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Chronobiologie – Was passiert mit mir am Tag und in der Nacht

von Markus Kamps

Foto © CandyBox Images - fotolia.com

Unsere innere Uhr bestimmt, wann wir abends müde werden und wann morgens unsere Lebensgeister zurückkehren. Sie steuert den Hormonhaushalt und viele weitere Prozesse in unserem Körper. Damit sie der Tageszeit gemäß richtig „tickt“, muss sie täglich neu gestellt werden. 

Hauptverantwortlich für die Abstimmung der chronobiologischen Uhr auf die entsprechende Tageszeit ist der Einfluss des leicht bläulichen Tageslichts. Die Raumbeleuchtung zeigt hier nur sehr wenig Wirkung, da sie meist ins Gelbliche geht. Allerdings kann ein abendlicher oder nächtlicher Gebrauch von Bildschirmen die innere Uhr aus dem Takt bringen, da diese Geräte ebenfalls bläuliches Licht verbreiten und so dem Körper suggerieren, der Sonnenaufgang stünde bevor. Dadurch wird die Ausschüttung des Müdigkeitshormons gehemmt.

Ob wir morgens gerne früh aufstehen oder lieber abends lange aufbleiben, ist zum Großteil genetisch bedingt und kann nicht umerzogen werden. Besonders gesund lebt, wer den Arbeitsalltag an seinen vorgegebenen Biorhythmus anpassen kann.

 

Hormone – die Zahnrädchen unserer inneren Körperuhr

Zu bestimmten Uhrzeiten (Durchschnittswerte) schüttet unser Gehirn Hormone aus, die wichtige Vorgänge in unserem Körper in Gang bringen.Diese Dinge sollten Sie wissen, wenn Sie viel unterwegs sind.

 

Was steuert meine innere Uhr tagsüber?

13-15 Uhr    Blutdruck und Hormonspiegel sinken ab, das Schmerzempfinden wird geringer

15-17 Uhr    Das Mittagstief ist überwunden, Blutdruck und Kreislauf kommen wieder in Schwung. Jetzt ist das                              
                    Langzeitgedächtnis bereit für Höchstleistungen

17-19 Uhr    Die Säuremenge im Magen steigt wieder an und erinnert an die nahende Essenszeit, die Blase
                    arbeitet auf Hochtouren.

19-21 Uhr    Nach dem Essen sinkt der Blutdruck erneut ab, das nächste Tief hat begonnen. Gegen 21 Uhr
                    wirken Antibiotika und Allergiemittel am besten.

21-23 Uhr    Die Verdauungsorgane machen Feierabend, die Körperabwehr hat jetzt ihre Hochphase. Gegen
                    23 Uhr endet die Kortisol-Ausschüttung und wird vom entspannenden Müdigkeitshormon
                    Melatonin abgelöst.

 

Was steuert meine innere Uhr nachts?

23-1 Uhr    Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzfrequenz und Blutdruck sinken deutlich ab, während die
                  Schreckhaftigkeit zunimmt. Wer jetzt schlafen geht, dessen Körper kann ungehindert
                  Reparaturprozesse starten und Zellen erneuern. Die Erlebnisse des Tages werden verarbeitet und
                  gespeichert.

1-3 Uhr      Das größte Leistungstief nimmt seinen Lauf: Die Reaktion auf optische Reize ist sehr verlangsamt
                  und die Kälteempfindlichkeit am größten. Dafür ist die Haut weniger empfindlich gegen
                  Schmerzen. Im Schlaf nimmt der Darm jetzt verstärkt seine Verdauungstätigkeit auf.

3-5 Uhr      Das Melatonin hat den höchsten Hormonspiegel erreicht und macht labil und träge.
                  Sauerstoffmangel im Gewebe wird eher toleriert. Ab 4 Uhr leitet die Kortisol-Produktion
                  (Stresshormon) den Weckprozess ein: wilde Träume und leichteres Aufwachen sind die Folge. Die
                  Körpertemperatur steigt langsam wieder an, gegen 5 Uhr ist der Blutdruck am höchsten.

5-6 Uhr    "Testosteron wird in hoher Dosis ausgeschüttet und die Wirkung des Sättigungshormons Leptin
                  geht zurück."