandlung und körperlicher Mobilisierung die Schmerzspirale stoppen. Gerade die Förderung der Beweglichkeit ist für den Behandlungserfolg von entscheidender Bedeutung. Denn Schmerzgeplagte neigen oft zu Schonhaltungen, die Rückenprobleme nur noch verstärken. Einseitige Belastungen führen dazu, dass die unterforderte Muskulatur zurückgebildet wird. Gleichzeitig müssen die übrigen Muskeln erhebliche Mehrarbeit leisten. Diesem Ungleichgewicht kann man mit gezieltem Muskelaufbau im Fitnessstudio entgegenwirken. Für das geräteunterstützte Krafttraining gibt es keine Altersbeschränkung. Manche Studios sind sogar auf Seniorenfitness spezialisiert. Tipps, Videos und Broschüren gibt es unter www.special-rueckenschmerz.de zum Download.

Muskeln kräftigen

Um überhaupt wieder schmerzfrei in Bewegung zu kommen, kann zunächst ein schmerzlindernder Wirkstoff wie Flupirtin, etwa in Trancolong, helfen. Solche sogenannten Kaliumkanalöffner lösen zusätzlich Verspannungen und beruhigen die überreagierenden Nerven im Rückenmark. So wird es oft erst möglich, mit einem Training zu beginnen, das die Muskulatur kräftigt und die Beweglichkeit fördert. Das stärkt nicht nur den Rücken, auch das Knochengerüst profitiert, denn wohldosiertes Krafttraining hilft, Osteoporose vorzubeugen.