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Messsysteme

- Promotion -

Matratzenkauf a la Loriot war gestern
mit High-Tech zur richtigen Matratze

17.08.2012

Foto: copyright vgstudio - fotolia.com

Wer die Wahl hat, hat die Qual, ist dem Volksmund bekannt. Insbesondere bei Matratzen und der Bettausstattung treten viele Verbraucher in den Kaufstreik und verschieben den geplanten Konsum wegen Unentschlossenheit, widersprüchlichen Aussagen in der Werbung und im Verkaufsgespräch und wegen der unüberschaubaren Produktvielfalt. Schließlich geht es um den meistgenutzen Haushaltsgegenstand und um die wichtigste Zeit zur Regeneration.

Glücklich ist, wer endlich sein richtiges Bett gefunden hat.

Welche Matratze ist denn nun die Beste für mich? 
Bislang gestaltete sich der Matratzenkauf häufig wie im Sketch des Komikers Loriot. Man springt von einer Matratze zur Nächsten, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie fest diese ist und ob diese die gewünschte Wohlfühloase kommender Nächte - oft sogar über 5000 Nächte - darstellt. Spätestens nach der fünften Matratze sind die Eindrücke verflogen. Während der Fachhandel schon länger Messgeräte zur Ermittlung des Körperbaus einsetzt, sind in den letzten Monaten zahlreiche neue Methoden entwickelt worden, welche Verkäufer und Kunden dabei unterstützen sollen, die richtige Matratze zu finden. Wahre High-Tech-Geräte haben Einzug gehalten. Das bedeutet aber auch, dass sich der Kunde nicht nur mit dem Thema der Matratze, sondern auch mit dem den Messmethoden auseinandersetzen muss.

Wir verraten Ihnen, wie sich die Messmethoden unterscheiden, welche Ihnen bei der Matratzenwahl weiterhelfen könnten und wo Sie sich vermessen lassen können.

Welchen Zweck hat die individuelle Vermessung?
Die Betrachtung der unterschiedlichen Körperbau-Typen macht es deutlich. Unter dem Kürzel AIOVX beschaeftigt sich Schlafpräventologe Markus Kamps schon lange mit herstellerneutralen Beratungskonzepten, welche die individuellen Anforderungen hinsichtlich der Schlafunterlage berücksichtigen. Nicht allein das Körpergewicht, die Körpergröße, die Schlaflage und das Empfinden sind das Entscheidungskriterium, sondern verstärkt auch die Körperproportionen. A - Becken steht im Mittelpunkt, I - Haltungstyp steht im Mittelpunkt , O- Gewichtsschwerpunkt steht im Mittelpunkt V - Schulter Becken Verhältnis steht im Mittelpunkt , X - Tailleneffekt steht im Mittelpunkt Mehr zu AIOVX.

Moderne Vermessungsmethoden und individuelle Einstellmöglichkeiten bieten Sicherheit für Kunde und Verkäufer
Matratzen unterscheiden sich auf den ersten Blick nur im ausgewiesenen Härtegrad, der Bauart (Stahlfedern bis Schaum) und im Preis. Doch der 2.Blick zeigt, dass Materialvorlieben und Körpergewicht nicht die einzigen Faktoren sind, welche die Matratzenwahl beeinflussen. Die beste Matratze für Jeden gibt es nicht. Vielmehr spielen Körperbau, Körpergröße, Haltung, Druckentlastung und das Schlafklima eine übergeordnete Rolle. Besonders wenn gesundheitliche Aspekte eine Rolle spielen, werden die Anforderungen und Ansprüche größer, die Lösungen individueller.
Und gerade da setzen die Messmethoden an.

Die nachfolgende Sortierung bedeutet keine Wertung hinsichtlich der Funktionalität.

