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Lexikon



A

Acetat

Acetat ist eine natürliche Chemiefaser auf Zellulosebasis. In den 30er Jahren wurde sie als Kunstseide berühmt. Die Faser ist eine regenerierte Chemiefaser, die aus acetonähnlichem Zelluloseacetat im Trockenspinnverfahren hergestellt wird.


AGR Gütezeichen
Foto: © AGR

AGR Gütezeichen

Das AGR-Gütesiegel zeichnet ausschließlich Produkte aus, die ihre rückengerechte Konstruktion vor einer unabhängigen Prüfkommission mit Experten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen unter Beweis gestellt haben.

Wir unterscheiden derzeit zwischen zwei Arten von AGR-geprüften Bettsystemen:

a) Bettsystem mit einstellbarer Unterfederung
b) Bettsystem mit System-Unterfederung

Es müssen Mindestanforderungen wie
richtiges Bettmaß, individuelle Anpassung des Bettsystems an Gewicht und Körperform, Druckentlastung (insbesondere im Bereich von Schulter, Hüfte und Ferse),
Unterstützung der natürlichen, nächtlichen Bewegungsabläufe, optimales Bettklima, Anpassung an das subjektive Liege- und Komfortempfinden (Matratze),
waschbare oder reinigungsfähige Matratzenbezüge etc. erfüllt werden.
Aufgrund der strengen Prüfkriterien und der Besetzung der Kommission mit ausgewiesenen medizinischen Experten genießt das AGR-Gütesiegel hohe Akzeptanz in der medizinischen Fachwelt.


Quelle: Quelle: Aktion Gesunder Rücken e. V., 27443 Selsingen

Allergikerbezüge

siehe Encasing


Alpaka
Foto: © Wikipedia - Creative-Commons-Lizenz „Eva Hejda http://fotos.naturspot.de

Alpaka

Das Alpaka (Vicugna pacos), ist eine aus den südamerikanischen Anden (Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Ecuador) stammende, etwas kleineren Verwandten der Lamas. Früheste Hinweise auf Alpakas in den Anden stammen aus der Zeit um 3,500 v. Chr.

Das Alpaka gehört zu den Säugetieren, die vom Menschen nicht primär gezüchtet werden, um aufgegessen zu werden, sondern um Wolle zu liefern und deshalb kommen sie in verschiedenen Lebensräumen vor, z.B. im Hochgebirge, im Grasland, in der Steppe oder in der Halbwüste.
Bis zum Rücken gemessen sind erwachsene Alpakas zwischen 80 und 100 Zentimeter hoch und wiegen etwa 65 bis 80 Kilogramm. Alpakas leben in höheren und deshalb kälteren Regionen als Lamas. Deswegen ist die Unterwolle unter dem langen Fell sehr viel dichter und feiner als bei den Lamas.
Sie sind vor allem für ihre sehr feine, warme Wolle berühmt. Für Bettdecken wird überwiegend das Flaumhaar (besonders der Jungtiere) verwandt.


Angora
Foto: © Wikipedia - Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic „Ross Little“

Angora

Angora ist eine Textilfaser und sie stammt vom Angorakaninchen. Sie wird zur Zeit des natürlichen Haarausfalls durch Kämmen oder Schur des Tieres gewonnen (bis zu 300g pro Jahr pro Tier). Wegen ihrer schweißabsorbierenden und wärmehaltenden Eigenschaften wird die Angorafaser vor allem für Bettwäsche und Decken verwendet. Für Einziehdecken findet das Angorahaar nur als Spezialdecke Verwendung und wird dabei zu 50 % mit Schaf- oder Lammschurwolle gemischt.
Obwohl DIN eindeutig die Haare des Angorakaninchens als Angora definieren, besteht Verwechslungsgefahr mit Mohair, der Wolle der Angoraziege.
Erstmalig veröffentlichte Undercover-Ermittlungen von PETA Asia im Jahre 2013 routinemäßige Grausamkeiten an Angora-Kaninchen bei der Gewinnung des Felles. Viele Firmen haben deshalb weltweit Angora aus ihrem Programm genommen.


Anmess-Methoden

Der Fachhandel setzt schon länger Messgeräte zur Ermittlung des Körperbaus einsetzt, da nicht allein das Körpergewicht, die Körpergröße, die Schlaflage und das Empfinden sind das Entscheidungskriterium beim Matratzenkauf sind, sondern verstärkt auch die Körperproportionen, das Schulter Becken Verhältnis und die Taille im Mittelpunkt stehen.
Wahre High-Tech-Geräte haben Einzug gehalten. Das bedeutet aber auch, dass wir uns nicht nur mit dem Thema der Matratze, sondern auch mit dem den Messmethoden auseinandersetzen müssen, die sich aufgrund ihres Messverfahrens in vier Kategorien einteilen:

1. Automatische Messungen im Liegen
2. Körperbaumessungen im Stehen
3. Körperdruckmessungen
4. Sonderformen & Bewertungs- und Orientierungssysteme

Mehr siehe http://www.schlafkampagne.de/magazin/Messsysteme-bei-der-Matratzen-und-Liegeberatung.php


Atlasbindung
Foto: © Wikipedia - Atlasbindung“ von Sfischer Winge - Bild ist selbsterstellt und frei unter der GNU-FDL. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons.

Atlasbindung

Die Atlasbindung gehört zu den drei Grundbindungen, von denen sich alle Bindungen ableiten lassen. Im Gegensatz zur Leinwandbindung berühren sich die Bindungspunkte bei der Atlasbindung nicht sondern sind gleichmäßig verteilt. Durch die geringe Anzahl von Bindungspunkten und die dichte Fadenstellung sind atlasbindige Gewebe glatt, gleichmäßig und glänzend. Jeder Schussfaden kreuzt dabei über mehrere Kettfäden. Das Ergebnis sind sehr dichte und weiche Damast- oder Satinstoffe. Dieses Gewebe wird u.a. für ausgesprochen hochwertige Daunen verwendet.
Vom Atlas gibt es nicht viele Abwandlungen, da sich die Bindungspunkte nicht berühren dürfen. Zwei dieser Varianten sind der Streifen- und der Buntsatin. Ein Wechsel zwischen Schuss- und Kettatlas ermöglicht eine Musterung des Stoffes (siehe z.B. Damast). Das wohl bekannteste Atlasgewebe ist der Satin, weshalb man auch von Satinbindung spricht.


Ausrüstung

Unter Ausrüstung versteht man eine große Anzahl eingesetzten Verfahren, um der Rohware ( d.h. der Stoff, wie er von
der Webmaschine kommt) Aussehen und Gebrauchseigenschaften zu geben, z.B. Färben, Bleichen, Rauen, Mercerisieren, Sanforisieren usw..




B
Ballonbett
Foto: © Quelle:http://www.bettenpflege.de/

Ballonbett

Mit dem Begriff „Ballonbett“ wird eine Sonderform der Bettdecke bezeichnet, die in der Regel mit Federn und Daunen gefüllt ist und deren Füllgut in einer einkammerigen Hülle ruht und sich frei bewegen kann..
Es gibt wie heute üblich keine abgesteppten Zonen.
Diese Oberbetten oder Ballonbetten sind heute immer noch im Angebot, trotzdem sie nicht mehr zu den modernen Varianten der Schlafkultur zählen.
Man könnte sagen „Schlafen wie zu Omas Zeiten“


Bandscheiben
Foto: © Quelle. http://www.g-netz.de/Der_Mensch/skelett/bandscheiben.shtml

Bandscheiben

Die Bandscheiben, auch Zwischenwirbel genannt, sind Knorpel, die sich als Bindeglieder zwischen den Wirbelkörpern befinden. Sie machen rund ein Viertel der gesamten Wirbelsäulenlänge aus.
Sie sind die Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und bestehen aus einem Gallertkern im Inneren, der bei Belastung und Beugung der Wirbelsäule gepresst wird. Umgeben ist der Kern von einem Faserring. Die Bandscheiben sind nicht durchblutet, sondern ernähren sich durch Aufnahme von Nährstoffen aus der Umgebung. Unter Belastung verliert die Bandscheibe an Flüssigkeit. Deshalb kann es sein, das ein Mensch am Abend bis zu 2 cm kleiner ist als am Morgen. Um Ihre Funktion dauerhaft wahrnehmen zu können, muss die Bandscheibe diese Flüssigkeit wieder aufnehmen. Dies ist nur bei Entlastung möglich.
Druckbelastung bei:

• Entspanntem Liegen 30 Kg
• Stehen 70 Kg
• Sitzen 150 Kg
• Richtigem Heben 220 Kg
• Falschem Heben 340 Kg


Bandscheibenmatratzen

Mit dem leider etablierte Begriff 'Bandscheibenmatratze' wird dem Kunden suggestiert, diese Matratze sei für Schläfer mit Bandscheibenschäden bestens geeignet.
Diese Aussage vermeidet haarscharf den Tatbestand eines gesetzlich verbotenen Heilungsversprechen und jeder ernsthafte Bettenhändler sollte sich von solchen, willkürlich definierten 'Bandscheibenmatratzen' distanzieren.
Es gibt keine 'Bandscheibenmatratzen'. Genauso wenig wie 'Nicht-Bandscheibenmatratzen'.
Jede Matratze die eine gute Körperunterstützung bietet trägt dazu bei, dass sich die Bandscheiben nachts gut erholen können.


Bastfasern

Bastfasern sind:

Bambusfaser
Brennnessel siehe auch Fasernessel
Hanffaser
Jute
Kenaf
Leinen aus dem Gemeinen Lein
Hopfen
Ramie
Hopfen
Ramie


Baumwolle
Foto: © Wikipedia - Begonia

Baumwolle

Baumwolle ist der bedeutendste Textilrohstoff der Welt, mit einem Anteil von 50-60% an der gesamten Textilproduktion. Sie gehört zu der Familie der Malvengewächse und besteht zu 90% aus Zellulose, dem Grundstoff aller Pflanzen und wächst überwiegend im subtropischem Klima, den Südstaaten der USA, Russland, China, Indien, Mexiko, Sudan und Ägypten.
Die älteste Baumwollkultur wurde in Indien für das 3. Jahrtausend vor Chr. nachgewiesen. Von Indien aus gelangte die Baumwolle nach China. Gleichzeitig wurde Baumwolle auch von den Inkas in Mittelamerika angebaut. Im 8.-10. Jahrhundert führten die Araber die Kultur der Baumwolle von Persien aus in Nord-Afrika, Sizilien und Süd-Spanien ein.
Die Kapselfrüchte der Pflanze platzen auf und es quellen weiße bis gelbliche Samenhaare der Baumwollfrucht heraus. Die Ernte kann entweder durch Handpflückung oder maschinell erfolgen. Die Samenhaare werden später zu Baumwollgarn versponnen.
Baumwolle wird in reiner Form oder auch in Mischungen im gesamten Heimtextilsektor verwendet.


Baumwollzeichen
Foto: © BREMER BAUMWOLLBÖRSE

Baumwollzeichen

Die symbolisierte Fruchtkapsel des Baumwollstrauches ist das internationale Zeichen für 'REINE BAUMWOLLE'. Es handelt sich um ein geschütztes Markenzeichen und steht für reine Baumwolle und eine hohe Qualität. Es darf nicht bei Mischungen mit anderen Mischungen benutzt werden.
Seit November 2005 ist die BREMER BAUMWOLLBÖRSE Inhaberin der Markenrechte am Internationalen Baumwollzeichen innerhalb der Europäischen Union (EU-28). Die Lizenz für das Baumwollzeichen wird seither von der Baumwollbörse an interessierte Unternehmen vergeben.
Nach den Lizenzvorgaben muss der Baumwollfasergehalt ohne Berücksichtigung von Futterstoffen, Einlagen und Zubehör 100 % betragen, wobei Toleranzen von 5 % für Dekorations- und Effektzwecke und 3 % für Fremdfasern zulässig ist.


Bearbeitete Feder

Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 versteht man unter diesem Begriff:

'Eine Feder, die alle Bearbeitungsprozesse durchlaufen hat, einschließlich Waschen, Trocknen und aller hygienischen Behandlungen.'


Bett

Der Erzähler Guy de Maupassant, der sogar ein eigenes Werk über das Bett, schrieb, hat dies alles auf eine kurze Formel gebracht:
„Das Bett ist das Symbol des Lebens; das Bett ist der Mensch.'
Das Bett ist eigentlich jeder Platz, welchen sich ein lebendiges Geschöpf zu Ruhe zubereitet hat. Die ältesten Vorläufer bildeten offenbar Liegemulden im Erdboden, die mit Matten belegt waren. Man hat sie in Wohnungen der frühen Bronzezeit gefunden.
In Deutschland wird das Bett auch als Mole, Koje, Heia, Falle oder Kiste bezeichnet, in der Schweiz als Näscht und in Österreich regional als Hapfn.
Wir unterscheiden u.a. folgende Bettformen.

• Kinderbett
• Etagenbett
• Klappbett
• Feldbett
• Doppelbett
• Futon
• Himmelbett
• Hochbett
• Pflegebett
• Seniorenbett
• Wasserbett
• Krankenbett

Erklärungen unter den einzelnen Begriffen


Bettdecken Größen

Die Menschen werden immer größer und der Anteil von Menschen über 1,80 m Körpergröße steigt ständig, vor allem bei der jüngeren Generation. Die mittlere Größe liegt heute bei Männern bei ca. 1,76 m und bei Frauen ca. 1,65 m.
Die Zudecke sollte grundsätzlich etwas größer als zu klein sein. Der Standardwert unter den Bettdecken-Größen beträgt 135cm x 200cm, wenn der Schläfer nicht gerade ein Maß über 175cm hat.
Folgende Aufstellung kann als Orientierung gelten:

135 x 200 cm (Standardmaß für Einzelschläfer)
155 x 220 cm (Komfortmaß für Einzelschläfer)
155 x 200 cm (Komfortmaß für normal große, etwas schwerere Menschen)
200 x 200 cm (Maß für zwei Personen unter einer Decke)
200 x 220 cm (Komfortmaß für zwei Personen unter einer Decke)


Bettgrößen deutsch

Die Maßangabe eines Bettes bezieht sich in Deutschland üblicherweise auf das Innenmaß des Bettrahmens. In Deutschland übliche Bettgrößen:
Kinderbetten
60x120 cm
70x140 cm
70x160 cm
90x160 cm

Einzelbetten
90x190 cm
90x200 cm
90x220 cm
100x190 cm
100x200 cm
100x210 cm
100x220 cm
120x200 cm

Doppelbetten
140x200 cm
140x220 cm
160x200 cm
160x220 cm
180x190 cm
180x200 cm
190x200 cm
200x200 cm
200x210 cm
200x220 cm

Französische Betten
150x190 cm
150x200 cm
150x210 cm


Bettgrößen international

Die handelsüblichen Matratzen in den USA haben eine andere Größe als die europäischen.

• King-size = 190 x 203 cm
• California King Size = 183 x 213 cm
• Queen Size = 152 x 203 cm
• Twin Size = 99 x 190 cm
• Double oder Full Size = 137 x 190 cm


Bettklima

Unter Bettklima versteht man die unmittelbare Umgebung des Schläfers, und dabei
hauptsächlich Temperatur- und Feuchtigkeitswerte der Materialien (Matratzen) und der durch sie festgehaltenen Luft.

Ein optimales Bettklima hält Ihre Körpertemperatur konstant, reguliert die Wärme und den Flüssigkeitstransport. Dazu braucht es nicht nur eine geeignete Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad mit einer Luftfeuchtigkeit von idealerweise rund 50 Prozent. Auch Ihr Bettensystem wirkt sich auf das Mikroklima unter der Bettdecke aus.
Das richtige Bettklima liegt dann vor, wenn in der Betthöhle in etwa folgende Werte erreicht werden:

Klima warm
• Temperatur 28-32 Grad Luftfeuchtigkeit 40-60% Körpertemperatur ca. 31-35 Grad

Klima kühl
• Temperatur nicht unter 18 Grad, Luftfeuchtigkeit 50 % Körpertemperatur ca. 30-32 Grad

Weder Überhitzung noch Unterkühlung sind ideal. Wenn kein Wärmetranssport stattfindet würde im Bett die Körpertemperatur um 1 Grad pro Stunde steigen und nach fünf Stunden Lebensgefahr bestehen. Matratzen und Unterlagen müssen außerdem eine gute Wärmeisolation haben und auf der anderen Seite gleichzeitig die durch Körpertranspiration abgegebene Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können. Auch das Bettensystem wirkt sich auf das Mikroklima unter der Bettdecke aus.

Für ein ideales Bettklima sind u.a. folgende Faktoren entscheidend:

• Zudecke
• Nachtwäsche
• Bettwäsche
• Matratzenbezug
• Matratzenschoner
• Matratzenkern
• Raumklima

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Bettsystem

Bettsystem ist ein hoch klingendes Wort für eine alte, eigentlich selbstverständliche Sache. System bedeutet eine Vielzahl aufeinander abgestimmter und ausgewogener Wirkungsfaktoren in unserem Fall von Unterfederung, Matratze und Kopfkissen.

Ein Bettsystem ist also die optimale Abstimmung und das perfekte Zusammenwirken zwischen Unterfederung, Matratze und Kopfkissen und deshalb die beste Grundlage für einen tiefen erholsamen Schlaf.

Menschen sind ganz verschieden und diese Tatsache kommt nirgendwo deutlicher zum Tragen als beim Schlafen. Die einen sind groß, die anderen klein, die einen von starker Statur die anderen eher zart, die einen müssen härter gelagert werden, die anderen weicher. Dazu kommen individuelle Körperformen, Körpergewicht und Schlafgewohnheiten. Ein gutes Bettsystem Muss in der Lage sein, Unterfederung, Matratze und Kopfkissen auf jedes dieser Bedürfnisse abzustimmen und den schlafenden Körper optimal zu lagern. So ist es z.B. sinnvoll, dass Bettsystem des Partners anders aufzubauen als das eigene.

Der Körper des Menschen soll durch die Liegefläche so gestützt und getragen werden, wie er von Natur aus gewachsen ist, d.h. er sollte liegen wie er steht. Nur wenn sich die Liegefläche exakt der individuellen Körperkontur unabhängig von Körpergröße, -gewicht und -form anpasst, entlastet und unterstützt das Bettsystem von Kopf bis Fuß. Muskulatur, Kreislauf, Nervensystem können sich regenerieren. Matratze und Unterfederung sollen also auf alle Körperfunktionen und Bewegungen des Ruhenden sensibel und fein abgestimmt werden können.

Die menschliche Anatomie wird als gegeben hingenommen und die Betten haben sich danach zu richten. Es gibt kein Bettsystem, dass für alle Schläfer geeignet ist, sondern es müssen Matratze, Unterfederung und Kissen genau auf die jeweilige Person abgestimmt sein, wobei

* anatomische Gegebenheiten
* Gewicht und Größe
* Druckempfindlichkeit
* Schlafverhalten

zu berücksichtigen sind.

M E R K E
Das Bettsystem Muss sich dem Körper anpassen und nicht umgekehrt!


Bettwanze
Foto: © Wikipedia - gemeinfrei

Bettwanze

Die Bettwanzen -auch Hauswanzen - genannt, sind darauf spezialisiert, in den Schlafplätzen von gleichwarmen Lebewesen – vor allem Menschen – zu leben und sich von deren Blut zu ernähren. Bettwanzen gelten als klassische Parasiten.
2011 gab es vor allen Dingen in den USA eine Bettwanzen-Epidemie und seitdem ist die Bettwanze wieder auf dem Vormarsch.
Die meisten Menschen haben nie Bettwanzen gesehen und deshalb werden die 3,8 bis 5,5 Millimeter großen gelbbrauen bis rotbraunen Plagegeister mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 6 bis 12 Monaten gar nicht erkannt. Nur drei bis zehn Minuten benötigen sie, um die Menge an Blut aufzunehmen, die sie für ihre weitere Entwicklung brauchen.
Hat man Bettwanzen erst einmal eingeschleppt sind sie schwer wieder loszuwerden, denn sie können in ihren Verstecken selbst ohne Nahrung über ein halbes Jahr überleben und ein großes Problem besteht in der raschen Ausbreitung. Panik und Hektik sind die allerschlechtesten Ratgeber beim Thema Bettwanzenbekämpfung. Deshalb sollten Sie auf keinen Fall versuchen, das Problem durch unbedachte Bekämpfungsaktionen und sog. Hausmittel gegen Bettwanzen selber zu lösen. Es wird nicht gelingen. Eine nachhaltige Bekämpfung von Bettwanzen können nur Kammerjäger durchführen, denn diese kennen sich mit dem Problem genau aus. Bettwanzenbekämpfung ist beratungs- und arbeitsintensiv und hat viele Komponenten.


Biber

Der Ursprung des Namens „Biber“ liegt vermutlich im 18. und 19 Jahrhundert, denn hier wurden Biberfelle zur Schau getragen und waren zu der Zeit genau der richtige Wärmespender. Sie könnten der Namensgeber für den Biberstoff gewesen sein. Biber wird auch Rauhcouverture oder Baumwollflanell genannt
Er ist ein dichtes leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle oder Microfaser das ein- oder beidseitig aufgeraut wurde, wobei ein flauschiger Effekt erzielt wurde.
Wir unterscheiden Biber und Feinbiber, wobei mit Feinbiber die feinere und auch leichtere Ausführung bezeichnet wird. Beide Qualitäten werden bei Bettwäsche eingesetzt.
Biberbettwäsche ist kuschelig weich und atmungsaktiv, wird auf der haut als wärmer empfunden und kann die Feuchtigkeit absorbieren, sodass man während des Schlafens nicht schwitzt.


Blauer Engel
Foto: © Umweltbundesamt

Blauer Engel

Der Blaue Engel ist das erste und bekannteste Prüfzeichen der Welt. Schon seit über 30 Jahren werden besonders umwelt- und klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen mit ihm ausgezeichnet. Dieses Umweltzeichen wird an die Hersteller verliehen und diese können auf freiwilliger Basis ihre Produkte damit kennzeichnen.
Die damit ausgezeichneten Produkte sind besonders emissionsarm und die Anforderungen für das Umweltzeichen beziehen sich sowohl auf die Herstellung und die dabei eingesetzten Werkstoffe und Materialien, als auch auf die Nutzungsphase und die Entsorgung.
Matratzen und Lattenroste können mit dem blauen Engel ausgezeichnet werden und die Vergabekriterien finden Sie hier.

Matratzen (RAL-UZ 119)
• Ausschluss krebserzeugender und halogenorganischer Verbindungen
• schadstoffgeprüft auf flüchtige organische Verbindungen und Formaldehyd

www.blauer-engel.de

Lattenrosten (RAL-UZ 38)
• keine für die Wohnumwelt bedenklichen Schadstoffe – insbesondere bei der Beschichtung
• überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt

www.blauer-engel.de


Bleichen

Bleichen ist ein Ausrüstungsvorgang, welcher vor allem bei Baumwolle, zum Teil auch anderen Zellulosefasern und Leinen, angewendet wird um die unansehnliche meist gelblich oder bräunlich Naturfarbe des Spinnstoffs zu beseitigen oder zu schwächen.
Dies geschieht durch Oxydation oder Reduktion mit Hilfe von Chlor, Ätznatron, Schwefeldioxyd oder Wasserstoffsuperoxyd.


Blockschaum
Foto: © www.hennecke.com

Blockschaum

Blockschaum ist ein Begriff aus der Schaumstoff-Fertigung und wird, wie der Name schon sagt, in kontinuierlich aus der Maschine laufenden Blöcken beliebiger Länge erzeugt, wobei Breite und Höhe variabel sind.
Blockschaum ist ein Zwischenprodukt, aus dem Matratzen aus Polyurethan durch Schneiden und Zusammenfügen hergestellt werden.
Blockschaum wird im kontinuierlichen Verfahren hergestellt. Dabei werden verschiedene flüssige Rohstoffe vermischt. Diese Rohstoffe reagieren miteinander zum Endprodukt Schaumstoff in Form eines Blockes.
Durch Variation der Rohstofftypen und deren Menge werden sehr unterschiedliche Schaumstoffarten (Standard-, Kalt- oder Memory Schaum) mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften produziert. Durch die Auswahl der verschiedenen Komponenten und durch die Abwandlung der Rezeptur ist man in der Lage, Raumgewicht, Härte. Elastizität, Atmungsvermögen, Luftdurchlässigkeit, harte und weiche Zonen u.a. mehr zu steuern, und so das Material auf den späteren Verwendungszweck auszurichten.


