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Nächtliches Wenden ist lebensnotwendig

von Frank Chudoba

Hohes Einsinken in Matratze stört Schlaf und Rücken. Ein gesunder Schläfer wendet sich bis zu 26mal die Nacht. Ein notwendiger Prozess, wie Schlafforscher heraus gefunden haben.

Matratzen mit viskoelastischen Polstern sind im Trend. Die Hersteller versprechen druckfreies Liegen und die Lösung aller Rückenprobleme. Doch dieses können verschiedene Schlafmediziner nicht bestätigen. "Auf einigen Matratzen-Modellen sinken die Schläfer so tief ein, dass das Drehen und Wenden auf der Matratze stark behindert wird. Das nächtliche Drehen ist aber zwingend notwendig. Durch die Bewegungen werden die Bandscheiben mit Nährflüssigkeit gleichmäßig aufgepumpt: die Muskulatur wird stimuliert und dadurch die Durchblutung angeregt, welches wiederum dafür sorgt, dass Gewebeflüssigkeit zu den Bandscheiben geführt wird. Zu wenig Bewegung schädigt nach unserer Erkenntnis die Bandscheiben."
Erstaunlicherweise wirbt ein namenhafter Hersteller sogar damit, dass man auf seinen Modellen sich nicht wenden muss und damit ein "ruhiger" Schlaf gewährleistet wird. "Tests im Schlaflabor haben aber gezeigt, dass selbst Schläfer auf solchen Matratzen versuchen sich zu drehen. Da dieses ja nur schwer gelingt, werden sie sogar aus dem lebensnotwendigen Tiefschlaf gerissen." Das tiefe Einsinken und die höhere Wärmeisolierung des Materials kann sogar bei verschiedenen Krankheitsbildern große Probleme verursachen. Patienten mit Osteoporose, entzündlichen Erkrankungen und Bandscheibenvorfällen sollten deshalb besonders vorsichtig sein. Erschreckend: die Verkäufer preisen diese Modelle als Allheilmittel an und gingen bei unseren Testkunden nicht einmal auf die vorgegebenen Krankheitsbilder ein.

INFO: Die Bandscheibe liegt zwischen den Wirbelknochen und schützt diese vor dem Aufeinanderreiben, ermöglichen die flexiblen Bewegungen des Rückens und schützt unser Gehirn als Stoßdämpfer. Sie ist ein nicht durchblutetes Gewebe und wird durch den Flüssigkeitsaustausch ernährt. Abends sind die Menschen sogar bis zu 3 cm kleiner als nach dem Aufstehen. Durch die Belastungen des Tages verliert die Bandscheibe an Flüssigkeit. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass die Bandscheiben sich nachts erholen können. Dabei ist die Stützung der Wirbelsäule in seiner natürlichen Form erforderlich. Doch auch die richtige Haltung, ausreichende Bewegung und angemessene Belastung am Tage ist ebenso wichtig wie ausreichend zu trinken.