Die Messmethoden lassen sich aufgrund ihres Messverfahrens in vier Kategorien einteilen:

1. Automatische Messungen im Liegen
2. Körperbaumessungen im Stehen
3. Körperdruckmessungen
4. Sonderformen & Bewertungs- und Orientierungssysteme



Funktionsweise

1. Automatische Messungen im Liegen

03.09.2012

Der Kunde legt sich in der gewöhnlichen Schlafposition auf ein Messbett. Die Software ermittelt die optimale Höhe der einzelnen Leisten der Unterfederung und stellt diese entsprechend automatisch ein. So erhält der Kunden einen guten Eindruck über das Stützverhalten und die druckentlastende Wirkung des Lattenrostes. Ein Ausdruck dokumentiert die optimale Einstellung des Lattenrostes.



DOC Philrouge

03.09.2012

Foto © DOC Philrouge

Der Schweizer Bettenhersteller Doc hat mit Philrouge sein eigenes System entwickelt, mit dem das Bett individuell an den Nutzer angepasst werden soll – Zentrum des Systems ist die Alu-Unterfederung T5. Es handelt sich um einen Lattenrost, der sich den Körperkonturen "anpassen lässt" und im Härtegrad optimieren. Es ist hier nicht nur die Spannung der Leisten verstellbar, sondern auch deren Höhe in fünf Stufen, so dass sich Zonen einstellen lassen analog zu den Zonen der Matratze. Die Einstellung erfolgt anhand des so genannten "Komfortprofils", in dem "Schulter- und Beckenbreite, sowie Körpergewicht, -größe und bevorzugte Liegepositionen" enthalten sind. Durch die elektronische Einstellung der Unterfederung beim Liegen ist ein Vorher- Nachher-Effekt deutlich spürbar.

+ Vorteile:

  • Erforderliche Einstellung des Lattenrostes wird während des Liegens direkt durch Abtastung der Verstellparameter ermittelt.
  • Gesamtliegeverhalten kann mit Matratze getestet werden.
  • Alle Leistenpaare können bei und nach der Liegeprobe feinjustiert werden.
  • Nachregulierung durch Fachmann möglich
  • Veränderungen an den Einstellungen sind sofrot spürbar


DOC AG Philrouge
Mövenstrasse 8
CH- 9015 St. Gallen
Internet: www.philrouge.ch
weitere Infos

LS Bedding Ergosleep

03.09.2012

Foto © LS Bedding

Das Herzstück ist ein flexibel einstellbares Lattenrost mit zusätzlich kalibrierbarer Unterfederung. Ergosleep gibt es aber nicht nur für Lattenrost und Matratze, sondern auch neu als Boxspring-System. Bei einer Messung wird die vom Hersteller so genannte "Schlaf-DNA" des Nutzers erfasst, also seine individuellen Werte bezogen auf Gewicht, Statur, Körpergröße etc, sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage. Das Lattenrost und die Unterfederung (bzw. die Taschenfedern im Boxspring) werden dann anhand dieser "DNA" eingestellt mit dem Ziel, dass keine Druckpunkte entstehen und die Wirbelsäule möglichst gerade liegt, um im Schlaf größtmöglich entspannen zu können. Die dazu passende Matratze setzt die Einstellung der Unterfederung um und überträgt sie auf den Körper. Auch dieses System kann jederzeit nachjustiert werden.

SchlafkampagneTV auf der Internationalen Möbelmesse IMM 2014 in Köln


+ Vorteile
+ auch für Boxspringbetten geeignet
+ Nachjustierung jederzeit möglich



Grosana airflex Liegeflächenprofil

03.09.2012

Foto © Grosana

Die airflex-Unterfederung von Grosana kann individuell anhand von Messdaten des jewiligen Nutzers eingestellt werden. Dazu legt man sich beim Grosana Fachhändler auf ein spezielles Messbett, dass an eine Software angeschlossen ist, die in Rücken- und Seitenlage ein Profil der Wirbelsäule ermittelt und dann die einzelnen Elemente des Lattenrostes so einstellt, das der Körper optimal unterstützt wird und die Wirbelsäule geradeliegt. Dafür können acht Leisten vom Brust- bis zum Beckenbereich einzeln variiert werden. "Nach der Messung wird das Profil in ein Formular eingetragen, anhand dessen das Bettsystem speziell für den Kunden eingestellt wird." Diese Justierung lässt sich im Nachhinein jederzeit ändern, Grosana empfiehlt allerdings, dies von Fachpersonal vornehmen zu lassen.