Bonellfederkern
Foto: © AGRO International GmbH

Bonellfederkern

Bonnell-Federkerne sind die klassischen und wohl bekanntesten Federkern-Systeme. Die erste Sprungfederkernmatratze erschien in den 1890er Jahren. Benannt wurde sie nach ihrem Erfinder, Bonnell.
Ihre einzelnen Federn haben eine Taillenform (ähnlich einer Sanduhr), - siehe Abbildung - die durch Drahtspiralen miteinander verbunden werden. Der dadurch entstehende Federkern zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und Haltbarkeit aus. Er verfügt außerdem durch die Taillenform über eine besonders progressive Federeigenschaft - d. h. bei zunehmender Belastung wirkt ein zunehmender Gegendruck.
Allgemein bieten Bonnell-Matratzen einen eher festen Liegekomfort


Boxspring amerikanische Version

Häufig ist in Boxspringbetten-Angeboten von einem amerikanischen oder skandinavischen Typus die Rede. Der Unterschied liegt im Aufbau: Skandinavische Boxspringbetten besitzen einen Topper, bei den amerikanischen Betten verzichtet man darauf, denn beim amerikanischen Boxspringbett ist die Komfortschicht dagegen in der dickeren Matratze eingearbeitet.
Wie der Name schon sagt, lieben die Amerikaner diese Art des Boxspringbettes: Auf einer Untermatratze wird eine Matratze aufgelegt, die sich sehen lassen kann. 30 Zentimeter und mehr misst so eine Amerikanische Matratze und gibt dem Schläfer häufig das Gefühl, wie auf Wolken gebettet zu sein. Dicke Lagen Komfortschicht ober- und unterhalb der Federn bewirken tendenziell eine weichere Liegefläche, die von den Amerikanern sehr geschätzt wird.


Boxspring skandinavische Version

Der Unterschied zwischen einem amerikanische Boxspring und einem skandinavischen Boxspring liegt im Aufbau, denn ein Skandinavisches Boxspringbett weist einige Besonderheiten auf.
Die Skandinavier haben eine etwas dünnere flachere Matratze und legen dafür noch einen Topper als zusätzliche Komfortschicht oben drauf. Diese sorgt für zusätzlichen Komfort und verbessert die Eigenschaften der Federung.
Beim skandinavischen Boxspringbett ist die Matratze meist im Bezugsstoff des Bettes bezogen. Damit die Einheit von Federgehäuse und Matratze auch optisch betont wird.


Bridge® Technologie
Foto: © Recticel Bedding (Schweiz) AG

Bridge® Technologie

Swissflex gilt seit Jahrzehnten als Inbegriff der Schweizer Schlafkultur. Mit der intelligenten bridge® Technologie beginnt ein neues Kapitel moderner Schlafkultur. Denn diese Technologie ist ein Resultat konsequenter Entwicklungen von innovativen Technologien. Angelehnt an die menschliche Wirbelsäule wurde eine patentierte Unterfederungstechnologie entwickelt, die sich vollautomatisch, individuell und optimal jeder Körperanforderung und jeder Schlafposition anpasst – horizontal wie auch vertikal. Für jede Körperform, in allen Lagen, ohne die Unterfederung manuell einstellen zu müssen.

Das Prinzip: Die bridge® Technologie besteht aus freischwingenden, selbstregulierenden Federmodulen die in Form einer Kette einzelne Federleisten miteinanderverbindet. Diese Federkette reagiert automatisch und präzise auf den Körperdruck und passt sich so von Kopf bis Fuß punktgenau den Bewegungen im Schlaf an. Das garantiert eine ergonomisch korrekte Stützung und gleichsam Entlastung des Körpers: Empfindliche Körperbereiche, wie etwa die Schulterpartie, werden durch einen höchstmöglichen Federweg und eine maximale Einsinktiefe entlastet, während andere Körperpartien, wie etwa die Wirbelsäule optimal gestützt werden. Der Körper wird in jeder Lage anatomisch ausbalanciert, unabhängig von Körpergröße, Gewicht und Position des Schläfers. Das Resultat ist eine perfekt Ergonomie und ein schwereloses Liegegefühl.

Je nach Komfortanspruch kann zwischen 3 Modellen in verschiedenen Varianten (vollelektrisch oder manuell) gewählt werden.

Weitere Informationen unter: www.swissflex.com

Argumente für Unterfederungen der bridge® Technologie

• Selbstregulierend
• Freischwingend
• Anpassungsfähig
• Starke Unterstützung
• Interaktiver Federungskomfort
• Maßgeschneiderte Entlastung




C

Cashgora

Ein neues, echtes Naturhaar, das erst in diesem Jahrhundert entdeckt wurde und seit 1979 auf dem Markt ist. Die Kashgora-Ziegen werden zweimal im Jahr geschoren und sind eine Kreuzung aus Kaschmirziegen und Mohairziegen. Kashgora-Haar zeichnet sich durch die Länge und Feinheit des Mohairhaares und die Weichheit und den seidigen Glanz des Kaschmir-Haares aus. Das Haar ist leicht gekräuselt, sehr fein, leicht und weich und der Preis liegt deutlich unter Kaschmir. Seit dem 1.7.98 ist Kashgora im TKG aufgenommen.


Chemiefasern

Chemiefaser ist die Sammelbezeichnung für in einem chemischen Verfahren industriell hergestellte Fasern aus natürlichen Polymeren, synthetischen Polymeren und aus anorganischen Stoffen.
Im Gegensatz zu den Naturfasern können Chemiefasern in Zusammensetzung und Aufbau vom Menschen gestaltet werden. Somit können die Eigenschaften von Chemiefasern gezielt auf den Verwendungszweck hin eingestellt werden.

Übersicht über die wichtigsten Chemiefasern

Chemiefasern aus natürlichen Polymeren:
Viskosefasern
Modalfasern
Cuprofasern
Acetatfasern
Triacetatfasern
Alginatfasern
Gummifasern

Chemiefasern aus synthetischen Polymeren:
Elastan
Elastodienfasern
Fluorofasern
Polyacrylfasern
Modacrylfasern
Polyamidfasern
Polychloridfasern
Polyvinylchloridfasern
Polyvinylalkoholfasern

Chemiefasern aus anorganischen Stoffen:
Glasfaserstoffe
Kohlenstoff-Fasern
Metallfasern


Cheviotschaf

Cheviotschafe sind eine schottische Bergschafrasse aus den Cheviot Hills und an der Grenze zu England beheimatet. Sie sind genügsam und robust. Da sie sowohl für die Fleisch- als auch für die Wollproduktion geeignet ist, wird sie mittlerweile nicht mehr nur in Schottland, Wales und England gezüchtet, sondern ist weltweit zu finden.
Cheviotschafe werden mit Merinoschafen gekreuzt um die Wollausbeute zu steigern.

Siehe Crossbred


Combiwollsiegel
Foto: © The Woolmark Company

Combiwollsiegel

Woolmark Blend (Combi-Wollsiegel) ist das Gütezeichen für Fasermischungen mit mindestens 50 % Schurwollanteil und maximal 50% nichtwollene Fasern. Der Schurwollanteil muss die gleichen Eigenschaften vorweisen wie die von reiner Schurwolle.


Couchèe

Bezeichnung für bereits mindestens einmal gebrauchte Federn und/oder Daunen, sogenannte Altfedern.
Couchèes sind nach den heutigen Qualitätsansprüchen als Bettfüllungen ungeeignet, da sie weniger Füllkraft und mehr Flug haben. Außerdem benötigt man etwa ein Drittel mehr Füllung als für ein vergleichbares Ergebnis mit Original-Neuware. Sie werden allenfalls als Füllungen für Sofakissen eingesetzt.


Cretonne

Der Cretonne – auch Kretonne oder Kreton geschrieben - ist ein leinwandbindiges Gewebe aus mittelkräftigen, fest gedrehten Baumwollgarnen. Er zeichnet sich durch seine Strapazierfähigkeit und die typisch stumpfe Optik aus. Er wird als Rohware für die Textildruckereien eingesetzt und als bedruckte Fertigware für Bettwäschestoffe verwandt.


Crossbred

Crossbredwolle hat unter den Schafwollen die größte Bedeutung. Sie stammt aus einer Kreuzung zwischen Merino- und Cheviotschafen, um die Wollausbeute zu steigern und eine vielseitigere Verwendung zu schaffen.
Crossbredschafe liefern mittelstapelige, mittelfeine Wolle, die nicht so weich wie die Merinowolle und weniger stark gekräuselt ist. Die Länge der Haare variiert zwischen 120 – 150 mm und die Faserfeinheit reicht von 24 bis über 40 Mikrometer.

Laut EU-Verordnung Nr. 1007/2011 gibt es den Begriff „Crossbred-Wolle“ nicht mehr, denn das Crossbredschaf ist ein Schaf und egal, wie stark die Wollqualität sich von der “normaler” Schurwolle unterscheidet, für die EU ist Schaf nun mal Schaf und weil dem so ist, ist der Begriff „Crossbred-Wolle“ nicht mehr statthaft.


Cupro

Cupro ist eine aus Zellulose hergestellte Chemiefaser, die nach dem Kupferoxid-Ammoniak-Verfahren durch Nassspinnen hergestellt wird. Diese regenerierte Faser wird in Deutschland nicht mehr produziert. .




D

Dacron

Dacron ist ein Handelsname für Endlosfäden aus Polyester. Die Marke DACRON ® wurde bereits vor über 50 Jahren als Füllfaser für Heimtextilien eingeführt und ist noch immer eine der führenden Marken auf diesem Gebiet.
Dacron ist unter diversen Markennamen, die gerade überarbeitet werden, im Handel.


Daunasan®
Foto: © Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V

Daunasan®

Daunasan® ist eine eingetragene Marke des Verbandes der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V.
Bettwaren mit dem Daunasan-Zeichen werden mit Federn und Daunen gefüllt, die vor ihrer Verwendung durch gründliche Wasserwäsche gereinigt und bei einer Temperatur von mindestens 100°C getrocknet wurden. Damit entsprechen Bettwaren mit dem Daunasan-Zeichen den Hygieneanforderungen der Europäischen Norm EN 12935. Federn und Daunen sind Naturprodukte, die nach strengen gesetzlichen Vorgaben gewonnen werden und von Haus aus keine Schadstoffe enthalten. Aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften – sie sind leicht und wärmen ohne zu belasten – bieten sie eine hervorragende Wärmeisolierung und sind damit das ideale Füllmaterial für Bettwaren.
Durch ein dokumentarisches Rückverfolgbarkeitssystem wird belegt, dass das Füllmaterial entsprechend geltender Tierschutzgesetze gewonnen wurde.
Bei der Verarbeitung werden nur solche Waschmittel eingesetzt, die die Umwelt schonen und die Natürlichkeit der Federn und Daunen erhalten. Am Ende des Produktlebenszyklus kann das Füllmaterial problemlos kompostiert werden.
Betriebe, die das Zeichen Daunasan® verwenden, lassen die von ihnen verarbeiteten Daunen und Federn mehrmals jährlich von einem Hygienelabor untersuchen und verpflichten sich, Aufzeichnungen über die Bearbeitung des Füllmaterials zu führen.


Daunen
Foto: © Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V.

Daunen

Daunen sind das Gefieder, das die Unterdecke vom Wassergeflügel bildet, bestehend aus Büscheln von leichten, flauschigen Filamenten, die aus einem schwach angedeuteten Daunenkern wachsen, aber ohne Schaft oder Fahne.
Die Daune sieht aus wie eine feine Schneeflocke. Sie ist ein dreidimensionales Gebilde. Aus dem kaum sichtbaren Kern wachsen strahlenförmig seidenweiche Daunenbeinchen heraus mit feinsten Verästelungen, die eine Menge Luft speichern.


Dekubitusmatratze

Die Dekubitusmatratze – manchmal auch Antidekubitusmatratze genannt - wird in der Krankenpflege verwendet und ist eine (Auflage-)Matratze, primär der Verringerung des maximalen Auflagedrucks dient. Dekubitusmatratzen werden vor allem in der Intensivmedizin und in der Altenpflege eingesetzt. Viele Hersteller bieten unterschiedliche Systeme an.


Dinkel
Foto: © Wikipedia - Urheber Rasbak

Dinkel

Dinkel ist ein Urgetreide, das schon von den Kelten und alten Ägyptern angebaut wurde. Dinkelspreu (Spelz), die natürliche Hülle des Dinkelkorns und damit das ideale Material für Kopfkissen, denn es ermöglicht eine individuelle richtige Lagerung der Halswirbelsäule in jeder Lage.

Dinkelspreu
•Kann Körperwärme aufzunehmen und langsam wieder abgeben
•kann ich sehr gut an die Konturen Ihres Kopfes anpassen
•ist relativ leicht und sehr luftdurchlässig
•hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure und dem wird eine muskelentspannende
 Wirkung zugeschrieben.
•Beugt dem ungesunden Schwitzen der Kopf- und Nackenpartie vor.

Mit Dinkelkernen gefüllte „Wärmekissen“ werden oft anstelle einer Wärmflasche oder einer Gel-Packung verwendet. Dazu werden die Kissen in der Mikrowelle aufgeheizt oder für kühlende Behandlungen zuvor ins Gefrierfach gelegt. Sie bieten eine wohltuende, lange anhaltende Wärmeabstrahlung oder Kühlwirkung bei guter Luftdurchlässigkeit.


Doppelbett

Das Doppelbett ist neben dem Einzelbett eine häufig vorkommende Bettvariante. Es ist besonders breit und meistens als Ehebett vorhanden. Es bietet genug Platz für zwei Personen, ist aber meist kleiner als zwei Einzelbetten. Das kleinste Doppelbett ist das Queen size bed mit 1,40 m Breite, gefolgt vom französischen Bett, welches eine Breite von 1,60 m hat und nur aus einer durchgehenden Matratze besteht. Das nächstgrößere ist das 1,80 m oder 2 m breite King size bed. Die breiten Varianten werden oft mit zwei Matratzen ausgestattet, so dass zwischen ihnen eine Lücke entsteht, die sogenannte „Besucherritze“.
Das Doppelbett kam im Mittelalter auf und führte zunächst nur die Wohlhabenden nachts wieder zusammen. Heute ist es aus der Partnerschaft kaum mehr wegzudenken und vorwiegen auf westliche Kulturen begrenzt.

Allen ungünstigen Rahmenbedingungen zum Trotz hat sich das Schlafen zu zweit in einem Doppelbett im Laufe der Geschichte als gängiges Schlafverhalten für verheiratete und unverheiratete Paare durchgesetzt.
Selbst für die Verteufelung der zweischläfrigen Bettstatt fand man Gründe: Jede Bettstelle sei besser einschläfrig, weil es für zwei Menschen in jeder Hinsicht ungesund ist, zusammen zu schlafen.
Heute wissen wir, dass es so ungesund, wie in dem eben zitierten Sittenbuch dargestellt, nun auch wieder nicht sein konnte. Die Menschheit wäre sonst daran längst zugrunde gegangen.


Downafresh®
Foto: © Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V.

Downafresh®

Bettwaren mit dem Downafresh-Zeichen werden mit Federn und Daunen gefüllt, die vor ihrer Verwendung durch gründliche Wasserwäsche gereinigt und bei einer Temperatur von mindestens 100°C getrocknet wurden. Damit entsprechen Bettwaren mit dem Downafresh-Zeichen den Hygieneanforderungen der Europäischen Norm EN 12935. Federn und Daunen sind Naturprodukte, die nach strengen gesetzlichen Vorgaben gewonnen werden und von Haus aus keine Schadstoffe enthalten. Aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften – sie sind leicht und wärmen ohne zu belasten – bieten sie eine hervorragende Wärmeisolierung und sind damit das ideale Füllmaterial für Bettwaren. Durch ein dokumentarisches Rückverfolgbarkeitssystem wird belegt, dass das Füllmaterial entsprechend geltender Tierschutzgesetze gewonnen wurde. Bei der Verarbeitung werden nur solche Waschmittel eingesetzt, die die Umwelt schonen und die Natürlichkeit der Federn und Daunen erhalten. Am Ende des Produktlebenszyklus kann das Füllmaterial problemlos kompostiert werden.
Hersteller, die das Zeichen Downafresh® verwenden haben sich verpflichtet, ihre Produkte regelmäßig durch ein unabhängiges Prüflabor auf die Einhaltung der Hygiene und Reinheitsanforderungen kontrollieren zu lassen.


Dralon

Dralon® ist der Markenname einer Chemiefaser aus der Gruppe der Polyacrylfasern. Die Fasern sind zumeist texturiert und weisen somit eine hohe Bauschigkeit auf. Deshalb werden sie im Heimtexbereich für Schlafdecken eingesetzt werden, wobei sie oft mit Baumwolle oder Wolle gemischt, aber auch allein verarbeitet wird. Hier sorgt Dralon® für Weichheit und Wärme, aber auch für Strapazierfähigkeit, Reißfestigkeit und für langanhaltende leuchtende Farben.

Decken mit Dralon®
• sind weich und warm und voluminös
• sind pflegeleicht und formbeständig
• sind farbecht und dimensionsstabil
• sind knitterfrei und kratzen nicht
• sind resistent gegen Milben, Motten usw.
• zeigen kein Pilling und keine Verlammung.


Drell

Drell – auch Zwillich oder Drillich genannt ist ein mittelschweres, leinenartiges Gewebe mit glatter, dichter und glänzender Oberfläche aus, Leinen, Halbleinen, Baumwolle oder Viskosefasern. Drell in Köperbindung gewebt und wird für Matratzenbezüge eingesetzt. Man spricht deshalb auch von Matratzendrell.


Dunlop-Verfahren

Dieser bereits im Jahr 1929 entwickelte Prozess ist das heute am meisten genutzte Herstellungsverfahren für Latex- und Schaumgummi-Produkte.

Dieses Verfahren beruht darauf, dass der Latex durch mechanisches Einschlagen von Luft aufschäumt wird bis ein stabiler, aber noch flüssiger Schaum entsteht. Hierbei entstehen Millionen von Bläschen die für die spätere Punktelastizität und Atmungsaktivität sorgen.

Danach kommt der Schaum in einer genau dosierten Menge in die Form, eine Art Waffeleisen, also das für das Innenleben formgebende Element. Im Deckel und in der Wanne befinden sich Stollen und/oder Stifte, die unter anderem die Aufgabe haben die hohe Temperatur in die Matratze zu bringen. Nach dem Schließen des Deckels wird der Schaum in etwa 20 Minuten bei ca. 100 Grad ausgebacken. Diesen Vorgang nennt man Vulkanisieren.
Das Dunlop-Verfahren ist relativ kostengünstig, weshalb es besonders bei der Herstellung von synthetischen Latexmatratzen und auch bei Matratzen mit Mischungen aus Natur- und Synthetiklatex zur Anwendung kommt. Der größte Teil des auf dem Markt befindlichen Schaumgummi wird nach dem Dunlop-Verfahren hergestellt.


Duvet

In der Schweiz wird der Begriff Duvet häufig für eine Bettdecke verwendet.




E

Edelhaar

Bezeichnung für sehr hochwertige Wolle von bestimmten Ziegen (Cashmere, Angora) oder Lamas (Alpaka, Vicunja).


Eiderdaune
Foto: © Lück GmbH & Co. KG

Eiderdaune

Eiderdaunen stammen von der Eiderente, die an den Küsten Nordeuropas (Irland, Grönland, Faroer-Inseln, Spitzbergen usw.), Nordamerikas und Nordrußland's lebt. Ihr lateinischer Name ist 'Somateria mollissima', was soviel wie 'mit dem molligsten Körper' bedeutet. Eiderenten sind eine Vogelart, die vom Aussterben bedroht ist, weshalb diese Tiere heute weltweit unter Naturschutz stehen.
Ihre Daunen sind ein Meisterwerk der Natur. Viele kleine Verästelungen halten die Daunen wie Kletten zusammen - selbst ein starker arktischer Sturm kann sie nicht aus dem Nest blasen.
Anders als die meisten anderen Daunen ist die Eiderdaune nicht ein Schutz der Ente vor der Kälte, sondern dient als Schutz für deren Brut. Zur Brutzeit baut sich das Weibchen ein Nest in einer selbst gescharrten Bodenmulde. Die Brutzeit kann bis zu 4 Wochen dauern. Nach der Aufzucht verlässt die Ente mit ihren Küken den Nistplatz und zieht zurück ans Meer, denn das Wasser ist der eigentliche Lebensraum dieser faszinierenden Tiere. Die Nester mit den Daunen bleiben verlassen zurück, denn sie haben ihre Funktion erfüllt. In mehrstündiger Handarbeit gewinnt man aus ca. 60 Nestern ein Kilogramm Eiderdaune. Eiderdaunen sind die teuerste Daunenart.


Einschütte

Im Gegensatz zum Inlett wird Einschütte in Leinwandbindung gewebt und durch den Einsatz besonders feiner Garnnummern ist es möglich, die Gewebeporen so fein zu halten, dass ein Durchdringen von Daunenteilen verhindert wird. Die Gewebekonstruktion, die Qualität der ausgesuchten Baumwollgare und das niedrige Gewicht der Einschütte sind abgestimmt auf eine Füllung aus ausgereiften Dreivierteldaunen bis Daunen.
Grundsätzlich werden nur hochwertige, gekämmte, fein ausgesponnene verwendet. Mitunter trifft man für den Namen Einschütte auch die Bezeichnung Cambric an oder man spricht von Daunenperkal, wenn es sich um bedruckte Einschütte handelt.
Für den optimalen Schlafkomfort müssen die Hüllen luftdurchlässig sein, damit die von der Füllung aufgenommene Feuchtigkeit wieder entweichen kann und deshalb bietet Baumwolle die wesentliche Rohstoffgrundlage.

Einsatz: Daunenoberbetten, Kopfkissen, Steppdecken.


Elasthan

Elastan, auch „Elasthan“ geschrieben, besser bekannt unter ihren Markennamen Lycra und Dorlastan, ist eine 1937 in Deutschland erfundene elastische Chemiefaser für die es in der Natur kein Vorbild gibt.
Elastan kann bis um das vier- bis siebenfache seiner ursprünglichen Länge gedehnt werden und nimmt, sobald die Spannung nachlässt, sofort wieder seine ursprüngliche Länge an. Damit besitzen Elastan-Fasern die höchste Dehnungselastizität aller textilen Rohstoffe.
Im Bettwäschebereich wird Elastan in Fasermischungen z.B. 95 % Baumwolle 5 % Elastan für Spannbetttücher eingesetzt.


Encasing

Mit „Encasing“ werden spezielle Matratzenüberzüge bezeichnet, die Abhilfe bei Hausstaubmilbenallergie schaffen sollen. Sie werden zur Kontaktvermeidung zum Allergen eingesetzt und bilden im Idealfall aufgrund Ihrer Flächenkonstruktion (dichte Microfaser) eine physikalische Barriere zwischen dem Milbenkot und den menschlichen Atemwegen.
Milben ernähren sich größtenteils von abgestorbenen Hautschüppchen. Ein Encasing verhindert, dass diese Hautschüppchen in den Matratzenbezug oder die Bettwaren gelangen und entziehen so den Hausstaubmilben damit die Nahrungsgrundlage. Die Maßnahme kann die Beschwerden von Allergikern dauerhaft lindern.


Endlosfederkern

siehe GR-Federkern


Entenfeder

Im Vergleich zu Gänsefedern laufen Entenfedern am Ende spitz zu. Sie sind auch nicht so gebogen, bringen dadurch etwas weniger Füllkraft, als Gänsefedern. Sie werden aus dem Rupf von Enten gewonnen und sind solide Gebrauchsfeder für leichte, weichere Füllungen.
Im Zweifel ist eine gute Entenfeder einer eher schlechten Gänsefeder vorzuziehen.

