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Schlaf und Bett zu Beginn des Lebens bis zur Volljährigkeit

Weltkindertag und guter Schlaf

20.09.2018 von Daniela Späht

Foto © Hallgerd^- Fotolia


Gerade am Weltkindertag sollten wir an unsere lieben Kleinen denken. Der Schlaf wir meistens unterschätzt und gerade heute am Weltkindertag sollten wir nicht nur an den Tag sondern an die Erholung in der Nacht denken.

Was Wissen wir über den Schlaf der Kinder

Neugeborene verschlafen bis zu 18 Stunden des Tages und das hat seinen Grund: Im Schlaf werden Wachstumshormone ausgeschüttet und die Erlebnisse des Tages verarbeitet. In keiner Lebensphase wächst und lernt ein Mensch so viel, wie in den ersten Lebensmonaten. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres reduziert sich der Schlaf auf ca. 14 Stunden pro Tag.
Als erstes Bettchen dient meist eine Wiege oder ein Stubenwagen mit einer relativ kleinen Liegefläche von üblicherweise 50x90 cm, gefolgt vom klassischen Gitterbettchen mit einer Größe von 60x120 cm oder 70x140 cm. Da sich ein Baby anfangs noch nicht koordiniert bewegen kann, ist es ihm auch nicht möglich, beispielsweise unter der Bettdecke hervorzukriechen, wenn es zu warm wird oder sich zu drehen, wenn das Kissen über dem Gesicht liegt. Daher ist es wichtig, auch am Schlafplatz für Sicherheit zu sorgen und einem Überhitzen vorzubeugen.
Die Matratze im ersten Lebensjahr darf ruhig relativ fest sein, der Babyrücken ist ohnehin noch ganz flach. Das Baby sinkt bei einer festen Schlafunterlage nicht zu tief ein, was andernfalls zu einem Wärmestau und sogar zu Sauerstoffmangel führen kann, sollte es auf dem Bauch schlafen. Die Gitterbett-Matratze verfügt häufig über eine stabile Trittkante und einen speziellen Aufbau, der für eine gute Durchlüftung sorgt. Ein Kissen ist nicht erforderlich und wenn doch eines verwendet wird, dann eines mit fester und sehr flacher Füllung. Das Baby oder Kleinkind sollte auf keinen Fall darin einsinken. Da Babys mit dem Kopf unter die Bettdecke rutschen können, ist stattdessen ein Schlafsack empfehlenswert. Bei erhöhtem Wärmebedarf kann anfangs zusätzlich ein Fell ins Bettchen gelegt werden.

Schlafen, lernen & spielen
 
Diese drei Punkte bestimmen den Tagesablauf von Kindern und dementsprechend gestaltet sich auch der Schlafplatz: Die Bettform spielt in diesem Lebensabschnitt eine sehr große Bedeutung. Während das Kleinkind bis zu einem Alter von zwei Jahren meist noch im Gitterbettchen schläft, sind bei Kindern vom Kindergarten- bis ins Schulalter Spiel- und Hochbetten (Liegefläche 90x200 cm oder 100x200 cm) mit Rutsche, Vorhängen und sonstigen Accessoires besonders beliebt.
Aufgrund des geringen Körpergewichts und der sich ständig verändernden Körpergröße ist eine dünnere Matratze ohne Zoneneinteilung völlig ausreichend. Häufig werden Kinderbetten mit Matratzen ausgestattet, die über eine weiche und eine feste Seite verfügen. So kann die Matratze an die sich verändernden Liegebedürfnisse angepasst werden. Die Bezüge lassen sich meist abnehmen und sind waschbar. Gerne nehmen Kinder mehrere kleine Kissen mit ins Bett, so finden sie immer das Passende für ihre momentane Befindlichkeit.
Die Schlafdauer bei Kindern ist individuell verschieden und abhängig von Entwicklungsphasen. Während Kinder zwischen ein und drei Jahren noch ca. 12 bis 15 Stunden pro Tag schlafen, reduziert sich der Schlafbedarf im Alter von drei bis sechs auf 11 bis 13 Stunden. Ein Mittagsschlaf ist bis ungefähr vier Jahre empfehlenswert. Sobald Ihr Kind abends schlecht in den Schlaf findet, ist es Zeit, den Mittagsschlaf wegzulassen. Kinder im Schulalter (6-12 Jahre) benötigen durchschnittlich noch 9 bis 11 Stunden Schlaf.

Wenn die Hormone Karussell fahren – Schlaf(gelegenheit) in der Pubertät:
 
Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren haben einen verhältnismäßig hohen Schlafbedarf von acht bis zehn Stunden, allerdings in einem völlig anderen biologischen Rhythmus als Erwachsene. Die Nachtruhe ist bei Teenagern nach hinten verschoben: Sie bleiben abends meist länger wach und sind morgens frühestens ab 8.30 Uhr leistungsfähig. Der gesamte Hormonhaushalt unterliegt einer Umstrukturierung. Dies betrifft auch die Bildung des Müdigkeitshormons Melatonin – sie ist abends oft gehemmt.
Das Bett in dieser Lebensphase ist mehr von Funktionalität als von Liegekomfort bestimmt. Es dient tagsüber als Rückzugsort und zum „Relaxen“. Kommen Freunde zu Besuch, findet es zudem als Couch Verwendung und neben diesen Funktionen wird es nachts auch zum Schlafen genutzt. Letzteres ist für einen Teeny wohl auch der unwichtigste Punkt, wenn es um die Wahl des Bettes geht – insofern er sich überhaupt für ein solches entscheidet. Häufig übernimmt ein Sofa oder auch eine einfache Matratze am Boden die Bettfunktion. Letztere wird aufgrund der vielseitigen Nutzung oft in einer mittelfesten oder festen Ausführung gewählt.

Vom jungen Erwachsenenalter bis zur Lebensmitte:
 
Nachdem die körperliche und die Persönlichkeits-Entwicklung mit ca. 18 Jahren abgeschlossen ist, hat sich auch ein definierter Schlaftyp entwickelt. Die Schlafdauer unterliegt – wie bereits eingangs erwähnt – individuellen Unterschieden. In Abhängigkeit vom körperlichen und seelischen Zustand, beispielsweise bei Krankheit, Schwangerschaft oder Depression, kann der Schlafbedarf auch deutlich ansteigen.
Während 18- bis 35-Jährige durchschnittlich sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen, wird der Schlaf in der Lebensmitte (35 bis 45 Jahre) etwas leichter und pendelt sich bei ca. 7 bis 7,5 Stunden ein.
Je nach persönlicher Situation ist die Bettgestaltung in den Zwanzigern verbunden mit der ersten eigenen Wohnungseinrichtung und unterliegt vorrangig finanziellen und optischen Aspekten, die Qualität steht an zweiter Selle. Die häufig gewählte Bettgröße von 140x200 cm oder 160x200 cm kann sowohl alleine als auch zu zweit genutzt werden.
Die Ersteinrichtung wird meist abgelöst vom familienfreundlichen Bett mit einer Liegeflächenbreite von 180 cm oder 200 cm, das auch Platz für nächtlichen Besuch im Elternschlafzimmer bietet. Die Matratzen werden meist im Doppelpack gekauft und sind dadurch selten auf individuelle Liegebedürfnisse abgestimmt.