+ Vorteile:

  • Messung in der gewöhnlichen Schlafposition
  • Einstellungen auch im Kniebereich, ermöglicht die Entlastung der Lendenwirbelsäule
  • Einstellungen auch mit Beckenkippungen machbar
  • Individuelle Anpassung durch Fachberater möglich


2. Körperbau-Messungen

03.09.2012

1.) Anmesssysteme über Einstellempfehlungen des Lattenrostes
2.) Anpasssysteme nach vorheriger Auswahl der Matratze
3.) Auswahlsysteme mit Zudecken, Kissen, Unterfederung, Matratzen

Empfehlung immer Aufgrund der erfassten Koerperdaten

Die Vermessung des Körpers wird meist im Stehen oder Sitzen vorgenommen. Anhand zahlreicher erhobener Daten des Körperbaus (Beckenbreite, Rückenlänge, Hohlkreuz usw.) wird teils in Kombination mit Fragen über die Schlaf- und Liegegewohnheiten, ein individuell optimales Bettsystem aus mehreren Komponenten zusammengestellt oder eine
vorher ausgewählte Matratze optimiert.



Dormabell Mess-System Innova

03.09.2012

Foto © Bettenring

Auch der Hersteller Dormabell verspricht mit seinem System Innova, ein Bett (Matratze und Lattenrost) perfekt an die individuellen Anforderungen des Nutzers anpassen zu können. Das Mess-System soll die Körperkonturen im Stehen genau erfassen. "Neben den messbaren Daten wie Schulterbreite, Beckenbreite, Lordosenposition (Lordose = Krümmung der Wirbelsäule) und –tiefe werden weitere Daten wie bevorzugte Schlaflage, Gewicht und Größe erfragt", sagt Günther Budde von Dormabell. Die Dormabell-Händler erhalten in einer Schulung das nötige Wissen, um die Daten aufnehmen und entsprechend interpretieren zu können. Das Lattenrost wird anhand der ermittelten Werte angepasst, zusätzlich wird eine optimale Matratze ausgewählt. Trotz der Individualisierung soll der Kunde Wahlfreiheit bezüglich unterschiedlicher Features behalten – zum Beispiel, ob das Lattenrost über eine elektrische Verstellmechanik verfügt. Dieses System berät mit Einbeziehung einer Software Lösung inkl. Kissen und Zudecke das gesamte Bett.

+ Vorteile::

  • Stützverhalten der Matratze kann über ein individuell in Höhe und Festigkeit einstellbares Lattenrost reguliert und optimiert werden.
  • Gesamtwirkung von Matratze und Lattenrost ist während der Liegeprobe spürbar
  • Gesamtwirkung von Matratze und Lattenrost kann mit Zudecken- und Kissenabstimmung kombiniert werden
  • Ermittlung des idealen Kopfkissens, welches gleich getestet werden kann.
  • Nachregulierung durch Fachmann jederzeit möglich


ABK Royal Dream

03.09.2012

Foto © ABK

Da nicht jeder Mensch gleich gebaut ist, garantiert erst das optimale Zusammenspiel von Matratze und Unterfederung das perfekte Schlafvergnügen. Das ROYAL DREAM Anpassverfahren ermöglicht eine präzise Anpassung der ROYAL DREAM Medos Unterfederung an Ihre zuvor ausgewählte Matratze und ermöglicht somit einen Zuschnitt des Bettsystems auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Empfindungen.
Sie legen sich mit der Matratze auf das Messbett (Ergo-Liege) und spüren unmittelbar die veränderten Einstellungen, die der Fachberater in der Schulter-, Lordose- und Kniezone vornimmt.
Ihre individuell ermittelten Einstellungen werden vom Fachberater auf einem Messprotokoll notiert und bei Auslieferung auf Ihre ROYAL DREAM Unterfederung übertragen.