* zarter, gebogener Kiel, der in einer spitzen Form, wie
bei einer Lanzenspitze endet.
* kleiner und zierlicher als die Gänsefedern
* Flaum ist im Vergleich zur Gänsefeder spärlicher
* Aussehen zwischen matt bis schillernd
* meist farbig, da es sehr wenig weiße Enten gibt.


Etagenbett

Etagenbetten sind die Klassiker unter den Kinderbetten. Man versteht darunter eine Anordnung bei der mindestens zwei Betten übereinander die fest miteinander verbunden sind, z. B. das Doppelstockbett. Hierbei ist kein nennenswerter Stauraum unter dem Bett frei. Sie werden auch häufig in militärischen Einrichtungen, Jugendherbergen, Wanderhütten. Arbeiterwohnheime oder Seemannsheime eingesetzt.


EU Ecolabel
Foto: © eco-INSTITUT GmbH

EU Ecolabel

Das EU Ecolabel ist das seit 1992 in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, aber auch von Norwegen, Liechtenstein und Island anerkannte EU-Umweltzeichen. Das freiwillige Zeichen ist eine Referenz für Verbraucher, die mit dem Kauf von umweltfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen zu einer Verringerung der Umweltverschmutzung beitragen wollen.

Dieses Umweltzeichen wird in der Produktgruppe „Bettmatratzen“ für folgende Produkte vergeben:

• Bettmatratzen, d. h. Produkte, die als Unterlage zum Schlafen oder Ruhen in Innenräumen dienen
• Füllmaterial für Bettmatratzen wie Latexschaum, Polyurethanschaum und Sprungfedern
• Bettroste aus Holz, die als Matratzenunterlage dienen
• Federkernmatratzen sowie Matratzen mit abnehmbaren und/oder waschbaren Überzügen

Aufblasbare Matratzen und Wassermatratzen sowie gemäß Richtlinie 93/42/EWG klassifizierte Matratzen sind ausgenommen.
Um das Umweltzeichen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1980/2000 zu erhalten, muss ein Erzeugnis aus der Produktgruppe „Bettmatratzen“ genau festgelegte Umweltkriterien erfüllen. Die einzelnen Kriterien finden Sie auf www.eu-ecolabel.de


euroLATEX

Siehe QUL-Qualitätssiegel




F

Faden

Ein Faden besteht aus mehreren miteinander verbundenen/verdrehten Fasern. Er ist lang, dünn und biegsam. Er kann gewebt, gestrickt oder gewirkt weiterverarbeitet werden, um daraus ein Gewebe herzustellen.


Faser

Der Begriff 'Faser' ist ein Sammelbegriff und umfasst viele Materialien unterschiedlicher Herkunft. Hier sprechen wir von Textilfasern, die in sehr großer, praktisch unbegrenzter Länge „Filamente“ oder auch Endlosfasern genannt und begrenzter Länge als Spinnfasern bezeichnet werden.
Spinnfasern teilen sich wiederum in tatsächlich verspinnbare Stapelfasern und sehr kurze Flockfasern, die Grenze liegt bei circa 15 mm.

Faserstoffe sind der Grundbestandteil aller textilen Erzeugnisse. Sie werden grob in
• Naturfasern
• Pflanzenfasern
• Bastfasern
• Hartfasern
• Tierische Fasern
• Mineralische Fasern
• Chemiefasern
• Chemiefasern aus natürlichen Polymeren
• Chemiefasern aus synthetischen Polymeren
• Chemiefasern aus anorganischen Stoffen
• Glasfaserstoffe
• Kohlenstoff-Fasern
• Metallfasern

eingeteilt.
An Textilfasern werden sehr hohe Anforderungen hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften gestellt. Synthesefasern werden daher oft genau für einen bestimmten Einsatz entwickelt.


Faserbetten

Unter Faserbetten versteht man Zudecken und/oder Kopfkissen die im Gegensatz zu Federn/Daunen/Naturhaar/Seide aus synthetischen Faserfüllungen überwiegend aus Polyesterfasern verschiedener Markenfirmen bestehen.


Faserkugeln

Seit dem Mikrofaser-Bettwäsche als absolut allergiefreie Bettwaren vermarktet wird, haben sich Faserkugeln zu einem beliebten Füllstoff, besonders für Kissen und Schlafdecken, entwickelt.
Ein spezielles Bearbeitungsverfahren bringt die spiralförmigen, hohlen und silikonisierten Polyesterfasern zu kugelförmigen Kernen mit erstklassigen, gleichmäßigen Durchmessern zusammen.

Durch die lockere und elastische Struktur der Faserkugeln ergeben sich folgende Eigenschaften
• hohe Elastizität
• perfekte Anpassung an die Körperform
• weich, ergonomisch bequem
• behaglich für Kopf und Nacken
• Bauschkraft bleibt durch tägliches Aufschütteln erhalten
• gute Rückstelleigenschaften
• Waschbar 60°
• für Hausstauballergiker bestens geeignet

Kleine Faserkugeln werden in das Inlett geblasen und dieses ist dann mit einem Reißverschluss versehen. Über die Füllmenge an Faserkugeln kann die Kissenhöhe den persönlichen Wünschen entsprechend, variabel angepasst werden.
Die Füllgewichte sind je nach Größe und Hersteller verschieden, als Anhaltspunkt kann man in etwa von diesen Füllgewichten ausgehen:
40x40 cm ca. 350 Gramm
40x60 cm ca. 380 Gramm
40x80 cm ca. 500 Gramm
50x80 cm ca. 625 Gramm
60x80 cm ca. 750 Gramm
80x80 cm ca. 1000 Gramm
70x90 cm ca. 1000 Gramm


Federallergie

Immer noch ist das Vorurteil zu finden, mit Federn und Daunen gefüllte Bettwaren seien für Hausstaubmilben-Allergiker nicht geeignet. Fälschlicherweise wird deshalb gelegentlich empfohlen, die Daunen- und Federbettwaren gegen andere Füllmaterialien auszutauschen.
Dabei ist klar, dass Federnantigen nur eine außerordentlich marginale Rolle in der direkten Auslösung von Beschwerden bringt. Eine Arbeit von Linna und Mitarbeitern zeigte schon 1994, dass bei mehr als 80 % der in einem Test auf Federn positiv reagierenden Probanden ebenso positive Reaktionen auf die Hausstaubmilbe nachweisbar waren.
Es ist deshalb ein Gerücht, dass Allergiker auf den Luxus von Daunen- und Federbetten verzichten müssen. Federn und Daunen stehen definitiv nicht auf dem Speiseplan der Hausstaubmilden!
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass in Zudecken mit Federfüllung praktisch keine Hausstaubmilben zu finden sind. Denn: Nicht die Federn ernähren die Milben, sondern der Mensch selbst. Was die Tierchen anlockt, sind die Hautschuppen des Menschen. Und davon verliert er genug: pro Tag etwa 0,5 bis 1 Gramm. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass nur 0,25 Gramm ausreichen, um mehrere Tausend Milben über lange Zeit zu ernähren.
Somit kann auf der Grundlage der derzeit existierenden Literatur und auf Grund von Erfahrungen von Hautärzten festgestellt werden, dass das Bettfedern-Allergen (Keratin) für die Auslösung allergischer Reaktionen praktisch keine Bedeutung hat, da die allergene Potenz des Federn-Allergen als außerordentlich gering bzw. minimal eingestuft werden kann.

Weltweit besteht die Einschätzung, dass das Bettfedern-Antigen selbst in allergologischer Hinsicht als eigenständiges Antigen unbedeutend ist.
Die Empfehlung bei Patienten mit Atemwegserkrankungen federnhaltige Kissen und Zudecken zu entfernen sollte deshalb aus der weiterführenden Literatur gestrichen werden.

siehe auch „Nomite“


Federholzleisten

Die Qualität eines Bettes steht und fällt mit seinen Federholzleisten. Sie bilden die Basis der Lattenroste und damit die Auflagefläche für die Matratze. Sie werden meist aus Holzarten wie Buche, Esche oder Birke gefertigt und sollten mindestens fünffach verleimt sein. Menschen mit einem hohen Gewicht sollten siebenfach oder besser noch zehnfach verleimten Latten wählen. Im hochwertigen Bereich werden statt Holzfederleisten Kunststoff-Federleisten eingesetzt, denn diese im Gegensatz zur Holzleiste, dauerelastisch und dauerstabil sowie völlig temperaturunempfindlich und feuchtigkeitsresistent ist.
Der klassische Federholzrahmen sollte aus mindestens 26 bis zu 42 leicht nach oben gewölbten Federholzleisten bestehen und deshalb werden im Herstellungsprozess die mehrfach verleimten Holzschichten unter Heißdampf in eine Wölbung gebracht, um so elastisch und federnd zu sein.
Je höher die Anzahl der Federholzleisten je besser der Liegekomfort. Eine Faustregel besagt, dass etwa 50 % der Grundfläche mit Lamellen ausgefüllt werden sollte und etwa 50 % für die Belüftung der Matratze frei bleiben können.
Die Oberflächen der Federholzleisten werden im Allgemeinen rundum versiegelt um eine Durchfeuchtung von der Matratzenseite her zu vermindern und eine dauerhafte Elastizität zu gewährleisten. Als Alternative zu Holz gibt es auch Federleisten aus Kunststoff.

An Federholzleisten werden folgende Ansprüche gestellt:
• Stützwirkung und Makroanpassung im Rahmen des Schlafkomforts.
• Formstabilität und Bruchsicherheit hinsichtlich der im Gebrauch auftretenden Spannungen.
• Richtiger Materialeinsatz.


Federholzrahmen

siehe Lattenroste


Federkerne

Federkerne bestehen aus Stahlfedern, die sich je nach Bedarf in ihrer Drahtstärke, Federanzahl, Federnart und deren Verbindung unterscheiden.
Die bekanntesten Modelle sind
• Bonnell-Federkerne
• Leichtfederkerne (LFK)
• Zylinderfederkerne
• Taschenfederkern
• GR Federkerne

Näheres unter den einzelnen Federkernen.


Federkiel

Federn bestehen aus einem langen und festen Federkiel aus Keratin sowie einer Federfahne, aus der feine Härchen wachsen.


Federn-DIN-Norm DIN EN 12934

Die Informationen, die der Verbraucher für seine Kaufentscheidung benötigt, erhält er heute über das Internet, die Werbung und - vor allem - über das Etikett an der Ware. Die Kunden bekommen die Füllung schon lange nicht mehr zu Gesicht.
Deshalb hat das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) die bis dahin geltende RAL 092 A2 sowie die RAL-RG 092 zum 31. Dezember 2004 verbindlich zurückgezogen und weist darauf hin, dass ab 1. Januar 2005 die Bezugnahme auf die beiden Regelwerke weder in der Werbung noch zur Produktkennzeichnung zulässig ist.
Dem veränderten Kaufverhalten trägt die nun die neue europäische Norm EN 12934 Rechnung.
Im Zuge der Europäischen Normierung gibt es künftig die neue Bezeichnungen für Federn- und Daunenqualitäten (DIN EN 12934)
Die EN 12934 regelt die Kennzeichnungen von Füllungen, bestehend aus Federn und Daunen. Sie sind die ersten und einzigen Bezeichnungsvorschriften, die von allen EU- und EFTA-Staaten, sowie der Tschechischen Republik erarbeitet wurden.

Einzelheiten siehe hier.


Federn-Siegel Traumpass

Die Kontrollgemeinschaft Federn-Siegel e.V., in der sich maßgebende Hersteller von Daunen- und Federbetten zusammengeschlossen haben, vergibt seit den 70er Jahren das Federn-Siegel Traumpass. Die Hersteller von Daunen- und Federbetten unterwerfen sich einer regelmäßigen, durch anonyme Stichproben durchgeführten Kontrolle.
Seit 2006 wurde die neutrale Prüfung und Kontrolle durch eine Zertifizierung der Bettwarenhersteller und der Kontrollgemeinschaft durch DIN CERTCO, eine Zertifizierungsorganisation, ergänzt. Das Zeichen Traumpass wurde umgestaltet und durch den Zusatz DIN-geprüft ergänzt.


Fein-Biber

siehe Biber


Feinpolster

Feinpolster - auch Abdeckung genannt - wird sowohl bei Federkernmatratzen wie auch bei Schaumstoffmatratzen eingesetzt. An Materialien werden sowohl Naturhaare ( Schafwolle, Lamahaar, Kamelhaar, Cashmere, Angore,Seide, Rosshaar) als auch Naturfasern ( Baumwolle meist in Form von Linters, Leinen, Sisal , Kapok) und synthetische Materialien ( Polyätherschaum, Latex, Faservlies aus Polyester) verwendet.

Das Feinpolster sollte möglichst aus mehreren Schichten in unterschiedlichen Materialien und Gewichten bestehen. Hier können die späteren Eigenschaften der Matratze wie Weichheit, Feuchtetransport, Luftdurchlässigkeit, Formbeständigkeit,, Elastizität entscheidend mit beeinflusst werden.
Maßgeblich für die Wahl der Polsterfüllung im Feinpolster ist zudem, welches Wärmeempfinden erzeugt werden soll. Aus diesem Grund werden vielfach Matratzen angeboten, auf deren Liegeflächen sich unterschiedliche Feinpolster bzw. Bezüge befinden, z.B. Sommerseite oder Winterseite.


Feldbett

Die Bezeichnung „Feldbett“ kommt aus dem Militärbereich, da es mit „ins Feld“, zum Kriegsschauplatz transportiert wurde, da es zusammenlegbar war.
Es ist ein einfaches, meist aus Holz oder Metall bestehendes, zusammenklappbares Bett, welches mit reißfestem Stoff bespannt ist.


Feng-Shui

Feng Shui hat seinen Ursprung in China und ist eine über 3500 Jahre alte Wissenschaft die sich mit den Einflüssen von Natur und Umwelt auf den Menschen und sein Verhalten beschäftigt.
Die Lehre des Feng Shui gibt Anregungen, wie man z.B. seinen Schlafraum so einrichten kann, dass sich positive Auswirkungen auf einen gesunden Schlaf ergeben können.
So kann z.B. die richtige Bettposition wichtig sein. Laut Feng Shui soll das Bett grundsätzlich nicht im „Durchzug“ zwischen zwei gegenüberliegenden Fenstern oder Türen platziert werden. Vom Bett aus sollte man die Tür im Blick und keinesfalls im Rücken haben. Ferner sollte das Bett nicht frei im Schlafzimmer stehen, sondern mit dem Kopfteil an einer Wand platziert sein. So entsteht ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit und das ist bekanntlich die beste Voraussetzung für tiefen Schlaf.


Flachs

Flachs fällt unter die Kategorie der pflanzlichen Fasern und hier unter die Stengelfasern.
Die Faser wird auch oft als „Lein“ oder „Leinen“ bezeichnet.

Siehe „Leinen“


Flanell

Der Flanell ist ein weicher, vorwiegend aus Baumwolle in Leinwand- oder Köperbindung gewebter Stoff, der auf einer oder beiden Seiten etwas aufgeraut und gewalkt wird. Sein Einsatzgebiet ist die Bettwäsche.
Flanell-Bettwäsche ist kuschelig, aber etwas feinfädiger und damit etwas leichter als Biber-Bettwäsche. Sie ist leicht, aber dennoch wärmend und saugfähig, außerdem hat sie einen sehr angenehmen weichen Griff.


Formschaum

Alternativ zum Blockschaum können Matratzen im Formschaum Verfahren hergestellt werden. Dabei reift der Schaumstoff in einer Matratzen-Form aus. Durch dieses Verfahren entfällt der gesamt Schneidprozess und damit fallen auch weniger Schnittabfälle an. Allerdings kann der Matratzenaufbau nur eingeschränkt variiert werden und nicht an unterschiedliche Belastungszonen angepasst werden.


Französisches Bett

Der Begriff 'Französisches Bett' scheint nicht sehr klar abgegrenzt zu sein, aber der Name ist an seine Herkunft aus Frankreich angelehnt, wo das breite Bett schon länger in Gebrauch ist. Wo genau auf diesem Weg zum ersten Mal ein Französisches Bett auftauchte, lässt sich nur noch schwer feststellen. Einzig der Name ist ein Hinweis auf den Ursprungsort.

In seiner ursprünglichen Bedeutung war damit ein Bett gemeint, dessen Ausmaße zwar über die des Einzelbetts hinausgingen, damit doch nicht die Ausmaße eines klassischen Ehebettes erreichten. Zudem fehlte dem Französischen Bett auch die berüchtigte „Besucherritze“, da es über eine durchgehende Matratze verfügt.

Mittlerweile wird die Bezeichnung Französisches Bett oft auch für andere große Betten verwendet. Aber feststeht, dass erst mit der Erfindung des „französischen“ Bettes die „barrierefreie“ Schlafstätte in Mitteleuropa eingeführt wurde.

Die Liegeflächen dieser Betten sind zwischen 120cm und 180cm breit. Die Länge beträgt von 190cm bis 210cm. Im Gegensatz zu klassischen Doppelbetten sind die Matratzen beim französischen Bett immer durchgehend. Eine 120 cm oder 140 cm breite Liegefläche kann zu zweit eng und unbequem werden, weshalb Paare die Variante mit 160 cm Liegefläche bevorzugen. Gerade in Deutschland sind die „kleinen“ Größen aber bei Singles und in Jugendzimmern beliebt, da sie ausreichend Platz für den erholsamen Schlaf bieten.

In der Regel benutzt man dieses Bett auch nur mit einer einzigen Bettdecke.


Frottee

Frottee ( nicht zu verwechseln mit Frottier) ist Glattgewebe mit Effektgarn ('Noppenzwirn' bzw. 'Schlingengarn') im Schuss. Die charakteristischen Schlingen werden durch Drehen des Garns erzeugt


Frottier

Frottier (nicht zu verwechseln mit Frottee) besteht aus einem Gewebe (bestehend aus Kette/ Schuss/ Kette), das auf beiden Gewebeseiten Schlingen hat, die beim Weben auf einem Spezialwebstuhl entstehen. Schlingen oder Schlaufen werden beim Webvorgang gebildet und bilden regelmäßige Reihen. Dadurch erhält das Gewebe sein Volumen. Frottiergewebe weisen auf beiden Seiten Schlingen auf. Diese können mehr oder weniger lang und mehr oder weniger dicht sein.


Fußhochstellung

Eine Fußhochstellung bei Unterfederungen kann durchaus sinnvoll sein und kann kleine Wunder hinsichtlich der Entlastung für Beine und Kreislauf bewirken.
Sie kann manuell oder mittels Fernsteuerung erfolgen. Modelle mit Elektromotor knicken das Fußteil in einem bestimmten Winkel ab. Sie sind von einer stufenlosen Verstellung bis zu einer Verstellmöglichkeit in mehreren Stufen auf dem Markt vertreten. Wichtig ist, dass die Fußhochlagerung nach anatomischen Gesichtspunkten erfolgt und nicht ins Extreme variiert werden kann. Die optionale Fußhochstellung beginnt bereits im Lendenbereich sanft ansteigend.
Eine wichtige Stufe ist die Neigung der Liegefläche um ca. 1,5 Grad, was etwa einer Höhenverstellung von 6 cm entspricht. Diese Stufe ist kaum spürbar, ist aber bereits hinreichend wirksam, besonders dann, wenn sie die ganze Nacht beibehalten wird, Der Rückfluss des Blutes zum Herzen wird erleichtert und das Herz-Kreislauf-System erfährt eine Dauerentlastung Der verbesserte Blutfluss bewirkt gleichzeitig eine Entspannung der Beinvenen und beugt nächtlichen Wadenkrämpfen vor. In dieser Position ruht das Herz auf Fersenhöhe.
Eine andere Position neigt die Liegefläche um ca. 3 Grad, was einer Höhenverstellung von ca. 12 cm entspricht, was nur einer kurzfristigen Entlastung dienen kann und auf keinem Fall als Schlafposition geeignet ist.


Futon

Der Futon ist seit mehr als viertausend Jahren die traditionelle Schlafunterlage in Japan bekannt.

Der Begriff Futon lautet übersetzt „Decke“. Es bedeutet im erweiterten Sinn 'Bettplatz / Schlafstätte' (in unserem Verständnis: Matratze). Unterteilt wird der Futon in die Schlafunterlage „Shikibuton“ (dt. „Auslege-Futon“) und die „Kakebuton“ (dt. „Bettdecke“).
Japan ist das Land, wo es bis vor ganz kurzer Zeit überhaupt keine Betten gab, denn Japan hat es alles, aber keinen Platz und aus diesem Grund sind die Wohnungen klein und teuer. Auch heute schlafen die meisten Japaner auf diesen einfachen, traditionellen Futons. Der Wohlhabende kann auf fünf oder sechs Futons liegen und sich mit so vielen, wie ihm beliebt zudecken, während arme Leute sich mit zwei oder drei begnügen müssen.
Ein Shikibuton ist viel dünner als eine westliche Matratze. In seiner ursprünglichen Form besteht er 'nur' aus einer Baumwoll- oder Seidenhülle, die mit Baumwolle gefüllt ist. Er ist circa zehn Zentimeter hoch und einen Meter breit und 1,80 m lang.
Der Kakebuton – die Bettdecke -, besteht aus ähnlichem Material und ist rechteckig, kann aber auch die Form eines Kimono mit Ärmeln und Kragen haben.
Der Begriff Futonbett und seine Bedeutung haben sich mit der Zeit so stark entwickelt, dass selten jemand deren genaue Herkunft kennt. In vielen anderen Ländern versteht man darunter eine niedrige Liege oder ein Bett, das nahe am Boden ist, da es gekürzte Bettbeine hat.
Da es in westlichen Ländern nicht üblich ist, auf dem Boden zu schlafen, wurde eine Mischung aus der japanischen Methode und dem uns bekannten Bett entwickelt.
Echt japanische Futons bestehen nur aus Baumwolle, in Europa werden jedoch Futons eingesetzt, die für europäische Verhältnisse abgewandelt und mit folgenden Lagen versehen sein können:
• Baumwolle
• Schurwolle
• Kokos
• Rosshaar
• Kamelhaar
• Latex
So wurde aus dem Futon eine Futonmatratze und letztendlich die Naturmatratze.




G
Gänsefeder
Foto: © Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V.

Gänsefeder

Der Kiel der ausgewachsenen Gänsefeder ist stumpf und rund. Die Feder ist stark gebogen und in der Form gedrungen. Am Fahnenende sieht sie aus wie abgeschnitten. Am unteren Teil hat sie oft einen reichen Flaum. Die Gänsefeder ist mattglänzend.
Gänsefedern sind im Vergleich zu Entenfedern oft größer und kräftiger. Dies erklärt sich aus der Größe und der Statur der Tiere heraus, von denen das Material genommen wurde.

* kräftiger stark gebogener, stumpfer Kiel
* reicher flaumartigem Bewuchs am Kielende
* gedrungenen Form
* kräftig gebaut
* breite abgeflachten Fahne
* Fahne verläuft nicht oval sondern wie abgeschnitten
* mattglänzendbelastbarer als die Entenfeder.
* Gänsefedern sind füllkräftige langlebige Bettfedern


Garn

Garn ist ein aus Fasern bestehender Faden, der durch Drehung (Verspinnen) oder klebende Mittel verfestigt ist.


Garnfärbung

Bei der 'Garnfärbung' wird ein im Gegensatz zur Stückfärbung bereits auf der Spule gefärbtes Garn verwebt. Dabei ist dann meistens noch eine zweite der dritte Garnfarbe mit im Spiel, um dem Gewebe ein farblich lebendig Bild zu geben.


Gasdruckfeder

Gasdruckfedern sind im Alltag heutzutage allgegenwärtig und in vielen Anwendungsszenarien unentbehrlich. Sie bestehen aus einer Kolbenstange, die sich in einem unter Druck stehenden, geschlossenen Zylinder bewegt. Diese wird durch einen Kolben sicher im Zylinder geführt, der ein Herausgleiten verhindert.
Beim Lattenrost mit Bettkasten wird eine Gasdruckfeder eingesetzt, damit der Bettkasten im geöffneten Zustand sicher in seiner Endlage bleibt und das Schließen mit leichter Handkraft erfolgen kann.


