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Die nächste Volkskrankheit?

Orthosomnia

25.06.2019 von Markus Kamps

Foto © Ihor Malytskyi | Unsplash

Orthosomnia oder Orthosomnie umschreibt das zwanghafte Verhalten von Menschen, die auf der Suche nach dem perfektem Schlaf sind. Doch woher kommt das?

Ursächlich sind hier u.a. Schlaf-Gadgets, APP's bzw. Tracker-Geräte, welche eine Aussage über die Schlafqualität des Anwenders treffen. Sind die Werte bzw. Auswertungen nicht befriedigend, so löst dies eine Steigerung des Stressfaktors aus. Die Folge: Man schläft noch schlechter.

Ähnlich wie bei der Orthorexie, bei der sich Menschen zwanghaft mit der Qualität von Lebensmittel beschäftigen, welche aufgrund selbst auferlegter Regeln zu psychischen und / oder physischen Beeinträchtigungen führen kann.

Es wird geschätzt, dass mittlerweile in Amerika 10% der Erwachsenen regelmäßig ein tragbares Fitness- und / oder Schlaf-Tracking-Gerät benutzen. Ein Hauptproblem der Anwender ist, dass häufig die Schlafqualität mit der Schlafdauer verwechselt wird. Anwender, die unter Orthosomnie leiden, möchten dann z.B. die 8 Stunden Schlaf erreichen, weil es Ihnen ein Tracker empfiehlt. Aber mehr Zeit im Bett zu verbringen ist nicht immer die richtige Lösung.

Soviel zu unserem kleinen Abriss zu dem Thema Orthosomnia. Wir sagen: Lassen Sie sich nicht Stressen sondern hören Sie auf Ihren Körper. Ein paar kleine Verhaltensänderung z.B. bei der Ernährung oder der Schlafhygiene wirken meist schon Wunder.

Trotzdem sollte man diese schöne neue Welt nicht nur verfluchen, denn Schlafdaten aus Trackern können auch durchaus nützlich sein. So kann ein Problem aufgedeckt werden, von dem der Anwender bisher nichts wusste, wie z.B. eine Schlafapnoe.

Wie bei so vielen Dingen im Leben muss man auch hier mit gesundem Menschenverstand handeln und die Daten kritisch hinterfragen.