+ Vorteile:

  • Stützverhalten der Matratze kann über eine individuell in Höhe und Festigkeit einstellbare Unterfederung reguliert und optimiert werden
  • Zusammenspiel von Matratze und Unterfederung ist bereits während der Liegeprobe spübar
  • Nachregulierung jederzeit durch Fachmann möglich


Röwa Ecco2

03.09.2012

Foto © Röwa Ecco2

Das Bettsystem Ecco2 von Röwa (Lattenrost und Matratze) basiert auf der individuellen Anpassung an den Nutzer, dessen physische Daten zuvor in einer Körperabmessung im Stehen erhoben werden. Ziel ist es, dass sich das Bettsystem unabhängig von Größe, Gewicht, Statur und Liegegewohnheiten dem Menschen so gut wie möglich anpassen kann. Der Körper soll im Liegen so unterstützt werden, dass die Wirbelsäule in Seiten- und Rückenlage ihre natürliche Form behält gerade bleibt. Kernstück des Bettsystems ist der Lattenrost, dessen Leisten sich vertikal, horizontal und in der Festigkeit einstellen lassen und sich somit den unterschiedlichen Körperzonen optimal anpassen. Die Matratze mit ihrer integrierten Technik ist so gestaltet, dass sie sich sensibel an die Einstellung des Lattenrostes anpasst. Ergänzend bietet das System bei Bedarf ein Nachenstützkissen, dass in vier Höhen einstellbar ist. Der Kunde erhält somit ein Bettsystem, das sich jederzeit auf Veränderungen des Körpers anpassen kann. Für erholsamen Schlaf. Den Lattenrost Ecco2 von Röwa gibt es in unterschiedlichen Komforteinstellungen für jeden Anspruch.

+ Vorteile:

  • Stützverhalten der Matratze kann über einen individuell in Höhe und Festigkeit einstellbaren Lattenrost reguliert und optimiert werden.
  • Gesamtwirkung von Matratze und Lattenrost ist während der Liegeprobe spürbar
  • Leisten sind nicht nur in höhe und Festigkeit sondern auch in der Position veränderbar und während der Liegeprobe spürbar
  • Ermittlung des idealen Nackenstützkissens, das bei der Liegeprobe getestet werden kann.
  • Nachregulierung des Bettsystems ist durch den Fachmann jederzeit möglich
  • Individuelle Anpassungen auch für Bettsysteme in Überlänge möglich


Fey & Co Bodyscan

03.09.2012

Foto © Fey&co.

"Gut vermessen besser schlafen" – unter diesem Motto bietet Fey & Co sein Mess-System Bodyscan an. Größe, Gewicht, Körperkontur, Schlaf- und Liegegewohnheiten fließen in die Erhebung mit in, an deren Ende das für den Nutzer bestmögliche Bett stehen soll. Im Stehen tastet ein Infrarotscanner den Körper ab und nimmt dessen Daten auf. Während des Scannens ändert der Kunde dreimal seine Position. So soll die Datenbasis verfeinert werden. Mit gezielten Fragen ergänzt der Fachhandler diese um weitere Parameter, zum Beispiel ob man eher auf dem Rücken oder der Seite liegt. Ebenfalls erfragt wird, ob man harte oder weiche Matratzen bevorzugt, sowie ob man lieber warm oder kühl schläft. Aus diesen Angaben wird aus dem Sortiment von Fey & Co ein individuelles Bett aus verstellbarem Rahmen, Matratze, Kissen (bzw. Nackenstützkissen) und Bettdecke zusammengestellt. Das zentrale Element ist, im Gegensatz zu Anbietern ähnlicher Systeme, nicht die Unterfederung, sondern die Matratze, die je nach Bedarf durch Topper ergänzt werden kann. Die Unterfederung dient dann zur "Feinjustierung".

+ Vorteile::

  • Auswahlsystem beruecksichtigt das Schlafklima und das Druckempfinden durch Abfrage