Gesundheitsmatratzen

Leider immer noch gebräuchlicher Begriff, der kein Qualitätsmerkmal ist.
Gäbe es eine 'Gesundheitsmatratze' gäbe es auch eine 'Krankheitsmatratze'.
Sollte eine Matratze nicht 'gesund' sein, dann wäre sie untauglich!!!


Gewebe

Ein Gewebe ist ein rechtwinkeliges Flächengebilde aus Fäden. Die Fäden in der Längsrichtung bezeichnet man als Kette und die Fäden in der Querrichtung als Schuss.
Die Eigenschaften des Gewebes bestimmen
• Die Bindung
• Die Einstellung (Anzahl der Fäden pro cm)
• Der eingesetzten Faserstoff
Je nachdem, welche Kettfäden beim Weben angehoben bzw. gesenkt werden, entstehen unterschiedliche Gewebearten.


Goldes M neues Matratzenkennzeichen

siehe RAL-GZ 430/6 Matratzen


GR Federkern

Endlosfederkerne sind unter der Bezeichnung ”GR-Federkern” patentrechtlich geschützt. Sie bestehen aus einer Vielzahl maschinell hergestellter kleiner rechts- und linksgängig gewundener Zylinderfedern, die fortlaufend in endloser Reihenfolge durch Spiralen zu einem weichen Federkörper zusammen geflochten werden. Sie haben eine Drahtdicke von 1,4-1,8 mm und sind ineinander verschlungen, oben und unten werden sie mit Spiralfederzügen verbunden. Als Abschluss wird ein Stahldraht angebracht, der mit den äußeren Federn verbunden ist. Das System ist ein einziges federndes Element, das ohne Knoten, Knicke oder Schwächungen in allen Belastungszonen einer Polsterung arbeitet
Dadurch überträgt sich die Belastung einer Federspirale auf die andere und das Gewicht der sich eindrückenden Körperteile verteilt sich gleichmäßig auf das ganze Federsystem.
Diese Endlosfederkerne weisen bei relativ geringer Federhöhe eine gute Elastizität und Tragfähigkeit auf und sie sind preiswerter als alle anderen Federkerne.
Der GR-Federkern ist spezifisch leichter gegenüber dem Bonnell-Federkern, da nicht so viele Drahtverbindungen.


Grobpolster

Die Grobpolster sind die 1. Stufe der Polsterung. Sie werden auf den Polsterträger aufgebracht. Dies kann von Hand (Fassonarbeit) oder als Polstermatten geschehen. Sie sollten nicht zu stark ausgebildet werden um zu schwache Feinpolster auszugleichen, denn zu starke Grobpolster wirken der Elastizität der Matratzenkerne entgegen.
Neben geschäumten Materialien und Latex sind als Grobpolster auch Vliese bzw. Filze oder andere Gewebe auf Basis diverser chemischer Faserstoffe oder Naturfasern tierischer oder pflanzlicher Herkunft einsetzbar. Die eingesetzten Materialien und deren Verarbeitung bestimmen die handwerkliche Qualität der Matratze
Die eingesetzten Materialien und deren Verarbeitung bestimmen die handwerkliche Qualität der Matratze. Bei handwerklich einfachen Modellen kommen in der Regel chemische Faserstoffe zum Einsatz, die mit einer Klebeverbindung am Matratzenkern bzw. am Polsterträger befestigt werden.


Grundbindungen

Die drei grundlegenden Bindungen, von denen nach gewissen Gesetzmäßigkeiten eine Vielzahl abgeleiteter, fiktiver und doppelter Bindungsarten gebildet werden können sind:
Leinwandbindung
Köperbindung
Atlasbindung


GS-Zeichen
Foto: © Quelle: TÜV Rheinland LGA Beteiligungs GmbH, TÜV Rheinland Group, 90431 Nürnberg

GS-Zeichen

Seit seiner Einführung 1977 hat sich das GS-Zeichen zum bekanntesten Prüfzeichen in Europa entwickelt. Das GS-Zeichen bescheinigt, dass ein Produkt bei bestimmungsgemäßem oder vorhersehbarem Gebrauch keine Gefahr für die Sicherheit und die Gesundheit von Personen darstellt. Mit dem Siegel Geprüfte Sicherheit (GS-Zeichen) bestätigt eine zugelassene Stelle wie z.B. der TÜV Rheinland, dass ein verwendungsfertiges Produkt auf Basis einer sicherheitstechnischen Prüfung als sicher im Sinne des ProdSG (Produktsicherheitsgesetz) sowie anderer evtl. anwendbarer Rechtsvorschriften angesehen werden kann.
Das GS-Zeichen ist ein freiwilliges Zeichen, d. h. der Hersteller oder sein Bevollmächtigter entscheiden, ob ein Antrag auf Zuerkennung des GS-Zeichens gestellt wird. Im Bettenhandel wird dieses Zeichen vor allen Dingen bei Lattenrosten eingesetzt.


Guanako
Foto: © Wikipedia, gemeinfrei

Guanako

Das Guanako ist eine wild lebende südamerikanische Kleinkamelart und gehört innerhalb der Familie der Kamele zur Gattung der Lamas. Die Guanakos leben auf trockenen Grasfluren des Berg- und Flachlandes bis in Höhen von 4000 bis 5000 Meter. Guanakos kommen vor allem in Argentinien, Bolivien, Chile, Peru und Paraguay vor, wurden allerdings in weiten Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes durch den Menschen ausgerottet.
Guanakos haben ein doppeltes Haarkleid ähnlich der Kaschmir Ziegen. Ihre Unterwolle verfügt über eine der feinsten natürlichen Fasern der Welt.


Gütezeichen

Ein Gütezeichen ist ein auf einer Ware angebrachtes Zeichen, durch das die Überprüfung der Güte bestätigt wird. Ein Gütezeichen bezieht sich immer nur auf die messbare Qualität.




H

Halbautomatik

Halbautomatik ist ein Begriff bei Lattenosten.
Bei der Halbautomatik wird mittels manuell bedienbaren, pneumatischen Druckzylindern das Schlafsystem stufenlos in die gewünschte Liege- oder Sitzposition gebracht.. Die Sitzverstellung ist durch Körperdruck individuell einstellbar. Das funktioniert ohne elektrischen Strom und bei der Einstellung ohne Kraftanstrengung nur durch die richtige Ausnutzung des eigenen Körpergewichtes.
Dabei kann nicht nur das Fußteil verstellt sondern mittels einer Gasdruckfeder auch komplett hochgestellt werden. Hierdurch wird die schnelle und vor allem großzügige Bedienung des Bettkastens ermöglicht.


Halbdaune

Die von 1932 bis 2004 in Deutschland angewandte RAL-Vereinbarung RAL 092 A2, in der dieser Begriffe enthalten war, wurde zum 31.12.2004 verbindlich zurückgezogen. Die Anbieter von Bettwaren dürfen diese Kennzeichnungsvorschrift seit dem 1.1.2005 weder zur Auszeichnung ihrer Produkte noch in ihrer Werbung benutzen.
Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 wird der Anteil an Daunen und Federn wird jetzt in exakten Gewichtsprozenten angegeben.

Beispiele:
Die Halbdaune wird jetzt so bezeichnet: 85 % Federn, 15 % Daunen.
Die Dreivierteldaune wird angegeben als: 70 % Federn, 30 % Daunen.


Halbleinen

Die Bezeichnung HALB-LEINEN darf nach dem TKG nur für Produkte benutzt werden, die zumindest aus 40 % Leinen und zwar im Schuss (quer laufende Fasern) aus Leinen und in der Kette (längs laufende Fasern) aus Baumwolle bestehen.


Halswirbelsäule
Foto: © Quelle: http://www.g-netz.de/Der_Mensch/skelett/halswirbel.shtml

Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule ist in der Regel der beweglichste Wirbelsäulenabschnitt. Es gibt 7 Halswirbelkörper die den Kopf mit dem Rumpf verbinden. Halswirbel unterscheiden sich von den restlichen Wirbeln durch ihre Bauform. Der erste Wirbel (Atlas) hat die Form eines Ringes und trägt den Kopf. Der zweite Halswirbel (Axis), bildet zusammen mit dem Atlas ein Gelenk. Wenn der Kopf seitlich gewendet wird, dreht sich der Atlasring um den Axiszahn. Die sieben Halswirbel ermöglichen dem Kopf ein Höchstmaß an Beweglichkeit. Zur Gewährleistung der Beweglichkeit sowie Stabilität verlaufen zwischen den Wirbelkörpern der Halswirbelsäule zudem eine Vielzahl an Muskeln und Bändern.

Sehr oft sind Schmerzen im Halswirbelsäulenbereich zu beobachten und können sich durch einen Schiefhals (und eine schräge Schonhaltung äußern. Können die Schmerzen keiner spezifischen Ursache zugeordnet werden, wird von einem unspezifischen HWS-Syndrom gesprochen.
HWS-Syndrome müssen bei der Beratung zu einem richtigen Bettsystem und vor allen Dingen beim Kauf von Kopfkissen besonders angesprochen und berücksichtigt werden.


Quelle: www.g-netz.de

Hanf

Die ältesten Funde zur Verwendung von Hanffasern für die Fertigung von Textilien stammen aus China um 2800 v. Chr.
Hanf ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt.
Immer wieder finden Archäologen Textilreste aus Hanf bei Ausgrabungen. Angeblich trug selbst Columbus Textilien aus Hanf und bestückte auch sein Schiff mit Hanfsegeln Bis in das 19. Jahrhundert waren Hanffasern neben Flachs, Nessel und Wolle die wichtigsten Rohstoffe für die europäische Textilindustrie
Durch seine Hohlfasern kann Hanf bis zu 30% seines Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, um diese dann sehr schnell wieder an die Umwelt abzugeben. Aus Hanfgarnen kann man ähnliche Gewebe wie aus Flachsgarnen weben.
Hanf wird für Betten- und Kissenfüllungen meist in Verbindung mit einer anderen Füllung eingesetzt. Eine Bettdecke mit Hanf-Füllung wärmt in kühlen Nächten und kann in warmen Nächten viel Flüssigkeit aufnehmen - ganz ohne zu riechen.


Härtegrade

Mit der Einteilung in Härtegrade versuchen die Matratzen-Hersteller, den individuellen Anforderungen der Kunden entgegenzukommen und ihnen eine Übersicht über die Eigenschaften der verschiedenen Matratzen zu geben. Allerdings gibt es für Härtegrade bei Matratzen keinerlei Normen, sodass sie sich von Hersteller zu Hersteller erheblich in ihrer Festigkeit voneinander unterscheiden können.
In der Regel kürzt man den Härtegrad mit dem Buchstaben H ab. Meistens werden drei Stufen angeboten. Für die Auswahl der passenden Matratzenhärte wird oft das Körpergewicht herangezogen.
•Härtegrad 1 = weich, für Personen bis 60 kg Körpergewicht,
•Härtegrad 2 = mittel, für Personen bis 80 kg Körpergewicht,
•Härtegrad 3 = hart, für Personen über 80 kg Körpergewicht.


Hartfasern

Hartfasern sind Sisal, Manila und Kokos.


Haustuch

Das normale Haustuch-Betttuch ist ein einfaches Laken aufs Baumwolle oder Leinen, welches man zum Befestigen in die Ritzen zwischen Matratze und Bettgestell klemmt. Bei unruhigem Schlafen findet man dieses Betttuch am Morgen zusammengeknüllt in der Mitte des Bettes. Klassische Bettlaken ohne umlaufendes Gummi oder sonstige Ausstattung für eine sichere Fixierung auf der Matratze werden heute kaum noch nachgefragt.
Oft wird das billigste Bettlaken mit dem Namen „Haustuch“ versehen um über Qualitätsmängel hinweg zu täuschen. Das Haustuch war früher ein meist handgewebtes – Bettlaken für den Alltag, das gegen fast jeden Verschleiß durch eine verstärkte Mitte gewappnet war. Dazu müsste in einer besonderen Webtechnik die Anzahl der Kettfäden zur Mitte hin erhöht werden. Es gibt aber heute durchaus Haustuchqualitäten die allen Ansprüchen genügen. Das herkömmliche Bettlaken hat gegenüber dem Spannbetttuch den Vorteil, dass es einfacher zu pflegen und vor allem einfacher zu bügeln ist.
Das normale Haustuch-Bettlaken kann von Vorteil sein, vor allem dann, wenn die Bettlaken häufig gewechselt werden müssen. Aus diesem Grund greifen viele Hotels auf klassische Laken zurück.


Hautschuppen

Ein Mensch verliert bis zu 1,5 Gramm Hautschuppen pro Nacht, im Jahr also bis zu 0,5 Kilogramm. Diese bleiben zum Teil in der Matratze, werden von Bakterien befallen und verursachen den typischen, unangenehmen, muffigen Schlafzimmergeruch. Idealer Nährboden für Hausstaubmilben.


Heißschaum

Zur perfekten Ausbildung des Schaumes sind bestimmte Temperaturen erforderlich. Muss die Schäumform aufgeheizt werden, damit sich der aufsteigenden Schaum verfestigt, spricht man von Heißschaum. Bei Heißschaum wird Wärme also von außen zugeführt.


Himmelbett
Foto: © Quelle: Romantik Schloss Hotel, Kurfürstliches Amtshaus, Dauner Burg Daun / Vulkaneifel

Himmelbett

Bei der Betrachtung des heute noch beliebten Himmelbettes denkt wohl mancher nicht daran, dass es ein Erbteil aus babylonisch-assyrischer Zeit ist, und das bereits der bekannte babylonische Feldherr Holofemes, Heerführer des assyrischen Königs Nebukadnezzar II (640 v. Chr. – 562 v.Chr.) in einer mit Säulen und Baldachin geschmückten Bettstatt ruhte.
Das Himmelbett ähnelt heute dem normalen Bett. Es ist jedoch mit verlängerten Bettpfosten ausgestattet, die einen Himmel aus Stoff und Vorhänge für die Seiten halten. Hier wird dem Schläfer ohne Plüsch und Pomp Prinzessin-Status verliehen.
So manches Hotel wirbt damit, dass es über ein heimeliges Romantikzimmer, Traumzimmer, Hochzeitszimmer, Gemach oder eine auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete Suite verfügt. Insbesondere Hochzeitspaare verbringen die Nacht nach der Hochzeit und die Nächte in den Flitterwochen gerne in einem Himmelbett.
Deutschland berühmtestes Himmelbett steht in der Eifel, genauer gesagt im Schlosshotel Kurfürstliches Amtshaus in Dauner Burg.
Dieses Bett war früher das Gästebett der Bundesregierung auf dem Petersberg und wurde im Jahre 1981 auf einer öffentlichen Versteigerung von Herrn Günter Probst erworben.


Hochbett

Mit „Hochbett“ wird ein Bett bezeichnet, dessen Liegefläche deutlich (mehr als 1 Meter) über dem Fußboden liegt so dass der gewonnene Bereich darunter als zusätzlicher Wohn- oder Stauraum genutzt werden kann. Außerdem ist es für Kinder immer etwas Besonderes in einem Hochbett zu schlafen und es wird zu einem Erlebnisbett wenn man es z.B. um Rutschen, Turmaufbauten etc. erweitert.
Außerdem ist es für Kinder immer etwas Besonderes in einem Hochbett zu schlafen. Erweitert man das Hochbett um Rutschen und Turmaufbauten etc. erweitert.
In diesem Fall müssen sie allerdings wichtige Anforderungen an den Unfallschutz erfüllen wie z.B. neben dem GS-Prüfzeichen sollten Hochbetten mindestens die EU-Sicherheitsanforderung DIN EN 747-1 erfüllen.
Die meisten Modelle bestehen aus Holz, doch im Fachhandel gibt es eine kleine Auswahl an Metallgestelle.


Hohlfasern

Hohlfasern

Hohlfasern sind synthetische Fasern, welche bei ihrer Herstellung mit Luftkanälen versehen werden. Sie ähneln im Querschnitt einer Makkaroni. Bei synthetischen Hohl-Fasern lassen sich grundsätzlich zwei Typen unterscheiden:

Polyester Hohlfaser
Diese Hohlfaser wird dort eingesetzt, wo man gute Isolationseigenschaften (Wärmehaltevermögen) benötigt, denn das Geheimnis der Polyesterhohlfasern liegt schlicht und einfach in 'Luft'. Das Volumen dieser Hohl-Fasern ist bei gleichem Füllgewicht um ca. 15 % größer als bei Füllungen aus normalen Polyesterfasern, weshalb man Steppbetten mit diesen Füllungen als leichter empfindet. Die Anzahl der Löcher in den Fasern ist für die Funktion fast unbedeutend, sie wird lediglich benutzt, um sich Marketing-Strategisch abzuheben und ist kein Qualitätskriterium
Die Hohlfasern sind weich und leicht, zeichnen sich durch ein hohes Bauschvolumen, guten Feuchtigkeitstransport und gute Luftzirkulation aus.

Silikonisierte Hohlfaser
Bei diesem Verfahren werden hochwertige Hohlfasern mit einer hauchdünnen Schicht aus Silikon überzogen. Die somit erreichte Gleitfähigkeit der Faserfüllung bewirkt, dass sich die Fasern „aneinander hängen“. Die Fasern werden weicher und geschmeidiger. Ferner wird die Reibung der Fasern aneinander minimiert.


Hühnerfeder

Hühnerfedern haben keine Krümmung, sind also flach und platt und besitzen somit keinerlei Bauschkraft. Sie stehen für Bettfüllungen nur bedingt zur Verfügung, da die Elastizität, die Füllkraft und die Wärmeisolation keinen Vergleich zu anderen Federn aushält. Um mit einer Hühnerfederfüllung eine geeignete Wärme-Isolation zu erzielen, ist eine relativ große Menge an Füllmaterial notwendig und dies wird von dem Schlafenden als belastend empfunden.

*fast gerader Kiel
* leicht ruppige Fahne mit seitlichen Jungfedern
* sicherstes Merkmal ist die 'Hühnerleiter'
* Strahlen besitzen rechts und links keine Flusen
* Der Kiel sieht in der Durchsicht wie eine kleine Sprossenleiter aus.
* stark glänzend


HWS

Siehe Halswirbelsäule


Hydrophhil

Das Wort „hydrophil“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet, wörtlich übersetzt, „feuchtigkeitsfreundlich“. Durch Transpiration während des Schlafens entsteht Feuchtigkeit und diese wird durch einen hydrophilen Bezugsstoff wesentlich besser aufgenommen und wieder abgegeben. So wird ein angenehmes und trockenes Schlafklima erzeugt.




I

Inlett

Inlett ist ein daunen- oder federdichtes, echtfarbiges Baumwollgewebe, meist in Leinwand, Köper- oder Atlasbindung und dienst zur Aufnahme von Federn und Daunen und synthetischem Material für Betten und Kissen. Durch eine hohe Fadeneinstellung und durch die Verwendung feiner Garne wird eine Daunen- und Federdichtigkeit erreicht.
Ein Inlett darf keine Federn und Daunen nach außen dringen lassen, deshalb sollte man es harmonisieren, d.h. für kräftigere Federn wählt man ein grobfädiges, für feine Federn und Daunen ein feinfädigeres Inlett
Bei einer gewichtsmäßig größeren und schweren Einfüllung wird das Inlett gewählt, während für leichtere Füllwaren die Qualität der Einschütte genügt.
Die Grundanforderungen an Inlett sind:
• Federn- und daunendicht (für Federn- und Daunenfüllung)
• Luftdurchlässig
• Farbecht, reibecht
• Schweißecht
• Lichtecht, waschecht
• Unterstützung der Eigenschaften des Füllmaterials (Atmungsaktivität, Feuchtigkeitstransport usw.)
• Hautverträglichkeit

Meistens wird es aus Baumwolle hergestellt, es gibt jedoch auch Mischungen mit Viskose, Polyester oder Polyamid.


IVC

Industrievereinigung Chemiefaser e. V.
Mainzer Landstraße 55
60329 Frankfurt/Main

https://www.ivc-ev.de/




J
Jacquardweberei
Foto: © Quelle: Wikipedia Creative-Commons-Lizenz lizenziert, Urheber ist Bjoertvedt

Jacquardweberei

Joseph-Marie Jacquard geboren 1752 war ein Sohn eines französischen Webers. Er erfand am 19. April 1805 den Jacquarwebstuhl, eine Weiterentwicklung des Webstuhls, und trug damit entscheidend zur industriellen Revolution der Weberei bei.
Der Webstuhl war die erste Maschine in der Geschichte, die mit Lochkarten gesteuert wurde und mit denen es möglich war, das alle Kettfäden einzeln gehoben oder gesenkt wurden. Dadurch entstand das Webfach durch das der Schussfaden eingeschossen werden konnte.
Die Lochkarten sind dabei analog zum Webmuster gestanzt und können jede Form und Muster annehmen. Mit diesem relativ einfachen, aber effizienten Prinzip der Lochkartensteuerung war es möglich, Stoffe mit großflächigen, komplizierten Webmustern zu weben, die immer gleich aussahen.


Jersey

Jersey ist eine gewirkte oder gestrickte Maschenware und der Name stammt vermutlich von der größten und bekanntesten der Kanalinseln, der Insel Jersey.
Der weiche, oft elastische Stoff ist aus Viskose oder Viskosemischungen, Wolle oder Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide, wobei im Bettensektor der Baumwollstoff für Bettwäsche eingesetzt wird. Die Bettwäsche ist atmungsaktiv, bügelfrei, pflegeleicht und trocknergeeignet und durch die hohe Saugfähigkeit perfekt für den Sommer geeignet.


Jute

Die Jute ist wie Flachs, Hanf und Ramie eine Bastfaser und war zunächst in den Ländern des Mittelmeerraumes beheimatet und kam von dort nach Asien, insbesondere Indien und Pakistan. Die Fasern werden wie beim Leinen durch 'Rösten', 'Brechen', 'Schwingen' und 'Hecheln' gewonnen.
Der Einsatz erfolgt als Abdeckungen beim Matratzenkernen und als Matratzenschoner.
Jute ist luft- und feuchtigkeitsdurchlässig und wirkt so Feuchtigkeitsstau und giftiger Schimmelbildung entgegen.




K

Kalandern

Mit Kalandern bezeichnet man eine Ausrüstung von Baumwollstoffen, bei der das Gewebe durch ein System aus mehreren aufeinander angeordneten beheizten und polierten Walzen hindurchgeführt wird.
Die Gewebedichte wird erhöht, das Warenbild wird geschlossener und man erhält einen höheren Glanz, höhere Glätte und einen flacheren Griff.
Durch Kalander können aber auch andere Effekte hervorgebracht werden, z. B. Mattieren, Kreppen.


Kalmuck

Der Legende nach wurde der Kalmuck vom mongolischen Volk der Kalmücken schon im 13. Jahrhundert unter Dschingis Khan nach Osteuropa eingeführt.
Kalmuck ist ein schweres Baumwoll-Doppelgewebe meist in Köperbindung mit einem fülligen Untergarn, das von beiden Seiten angerauht ist. Die Bindungsart ist an der linken Warenseite vollständig unsichtbar.
Kalmuck wird als Betteinlage Matratzen oder Bettauflagen und Spannbettücher verwendet


Kaltschaum-Matratzen

Kaltschaum-Weichschaum oder HR-Schaum ist wie der herkömmliche Standardschaum ebenfalls ein Polyurethan (PU oder PUR) hergestellt. Kaltschaum wird auch als HR-Schaum (high resilient) bezeichnet, weil er mit höherer Stauchhärte hergestellt werden kann, als konventioneller Heißschaum.
Durch besondere Rezeptur ist bei der Herstellung von Kaltschaum kein Heizprozess zum Aushärten des Schaumes erforderlich, daher der Name Kaltschaum. . Die Herstellung erfolgt heutzutage selbstverständlich ohne FCKW
Der besondere Vorteil von Kaltschaum liegt in seiner Beschaffenheit. So besitzt Kaltschaum nach dem Schäumungsprozess ca. 90 % geschlossene Poren (Zellen). Dies hat den Vorteil, dass bei der stundenlangen Nachreaktion im Schaumstoffblock keine Feuchtigkeit eindringen und die Reaktion beeinflussen kann. Die für die Qualität hochwertiger Kaltschaummatratzen erforderliche Offenporigkeit erreicht man durch maschinelles pressen mittels Walzwerke unmittelbar nach der Aushärtung. Die Zellen platzen auf.
Anschließend kann der Stoff in verschiedenen Zonen, die sich etwa durch unterschiedliche Dichte, Stauchhärte und Raumgewicht auszeichnen, aufgeteilt und schließlich zu einer Kaltschaummatratze verarbeitet werden.

