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Jeder schläft anders
Wie steht es hier mit der Frauenquote?

Schnarchen wie ein Bär oder wie eine Bärin

24.05.2019 von Markus Kamps

Foto © Brian McMahon | Unsplash

Ein Team von der Ben-Gurion Universität in Beer Sheva (Israel) untersuchte in einer Langzeitstudie das Schnarchverhalten von Männern und Frauen. Ziel dieser Studie war es, festzustellen, ob die Selbsteinschätzung  der Probannten mit den Ergebnissen der Schlaflaboruntersuchungen übereinstimmen. Ein weiterer Anlass dieser Studie war, dass den Schlafmediziniern aufgefallen ist, das der größte Anteil an Patienten in Schlaflaboren männlich ist.

Woran liegt das also?

Die Teilnehmer erhielten einen Fragebogen, in dem sie gebeten wurden, den Schweregrad ihres Schnarchens zu bewerten. Der Zusammenhang zwischen der objektiven Schnarchintensität und der selbstberichteten Schnarchintensität wurde untersucht.

Hierbei wurden über 2 Jahre lang verschiedene Teilnehmer mit Schallpegelmesser im Schlaf überwacht. Das Ergebnis zeigt auf, was viele Männer bereits wussten.
 
Insgesamt wurden 1913 Patienten in die Studie aufgenommen. Es wurde eine positive Korrelation zwischen der objektiv gemessenen Schnarchintensität und der von jedem Teilnehmer im Fragebogen angegebenen Intensität gefunden. Die Messung des Schnarchens ergab, dass Frauen genauso laut Schnarchen wie Männer.
28% der Frauen hielten sich sogar für Nicht-Schnarcher, verglichen mit nur 6,9% der Männer.
 
Darüber hinaus hatten 36,5% der Frauen, die sich als Nicht-Schnarcher ausgaben, eine schwere oder sehr schwere Schnarchintensität, während im Gegensatz dazu nur 11,7% der Männer diese Diskrepanz aufwiesen.
 
Diese Ergebnisse stimmen mit dem Befund überein, dass weniger Frauen ihr Schnarchen als sehr stark oder schwer eingestuft haben, deutlich weniger als Männer, von denen 61,5% ihr Schnarchen als stark oder sehr stark bezeichneten.
 
Medizinische Folge: Frauen neigen also dazu, die Tatsache, dass sie Schnarchen und die Lautstärke ihres Schnarchens zu unterschätzen. Diese Fehleinschätzung kann aber zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Ein besseres Bewusstsein für diese Diskrepanz kann den Zugang von Frauen zu Schlaflaboren verbessern und die diagnostische Rate der Schlafapnoe bei Frauen verbessern.
 
 
Quelle: Westreich R et al. J Clin Sleep Med 2019; 15: 471-476
 

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