Kreamat - Schlafen a la carte

03.09.2012

Foto © Kreamat

Der Bettenhersteller Kreamat aus Belgien überträgt das, was viele Mitbewerber mit einem Lattenrost anbieten, auf das Boxspringbett. Zuerst wird der Nutzer von einem an eine Software angeschlossenen Infrarotsystem in drei stehenden Positionen vermessen, wobei Daten zu Schulter- und Lendenbereich ebenso aufgenommen werden wie die Wirbelsäulenkrümmung. Die Software errechnet anhand dieser Daten das individuell beste Bett. Das ganze funktioniert mit Hilfe variabler Federelemente aus denen das Boxspringbett zusammengesetzt wird. Die Elemente sind in zahllosen unterschiedlichen, jederzeit austauschbaren Härte- und Federungsvarianten vorhanden. Zusätzlich schlägt das System eine zu den Messdaten und der Unterfederung passende Matratze vor. Entwickelt wurde das Mess-System von Custom8 NV an der Katholischen Universität Löwen. Ein Nachteil scheint die Anpassung zur Körpergröße zu sein: Denn die variablen Elemente sind alle gleich groß. Hinzu kommt, wie bei vergleichbaren Systemen, dass die Unterstützung nur dann gänzlich funktioniert, wenn man mit dem entsprechenden Körperbereich auf dem jeweiligen Federelement liegt. Wenn man nachts im Bett nach oben oder unten rutsch, verringert sich die Wirkung.

+ Vorteil:

  • Kombination vom hohen Boxspring-Komfort mit individuell regulierbarer Unterfederung
  • Infrarot-Messung


3. Druckmessungen

03.09.2012

a.) Druckdatenerfassung und Empfehlung
b.) Druckdatenerfassung und Bewertung von Auswahl

Allgemeines:

Bei der Druckmessung registriert eine Software den Liegedruck, den der Körper auf einem mit Sensoren ausgestatteten Testbett, Matte oder Matratze verursacht. Die Ergebnisse werden visualisiert und geben
Hinweise darauf, wie die die Körperachsen verlaufen und wie eine optimale Matratze beschaffen sein muss.

Verschiedene Lösungen:


Sensoflex Liegediagnose

03.09.2012

Foto © Sensoflex

Die Marke SENSOflex des Matratzen- und Rahmenherstellers Rummel-Matratzen will mit Hilfe der computerunterstützen SENSOflex Liegediagnose dafür sorgen, dass der Nutzer ein optimal auf ihn abgestimmtes Bett (Matratze und Unterfederung) erhält. Das Liegediagnose-System findet sich bei ausgesuchten Fachhändlern. In eine Testmatratze aus der Serie der SENSOflex-Schlafsystem-Matratzen sind zahlreiche druckempfindliche Sensoren eingesetzt, die an eine Software gekoppelt sind. Liegt man auf der Matratze, so ermittelt die Software eine Menge an Werten über die Druckbelastung, die Tiefe des Einsinkens, das Zusammenspiel von Körperbau und Matratze. Sie visualisiert diese Messungen in Realzeit , so dass der Nutzer auf einem Bildschirm sofort und direkt sehen kann, welchen "Abdruck" sein Körper in der Matratze verursacht, ob er korrekt oder falsch liegt. Anhand dieser Messungen und einer angezeigten Aussage über den empfohlenen Festigkeitsgrad der SENSOflex-Matratze kann letztendlich ein individuelles System mit abgestimmter Matratze, Unterfederung und Nackenstützkissen gefunden werden. Die Messung erlaubt dem Fachberater auch Aussagen über die zu erwartende und für ungestörten Schlaf relevante Klimaentwicklung und Bewegungsfreiheit zu treffen.

+ Vorteile:

  • Ermittlung Druckbelastung und Anpassung an den individuellen Körperbau
  • Visualisierung des echten Körperabdruckes auf einem SENSOflex-Originalprodukt
  • Aussagen zur Entwicklung des Schlafklimas und der Bewegungsfreiheit


Ortho-Axial

03.09.2012

Foto © Orthoaxial

Mit dem softwarebasierten System Ortho-Axial lässt sich eine Liegedruck-Diagnose stellen und visualisieren. So kann der Kunde beim Fachhändler zusätzlich zum eigenen Liegegefühl unterschiedliche Matratzen miteinander vergleichen. Das System zeigt an, wo der Körper aufliegt und wo nicht. "Wenn der Kunde vollflächig aufliegt, kann der Händler sehen, wo Stützung nötig ist", sagt Gottfried Meyer. Allerdings gebe es auch Fehlmessungen und Abweichungen von 20 bis 30%. Die Genauigkeit hänge davon ab, ob die genutzte Unterlage fest und straff oder sehr weich ist. Meyer fügt klar hinzu, dass sich das System als Marketinginstrument eignet, mit dem der Händler dem Kunden bestimmte Aspekte einer Matratze verdeutlichen könne. Es ersetze aber nicht die fachliche Beratung und auch nicht das intensive Probeliegen, bei dem der Kunde auf die Signale seines Körpers achten muss. Diese Lösung geht bis hin zur auf Mass angefertigten Matratze.