Vorteile von Kaltschaummatratzen
• Leicht, eine Matratze mit z.B. einem Raumgewicht von 40 kg/m3 wiegt bei einer Größe von 100/200 cm und einer Dicke von 10 cm ohne Bezugsstoff nur 8 kg,

• Durch das offenporige Gefüge wird ein idealer Feuchtigkeitsaustausch und Feuchtetransport geschaffen. Hierbei wechseln Druck- und Sogwirkung ähnlich dem Prinzip eines Blasebalges ab.

• Durch die hohe Dauerelastizität springt bei einer Entlastung der Matratzenkern fast sprunghaft in seine ursprüngliche Lage zurück. Es treten keine Mulden oder Kuhlen auf

• Hohe Luftdurchlässigkeit, durch die Millionen kleinster offener Zellen (Luftbläschen) werden Hitzestauungen vermieden, es findet ein idealer Luftaustausch statt

• Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen und Lattenroste. Der Schaumstoff gibt den natürlichen Körperbewegungen nach, ohne dass der Körper deshalb schwimmt.

• gutes Wärmerückhaltevermögen. Der Grund für die gute Wärmeisolation sind die vielen kleinen offenporigen mit Luft gefüllten Zellen und Luft ist wie bekannt ein schlechter Wärmeleiter.

• hoher Liegekomfort. Ab einem Raumgewicht von 28 findet eine richtige und individuell stützende Körperlagerung statt.

• Härtegrad der Matratze kann gewählt werden. Es besteht die Möglichkeit ggfs. Härtegrade unterschiedlich über die Matratze zu verteilen. Kaltschaum wird deshalb häufig für die Herstellung von bis zu 7-Zonen-Matratzen eingesetzt

Die Kernhöhe sollte mindestens 14cm betragen.
Für eine optimale Lebensdauer und geringstmöglichen Verschleiß sollte eine Kaltschaummatratze etwa alle 1 bis 2 Monate gedreht und gewendet werden.


Kamelhaar
Foto: © Wikipedia Creative-Commons-Lizenz

Kamelhaar

Das Kamel vom Dromedar (einhöckrig) und vom Trampeltier (2-höckrig) stammt aus China, Russland, Innerasien und der Wüste Gobi und wegen Temperaturunterschieden bis zu 50 Grad Celsius in 12 Stunden müssen sie sich sowohl gegen Hitze wie auch gegen Kälte schützen. Entsprechend ergeben sich die Eigenschaften dieses Materials.
Die hochwertigen, feinen Kamelwollen liefert das zweihöckrige Kamel (Trampeltier), das in Ländern mit rauem Klima, z.B. West - China oder der äußeren Mongolei vorkommt.
Kamele werfen ihre Wolle im Frühjahr von selbst ab und brauchen deshalb nicht geschoren werden. Das Haar wird anschließend aufgesammelt und sortiert.
Als Füllmaterial für Steppdecken oder für Matratzenabdeckungen wird das sehr feine, seidig glänzende und leicht gekräuselte Flaumhaar verwendet. Es ist sehr strapazierfähig, wärmt durch großen Lufteinschluss hervorragend und ist sehr leicht.
Kamelhaar ist weicher und geschmeidiger als Schafwolle.


Kämmen

Das Kämmen von Fasern ist ein qualitativ wesentlicher, aber nicht notwendiger Schritt in der Ausrüstung zur Veredelung der Baumwolle nach dem Kardieren.
Bei dem Kämmen der Rohfasern werden die kurzfaserigen Linter und Verunreinigungen wie Reste der Fruchtkapsel o.ä. ausgekämmt. Die langen Fasern werden nach dem Kardieren weiterhin parallelisiert und dadurch ein noch gleichmäßigeres Garn erzielt. Eine hohe Faserlänge ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Baumwolle. Das gekämmte Garn kann noch feiner gesponnen werden, als lediglich kardierte Baumwolle.


Kammerbetten

Kammerbetten vereinigen die Vorzüge des Karo - Step und des Kassettenstegbetts. Durchgehende Innenstege quer und kurze Stege längsseits sorgen einerseits dafür, dass die Füllung nicht verrutschen kann, andererseits aber jederzeit zum Reinigen oder Austausch entnommen werden kann. Unterschiedliche Steghöhen sorgen wie beim Kassettenstegbett für unterschiedliche Wärmegrade.


Kang
Foto: © Beate Czerwinski

Kang

Ein Kang ist ein traditionell gemauertes Ofenbett für mehrere Personen, wie es auf dem Land vor allem in Nordostchina, z. T. aber auch im Westen bis Tibet, heute noch in Gebrauch ist.
Der Kang ist ein in ein altes Haus integriertes System für die Heizung. Die Technologie eines typischen chinesischen Kang besteht aus einem Herd, einem Kang-Körper (ähnlich einem Bett) und einem Kamin. Dadurch sind vier verschiedene Funktionen vereint, die Küche zum Kochen, das Bett zum Schlafen, die Heizung und Lüftung.
Der Kang ist quasi ein, über einem großen in der Erde versenkten „Kachelofen“ gebaut. Durch ein System von Röhren wird die Abluft der Feuerstelle zugeleitet und der Kang-Körper von unten beheizt. Die Oberflächentemperatur wurde in der Regel bei 40 °C gehalten.
Traditionell gab es auf dem Kang eine hierarchische Schlafordnung. Ganz oben in der Hierarchie war der Platz, welcher der Feuerstelle am nächsten war. Dort schlief der älteste Mann des Haushaltes, neben ihm seine Frau, gefolgt von den übrigen Familienmitgliedern nach Generation, Alter und Geschlecht. Der Kang wurde also von der ganzen Familie und deren Gästen zum Schlafen verwendet. Es war für Eltern üblich mit ihren Kindern auf demselben Kang zu schlafen.
Am Morgen nahm man alle Schlafutensilien weg und legte dort wo jemand sitzen sollte, Teppiche oder Matratzen hin.
Der Kang einer typischen Familie ist ungefähr 180 - 200 cm breit und 300 -400 cm lang, d.h. die volle Schlafzimmerlänge wurde genutzt. Während Bauern oft nur einen Kang besaßen, hatten reiche Chinesen gleich mehrere.
Vor allem im Winter wurde auf dem Kang nicht nur geschlafen, man hielt sich auch tagsüber auf ihm auf. Da in vielen ländlichen Gebieten der Kang die einzige Wärmequelle im Haus war, kam hier die ganze Familie zusammen. Am Morgen nahm man die Schlafutensilien weg und legte stattdessen Teppiche, oder Matratzen als Sitzgelegenheiten auf den Kang.
Das gemauerte Ofenbett, in dem überschüssige Wärme aus dem Ofen verwendet wird, ist heute immer noch in fast 85% der ländlichen Haushalte Nordchinas zu finden,
In der Zwischenzeit haben auch auf dem Land Kachel- und eiserne Kanonenöfen Einzug gehalten. Viele wohlhabende Menschen in den Städten haben Anfang des 19. Jahrhunderts den Kang aufgegeben und moderne Tische, Stühle und Betten mit entsprechenden Funktionen eingesetzt.
Angesichts der Kultur und Technik der chinesischen Kangs ist es allerdings unwahrscheinlich, dass diese aus dem ländlichen Alltagsleben in naher Zukunft verschwinden.


Kapok
Foto: © Wikipdia, Creative Commons-Lizsenz 3.0 Autor Philstone

Kapok

Kapok ist eine Pflanzenfaser und kommt aus der malaischen Sprache (kapuk) und wird auch Pflanzendaune genannt . Sie stammt aus den langen Fasern der Kapokfrüchte des in den Tropen wachsenden Kapokbaumes. Wegen des Lufteinschlusses von 80 % gilt die Kapokfaser nach Pappelflaum als leichteste natürliche hohle Textilfaser der Welt.
Bekannt ist Kapok eigentlich schon seit Jahrtausenden, zum Beispiel bei den Mayas in Mittelamerika. Viel benutzt und beliebt waren Kapok und Kapokmatratzen um die Jahrhundertwende in den Jahren 1800-1930 und bis in die 1950er Jahre. Dann geriet Kapok wegen des aufkommenden, leicht zu verarbeitenden und pflegeleichteren, Schaumgummis erst einmal in Vergessenheit bis sie ca.1990 als Revival (engl. für „Wiederbelebung“, „Erneuerung“; „Erweckung“) mit dem Aufflammen der Welle „Zurück zur Natur“ wieder in einigen Marktsegmenten in Mode kamen.
Die Eigenschaften der Kapokfaser machen sie ideal zur Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung und deshalb werden Matratzen und Polstermaterial, die Feuchtigkeit ausgesetzt sein könnten, aus Kapok gefertigt.


Kardieren

Das Wort “Kardieren“ stammt von dem lateinischen Wort “Carduus“ ab und heißt Distel.
Mit dem Kardieren wird die Baumwolle die für das Spinnen in Gewinde oder in Garn vorbereitet, in dem die ungeordneten Flocken der Rohbaumwolle aufgelöst und gleichzeitig von Verunreinigungen (Samenkapseln, Blattreste u.a.) befreit werden.
Danach werden die zunächst relativ losen und unstrukturierten Baumwollfasern mittels verschieden großer Häkchen in die gleiche Ausrichtung gebracht, das Ergebnis ist ein Faservlies, das auch als Watte bekannt ist.


Karostep
Foto: © Werbegemeinschaft Inlettweber GmbH

Karostep

Am 8.3.1965 wurde das international geschützte Markenzeichen „KARO STEP“ angemeldet und am 10.4.1970 im Register eingetragen. Dieses Markenzeichen dürfen nur die in der Werbegemeinschaft der Inlettweber zusammengeschlossenen Firmen führen und jedes einzelne Bett wurde mit einer Herstellernummer versehen.
Beim Karostepp-Bett handelt es sich im Gegensatz zum Ballonbett um eine klassische Bettdecke mit Stegen, die das Verrutschen der Füllung eindämmt aber nicht ganz verhindert. Das ermöglicht ein individuelles Verteilen der Füllung. Das fertig gefüllte Bett kennt keine Kältezonen. Durch Einfluss der Füllhöhe kann das Karosteppbett jeden Wärmeanspruch erfüllen, wodurch diese Deckenart für Ganzjahresdecken empfohlen wird.


Kaschmir

Kaschmir(Cashmere) stammt von der Kaschmirziege, die überwiegend in Höhen bis zu 4000 m .in China , Mongolei, Iran, und Afghanistan lebt und in kleinen Herden gehalten wird..

Die Kaschmirwolle wird durch Auskämmen der Kaschmirziege gewonnen. Die Ziege stößt jährlich einen Teil Ihrer Haare beim Haarwechsel ab. Dieses Haar wird gesammelt. Ein Tier gibt pro Jahr nur einige hundert Gramm Wolle ab. Der Ertrag ist also gering und bestimmt daher den hohen Preis. Kaschmir ist die edelste der Wollarten und ganz besonders weich, fein und anschmiegsam. Aus Kamps

Für hochwertige Woll- und Einziehdecken wird gerne weißes Kaschmirhaar Wegen seines Seidenglanzes, dem geringen Gewicht und des enormen Wärmerückhaltevermögens ist es das feinste und wertvollste Naturhaar.


Kassettendecke
Foto: © Lück GmbH & Co. KG

Kassettendecke

Bei diesen Betten werden die einzelnen Kammern durch längs- und querverlaufende Innenstege in unterschiedlicher Höhe voneinander getrennt, vorstellbar als kleine Mauer zwischen Ober- und Unterseite einer Naht. Jede Kammer wird einzeln befüllt. Die Füllung in den Innenkammern ist weitgehend fixiert und somit ist ein Verrutschen der Füllung nicht möglich und Wärmebrücken werden vermieden.
Die Bettdecke ist dann z. B. in 3 mal 4, oder 4 mal 6 einzelne Kassettenbei 135 x 200 cm untergliedert
Bei Steghöhen von 2 cm entstehen verhältnismäßig flache Kassetten, in die entsprechend wenig Füllmaterial hinein passt und die Decke fällt entsprechend dünner aus. Sie wird z.B. als Sommerdecke eingesetzt.
Sehr warme Winterdecken werden dementsprechend eine Steghöhe von z. B. 10 cm bis 15 cm aufweisen.


Kavernen-Latex

Dies ist eine besondere Formgebung bei der Herstellung von Latexmatratzen. die darin besteht, dass größere Material-Aussparungen vorgenommen werden. Kavernenlatex besitzt gegenüber dem Stiftlatex deutlich größere und unterschiedlich angeordnete Hohlräume.
Durch verschiedene Anordnungen und Gestaltung dieser Hohlräume lassen sich innerhalb des Kernes unterschiedliche Zonen herstellen und die Matratze kann in härtere und weichere Zonen unterteilt werden, was den Liegekomfort durch eine deutlich höhere Punktelastizität verbessert.


kbA

kbA ist eine Abkürzung für „kontrolliert biologischer Anbau“ und wird u.a. bei Baumwolle eingesetzt.
Der Ausdruck 'kontrolliert biologischer Anbau' ist nicht geschützt und so bleibt zunächst offen, wer da kontrolliert und was derjenige unter 'biologisch' versteht. Seine Aussagekraft gewinnt der Begriff nur durch die Statuten der jeweiligen Kontrollinstanz.
Die seriösen Unternehmen orientieren sich dabei meist an der Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 welche die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen definiert, u. a. wie Erzeugnisse die als Öko-Produkte gekennzeichnet sind, erzeugt und hergestellt werden müssen.
Im konventionellen Baumwollanbau werden viele Umweltsünden begangen, Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. denn u.a werden große Mengen an Pestiziden und anderen gefährlichen Chemikalien verwendet.
Die Alternative zu diesem herkömmlichen, schädlichen Anbau ist der biologische Anbau, denn die Produktion von „kbA-Baumwolle“ ist wesentlich weniger belastend für die Umwelt als der Anbau herkömmlicher Baumwolle. Und den Anbauern und Verarbeitern der Baumwolle ermöglicht kbA bessere Lebensbedingungen

Für den Anbau von kbA Baumwolle gilt u.a. folgendes:
• keine Pestizide, keine Fungizide, keine Insektizide, keine Gentechnologie
• kein Kunstdünger, keine Entlaubungsmittel
• nur mechanische oder biologische Unkrautbekämpfung
• keinerlei kritische Mittel bei Weiterverarbeitung
• kein Anbau genetisch veränderter Pflanzen
• Ernte von Hand - Verzicht auf Entlaubungsmittel
• Sicherung sozialer Standards bei den Erzeugern
• Faire Preise und Abnahmekonditionen
• menschenwürdige Arbeitsbedingungen und fairere Handel

Der Anbau und die Weiterverarbeitung der biologisch produzierten Baumwolle werden mit unterschiedlichen Standards überprüft.


Kette

Für ein Gewebe benötigt man zwei Fadensysteme, den Kettfaden ( auch Kette genannt) und den Schussfaden ( auch Schuss genannt).
Der Kettfaden wird auf dem Webstuhl vom Kettbaum abgewickelt und je nachdem, welche Kettfäden beim Weben angehoben bzw. gesenkt werden, entstehen unterschiedliche Gewebearten.

Siehe „Gewebe“


Kinderbett

Auch wenn Kinder hin und wieder bei den Eltern im Bett schlafen - ein eigenes Kinderbett gehört im Kinderzimmer zur Grundausstattung. Es ist ein klassisches Bett, jedoch auf kindliche Proportionen angepasst. Es ist kürzer, niedriger und schmaler und meist schützt ein Rahmen oder Gitter die Kinder vor dem Herausfallen. Bei manchen Modellen lassen sich aus dem Gitter mehrere Stäbe entfernen, damit das Kind ab dem entsprechenden Alter durchsteigen kann und keine Verletzungsgefahr beim Darüberklettern entsteht.

Verletzungen von Kleinkindern durch Gefahrenquellen von Kinderbetten sind an der Tagesordnung. Für Kinder besonders gefährlich kann ein zu großer Abstand zwischen Gitterstäben oder anderen Bauteilen werden, wenn der Kopf hindurchpasst und die Kinder dadurch ersticken können. Deshalb sollte die Sicherheit des Kinderbettes vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden und z.B. folgende Punkte beachtet werden:

• Der Abstand der Gitterstäbe muss mindestens 45 mm betragen
• In der niedrigsten Stellung des Bettbodens muss der Abstand zur Oberkante mindestens 60 cm betragen.
• Keine scharfen Ecken oder Kanten
• Keine Querelemente, die ein Hochklettern ermöglichen?
• Keine überstehenden Teile, an denen Ihr Kind z. B. mit Schnullerketten hängen bleiben kann
• Gesundheitsverträglich und frei von Schadstoffen
• Sind bei vier Rollen mindestens 2 Rollen feststellbar
• Hat das Bett das „GS-Zeichen“ als Qualitätsmerkmal
• Und vieles mehr.

Es gibt viele Formen von Kinderbetten wie z.B. das Hochbett oder das Etagenbett.


Kniehochstellung
Foto: © www.roewa.de

Kniehochstellung

Bei den verstellbaren Unterfederungen lassen Knie und/oder Oberschenkel mechanisch oder elektrisch hochstellen. Die Knieanhebung entlastet bei Seitenlage die Lendenwirbel und das Becken, bei Rückenlage die Knie.
Durch die komfortable und stufenlose Oberschenkelanhebung werden die Knie leicht angewinkelt.
Dadurch wird das Becken automatisch gekippt und der untere Rücken kann komplett aufliegen. Die Wirbelsäule wird entlastet – für eine natürliche und entspannte Liegeposition. Die Hochstellmöglichkeiten sollten jedoch an denjenigen Stellen ansetzen, an denen es anatomisch auch sinnvoll ist. Leider ist dies längst nicht bei allen Unterfederungen der Fall.


Kokos

Kokos ist eine Pflanzenfaser und gehört zur Familie der Hartfasern. Die Kokosfaser stammt aus der Hülle der Kokosnuss bei der die Fasern vom Fruchtkern abgetrennt, von Fremdstoffen gereinigt. und längere Zeit in Seewasser gelagert werden. Dieser Prozess, ist für die Qualitätsverbesserung der Fasern in Bezug auf die Haltbarkeit sehr wichtig, zumal auch viele Keime, Bakterien und Pilze abgetötet werden.
Das Endprodukt ist eine elastische und robuste Pflanzenfaser mit guten klimatischen Eigenschaften. Sie wird als Füllmaterial für Matratzen und Polster verwendet .


Kokosfasermatratze

Die festen, formbeständigen Naturmatratzen werden aus den Hartfasern der Kokospalme gearbeitet. Vor der Verarbeitung werden die Fasern gereinigt, in Meerwasser gelagert und dann in der Sonne getrocknet. So entsteht eine elastische und robuste Pflanzenfaser mit guten klimatischen Eigenschaften. Aus den gereinigten Fasern wird ein Vlies gekrempelt, welches anschließend gepresst wird. Dadurch werden eine gute Durchlüftung und ein trockenes Schlafklima erreicht.
Kokosmatratzen sind angenehm fest und gleichzeitig flexibel. Als komplette Kernfüllung sind sie jedoch weniger geeignet, da es ein recht hartes Liegegefühl schafft.
Kokos wirkt bakterien- und pilzhemmend und ist somit für Allergiker geeignet, vorausgesetzt, dass es sich um gute Qualität handelt, die bei der Verarbeitung entsprechend gereinigt wurde.
Kokosfaser wird aber auch auf einem Juteträgergewebe zu Polstermatten versteppt, oder in moderner Verarbeitung mit Latexmilch getränkt und zu dauerelastischen Platten vulkanisiert. Diese Matratzen sind punktelastischer als reine Kokosfasern, dennoch ist das Gewebe porös und Feuchtigkeit wird gut abgeleitet.


Köperbindung
Foto: © Quelle Wikipedia, „Köperbindung“ von Benutzer:Sfischer - Das Bildsteht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 .

Köperbindung

Die Köperbindung ist neben der Leinwand- und der Atlasbindung eine der drei Grundbindungsarten für gewebte Stoffe.
Gewebe in Köperbindung sind meist auf den ersten Blick an den charakteristischen schräg verlaufenden Körpergraten zu erkennen. Die Grate entstehen durch den diagonalen Versatz der Bindungspunkte. Je nach Richtung der Diagonale spricht man von S-Köper oder Z-Köper.
Die beiden Seiten eines in Köperbindung gewebten Stoffes sehen unterschiedlich aus. Die Seite, auf der mehr Kettfäden zu sehen sind, nennt man Kettköper, die andere entsprechend Schussköper.


Kopfkissen Lebensdauer

Welche Lebensdauer hat ein Kopfkissen?
In unserer modernen Konsumgesellschaft sind wir bereit, jedes Jahr neu Kleidung zu kaufen. Auf der anderen Seite schlafen viele noch in den Betten ihrer Großeltern.
Ein Kopfkissen ist kein langlebiges Investitionsgut, sondern ein Gebrauchsgut. Es wird mehr strapaziert als ein Oberbett und dazu durch die laufende Veränderung der Schlafpositionen auch noch stark gewalkt. Es wird 2- bis 3mal stärker belastet als eine Matratze und muss doch um einiges weicher sein. Ein Kopfkissen sollte deshalb alle fünf Jahre ausgewechselt werden und dies alleine schon aus hygienischen Gründen.


Kopfkissengrößen

Das richtige Kissenformat gibt es nicht. Jeder muss sein Kissenmaß finden, wobei immer ein kopfgerechtes Kissen wichtig ist, denn darauf kommt es letztlich an. Das Kissen muss sich dem Kopf anpassen und nicht umgekehrt!
Die wichtigsten Kopfkissen-Größen sind:

80 x 80 cm
Dies ist immer noch das gebräuchlichste Kissenmaß.. Dies liegt zum Teil vielleicht auch daran, dass fast alle angebotenen Bettwäsche-Garnituren, mit Kopfkissenbezügen in eben dieser Größe ausgestattet sind. Eigentlich ist es zu groß und wird damit den Bedürfnissen des Schläfers nicht gerecht. Es rutscht unter die Schulter und wird dort als unbehaglich empfunden. Deshalb wird es auch in allen Variationen geknautscht und geknetet.

40 x 80 cm
Daneben setzt sich aber immer stärker das sogenannte Komfort-Kissen in den Maßen 40 x 80 cm durch. Dieses Kissenformat erfreut sich zunehmender Beliebtheit, denn es unterstützt den Halswirbelbereich vor allen Dingen im Bereich Feder- und Daunenfüllungen noch am besten. Ärzte, Orthopäden und Physiotherapeuten empfehlen das das Komfort-Kissen zunehmend da hier die Schulter auf der Matratze zum Liegen kommt und nur der Kopf auf dem Kissen ruht, wodurch das typische Abknicken der Wirbelsäule verhindert wird.

50 x 70 cm
Diese Kissengröße, das sogenannte Europa-Format hat heute keine Bedeutung mehr.

40 x 60 cm
Diese Abmessung wird überwiegend als Kinderkopfkissen eingesetzt. Man unterscheidet hier je nach Füllgröße zwischen dem Flachkissen, welches für die ersten beiden Lebensjahre eingesetzt wird und dem normalen leicht gefüllten Kissen, welches ab dem zweiten Lebensjahr empfohlen wird.

