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Jeder schläft anders
Nächtliche Schrecksekunden

Schlafparalyse

05.07.2019 von Markus Kamps

Foto © Nick Karvounis | Unsplash

Die Schlafparalyse auch Schlafstarre oder Schlaflähmung genannt, umschreibt einen Zustand, bei dem sich Betroffene im Wachzustand befinden und sich nicht bewegen können. Dieser Zustand wird für viele als wahrer Albtraum empfunden.

Doch wie ensteht ein solcher Zustand?

Schlafparalysen treten überwiegend beim Einschlafen oder beim Aufwachen auf. Hier vermutet man einen Zusammenhang zu der Traumschlafphase im REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement).
Der REM-Schlaf nimmt ca. 20 bis 25% des Schlafes ein. Das sind bei einer Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden nur ca. 2 Stunden. In der eigentlichen REM-Schlafphase fangen wir an zu träumen. Man erklärt sich die Schlafparalyse als eine Art Funktion, um den Körper zu schützen. Der Körper möchte verhindern, dass geträumte Bewegungen nicht ausgeführt werden. Dies ist ein völlig normales Verhalten. Daraufhin wird man sogar kurzzeitig wach und der Zustand der Lähmung verschwindet sofort wieder. In der Regel bekommt der größte Teil der Betroffenen von diesem Vorgang nichts mit.

Nun gibt es aber wie immer eine Ausnahme: Bei dieser Ausnahme nehmen leider Betroffene den Zustand der Lähmung doch bewusst war und meinen zudem schlecht Luft zu bekommen, was natürlich sehr beängstigend ist. Aber selbst dieser Zustand verschwindet nach wenigen Sekunden. Man ist unfähig die Arme und Beine zu bewegen. Nur die Muskeln der Augen und der Atmung sind von dieser Erschlaffung nicht betroffen.

Laut Umfragen hat ein kleiner Teil der Bevölkerung diesen Zustand bereits einmalig erlebt. Aus der Schlafforschung vermutet man ein erhöhtes Risiko des Auftretens bei Narkolepsie ("Tagesschläfrigkeit"), der Hypersomie ("Schlafsucht"), der obstruktiven Schlafapnoe ("Atemstörungen"), Blutdruckproblemen sowie psychiatrische Erkrankungen.
 
Eine echte Gefahr der Schlafparalyse ist bis jetzt nicht nachgewiesen. Wird den betroffenen Personen das Phänomen erklärt, sind die meisten erleichtert.
 
Kann man vorbeugen?

Ob eine Veränderung der Schlafhygiene Abhilfe schafft, ist noch nicht erforscht. Ein Versuch ist es für Betroffene sicherlich wert. Das grundsätzliche Problem ist, dass Betroffene nicht darüber sprechen und so die Schlafforschung in manchen Bereichen nur unzureichend Zusammenhänge erkennen kann. Laut einer Befragung schätzt man, dass ca. 8 Prozent der Deutschen eine Schlafparalyse erlebt haben. Die Dunkelziffer wird aber vermutlich höher liegen. Erfolgreiche medikamentöse Therapien sind bisher nicht bekannt.
 
Was hilft, um den Zustand schneller beenden zu können?

Leider nicht viel, vorallem wenn man als Single lebt. Schläft man nicht alleine, so reicht meist eine leichte Berühung des Partners. Manche versuchen durch Augenbewegungen den Zustand zu beenden.