+ Vorteile::

  • Messung des Oberflächendrucks
  • optische Darstellung der Druckpunkte
  • Vergleich unterschiedlicher Matratzen
  • Hersteller- und produktunabhängig


X-Sensor

03.09.2012

Foto © Xsensor

X-Sensor ist ein softwaregestütztes System, das den Liegedruck des Nutzers auf der Matratze ermitteln kann. Auf einer Visualisierung wird deutlich angezeigt, wo eventuelle Druckpunkte oder Hohlstellen entstehen. "Der Kunde wird in Rücken- und Seitenlage vermessen", sagt René Storms, der X-Sensor in Deutschland betreut. Mit der Zeit wurde eine Datenbank etabliert, die verschiedenste Kriterien wie Größe oder Gewicht berücksichtigt, und in der auch zahlreiche Liegesysteme eingemessen sind. Im Fachhandel legt sich der Kunde auf eine Referenzmatratze, und anhand der Werte in der Datenbank schlägt das System dann die für den jeweiligen Kunden individuell beste Matratze vor, so Storms. "Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Genauigkeit unseres Systems. Die Werte, die es ermittelt, sind reproduzierbar. Steht ein Kunde kurz auf und legt sich dann wieder hin, ermittelt die Software Single Bed wieder exakt dieselben Messwerte." Dadurch sei X-Sensor vergleichbaren Mess-Systemen weit überlegen. Exklusiver Lizenzpartner ist zur Zeit Dunlopillo.

+ Vorteile::

  • Messung des Oberflächendrucks
  • optische Darstellung der Druckpunkte
  • konkrete Empfehlung der passenden Matratze
  • schneller Datenvergleich durch Datenbank gestütztes Archiv


4. Sonderformen & Bewertungs- und Orientierungssysteme

03.09.2012


Neutrale Lagekontrolle

OrthoConcept Wirbelscanner

03.09.2012

Foto © Ortho Concept

Der herstellerunabhängige Wirbelscanner® zeigt die Form der Wirbelsäule des Kunden sowohl im stehen als auch im Liegen auf den unterschiedlichsten Schlafsystemen. Das Anmessen geht schnell und ist absolut strahlungsfrei, die Abtastung der Wirbelsäule ist rein mechanisch. Durch die stehende Messung zu Beginn der Beratung kann sich der Fachverkäufer zusätzlich ein Bild über die wirkliche Form der Wirbelsäule des Kunden machen, und dieses Wissen in die Beratung mit einfließen lassen. Das passende Schlafsystem, egal von welchem Lieferant, kann so schneller gefunden werden. Die Kleidung kann man dabei selbstverständlich anbehalten. Der Scanner sendet die Daten der Messung direkt an den Computer wo sie sofort ausgewertet und in Echtzeit visualisiert werden. So kann man mehrere Schlafsysteme testen und hinterher – zusätzlich zum subjektiven Liegegefühl – schauen auf welchem Bett man ergonomisch objektiv am besten liegt. Es werden bis zu vier liegende Messungen untereinander angezeigt, so dass auch Veränderungen in einer Lattenrosteinstellung oder des Kissens visualisiert werden können. Der Wirbelscanner® liefert präzise Messergebnisse da seine Wurzeln aus der Medizintechnik stammen.