40 x 40 cm
Diese Größe wird 'Fritzchen' oder 'Kuschelkissen' genannt und erobert immer mehr die Schlafzimmer. Es wird beim Lesen im Bett als Kopfstütze oder als zusätzliche Unterstützung des Rückens eingesetzt. Bei einem kleine Kissen besteht allerdings die Gefahr, dass der Kopf es Schläfers nach einigen Drehungen neben anstatt auf dem Kissen ruht. Deshalb nur als Unterstützung einsetzen, aber nicht zum Schlafen.

35 x 40 cm
Dieses Kissenmaß wird ebenfalls oft als Kuschelkissen eingesetzt. Als Kopfunterstützung für Neugeborene ist es wichtig. Hier ist es als Flachkissen zu empfehlen. Bei Erwachsenen wird es gerne von den Bauchschläfern benutzt.

40 x 15 cm
Dieses Format wird als Nackenrolle im Handel angeboten. Siehe Nackenrolle


Kopfteilverstellung

Für besonderen Liegekomfort sorgt bei den Unterfederungen der höhenverstellbare Kopfbereich, den man beliebig je nach Lust und Laune variieren kann. Dies geschieht entweder über Scherenbeschläge aus Metall, die sich in unterschiedlich hohen Stufen einhaken lassen oder stufenlos mittels komfortabler Motorrahmen mit einem einfachen Druck auf eine Fernbedienung elektrisch.
Die Kopfhochlagerung erfüllt in Verbindung mit einem richtigen Kopfkissen die Aufgabe der richtigen Lagerung und korrekten Anpassung des Kopfes an die Konturen der Halswirbelsäule. Sie soll den Kopf stützen, darf aber den Brustkorb nicht einengen und die Hals- und Brustwirbel nicht beeinträchtigen. Für alle die gerne im Bett lesen oder frühstücken, sollte das Kopfteil bis 45 Grad verstellbar sein.

Die Kopfteilverstellung der Unterfederung erfolgt mindestens in 2, bei teuren Unterfederungen bis zu 5 Stufen:

• Eine kleine Kopfverstellung, damit nicht die Schulter angehoben wird, sondern nur die Kopflagerung eingestellt werden kann,. z.B. bei Bluthochdruck.

• Bei dem genauen Gegenteil, der Kopfhochlagerung, sollte der gesamte Lattenrost am Kopfende zwischen 4 - 5 cm angehoben werden. Dies erreicht man durch eine in mehreren Stufen motorisch verstellbare Unterfederung.

Bei der Kopf- und Fußteilverstellung sollte man auf eine 1/3 und 2/3-Einteilung achten. Ist die Kopfverstellung kleiner, wird bei hochgestelltem Kopfteil die Wirbelsäule im Nackenbereich stark geknickt und ein entspanntes Liegen verhindert. Die Kopfverstellung ist aber keine Schlafposition sondern nur zum Lesen etc. gedacht.


Körperbau
Foto: © Kamps Services

Körperbau

Mit dem Begriff „Körperbau“ bezeichnet man biologisch das äußere Erscheinungsbild des Menschen und von Tieren.
Umgangssprachlich werden mit dem Begriff Körperbau in der Regel die charakteristischen, sichtbaren Merkmale eines Menschen bezeichnet. Hier zeichnen sich schon große Unterschiede ab, denn nicht jeder Körperbau ist gleich. Das Bild zeigt z.B. unterschiedliche Körpertypen auf.

Je nach Typ stehen
(A) Becken
(I) Schulter
(O) Becken und Nacken
(V) Schulter und Becken
(X) Taille und Nacken im Mittelpunkt.

Deshalb ist bei den unterschiedlichen Körpertypen eine individuelle Beratung beim Matratzenkauf so wichtig.
Der Haltungstyp, also ob Rundrücken oder ein Hohlkreuz hat genauso Einfluss als ob jemand auf der Seite, dem Rücken oder in anderen Schlafhaltungen schläft und besonders, ob er friert oder er es ehr warm hat.

Wichtig ist:
• Probeliegen nie zu spät am Abend
• Probeliegen immer mindestens 20 Minuten in verschiedenen Lagen
• Probeliegen immer auch mit einem neuen passenden Kissen oder mit dem eigenen
• Fragen Sie nach einer Zufriedenheitsgarantie oder nach dem Service und Hilfen nach dem Kauf
• Besprechen Sie Garantie und Lieferbedingungen immer vor dem Kauf


Krankenhausbett

Schon im 18. Jahrhundert war man sich darüber klar, dass dem Bett eine ganz besondere Bedeutung bei der Pflege eines kranken Menschen zukommt. Basierend auf dieser Erkenntnis begann die Entwicklung von gezielt auf die Versorgung Pflegebedürftiger ausgerichteten Krankenhausbetten.
Als Medizinprodukte unterliegen Krankenhausbetten den deutschen und österreichischen Medizinproduktegesetzen und den zugehörigen Betreiberverordnungen. Während man diese Art Betten früher fast ausschließlich in Kliniken und Alten- und Pflegeheimen fand, sind sie heutzutage immer öfter in angewandelter Form als Pflegebett (siehe Pflegebett) in privaten Wohnungen und der häuslichen Pflege zu finden.
Krankenhausbetten sind in Bezug auf Ausstattung, Aufbau und Handhabung für die besonderen Bedürfnisse kranker Menschen ausgelegt und werden aus Metall, meist Stahl, und aus Kunststoff hergestellt, was die Reinigung erleichtert. Sie müssen auf Rollen fahrfähig und durch Einrasten eines Rollenpaares auch steuerbar sein. Sie haben einen Metallrahmen auf dem die Matratze aufliegt. Sie verfügen nicht über einen Lattenrost, sondern über ein wenig flexibles Drahtgitter. Sie können dem Patienten ein Stück Selbstständigkeit erhalten und durch mehr Komfort und Bequemlichkeit seine Lebensqualität steigern. Es wurden mehrere verschiedene Mechanismen ausgedacht, die z.B. das schonende Heben und Wenden eines Kranken erleichtern sollten.
Mit der Entwicklung der höhenverstellbaren Liegefläche wurde zusätzlich, unter ergonomischen Gesichtspunkten, auf die Arbeit der Pflegenden Rücksicht genommen.
Moderne Krankenhausbetten werden elektrisch bedient und verfügen über einen eingebauten Akku, damit die Verstellungsfunktionen auch bei Transporten zur Verfügung stehen.


Kreissteppung

Dies ist die häufigste Form für Naturhaardecken, bei Daunenfüllungen wird sie nicht verwendet. Die Absteppung erfolgt in großen Kreisen, die sehr nah beieinander liegen. Dies verhindert das Verrutschen der Vliese, an den Nähten werden diese durch den runden Verlauf jedoch weniger strapaziert als bei einer graden Absteppung.
Die Decke kann mit einer Randrolle versehen sein, die meist etwas mehr gefüllt ist als der Rest der Decke. Dadurch wird erreicht, dass die Decke am Rand auf der Matratze aufliegt, denn Naturhaar ist nicht so anschmiegsam wie Daunen.


Krempeln

Unter „Krempeln“ – auch kardieren genannt - versteht man einen Prozess des Spinnens oder bei der Herstellung von Vliesstoffen zur ersten Ausrichtung der losen Textilfasern zu einem Flor oder Vlies. Dabei werden die zunächst relativ losen und unstrukturierten Baumwollfasern bis zur Einzelfaser aufgelöst, verzogen und mittels verschieden großer Häkchen in die gleiche Ausrichtung gebracht.


Kretonne

oder auch Kreton sind eingedeutschte Schreibweisen für Cretonne


Krumpfen

Krumpfen ist eine Ausrüstung von Textilien aus den meisten Natur- und/oder Chemiefasern, bei denen bewusst ein Einlaufprozess herbeigeführt wird, um eine spätere Formveränderung des Textils zu vermeiden. Es kommen keine Chemikalien zum Einsatz, das Gewebe wird ausschließlich durch Feuchtigkeit, Hitze und Druck fixiert. Die derart ausgerüstete Ware wird als 'krumpfecht' oder 'krumpfarm' und soll je nach dem Verwendungszweck bei Nassbehandlung nicht oder nicht über ein bestimmtes Maß hinaus einlaufen.

Siehe auch Sanfor




L
Lama
Foto: © Quelle. Wikipedia GNU Free Documentation License, Version 1.2, Urheber Anakin.

Lama

Das Lama gehört zur Familie der Kameliden und ist in südamerikanischen Anden verbreitet.
Vor 500 Jahren war das Lama noch ein wichtiges Transportmittel der Inkas in Peru. Heute wird es nur noch in sehr ländlichen Gegenden als Lasttier eingesetzt. Dennoch ist das Lama auch heute noch ein wichtiges Nutztier, allerdings fast ausschließlich als Produzent von Wolle.
Insgesamt werden in Südamerika heute etwa drei Millionen Lamas gehalten, vorwiegend wegen ihres Fleisches und ihrer Wolle. Doch auch außerhalb Südamerikas inzwischen gezüchtet. Auch in Europa werden Lamas gezüchtet und die Wolle geschoren und verarbeitet.
Für Bettdecken wird überwiegend das Flaumhaar (besonders der Jungtiere) verwandt, welches einen Durchmesser von 15-20 Mikron aufweist. Es hat eine glatte Oberfläche und filzt daher nicht. Es ist sehr bunt und weist bis zu 20 Farbstellungen auf. Die sonstigen Eigenschaften ähneln denen des Kamelhaars.


Landgeflügelfeder

Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 versteht man unter diesem Begriff:
'Feder, gewonnen aus dem Rupf von Landgeflügel, wie z.B. Hühnerfeder und Truthühnerfeder.'


Latex

siehe:

Natur-Latex
Synthetik-Latex


Latexallergie

Etwa zwei Prozent der Gesamtbevölkerung leiden unter Naturlatex-Sensibilisierung, bei Beschäftigten im medizinischen Bereich sind es zehn bis 17 Prozent.
Die Latexallergie ist eine Allergie gegen Naturlatex - Synthetik-Latex ist unbedenklich - und ist in Deutschland wie auch in vielen anderen hoch entwickelten Ländern mit steigender Tendenz zu beobachten. Besonders häufig betroffen sind die Beschäftigten des Gesundheitswesens. Dabei handelt es sich in der Regel um Haut- oder Atemwegserkrankungen. Es ist einleuchtend, das es zur Auslösung einer Allergie darauf ankommt, wie intensiv und mit welcher Menge des Allergens der Mensch in Berührung kommt.
Dabei fällt auf die Naturlatexmatratze ein geringer Anteil von unter 10 %. Wer also bisher nicht gegenüber Naturlatex sensibilisiert ist, der kann davon ausgehen, dass er nach den bestehenden Kenntnissen durch Schlafen auf einer Latexmatratze keine Allergie gegenüber Naturlatex entwickelt, denn er kommt durch den Drellbezug der Matratze mit dem Matratzenkern nicht in Berührung.
In der ca. 60 Jahre währenden Geschichte der Naturlatexmatratzen wurde ein solcher Fall nicht beobachtet und nicht nachgewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Allergie beim normalen Gebrauch einer sorgfältig produzierten Matratze aus proteinarmen Naturlatex ausgelöst wird, kann als äußerst gering angesehen werden.
Die Hersteller von Matratzen, die das QUL-Siegel tragen, bemühen sich um eine konsequente Verwendung von allergenarmen Naturlatex und der nachträglichen Reinigung der fertigen Latexkerne. Bisher konnte für Matratzen kein Grenzwert definiert werden, da noch keine genormte Methode zur Bestimmung des Proteingehalts für geschäumte Artikel aus Naturlatex zur Verfügung steht.


Lattenrost

Der Lattenrost, in einigen Bauformen auch Federholzrahmen genannt, wurde 1927 von der Firma Lattoflex, Bremervörde erfunden und hat sich inzwischen vor allem in Europa durchgesetzt. Der Name rührt von den Latten her, die senkrecht zur langen Richtung des Betts montiert sind. Lattenroste gehören in der heutigen Zeit zur Standardausrüstung von Betten in Schlaf-, Kinder- und Gästezimmern. Sie sind neben einer guten Matratze ein Teil des Bettsystems und eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen gesunden und bequemen Schlaf.

Im Normalfall besteht ein Lattenrost aus vielen einzelnen Holzlatten, die in einem stabilem Rechteckrahmen sind, der auf das Bettgestell aufgelegt wird. Dieser Rahmen kann, je nach Beschaffenheit und auch Qualität des Lattenrosts, wahlweise aus Holz, Kunststoff oder Metall bestehen. Als Befestigung dient in der Regel eine elastische Kunststoffhalterung. Das Rahmenmaterial muss nicht immer etwas über die Qualität des Rostes aussagen, aber sicherlich über seine Robustheit.
Ein guter Lattenrost besteht meistens aus mindestens 25 einzelnen Latten, für Kaltschaum- und Latexmatratzen sind .42 Leisten ideal. Nicht selten sind die besonders stark belasteten Stellen – etwa die des Po- und Unterrückenbereichs – verstärkt und in der Stützstärke und Flexibilität verstellbar.
Unterschieden werden starre, verstellbare oder motorisiert-verstellbare Versionen sowie Tellerrost und Rollrost.

Siehe Federholzleisten, Rollrost, Tellerrahmen


Lattenrost Verstellbare Härte
Foto: © Fa. Roewa

Lattenrost Verstellbare Härte

Für optimalen Liegekomfort sollte die Härte des Lattenrostes im Hüftbereich und im Schulterbereich verstellbar sein. Diese Funktion der wird als so genannte Mittelzonenverstärkung bezeichnet. Sie zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, die Härtegrade der Latten im Hüft-, Becken- und Schulterbereich zu verstellen und individuellen Bedürfnissen anzupassen. Schieberegler ermöglichen die „Aktivierung“ der Zusatzleisten je nach individuellen Bedürfnissen und Eigengewichten. Sie lassen sich stufenlos einstellen, wodurch auch Feineinstellungen ermöglicht werden. Schiebt man die Regler nach außen, sorgen beide Latten zusammen für mehr Härte. Positioniert man die Schieber in der Mitte, wirkt nur die obere Leiste und der Lattenrost wird weicher.


Lattoflex

Lattoflex ist eine Marke der Thomas GmbH + Co. Sitz- und Liegemöbel KG aus Bremervörde. Das 1957 gegründete Unternehmen widmet sich gesundem, rückenfreundlichem Schlaf und setzt seinen Schwerpunkt auf Unterfederungen. 1957 erfand es den Lattenrost und ersetzte ihn Mitte der neunziger Jahre durch die Lattoflex Flügelfederung, einer Innovation aus High-Tech-Materialien. Matratzen, Matratzenschoner und Kissen vervollständigen das Portfolio. Lattoflex beschäftigt 150 Mitarbeiter in Vertrieb und Fertigung. Der Spezialist für rückenfreundliche Bettsysteme gehört zusammen mit Thomas Technik und Innovation und Thomashilfen zur Thomas Gruppe, einem in dritter Generation geführten Familienunternehmen mit Sitz in Bremervörde. Weitere Einzelheiten liefert die Webseite www.lattoflex.com.


Lebensdauer Federbetten

Kaum ein Gebrauchsgegenstand wird derart intensiv genutzt wie Bettwaren. Bei einer durchschnittlichen Benutzung an 365 Tagen im Jahr und das sind bei ca. 8 Stunden täglich ca. 29.200 Stunden im Jahr.
Auch bei fachgerechter Pflege und regelmäßigem Lüften sollten Federbetten und Daunenbetten nicht länger als 8 - 10 Jahre verwendet werden. Bettdecken aus Materialien minderer Qualität sollten bereits der Hälfte der Zeit entsorgt und gegen neue Bettwaren ersetzt werden. Es entscheidet nicht zuletzt der Zustand über einen Wechsel: nach spätestens fünf bis 10 Jahren sollte genau überprüft werden, ob die geliebte Bettdecke sowohl unter hygienischen als auch praktischen Gesichtspunkten noch ihren Zweck erfüllt.


Lebensdauer Kopfkissen

Ein Kopfkissen ist kein langlebiges Investitionsgut, sondern ein Gebrauchsgut. Es wird mehr strapaziert als ein Oberbett und dazu durch die laufende Veränderung der Schlafpositionen auch noch stark gewalkt. Es wird 2- bis 3mal stärker belastet als eine Matratze und alleine deshalb sollte normalerweise alle 5 Jahre besser noch auch aus hygienischen Gründen alle 3 Jahre ausgewechselt werden.
Kunstfaserfüllungen haben in der Regel eine kürzere Lebensdauer als beispielsweise Feder- und Daunenkissen.


Lebensdauer Lattenroste

Lattenroste haben eine etwas längere Lebensdauer als Matratzen. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Lattenrosts beträgt je nach Bauart 10-15 Jahre (abhängig von der Qualität /Breite). Es kann jedoch vorkommen, dass die Spannkraft im Laufe der Jahre deutlich nachlässt. Das gilt insbesondere für die stark beanspruchten Bereiche der Lattenroste, etwa den Beckenbereich und ibs. bei Birkenleisten anstelle der Buche.
Die Lebensdauer eines Lattenrostes ist bei einem Neukauf der Matratze immer auch zu prüfen. Jedoch gibt es Aufgrund der schnellen Entwicklung der Unterfederungen nun auch alternativen zum klassischen Lattenrost die aufgelösten Oberflächen oder Fiberglasrahmen oder die Bepolsterungen. Die Eignung zur jeweiligen Matratzenart sollte beim Kauf einer neuen Matratze nach Körperbau und Anspruch überprüft sein..
Die generelle Aussage  Lattenroste „müssen“ beim Kauf einer neuen Matratze immer ausgewechselt werden ist jedoch nicht haltbar. Aber die Basis für die Matratze ist natürlich immer der Unterbau.
Es gibt durchaus Lattenroste ibs. für Taschenfederkern die für zwei Matratzenleben von 8-10 Jahren geeignet sind.


Lebensdauer Matratze

Keine Matratze hält ewig, denn wir verbringen täglich im Schnitt 8 Stunden im Bett und das an 365 Tagen. Ab dem 10. Nutzungsjahr lässt die Stützkraft der Matratze nach und sie sollte auch aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden. Dies wird klar, wenn man sich folgendes vor Augen führt:

Wir haben
• 29.200 Stunden auf der Matratze gelegen
• 1216 Liter Schweiß mit Salzen und Schlacken aufgenommen und teilweise wieder abgeleitet
• bei einem Körpergewicht von 75 kg die Matratze mit 273.750 kg belastet, dass entspricht etwa einem Gewicht von 55 Elefanten.

Leider steht der empfohlenen Lebensdauer von 10 Jahren in der Praxis eine einer durchschnittliche Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren gegenüber. Kein Wunder also, wenn die noch so gute Matratze in ihrer „tragenden Rolle“ versagt.
Naturmatratzen und Futons halten bei bei sachgerechter Behandlung ca. 5 Jahre
Eine Matratze ist also keine Anschaffung fürs Leben.


Leichtfederkern
Foto: © AGRO International GmbH & Co. KG

Leichtfederkern

Bei diesem flexiblen Federsystem ist der verarbeitete Draht dünner (1,7 - 1,9 mm) als beim Bonnell-Federkern. Dafür besteht ein Leichtfederkern (LFK) aus einer wesentlich höheren Anzahl von Einzelfedern, die für eine hohe Punktelastizität und ein komfortables Liegegefühl sorgen. Der Leichtfederkern ist wie der Bonnell-Federkern ein mit Drahtspiralen verbundenes Federsystem.
Der durch seine Form auffällige Endring, welcher einer Ellipse ähnelt, sorgt für einen sog. Scharniereffekt. Dieser ist vor allem vorteilhaft für die Benutzung des Kerns in Kombination mit einem verstellbaren Lattenrost. Insgesamt weist der Leichtfederkern (LFK) ein deutlich geringes Gewicht auf, was für ein einfaches Handling der Matratze, z.B. beim Wenden oder Beziehen, spricht.


Leinen

Leinen ist eine alte Kulturpflanze und wird bereits seit über 5000 Jahren für Textilien genutzt, wurde jedoch in den letzten 100 Jahren von der Baumwolle verdrängt. Hauptanbaugebiete sind die Beneluxstaaten, Frankreich, die osteuropäischen Staaten und Österreich.
Gewonnen wird das Leinen aus den 80-120 cm langen Stängeln der Flachspflanze durch
• Raufen
• Riffeln
• Rösten
• Schwingen
• Hecheln

Aus Leinen wird die verspinnbare Flachsfaser. Genutzt wird die Faser des Stängel um daraus Garne und Gewebe herzustellen. Die Samen werden zur Gewinnung des Leinöls ausgepresst.


Leinwandbindung
Foto: © Quelle: Wikipedia, „Leinwandbindung“ von Benutzer:Sfischer - Das Bild ist selbsterstellt und steht unter der GNU-FDL. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons

Leinwandbindung

Die Leinwandbindung ist die einfachste und am dichtesten eingestellte beidseitige Grundbindung. Der Schuss geht abwechselnd über und unter den einzelnen Kettfäden hindurch. Beide Seiten eines in Leinwandbindung gewebten Stoffes sehen gleich aus. Diese Bindungsart wird bei sämtlichen Gewebearten verwendet. Zu den meistverwendeten von der Leinwandbindung abgeleiteten Bindungen gehören die Ripsbindung, die Tuchbindung, die Panamabindung, usw. Leinwandbindige Gewebe sind z. B.: Cretonne, Linon, Renforcé.
Durch Verwendung sehr feiner Garne entsteht ein Gewebe mit so kleinen Poren, dass Daunen nicht mehr hindurchdringen können. Das Gewebe ist sehr leicht und anschmiegsam und eignet sich nur für hochwertiges, ausgereiftes Füllmaterial. 


Lendenwirbelsäule
Foto: © Quelle. http://www.g-netz.de/Der_Mensch/skelett/lendenwirbel.shtml

Lendenwirbelsäule

Die Lendenwirbelsäule(LWS) ist der untere Abschnitt der Wirbelsäule und sie besteht aus 5 Lendenwirbelkörpern.
Die fünf Lendenwirbel ermöglichen, dass wir unseren Körper in verschiedene Richtungen beugen, biegen oder drehen können. Besonders bei Kunstturnern lässt sich diese Fähigkeit gut beobachten, wobei sich auch zeigt, wie belastbar der Körper ist.
Die Lendenwirbel, die das größte Gewicht zu tragen haben, wenn man steht oder geht, sind von allen Wirbeln am größten und kräftigsten. Sie liegen unterhalb der Brustwirbel und oberhalb der Kreuzbeinwirbel.
Beim aufrechten Gang wird die Lendenwirbelsäule extrem belastet und dadurch können schmerzhafte Reizzustände entstehen die unter dem Begriff Kreuzschmerzen bekannt sind.
Die Lendenwirbelsäule hat von der Seite betrachtet eine geringe Krümmung (Lordose). Verstärkt sich diese Krümmung entwickelt sich ein Hohlkreuz flacht sie sich ab entsteht ein Flachrücken (Hypolordose).
Deshalb müssen diese Fakten bei der Beratung zu einem richtigen Bettsystem besonders angesprochen und berücksichtigt werden.


