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CENTA-STAR
Jeder schläft anders

Perfekt zugedeckt

von Markus Kamps

Das Oberbett ist ein wichtiger Faktor für ruhige Nächte: Fachdozent für Bettwaren Markus Kamps gibt Tipps für die richtige Auswahl.
Bis zu einem Viertel Liter Schweiß verliert ein gesunder Schläfer pro Nacht über die Atmung und die Haut. Liegt der Schläfer unter dem falschen Oberbett, kann ...

Quelle: neueszuhause.de

diese Feuchtigkeit nicht verdunsten, wir schlafen unruhig und werfen die Decke zur Seite, da der Körper Kühlung benötigt. Um den Tiefschlaf nicht zu stören, rät Markus Kamps deshalb zu einem Oberbett, das atmungsaktiv ist und den Schweiß verdunsten lässt. Ob Daunen, Faser- oder Naturhaardecken - jedes Material hat seine Vorteile, sagt der Präventologe für gesunden Schlaf.

"Jüngere Menschen haben durch einen guten Stoffwechsel eine höhere Eigenwärme. Daher benötigen sie eine kühlende Zudecke", so Kamps. Für sie sind Decken aus Schurwolle, Cashmere oder Kamelhaar gut geeignet, da diese rund 40 Prozent ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen können, ohne sich klamm anzufühlen. „Ältere Menschen dagegen schätzen eine Decke, die sie schnell wärmt, beispielsweise Daunen“, fügt der Schlafexperte hinzu. „Außerdem sind die Federn leicht und vermitteln ein kuscheliges Gefühl.“ Gleiches gilt bei Frauen und Männern: Da Männer mehr Muskelmasse haben, erzeugen Sie mehr Eigenwärme und sollten eher zur kühlenden Decke greifen. Frauen rät der Experte hingegen zur wärmenden Variante.

Meine Decke gehört mir
Weil Menschen unterschiedliche Schlafbedürfnisse haben, rät Kamps davon ab, dass man sich im Doppelbett eine Decke teilt. "Es besteht die Gefahr gemeinsam zu schwitzen oder zu frieren – und beides verhindert einen erholsamen Schlaf", erklärt der Bettenfachmann. Die Maße des Oberbetts hängen von Körpergröße und -umfang sowie den Schlafgewohnheiten des Einzelnen ab. Die Standardgröße ist 135 x 200 Zentimeter. "Richtwert für die Decke sollte aber Körpergröße plus 20 Zentimeter Länge sowie eine ausreichende Breite sein", sagt Kamps. "Denn je breiter die Schultern oder je lebhafter der Schlaf, desto breiter sollte auch die Decke sein. Ich rate generell zu 155 x 220 Zentimetern, da dieses Maß eine wohlige Wärme von Kopf bis Fuß bedeutet."

Top gepflegt
Mindestens alle zehn Jahre sollte man sich ein neues Oberbett zulegen. Dann erfüllt das Material nicht mehr den gewünschten Nutzen. Außerdem empfiehlt Kamps, die Bettdecke regelmäßig zu lüften. Einmal im Jahr sollte sie bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, das macht Milben den Garaus. Leider sind viele Naturhaardecken nicht maschinenwaschbar und nur chemisch zu reinigen. Kein Pluspunkt für das Ökogewissen! Nur spezielle Fachgeschäft mit großen Waschmaschinen und Trockenschränken bieten Abhilfe an.

Extra-Tipp für Allergiker
Der Produkthinweis "für Allergiker geeignet" ist oftmals irreführend. Denn die Frage, welche Materialien unverträglich sind, wird in diesem Hinweis nicht beantwortet. Deshalb sollten empfindliche Menschen genauer hinschauen: Hausstauballergiker benötigen Oberbetten, die waschbar sind und ein trockenes Schlafklima erlauben. Tierhaarallergiker achten am besten zusätzlich auf das Füllmaterial. Eine weitere Alternative, um nicht auf eine synthetische Decke ausweichen zu müssen, sind spezielle Allergikerbezüge bzw. milbendichtes Inlett. Diese sind so eng gewebt, dass keine Allergene hinaus oder hinein gelangen können.

Kleine Material-Kunde: Die Vor- und Nachteile von Daunen, Naturhaar & Co.

Daunen:
* sehr leichtes Material
* nimmt viel Feuchtigkeit auf
* Federn wärmen schnell
* Herkunft und Qualität entscheiden über die Größe der Daune. Daunenklasse 1: Neue Federn und Daunen von Gans und Ente, maximal fünf Prozent Federbruch; Daunenklasse 2: Darf bis zu 15 Prozent Federbruch betragen
* Pflege: Federdecken mindestens einmal am Tag aufschütteln und lüften. Legen Sie jedoch die Decke nicht in die pralle Sonne, sonst können die Federn brechen
* beim Kauf aus Tierschutzgründen auf den Hinweis achten: „Kein Lebendrupf“

Naturhaar
* sehr hohe Feuchtigkeitsaufnahme – für stark schwitzende Personen geeignet
* Das Material hat ein hohes Eigengewicht. Ist eher für Menschen geeignet, die sich unter schweren Decken geborgen und nicht erdrückt fühlen

Synthetische Faserdecken
* große Qualitätsunterschiede, die von der Bauschkraft (=Elastizität) sowie dem verwendeten Material abhängen
* billige Decken neigen dazu, sich statisch aufzuladen und zu einem zu feuchten Schlafklima. Vorteil der Polyesterfasern: Sie nehmen Feuchtigkeit nicht auf, sondern leiten sie über die Luft weiter. Die Decken sind bauschig, aber auch sehr leicht.

Faserdecken aus nachwachsenden Rohstoffen
* Sie bestehen aus Zellulose, z.B. Lyocell und Ingeo
* Material ist biologisch abbaubar
* bis zu 60 Grad waschbar

Interview von Stefanie Wille mit Herrn Kamps am 18.10.2011 im Magazin Neues Zuhause.
www.neueszuhause.de