+ Vorteil:

  • Zusammenwirkung von Unterfederung, Matratze und Kopfkissen wird dargestellt
  • Unterscheide werden am Monitor sichtbar gemacht
  • Wirbelsäulendarstellung sofort nachvollziehbar
  • Unabhängig vom Matratzenmodell, herstellerunabhängig


Individuelle Schlafkultur

ProSchlaf - Vitario

03.09.2012

In einer "Körperprofil-Messung" werden "Schulterbreite, Taillen- und Beckenweite" ermittelt. Aufgrund der vorhandenen großen Datenbasis aus allen bisherigen Messungen soll anhand dieser Werte auf Vergleichsbasis rasch eine passende Matratze ermittelt werden können. Die Matratze soll orthopädisch genau zum Körper passen. Das soll erreicht werden über in die Matratze steckbare Rollen mit unterschiedlichen Stützeigenschaften, die jederzeit austauschbar sind. So soll sich die Matratze – ähnlich wie bei anderen Anbietern – auch nach der Eingewöhnungszeit von drei bis sechs Monaten noch problemlos optimieren lassen. Den Kunden wird hierbei eine Beratungshotline zur Verfügung gestellt. Vitario ist derzeit nur in Österreich erhältlich.

+ Vorteil:

  • Nachträgliche Anpassung der Stüzkraft der "Liegezonen" kann selbst durch Kunden mit austauschbare Schaumstoffrollen vorgenommen werden
  • kostenfreie Telefonische Nachbetreuung
  • einfacher stabiler Lattenrost mit 28 Leisten (bei 200cm Länge) ist ausreichend


Orientierungskonzept AIOVX

12.09.2012

Foto: copyright Kamps Services

AIOVX ist keine Abkürzung irgendeiner Methode. Die Buchstaben spiegeln vielmehr die Kontur des Körpers wieder, welcher die Ausprägung von Schulter, Taille und Becken deutlich macht. Herausragende Körperpartien wie Schulter und Becken müssen durch die Matratze und den Lattenrost entlastet werden, um Druckbeschwerden und Krümmungen der Wirbelsäule zu vermeiden. Der A-Typ zeichnet sich durch breite Hüften und schmale Schulter aus und benötigt ein höheres Einsinken des Beckenbereiches, der V-Typ aufgrund seiner breiten Schultern eine starke Schulterentlastung, der X-Typ aufgrund seiner schmalen Taille eine gute Taillenstützung. Dieses ist oft nicht mit der Matratze allein, sondern in Kombination mit der richtigen Unterfederung zu erreichen. Vergessen sollten Sie dabei nie das Kopfkissen. Denn die Stützung des Kopfes wird insbesondere beim Seitenschläfer noch nicht von der Matratze übernommen.



Fazit

04.09.2012

Moderne Messmethoden machen Matratzenkauf nicht selten zum Erlebnis.
Doch jede Methode setzt die Kompetenz und wache Auge des Anwenders voraus.
Beachten Sie, dass eine neue Matratze, ein neues Bettsystem keine Wunder bewirken kann, besonders wenn Rückenschmerzen und Rückenerkrankungen eine Rolle spielen. Hier ist vorher die Ursache herauszufinden. Fragen Sie Ihren Arzt nicht, welche Matratze er empfehlen würde, sondern welche Faktoren die Matratze erfüllen muss, um ein beschwerdefreies Liegen zu ermöglichen. Kein Bett und löst Fehlhaltungen auf der Arbeit, im Garten oder gleicht mangelnde Bewegung aus.
Verlassen Sie sich nicht nur auf die Ergebnisse der Messsysteme. Jedes System ist immer nur so gut wie der Berater, der die Hintergründe des Systems versteht und die erhobenen Daten im Sinne des Kunden interpretieren kann - auch außerhalb der Auswertungstabellen oder Softwarelösungen.

Nehmen Sie sich Zeit, bleiben Sie einige Minuten in der Liegeposition, welche Sie nachts gewöhnlich einnehmen. Achten Sie auf den Druck, welcher auf Schulter und Becken wirkt. Benutzen Sie bei der Liegeprobe stets ein Kopfkissen, welches den Kopf ausreichend stützt. Atmen Sie langsam ein und aus und versuchen Sie sich zu entspannen. Nur so können Sie die natürliche Anspannung der Muskulatur lösen und die Wirbelsäule passt sich dem Stützverhalten der Matratze an. Mehr zum Thema:

Alle Messverfahren im Vergleich

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