LGA schadstoffgeprüft
Foto: © TÜV Rheinland

LGA schadstoffgeprüft

„Das Zertifikat 'LGA schadstoffgeprüft' steht für Schadstoffprüfungen von Möbeln und Matratzen reduziert die Belastungen der Innenraumluft, die durch Schadstoffe verursacht werden. Dies wird erreicht, indem der Gehalt und die Abgabe von Schadstoffen aus Möbeln und Matratzen begrenzt oder ausgeschlossen werden. Die gekennzeichneten Produkte erfüllen mindestens die gesetzlichen Anforderungen, gehen teilweise aber auch darüber hinaus.“


Liegezonen

Die hohe Anpassungsfähigkeit der Kaltschaummatratze an den Körper wird durch die Einteilung der Matratze in unterschiedliche Liegezonen erreicht. Die Liegezonen, in der Regel 3-7 Zonen, werden auch als Härtezonen oder Körperzonen bezeichnet.
Oft scheint das Motto “Je mehr Liegezonen, desto besser” zu gelten. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, denn wenn eine Matratze über viele Liegezonen verfügt, bedeutet das nicht automatisch, dass der Körper dadurch optimal gestützt wird, denn Menschen sind unterschiedlich groß und können bei fünf bis sieben Zonen niemals alle auf der richtigen Stelle liegen. Außerdem gibt es bei den Schlafgewohnheiten klare Abweichungen. Zudem sind die unterschiedlichen Zonen in den Tests kaum messbar, geschweige denn spürbar. Experten halten jedoch mehr als drei Zonen für den Schulter-, Lenden und Beckenbereich für wenig sinnvoll, so die Stiftung Warentest in Berlin.
Damit die hochgelobte Wirkung von mehr als drei Liegezonen wirklich erreicht werden könnten, müsste es auf dem Markt Matratzen geben, welche für unterschiedliche Körpergrößen und gleich schwere Schläfer geeignet und zudem noch an eine einheitliche Schlafposition gekoppelt sind. Das ist jedoch nicht der Fall. Für Bauchschläfer wären die Zonen auch eher ein Nachteil.


Linon

Der Begriff „Linon“ kommt von der Ursprungspflanze, der Lein- oder Flachspflanze. Aus dem fertige Leinen, auch Leinwand genannt, wurde Linon.
Linon ist heute vorwiegend ein gebleichtes oder gefärbtes leinwandbindige Baumwollgewebe das durch Appretieren und Kalandern eine glatte, glänzende, jedoch nicht waschfeste Ausrüstung erhält.
Linon-Bettwäsche 100% aus Baumwolle und ist besonders in den Sommermonaten sehr angenehm. Die glatte Bettwäsche ist strapazierfähig und haltbar.


Luftbett

Das Luftbett hat einen Kern, welcher aus Luft besteht. Vergleichbar ist dieser Kern mit einer Luftmatratze, welche mehrere Kammern hat.
Umhüllt ist dieser Kern meist mit einer Schicht aus Latex oder PU-Schaum.

Einige dieser Matratzen haben ein selbstregulierendes Druckausgleichssystem, welches bei Druckveränderungen immer einen vorgegebenen Druck wieder herstellt. Andere Systeme haben dies nicht und werden mit einer Handpumpe geliefert, so dass der Benutzer selbst nachpumpen oder entlüften kann.

Luft ist ein sehr thermolabiles Material und verändert sich mit der Schlafzimmertemperatur. Es sind daher nur die selbstregulierenden Systeme zu empfehlen, da man sonst regelmäßig vor dem Zu-Bett-Gehen Pumparbeit leisten muss – den Campingfreunden ist dies bekannt.

Hinsichtlich der sonstigen Anforderungen ist dieses System mit dem Wasserbett vergleichbar. Insbesondere sehr hohe Differenzen bezgl. des Körperumfangs (Taille / Schulter) können sehr gut ausgeglichen werden (besser als bei anderen Systemen), indem der Luftdruck reduziert wird.


Lüftungskanäle

Aufwendige Systeme von Kavernen und Luftkammern sorgen in diversen Matratzen für eine vertikale und horizontale Durchlüftung.
• gute Atmungsfähigkeit
• maximale Luftzirkulation
• Feuchtigkeitsaustausch wird erleichtert
• störender Wärmestau wird vermieden
• Gut belüftete Kerne sind auch weniger milbenanfällig


LWS

Abkürzung für Lendenwirbelsäule, siehe unter Lendenwirbelsäule.


Lyocell

Lyocell ist eine auf Basis von Zellulose hergestellte Faser. Lyocell ist die generische Faserbezeichnung und wird von der Lenzing AG unter dem Markennamen Tencel angeboten.
Das Ausgangsmaterial für die Herstellung ist Eukalyptusholz. Dies wird vorwiegend in Südafrika angebaut.
Die Faser hat eine glatte Oberfläche mit seidigem Griff. Die Wärmeisolation ist ähnlich der Schafschurwolle. Die Faser kühlt ähnlich wie Leinen und ist saugfähiger als Baumwolle. Lyocell ist auch nass äußerst reißfest und somit ein sehr langlebiges Material. Eine Bettdecke mit Lyocell-Füllung bietet aufgrund der einzigartigen Materialeigenschaften einen perfekten Temperatur-Ausgleich und ein angenehmes Schlafklima.




M

Mako-Baumwolle

Mako-Baumwolle ist eine Herkunftsbezeichnung und die allgemeine Bezeichnung für die qualitativ hochwertige, in Oberägypten – mittlerweile auch im Sudan - gezüchtete Baumwolle. Der Name “Mako” geht auf den ägyptischen Adeligen Mako Bey zurück, der ein großer Förderer des Baumwollanbaus in Ägypten war. Mako-Baumwolle wird zur Herstellung exklusiver, baumwollartiger Gewebe verwendet und nur in sehr geringen Mengen angebaut.
Diese Baumwolle ist langstapelig, hat also besonders lange Fasern und daraus lassen sich sehr dünne Fäden spinnen. Die Baumwolle ist sehr hell, fein und weich. Durch die große Länge sie sehr gut verspinnbar und reißfest.


Manila

Manila ist eine Hartfaser und sie wird aus den Blattscheiden der Faserbanane gewonnen. Anbaugebiete sind die Philippinen, nach deren Haupt-Ausfuhrhafen Manila die Faser benannt ist, sowie Indien und Indonesien.
Die Fasergewinnung erfolgt sofort nach der Ernte von Hand oder mit Entfaserungsmaschinen und ohne vorherige Rotte oder mit Entfaserungsmaschinen und ist hinsichtlich Feinheit, Reinheitsgrad und Farbe sehr unterschiedlich.
Manilafasern weisen eine hohe Beständigkeit gegenüber Meerwasser auf. Der Einsatz im Betten oder Matratzensektor ist marginal.


Markenzeichen

Das Markenzeichen wurde mit der Markenrechtsreform 1995 offiziell in Deutschland eingeführt. Es ist ein besonderes, rechtlich geschütztes Zeichen, das vor allem dazu dient, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von konkurrierenden Waren oder Dienstleistungen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Dazu kann der Markenname oder das Firmenlogo rechtlich in die Zeichenrolle beim Deutschen Patent- und Markenamt registriert und somit geschützt werden.


Matratzenarten

Wir unterscheiden zwischen:

  • Schaumstoff-Matratzen
  • Latex-Matratzen
  • Federkern-Matratzen
  • Vollpolster-Matratzen
  • Wassermatratzen

Matratzenauflagen

siehe Matratzenschoner


Matratzenschoner

Matratzenschoner haben verschiedene Vorzüge. Die Auflagen sind sowohl unter, als auch auf der Matratze sehr sinnvoll. Man unterscheidet:

• Matratzenschonern auf der Matratze
• Matratzenschoner unter der Matratze

Matratzenschoner auf der Matratze
Dieser dient als Schutz vor Verschmutzungen und wird „über“ die Matratze gezogen, bildet eine zusätzliche Polsterung und somit einen eigenständigen Schutzpuffer. Dieser schützt die Matratze optimal vor Flüssigkeiten, Dämpfen und Liegedruck.
Jede Liegefläche der Matratze ist der Gefahr von Verschmutzungen aller Art (Schweiß, Hautschuppen etc.) ausgesetzt und ist der Matratzenkern erst einmal verschmutzt ist die Betthygiene in Gefahr.
Für Haustauballergiker gibt es Matratzenauflagen, die mit antiallergischen Stoffen beschichtet sind, so dass die Hausmilben und Schimmelpilze keinen Lebensraum vorfinden
Matratzenschoner sind auch dann sinnvoll, wenn Probleme mit Inkontinenz auftreten. Sie sind deshalb ideale für Krankenhäuser und Pflegeheime.
Matratzenschoner sollten ca. 4x im Jahr waschen werden.

Matratzenschoner unter der Matratze
Dieser wird „zwischen“ Matratze und Unterfederung gelegt und soll Beschädigungen der Matratze verhindern.
Bis in die 80er Jahre sollten Matratzenschoner die Matratze gegen die mechanische Beanspruchung von unten, dem Bettrost, den Latten oder Sprungfedern schützen, da besonders Federkernmatratzen durch die Beweglichkeit der Federn an den Auflagepunkten schnell durchscheuern konnten. Matratzenschoner zwischen Lattenrost und Matratze sind heute unüblich geworden, weil zwischen den weitverbreiteten Holz-Lattenrosten mit vielen schmalen Latten und den Matratzen kaum Verschleiß stattfindet. Matratzenschoner unter der Matratze haben den Nachteil, dass die Atmungsaktivität der Matratze erheblich eingeschränkt wird.


Medicott
Foto: © BODET & HORST

Medicott

Medicott® ist ein Markenname der Firma Bodet & Horst. Bodet & Horst ist einer der weltweit führenden Hersteller von gestrickten Matratzenbezugsstoffen. Hinter Medicott® verbirgt sich ein innovatives Ausrüstungs-Verfahren von Baumwollstoffen gegen das Einnisten von Schimmelpilzen und damit auch gegen die Vermehrung von Hausstaubmilben.
Die in der Baumwolle und/oder Baumwollmischungen befindlichen Faserbegleitstoffe (die Nährstoffe der Schimmelpilze), wie z.B. Pektin - Wachsschicht der Baumwollfaser, werden in einem Spezialverfahren extrahiert und somit kann sich der Schimmelpilz nicht entwickeln und die Milben finden keine Nahrung. Mit Medicott ausgerüstete Produkte werden - regelmäßige Pflege vorausgesetzt - selbst bei längerer Feuchtlagerung nicht von Schimmelpilzen befallen. Das Medicott-Verfahren wurde vom Steinbeis-Transferzentrum Textilveredlung an der FH Reutlingen entwickelt, dort kontrolliert und vom Eco-Umweltinstitut Köln auf Umweltverträglichkeit geprüft. Es verzichtet im Gegensatz zur Fungizid-Appretur auf alle Chemikalien die die Umwelt belasten und ist deshalb umweltfreundlich.
Matratzen, Doppeltuch-Bezüge, Bettdecken oder Kopfkissen mit Medicott®-Ausrüstung beugen also dem Einnisten von Schimmelpilzen vor und die Vermehrung von Hausstaubmilben wird reduziert.

Medicott®
• behindert die Bildung und das Einnisten des gefährlichen Schimmelpilzes auch bei längerer Feuchtigkeit
• schränkt die Nahrungsgrundlage der Hausstaubmilbe ein
• ist humanökologisch unbedenklich und entspricht Öko-Tex Standard 100
• behält bei regelmäßiger Pflege seine Wirkung ohne Beeinträchtigung des Wirkungsgrades
• wird in einem besonders umweltfreundlichen und energiesparenden


Mercerisieren

Das Mercerisieren von Baumwolle ist ein Veredelungsverfahren dass der Engländer John Mercer in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat. Er bemerkte beim Filtrieren von Natronlauge durch ein Baumwolltuch, dass das Gewebe aufquoll und anschließend deutlich andere Eigenschaften aufwies. Die Mercerisierung ist ein kostspieliges Veredlungsverfahren und wird nur für sehr hochwertige Baumwollstoffe angewandt.
Beim heutigen Mercerisieren wird Baumwolle unter Einwirkung von Zugspannung konzentrierter Natronlauge ausgesetzt und dadurch verändert sich die innere Struktur und der Querschnitt der Baumwollfaser.

Das Ergebnis ist:
• seidenartigem, waschbeständigem Glanz,
• besserer Färbbarkeit,
• höherer Festigkeit
• weicher fülliger Griff
• höhere Reißfestigkeit
• bessere Dimensionsstabilität des Gewebes.


Merinoschaf
Foto: © Wikipedia GNU Free Documentation License

Merinoschaf

Das Merinoschaf (Kurzform: das Merino) ist eine Feinwoll-Schafrasse, die ursprünglich wohl aus Nordafrika stammt. Es wurde im 14. Jahrhundert in Spanien aus der Kreuzung einer kleinen asiatischen Rasse mit einem afrikanischen Küstenschaf gezüchtet. Das spanische Königshaus ahndete damals die Ausfuhr der Merinos mit der Todesstrafe, und so wurde die 'spanische Wolle' viele Jahrhunderte lang zur besten Handelsware der Welt. Erst im 18. Jahrhundert gab es auch in anderen Ländern große Merinoherden, heute ist Australien der Hauptlieferant für Merinowolle
Das Merinoschaf wird noch mit der Hand bis auf die Haut geschoren und gibt zwischen zwei und vier Kilogramm Wolle (gewaschen) pro Jahr ab. Merinowolle ist elastisch, wärme- und kälteisolierend und auf ganz besondere Weise feuchtigkeitsausgleichend. Eine natürliche Klimaanlage für Füllungen in Bettdecken.
Laut EU-Verordnung Nr. 1007/2011 gibt es den Begriff „Merino-Wolle“ nicht mehr, denn das Merinoschaf ist ein Schaf und egal, wie stark die Wollqualität sich von der “normaler” Schurwolle unterscheidet, für die EU ist Schaf nun mal Schaf und weil dem so ist, ist der Begriff „Merino-Wolle“ nicht mehr statthaft.


Mikrofaser

Mikrofaser, in der Fachliteratur auch Microfaser bezeichnet, ist eigentlich nichts anderes, als eine besonders feine und dünne Faser, die in ihrer Feinheit die Maßeinheit von einem Dtex nicht überschreiten. Das Gewicht von Mikrofasern liegt bei 0,5 bis 0,7 dtex (= 0,5 – 0,7g pro 10.000 m) und ist somit um einiges dünner als z.B. Seide (1,38 dtex) oder Baumwolle ( 1,5 bis 2,5 dtex). Noch deutlicher wird aber die Feinheit der Mikrofaser, wenn man diese mit einem menschlichen Haar vergleicht, das jeder von uns als sehr dünn kennt. Ein menschliches Haar ist im Durchmesser hundertmal so dick wie eine Mikrofaser. Feinere Fasern (weniger als 0,3 dtex) werden meist als Supermikrofasern oder Ultrafeinfasern bezeichnet. Der Vorteil an diesen extrem dünnen Fasern ist, dass sehr viele Fasern auf engstem Raum ineinander verarbeitet werden und so Ihre positiven Eigenschaften besonders gut entfalten können.
Dabei ist die Mikrofaser selbst an kein bestimmtes Material gebunden, auch wenn sehr häufig eine Polyester-Mikrofaser zum Einsatz gelangt.


Modal

Modal wird oft als modifizierte (verbesserte) Viskose bezeichnet, da sie nach einem leicht abgeändertem Viskose - Spinnverfahren auf der Basis der Zellulose des Buchenholzes hergestellt wird.
Die Faser ist weich und stabil, hat eine verbesserte Reiß- und Scheuerfestigkeit, hohe Elastizität, gute Saugfähigkeit und hohe Gleichmäßigkeit. Sie wird vor allem mit Baumwolle oder mit Polyester gemischt und findet überwiegend bei Bettwäsche Verwendung.


Mohair
Foto: © Wikipedia public domain

Mohair

Die Mohairziege, auch Angoraziege genannt (nicht zu verwechseln mit Angorawolle aus den Haaren des Angorakaninchens), stammt ursprünglich aus den Hochebenen Innerasien, vor allem Tibets und der Mongolei. Heute befinden sich die wichtigsten Zuchtbestände in Südafrika, Australien, der Türkei, Peru, Mexiko, China, Thailand und im Iran. Die Mohairziege ist einer der wertvollsten Ziegenrassen und die Wolle wird - durch Scheren des sehr lang gewachsenen Haarfelles gewonnen. Mohair ist die spezifisch leichteste Textilfaser und für sein langlockiges, seidig glänzendes Haar und für seine Weichheit und Feinheit bekannt.
Mohair ist strapazierfähig, sehr weich und flauschig und kann gut Wärme speichern. Verwendet wird Mohair vor allem in Bettdecken.




N
Nackenrolle
Foto: © Fa. Paradies

Nackenrolle

Die Nackenrolle kommt aus Frankreich und ist in der dortigen Bettkultur nicht weg zu denken. Die schmale Form der Nackenrolle schmiegt sich in optimaler Weise an den Halsbereich zwischen Kopf und Schulter an, sie füllt den Hohlraum zwischen Kopf und Schultern fast vollständig aus und entlastet so die Wirbelsäule. Rückenbeschwerden kann so entgegengewirkt werden. Zum Lesen etc. kann dies befürwortet werden, ein Schlaf auf der Nackenrolle ist jedoch abzulehnen, da diese zwar den Nacken, nicht aber den Kopf abstützt. Sie kann aber im Beinbereich vorrübergehend zur Entlastung der Venen eingesetzt werden.
Die Standardgröße der Nackenrolle beträgt 40 x 15 cm und sie wird in vielerlei Füllungen angeboten.


Nackenstützkissen
Foto: © Quelle: Paradies GmbH. Neukirchen-Vluyn

Nackenstützkissen

Im Reigen der vielen Kissenformen darf das Nackenstützkissen nicht fehlen. Obgleich einfache Kissen, die man sich zum Schlafen zurechtknautscht, noch immer dominieren, haben inzwischen auch vorgeformte Nackenstützkissen einen festen Marktanteil, denn sie sind für einen optimalen Schlaf besonders geeignet, wenn sie an Gewicht, Größe und Schlafgefühl des Nutzers angepasst sind. Tatsächlich können Nackenstützkissen aus orthopädischer Sicht Menschen helfen, die häufig über eine verspannte Halsmuskulatur klagen. Sie können dabei einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie Nacken und Rücken entlasten und auf diese Weise schmerzhaften Folgeerscheinungen vorbeugen. Doch ein Nackenstützkissen ist nicht gleich ein Nackenstützkissen. Außerdem steckt aber hinter fast jedem Nackenstützkissen ein Fachmann oder Orthopäde der behauptet sein Nackenstützkissen sei die ideale Lösung.

Deshalb einige Bemerkungen zu einem guten Nackenstützkissen
• Ein gutes Nackenstützkissen kann nicht billig sein!
• Nackenstützkissen müssen auf die natürlichen Haltung des Schläfers eingehen
• Die Halswirbelsäule darf weder nach oben noch nach unten geknickt werden, sie sollte gerade sein, aber keinesfalls darf sie überstreckt werden.
• Ein zu hohes oder zu flaches Kissen kann dann zu einer verkrampften Schlafhaltung führen und Verspannungen verursachen
• Im Idealfall stützt das Kissen Kopf und Nacken und ist in der Liegehöhe variabel. Die Schulter gehört beim Schlafen nicht aufs Kopfkissen, sie sollte davor auf der Matratze liegen
• Wenn Fehlhaltungen im Alltag der Grund für Nackenprobleme sind, wird das Kissen sie nicht lösen. Es kann aber immerhin zu einem entspannten Schlaf beitragen, indem Kopf und Wirbelsäule gerade liegen und die Halswirbelsäule günstig liegt.
• Nackenstützkissen lassen sich - im Unterschied zum normalen Kopfkissen – nicht verformen und knüllen. Das soll aber so sein, nur so kann das Kissen uns in jeder Schlaflage richtig unterstützen.
• sehr hohe und feste Nackenstützkissen sind nicht unbedingt für Rückenschläfer geeignet. Das hohe Kissen kann dazu führen, dass die Wirbelsäule überdehnt.
• Für Seitenschläfer sollten die Kissen nicht zu Flach sein, immerhin soll der soll der Raum zwischen Schulter und Kopf so aufgefüllt werden, dass der Kopf entspannt liegen kann und die Muskulatur abschalten kann.
• Welches Nackenstützkissen in Frage kommt, hängt sehr stark von der Schlafposition des Schläfers ab.

Rein äußerlich gleicht ein Nackenstützkissen oft dem anderen und erst ein Querschnitt des Innenlebens zeigt deutliche Unterschiede der einzelnen Produkte. Ein Stützkern kann aus Polyätherschaum oder Latex bestehen und es kann eine Vielzahl an Materialien wie z.B. Latex, Schaumstoffe oder viscoelastische Schäume eingesetzt werden. Oft sind Nackenstützkissen die in der Höhe verstellbar deshalb sind diese Kissen auch mit Schichten befüllt, sodass man individuell eine Schicht entfernen kann, damit das Kissen wirklich optimal passt.
Man darf nicht erwarten, dass der Schläfer nach einmal Schlafen vollkommen schmerzfrei ist, denn es kann ein paar Nächte dauern, bis sich der Körper an das neue Kissen gewöhnt. Es kann sogar vorkommen, dass man nach den ersten Nächten gar keine Erleichterung empfindet, sondern sogar das Gegenteil der Fall ist, man fühlt sich schlimmer Geduld ist also gefragt.


Nassspinnverfahren
Foto: © Industrievereinigung Chemiefaser e.V.

Nassspinnverfahren

Im Naßspinnverfahren wird das mit einer Säure aufgelöste Polymer mittels einer Pumpe durch Spinndüsen, welche sich in einen Spinnbad befinden, gepresst. In diesem Spinnbad koaguliert (Koagulieren = Ausflocken) die Spinnmasse durch Einwirkung der Spinnbadlösung. Das Lösungsmittel wird hierbei der Spinnmasse entzogen. Die so gewonnenen Fasern werden aus dem Spinnbad geführt und verstreckt.
Beim Naßspinnverfahren werden die Polymere (gelöst und mit Spinnpumpen durch Spinndüsen in einem Chemikalienbad ausgesponnen. Die Chemikalien bewirken, dass die gelösten Polymere wieder zu festen Fasern werden. Danach werden die Fasern über eine Abzugsvorrichtung verstreckt und aufgewickelt.


Naturfasern

Naturfasern sind alle Fasern, die von natürlichen Quellen wie Pflanzen, Tieren oder Mineralien stammen und sich ohne weitere chemische Umwandlungsreaktionen direkt einsetzen lassen. Sie sind damit abzugrenzen von Chemiefasern, die synthetisch hergestellt werden.

