aktiv für gesunden Schlaf
Schon 30.665.433 Besucher
und 70.943.157 Seitenaufrufe
Kennen Sie Comedy im Bett?
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen

- Promotion -
Fühlen Sie sich fit?

Winterzeit - Die Gartenmöbel zurück ins Haus

29.10.2018 von Markus Kamps

Die EU-Kommission würde gerne schon ab 2019 die halbjährliche Zeitumstellung in Europa abschaffen. Die Schlafkampagne berichtete bereits hierüber >>. Nun scheint es aber doch nicht so schnell zu gehen. Einigen Staaten geht das alles viel zu schnell. Man bräuchte mindestens 18 Monate Vorlauf, um solch eine Umstrukturierung durchführen zu können. Ob und wann eine einheitliche Regelung gefunden werden kann, bleibt also abzuwarten. Sei es drum, hier nochmal ein paar Fakten zur Zeitumstellung.

Chronobiologen können nur mit dem Kopf schütteln, wenn es um das Thema Zeitumstellung geht.Für viele Menschen bringt diese Umstellung auf Winterzeit erhebliche Probleme beim Ein- oder Durchschlafen mit sich. Denn der menschliche Körper reagiert mitunter sehr sensibel auf ungewöhnliche Veränderungen von natürlichem Hell und Dunkel.

Hintergrund: Jeder Mensch folgt seiner inneren Uhr. Der Organismus des Menschen ist in vielen Bereichen so aufgebaut, dass er einem bestimmten Rhythmus folgt, der sich jeden Tag wiederholt. Biologische Funktionen, die diesen tagesrhythmischen Schwankungen unterliegen, sind z. B. der Blutdruck, die Pulsfrequenz oder die Körpertemperatur.
Besonderen Einfluss auf den Schlaf hat die Sonne bzw. der dadurch beeinflusste Wechsel von Hell und Dunkel. Der natürliche Hell-Dunkel-Rhythmus beeinflusst z.B. die Ausschüttung des „Schlafhormons" Melatonin, das vermehrt bei Dunkelheit ausgeschieden wird. Melatonin senkt die Aktivität und macht müde.
Durch die Zeitumstellung gerät der biologische Rhythmus dadurch in Unordnung. Es kann bis zu einigen Tagen dauern, bis sich der Körper an die neue Situation gewöhnt hat und der Mensch wieder „normal“ schlafen kann. 
Ein langfristig gesundheitsschädigender Effekt durch die Zeitumstellung konnte zwar bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen, doch registrieren die Kompetenz-Zentren Gesunder Schlaf immer wieder verstärkte Schlafschwierigkeiten während der Anpassungsphasen. Bedenklich werden solche Schlafunregelmäßigkeiten, wenn sie mehrere Wochen und dabei jeweils mehrere Tage in der Woche andauern und mit Leistungseinbußen am Tage einher gehen. Gerade dann ist es wichtig, dass die Regeln der sog. Schlafhygiene mit regelmäßigen Zeiten und Abläufen eingehalten werden.

Die Ursachen für Schlafschwierigkeiten können vielschichtig sein: Sie reichen von stressbedingten Reaktionen über die falsche Bettausstattung bis zu klärungsbedürftigen organischen Schädigungen. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Kompetenz-Zentren Gesunder Schlaf bei langfristigen Schwierigkeiten eine spezielle Schlafberatung oder auch ein gezieltes Schlaftraining, wie es die angeschlossene Schlafschulen anbieten.
Ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, sind sehr oft betroffen, da deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen oft schwerer tut.

Beachten Sie die Nachfolgenden Tipps und Ihre innere Uhr wird es Ihnen danken, jedoch vergessen Sie nicht auch die Überprüfung Ihrer Bettwaren, denn die Zeitumstellung läutet auch die Jahreszeiten ein und deshalb sollten Sie auch Ihre Zudecke Ihre Kissen und Auflagen sowie Ihr Lüftverhalten und Ihr Raum und Bettklima überprüfen um Ihr Bett auf Ihren persönlichen Winterschlaf einzustimmen!
 
Nur so lässt sich die innere Uhr wieder einpendeln und der Nachtschlaf auch durch abgestimmte Bettwaren wird besser.

Tipps gegen "Mini-Jetlag oder Mikro-Jetleg"
 
Da viele Beeinträchtigungen der inneren Uhr während der Zeitumstellung einem Jetlag ähneln, reden Experten von einem Mini Jetlag. Doch was tritt auf und welche Symptome kennen Sie:
  • ungewöhnliche Müdigkeit
  • depressive und verschlechterte Stimmungslage
  • Schlafstörungen Schwankungen der Herzfrequenz - Konzentrationsschwäche am Tag
  • Gereiztheit am Abend und am Tag
  • Appetitlosigkeit während des ganzen Tages
  • Verdauungsprobleme ohne Ernährungshintergrund
So überstehen Sie die Zeitumstellung
Am Vorabend der Umstellung
  • keinen Alkohol konsumieren und
  • nicht mehr allzu viel essen
  • ehr sogar etwas später als gewohnt zu Bett gehen
In den ersten Tagen nach der Umstellung
  • Wer eine empfindliche Verdauung hat, sollte die Essenszeiten ggf. eher schrittweise (4x 15 Minuten Verschiebung ) anpassen
  • Üppige Mahlzeiten am Abend eher meiden
  • Wenn möglich auf Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen verzichten
  • Am ersten Tag ggf. sogar eine halbe Stunde früher aufstehen als üblich
  • Viel an der Natur ( LICHT) aufhalten um einen kleinen Spaziergang zu machen
  • Immer bei auftretenden Sympomen wie oben genannt ehr Pausen machen
  • Wenn das frühere Einschlafen Mühe bereitet, immer erst natürliche Hilfen wie Baldrin, Melisse oder Entspannungstechniken versuchen oder ggf. aufstehen und nicht mit dem Gedankenkarussell Stundenlang wachliegen.
  • Verzichten Sie auf Ihren Mittagsschlaf während der Umstellungsphase bis hin zu 7-10 Tagen.
Bei langanhaltenden Schwierigkeiten, gehen Sie bitte zu Ihrem Hausarzt oder fragen Sie Ihren Apotheker!