Pflanzliche Fasern sind:
• Baumwolle
• Leinen
• Kokos
• Hanf
• Kapok
• Ramie
• Sisal,
• Jute
• Manila

Tierische Fasern sind:
• Wolle
• Seide
• Angora
• Kaschmir
• Vikunja
• Lama
• Alpaka
• Kamel
• Mohair
• Rosshaar

Mineralische Fasern sind:
• Glasfaser
• Metall (metallisch, metallisiert)

Mehr siehe unter den einzelnen Fasernamen


Naturlatex
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Naturlatex

Naturlatex wird aus dem Rindensaft des Gummibaums in Malaysia, Kambodscha und Indonesien gewonnen. Dazu wird die Rinde des Baumes angekratzt und der auslaufende Saft in kleinen Behältern aufgefangen.
Um das Gerinnen zu verhindern, befindet sich in jedem Gefäß eine kleine Menge konservierender Flüssigkeit.
Ein solcher Baum kann ab dem Alter von 5-7 Jahren angezapft werden und ist nach etwa 25 Jahren verbraucht. Die Latexmilch besteht zu 35 % aus Gummikügelchen, außerdem aus Zucker, Salz, Fett und Eiweiß. In Zentrifugen wird der Gummianteil abgeschieden (Rohkautschuk). Der Rohkautschuk wird mit Stabilisatoren vermischt und mit reiner Luft aufgeschäumt, anschließend in eine Form gefüllt und 'Gebacken'. Nach der Entformung wird der Latexkern gewaschen, geschleudert und getrocknet. Anschließend erfolgt die Weiterverarbeitung und Konfektionierung. Wie jedes Naturprodukt, unterliegt das Material Qualitätsschwankungen, die von Wettereinflüssen im Anbaugebiet geprägt sind.
„Reiner Naturlatex“ bedeutet, dass ausschließlich natürlicher Rohlatex zu den Schaumkernen verarbeitet wird ohne jegliche Anteile von synthetisch hergestelltem Latex. Die Bezeichnung „100 % Naturlatex“ bezieht sich auf das Polymer und bedeutet nicht, dass bei der Herstellung des Latexschaums keine Hilfsmittel wie Konservierungsstoffe, Schäumungsmittel, Vulkanisiermittel und Alterungsschutzmittel zugesetzt werden, deren Gesamtmasse aber nicht mehr als 5 % betragen darf.
Es ist technisch nicht möglich, Latexkerne ohne derartige Hilfs- und Ergänzungsstoffe herzustellen.
Die Bezeichnung '100 % Natur-Latex' wird daher oftmals missverstanden und kann als irreführende Werbung deklariert werden. '100 % Natur-Latex' heißt hier jedoch, dass das Primärmaterial für den Rohling, also der Latex, zu 100 % natürliche Ursprungs ist und keinerlei synthetischer Latex zugesetzt. Wenn jedoch der Begriff 'Naturlatex ' verwendet wird - ohne 100 % -, so kann die Matratze zu einem ganz erheblichen Teil auch aus synthetischem Latex bestehen.
Leider ist der Begriff 'Natur-Latex' bis heute weder genormt noch geschützt. Selbst im Internet gibt es über Latex und besonders über den Einsatz von Naturlatex im Matratzenbereich unterschiedliche Aussagen und viele 'Halbwahrheiten'.
Die 100-prozentige Naturlatexmatratze gibt es kaum, da dieser Naturlatex nicht die gewünschte Dauerhaftigkeit und Festigkeit aufweisen kann. Außerdem ist der Naturlatex nicht nur ein sehr teurer Rohstoff, sondern bei der industriellen Matratzenherstellung nicht immer in gleicher Qualität produzierbar. Die Sicherheit, eine Matratze zu erwerben, die ausschließlich aus Naturlatex gefertigt wurde, gibt lediglich das Gütesiegel QUL ('Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.'), das nur an Matratzen mit einem Naturlatexanteil von 100% vergeben wird.
Vorteile von Naturlatex:
• sorgt für ein komfortables Schlafklima
• passt sich sehr gut an die Körperkonturen an
• hat eine sehr hohe Punktelastizität
• weist ein sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten auf


Netzfreischaltung

Netzfreischaltung ist ein Begriff der nur bei motorisch verstellbaren Rahmen vorkommt. Nach jeder Motorbetätigung wird erfolgt automatisch eine Netzabschaltung, so dass der Motor nur dann Energie liefert, wenn dieser eingeschaltet ist. In der restlichen Zeit hat die Netzfreischaltung die Netzspannung schon im Stecker abgeschaltet. So werden störende elektromagnetische Felder verhindert, da keine Wechselspannung mehr an den Verbrauchern gelangt.
Außerdem spart die Netzfreischaltung Energie und schont durch die Energieeinsparung auch noch die Umwelt.


Neue Feder

Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 versteht man unter diesem Begriff:

'Feder, die nach dem Rupfen noch nicht als Füllmaterial verwendet wurde'.


Neuware

Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 darf eine Füllung als „neu“ bezeichnet werden, wenn der Anteil der anderen Elemente (Daunenflug, Federnflug, wiederaufbereitete Federn und Daunen, Rückstände)

• bei Füllungen aus Wassergeflügel 5% nicht übersteigt (Klasse I);

• bei Füllungen aus Wassergeflügel und/oder Landgeflügel 5% nicht übersteigt (Klasse IV).


Nomite
Foto: © Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V.

Nomite

NOMITE ist ein Zeichen des Verbandes der europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie. Damit dürfen die Mitglieder des Verbandes Bettwaren kennzeichnen, die mit Federn und Daunen und mit federn- und daunendichtem Hüllengewebe umhüllt sind.
Mit der Benutzung der Marke „Nomite“ dokumentieren die Hersteller, dass die entsprechenden Bettwaren den Kriterien der PAS 1008 des Deutschen Institutes für Normung (DIN) genügen und sie den Empfehlungen des DIN zur Reduzierung von Hausstaubmilben in Schlafräumen entsprechen, die im informativen Anhang B der DIN EN 13186 – „Anforderungen an mit Federn und Daunen gefüllte Bettwaren“ festgelegt sind.

Die Kernaussage der PAS 1008 ist, dass federn- und daunengefüllte Bettwaren für Hausstauballergiker geeignet sind, da
• Federn und Daunen ein milbenunfreundliches Schafklima schaffen (schneller Wärmeaufbau während des Schlafens, schneller Feuchtigkeitsabbau während der Lüftung), was für die feuchtigkeitsabhängigen Milben ein sehr ungünstiger Standort ist.
• das federn- und daunendichte Hüllengewebe zusätzlich einer Einwanderung der Milben entgegenwirkt.

Zur Zeit werden Nomite-Bettwaren von 47 Firmen aus 15 Ländern in 15 verschiedenen Sprachen angeboten. Neben dem Nomite-Logo garantieren die Hersteller zusätzlich mit Ihrer individuellen Registriernummer die Einhaltung der in der Markensatzung und den Benutzungsbestimmungen festgelegten Qualitätsanforderungen.


Notabsenkung

Eine Notabsenkung hat den Sinn einen Motorlattenrost, bei dem die Verstellmöglichkeiten ausgenutzt wurden ohne Strom wieder in die waagerechte Schlafposition zu fahren. Hier gibt es Motorausführungen, die dies mittels einer Batterie lösen oder die man mechanisch per Hand absenken kann, was den Vorteil hat, dass man nicht auf den aktuellen Ladezustand der Batterie angewiesen ist.




O

Oberbett

Oberbegriff für alle gefüllten und wärmenden Zudecken, siehe Ballonbett.


Ofenbett

Siehe Kang




Ö
Öko Control
Foto: © www.oekocontrol.com

Öko Control

Das ÖkoControl Siegel existiert seit 1997 und Zeichengeber ist die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser mbH. Das ÖkoControl Siegel ist somit kein staatliches Siegel, sondern eine Selbstverpflichtung des organisierten ökologischen Einzelhandels, Produkte aus Gründen der Verbrauchersicherheit regelmäßig nach strengen Kriterien bei unabhängigen Prüfinstituten auf Schadstoffe überprüfen zu lassen.

Matratzen
ÖkoControl testet nur Matratzen aus natürlichen Materialien, die nicht synthetisch fixiert
oder mit Motten- und Flammschutzmitteln ausgerüstet sind.

Kriterien
• der Einsatz von Klebern oder synthetischen Nähgarnen ist auf ein Minimum reduziert
• Synthetische Vliese werden nicht akzeptiert
• Nur natürlicher, kein synthetischer Latex). Es gelten hier die Kriterien des Qualitätsverbandes umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL) e.V.
• Matratze metallfrei wegen möglicher Magnetfeldanomalien
• Natürliches Polstermaterial (Latex, Rosshaar, Kokos etc.)
• Keine großflächige Verklebung bei Matratzen

Bettwaren Bettwäsche und Bezugsstoffe für Unterbetten, Zudecken, Kissen und Wolldecken

Kriterien
• Bettwäsche aus pflanzlichen Materialien, Materialen nur aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA)
• Bettwaren (Bettdecken, Kissen, Unterbetten) mit pflanzlichen oder tierischen Füllmaterialien. Tierische Rohstoffe (z. B. Schurwolle) möglichst aus artgerechter Tierhaltung
• Kissen mit Naturkautschuk- Kern oder Füllung aus Naturkautschuk-Flocken
• keine Pestizide o. a. andere Schadstoffe, keine chemische Mottenschutzausrüstung
• keine chemischen Weichmacher, keine synthetischen Ausrüstungen
• keine Azofarben
• keine antibakterielle Ausrüstungen z.B. mit Triclosan und optische Aufheller


Öko-Tex® Standard 100
Foto: © OEKO-TEX®

Öko-Tex® Standard 100

OEKO-TEX® Standard 100
Der 1992 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt „OEKO-TEX® Standard 100“ ist ein weltweit anerkanntes Prüf- und Zertifizierungssystem, das die Verwendung von möglichen Schadstoffen in Textilien im Rahmen von umfangreichen Labortests ausschließt bzw. streng reglementiert. Textilprodukte dürfen nur dann mit dem OEKO-TEX® Label ausgezeichnet werden, wenn sämtliche Bestandteile den geforderten Prüfkriterien entsprechen, also auch Zubehör.
Beispiele für zertifizierbare Artikel: rohe und gefärbte/veredelte Garne, rohe und gefärbte/veredelte Gewebe und Gestricke, konfektionierte Artikel (Bekleidung aller Art, Heim- und Haustextilien, Bettwäsche, Frottierwaren, textile Spielwaren u.v.m.)
Die Schadstoffprüfungen umfassen:
• gesetzlich verbotene Substanzen
• gesetzlich reglementierte Substanzen
• bekanntermaßen gesundheitsbedenkliche (jedoch noch nicht gesetzlich geregelte Chemikalien)
• sowie Parameter zur Gesundheitsvorsorge

In ihrer Gesamtheit gehen die Anforderungen deutlich über bestehende nationale Gesetze hinaus.

Produktklassen
Es wird in vier Produktklassen unterschieden und Bettwäsche fällt in die Produktklasse I und II und Matratzen in die Produktklasse IV. Eine mit diesem Zeichen deklarierte Matratze oder Bettwäsche ist nach den von der 'Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil-Ökologie wissenschaftlich erarbeiteten Schadstoffgrenzwerten geprüft.
Dabei sind Konzentrationen von Substanzen, von denen nach normalem Gebrauch ein schädlicher Einfluss auf den Benutzer ausgehen kann, zu vermeiden.
Es sind Kriterien und Grenzwerte ausgearbeitet, aufgestellt und dokumentiert worden, die eingehalten werden müssen. Dabei ist es unerheblich, ob das textile Gut aus Natur- oder Kunstfasern oder aus Mischungen von beidem besteht, ob es gefärbt oder ungefärbt ist.
Mittlerweile sind dreizehn Institute tätig, und die Aktivitäten erstrecken sich auf Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden und die Schweiz.

Der 'Öko-Tex-Standard 100' prüft Textilien auf:
• pH-Werte
• 'freien und abspaltbaren Formaldehydgehalt
• Extrahierbare Schwermetalle * Gehalt an Pestiziden
• Gehalt an Pentachlorphenol und Tetrachlorphenol
• Azo-Farbstoffe und deren Spaltprodukte
• Allergisierende Farbstoffe * Farbechtheiten
• Geruch

Siehe auch:
www.oeko-tex.com




P

Perkal

Perkal ist ein leichter, in Leinwandbindung gewebter Baumwollstoff. Aufgrund seiner Feinheit und Dichtheit wird er bevorzugt als Bettwäsche und als Material für Oberbetten (Einschütte = Daunenperkal) eingesetzt.
In heißen Sommernächten liegt die atmungsaktive Bettwäsche angenehm kühl auf der Haut. Durch die Verwendung von reiner Baumwolle ist Perkal sehr hautfreundlich. Er schmiegt sich nicht an wie der Satin, sondern hat Stand und Eigenleben.


Pflegebett

Der Begriff Pflegebett bezeichnet ein Bett, das an die besonderen Merkmale und Bedürfnisse von Menschen in einer Phase der Krankheit oder mit Behinderungen angepasst ist. Ein Pflegebett soll dem Patienten Erleichterung verschaffen. Heutzutage muss es auch nicht mehr nach Krankenhaus aussehen. Häufig wird dieses mit einem Seniorenbett verwechselt.
Das Einsatzgebiet von Pflegebetten ist in der häuslichen bzw. stationären Pflege (Alten- und Pflegeheime).

Das Pflegebett besteht u.a. aus:
• einem Grundgestell, das zugleich auch den Bettrahmen hält,
• einem Lattenrost mit mehreren Möglichkeiten der Hochlagerung (z. B. Beine, Rücken),
• der Höhenverstellung der gesamten Liegefläche
• Feststellbare Rollen mit min. 100 mm Durchmesser, um das gesamte Pflegebett transportieren zu können,
• Aufrichthilfe mit einem Triangelgriff (Bettgalgen),
• Seitengitter, um das Herausfallen der Patienten zu verhindern,
• Fixierungsvorrichtungen, um unruhige Patienten zu 'sichern'.

Natürlich gehört zum Pflegebett auch eine, idealerweise auf den Patienten abgestimmte, geeignete Matratze. z. B. Bandscheiben, Dekubitus, usw. Da hier besondere Anforderungen an die Hygiene bestehen, muss die Matratze mit abnehmbaren und waschbaren Bezügen versehen sein.
Pflegebetten unterliegen in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb den Bestimmungen.

des Medizinprodukte-Gesetz (MPG) (Gesetzgebung in Deutschland)
der 93/42 EWG EG-Medizinprodukte-Richtlinie
89/336 EWG Elektromagnetische Verträglichkeit
EN 1441 Risikoanalyse Medizinprodukte (Siehe Risikomanagement)
EN 1970
DIN EN 60601-1 medizinische elektrische Geräte
DIN EN 60601-2-38 + A1
DIN EN 60601-2-52 (Vorgesehen als Ersatz für EN 1970 und DIN EN 60601-2-38)


Pflegesymbole

Die Pflegesymbole verraten wie Textilien beim Waschen, Trocknen, Bügeln oder Reinigen richtig behandeln werden.. Die Tabellen zeigen, was jedes einzelne Symbol bedeutet und was man bei einem bestimmten Zeichen tun oder lassen muss.
Um sich im Zeichendschungel zurechtzufinden und Textilien gemäß den Empfehlungen pflegen zu können, zeigt die Übersicht die Bedeutungen der einzelnen Symbole.


Quelle:

Pikee

Pikee (frz. Piqué, engl. Guilting, Marseille) ist ein meist baumwollenes aber auch aus 50 % Baumwolle und 50 % Polyester hergestelltes Mischgewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Es erscheint wie gesteppt (piqué) und gehört zu den Doppelgeweben.
Pikee hat eine waffelartig wirkende Struktur, wobei die einzelnen „Waffeln“ unterschiedlich groß sind, sodass der Stoff entsprechend feiner oder gröber aussieht. Dieses Aussehen entsteht durch eine besondere Webtechnik.
Dieser Stoff wird für leichte Sommerdecken eingesetzt, denn Pikee ist weicht, nimmt optimal Schweiß auf, bindet den Geruch und transportiert die Feuchtigkeit nach außen.


Pique

siehe Pikee


Plumeau

Plumeau (abgeleitet von frz.: plume = Feder) ist ein anderer Ausdruck für eine Bettdecke.


Polsterbetten

Der Begriff “Polsterbetten” trifft nicht explizit auf eine Bettenart zu. So können zum Beispiel das Himmelbett, das Ehebett etc. Polsterbetten heißen, weil zwischen Bettbezug und Gestell ein Polstermaterial eingearbeitet wurde.

Stabilität bekommt das Polsterbett durch einen Rahmen aus qualitativ hochwertigem Holz oder einer Faserplatte auf den Polstervlies oder Watte aufgebracht wird. Die äußere Hülle, die dem Bett seine Optik verleiht, besteht aus hochwertigem Stoff, Leder oder Kunstleder und das ist es, was ein Polsterbett von herkömmlichen Betten abhebt. Abgewandelte Versionen zeigen auch bezogene und gepolsterte Rückenlehnen und Fußteile. Einige Modelle sind mit höhenverstellbaren Kopf- und Fußteilen erhältlich.

Basis für die Unterfederung ist der Lattenrost und auf diesen kommt die Matratze. Diese gibt es genau wie bei normalen Betten in jeder Preislage und Ausführung.
Man kann es auf einen einfachen Nenner bringen - je dicker die Polsterung umso bequemer ist das Bett.
Durch den Freiraum unter dem Lattenrost entsteht mehr Stauraum. Eine Vielzahl von Polsterbetten hat einen Bettkasten wo Kissen und Decken verstaut werden können und Dank der verschiedenen Größen sind Polsterbetten nicht an Durchschnittsnormen gebunden.

Polsterbetten gibt es genau wie ganz herkömmliche Betten in nahezu allen Größen und Abmessungen wie
• 140x200cm
• 160x200cm
• 180x200cm
• 200x200 cm
sind in Deutschlands Schlafzimmern keine Seltenheit.

Polsterbetten werden sehr oft durch den Verbraucher unter der Kategorie Boxspring wahrgenommen. Es ist sicherlich in das “Segment“ einzuordnen und doch sind es im Aufbau zwei grundverschieden Betttypen.


Polsterträger

Der Polsterträger beim Matratzenaufbau hat die Aufgabe die darauf folgenden Polsterschichten gegen ein Durchreiben zu schützen. Polsterträger findet man in der Regel nur bei offenen Kernsystemen und teilweise beim Zylinder- und Taschenfederkernen.
Polsterträger werden in unterschiedlichsten Materialen verwendet, wie z.B. Schäume aller Art, Latex aber auch aus Naturmaterialien wie Rosshaar, Sisal, Kapok, Kokos u. ä. bestehen. Auf den Polsterträger folgt das Grobpolster und das Feinpolster.

Siehe Grobpolster, Feinpolster


Polyacryl

Polyacryl ist eine Chemiefaser auf Erdölbasis. Bei einem Acrylnitril-Anteil von 85% wird als sie als Polyacryl und bei einem Anteil von 35-38% als Modacryl-Faser bezeichnet. Polyacryl wird ebenfalls zu den Chemiefasern aus synthetischen Polymeren gezählt. Polyacryl wird in der Regel durch Polymerisation im Nass- oder Trockenspinnverfahren hergestellt und fast ausschließlich wie Polyester oder Polyamid als Spinnfasern gewonnen.
Polyacryl kann alleine oder in Mischungen mit Natur- oder anderen Chemiefasern verwendet werden.
Polyacrylfasern sind bauschig und haben einen wollähnlichen Charakter. Daher wird Polyacryl gerne zur Herstellung von Schlafdecken verwendet. Das Material hat ein gutes Wärmerückhaltevermögen, ist knitterarm, gut anfärbbar, ist elastisch und weich.


Polyaddition

Neben der Polykondensation und der Polymerisation ist die Polyaddition eine der drei Arten, durch welche Spinnmassen Chemiefasern hergestellt werden.
Wie der Name schon sagt werden bei der Polyaddition kleine Einzelmoleküle durch die Umsetzung zwischen reaktionsfähigen Gruppen von Atomen und anderen Molekülen ohne einer Abspaltung von Nebenprodukten, wie z.B. Wasser verknüpft.


Polyamid

Polyamid ist der Sammelbegriff für Kunstfasern aus Makromolekülen, die durch Polykondensation von Aminen oder durch Ringöffnung von Caprolactam hergestellt werden. Das Herstellungsverfahren ist dem Verfahren bei Polyester gleichzusetzen.

Polyamid-Fasern können je nach Querschnitt und je nach ihrer weiteren Bearbeitung fein und glatt oder gekräuselt sein, glänzend oder matt und können in Reinform oder in Mischungen mit Natur- oder anderen Chemiefasern verarbeitet werden.
Siefinden Einsatz bei Bettenfüllungen und bei Bezugsstoffen für Bettwäsche und können auch zu Mikrofasern verarbeitet werden.


Polyester

Der Name setzt sich aus „Ester“ = Kohlensäure und der Vorsilbe „Poly“ zusammen. Ester sind in der Chemie eine Stoffgruppe, die aus verschiedenen Monomeren zusammengesetzt sind. Diese Monomere sind entscheidend dafür, welche Eigenschaften der Polyester aufweist hat und wie er dann entsprechend eingesetzt werden kann.
Die Herstellung erfolgt durch Polykondensation und gewonnene Ausgangsstoffe müssen so aufbereitet werden, dass sie zu Fasern geformt werden können. Dazu ist es notwendig sie in eine „Spinnmasse“ zu überführen und diese nach dem Verlassen des Reaktionsgefäßes abzukühlen und zu Schnitzeln (Granulat) zu zerkleinern. Das sogenannte Granulat bildet die Grundlage für den sich anschließenden Spinnprozess. Dieser wird im Schmelzspinnverfahren durchgeführt.
Polyester wird als Füllungen für Bettwaren und für Bettwäschestoffe unter diversen Markennamen eingesetzt.


Polyestermarken

Polyester-Marken sind u.a.:

Advansa Thermocool
Aerelle
Allerban
Climarelle
Comforel
CoolMax
Dacron
Dacron Plus
Hollofil
Hydrofix
Quallofil
Securelle
Suprelle
Thermolite
Tesil
Diolen
Hahl PET
Monosuisse PET
Polyester Hochfest
Trevira Bioactive
Trevira Classixx
Trevira CS
Trevira CS Bioactive
Trevira Fill
Trevira Home
Trevira Perform
Trevira Polair
Trevira Xpand


Polykondensation

Neben der Polyaddition und der Polymerisation ist die Polykondensation eine der drei Arten, in denen Spinnmassen von Chemiefasern hergestellt werden.
Bei der Polykondensation reagieren viele Monomere unter Abspaltung von Nebenprodukten (z.B. Wasser) zu Makromolekülen. Diese Abspaltung von Nebenprodukten wird als Kondensation bezeichnet und unterscheidet damit die Polykondensation von der Polymerisation und der Polyaddition. Polyamide und Polyester werden in diesem Verfahren hergestellt.


Polymerisation

Eine Polymerisation ist eine chemische Reaktion, bei der fortlaufend Monomere an ein wachsendes Polymer angegliedert werden. Die Polymerisation zählt ebenso zu den drei Arten, durch welche Spinnmassen von Chemiefasern hergestellt werden.


Polyurethan

Polyurethan ist ebenso wie Polyester eine Chemiefaser auf der Basis fossiler Rohstoffe (Erdöl). Polyurethan ist eine elastische Faser. Polyurethan wird normalerweise nicht rein verwendet, sondern anderen Fasern beigemischt, um diesen Elastizität zu geben. Polyurethan ist der Hauptbestandteil von Elasthan und Spandex.


Punktelastizität

Die Elastizität von Matratzen wird in die zwei Kategorien
• Punktelastizität
• Flächenelastizität
unterteilt.

Punktelastizität
Punktelastizität bedeutet wie der Name schon sagt, punktgenaue Anpassung der Matratze an den Körper. Gibt eine Matratze nur in dem Bereich nach, wo es zur Druckeinwirkung kommt, und wird der Widerstand bei zunehmender Eindringtiefe größer bzw. behalten die Areale um diesen Punkt herum ihre ursprüngliche Position, spricht man von einer punktelastischen Matratze.
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Das ergibt folgende Vorteile der punktelastischen Matratze:
• Sie passt sich optimal der Körperform an
• Es sinken nur die Körperteile ein, die auch einsinken sollen
• Die anderen Körperbereiche werden durch die Punktelastizität behutsam gestützt.
• Die Matratze schmiegt sich von den Fersen über Kniekehlen, Gesäß und (Hohl-)Kreuz genauso stark an Ihren Körper an wie im Bereich der Brustwirbelsäule und der Schultern

Punktelastische Matratzen sind besonders geeignet für Menschen
• die häufig oder ausschließlich auf der Seite schlafen
• die orthopädisch korrektes Liegen wünschen
• die unter Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen leiden.

Besonders punktelastisch reagieren z. B. viscoelastische Matratzen, Kaltschaummatratzen und Latexmatratzen. Mittlerweile verfügen aber auch bestimmte Federkernmatratzen wie Tonnentaschenfederkernmatratzen und Taschenfederkernmatratzen über eine gute Punktelastizität
Manche Menschen empfinden allerdings punktelastische Matratzen eher als unangenehm und schwammig. In diesem Fall sollte auf eine flächenelastische Matratze zurückgegriffen werden.

siehe auch Flächenelastizität


Punktstep
Foto: © Lück GmbH & Co. KG

Punktstep

Es werden Punkte (Kreise von ca. 1-2-cm) abgesteppt, die gleichmäßig über das Inlett verteilt sind. Wir finden hier keine Stege, es wird Stoff auf Stoff genäht. Das Bett hat eine recht breite Füllvariation für Daunenfüllung. Es ist jedoch nicht leicht zu entleeren und die Füllung kann verrutschen. Aufgrund der vielen Kältebrücken ist es hervorragend als Sommerbett geeignet.




Q

Quadratsteppung

Diese Form finden wird für Federn- und Daunenfüllungen, Baumwolle, Seide und Synthetische Fasern verwendet. Sie ist maschinell einfach zu verarbeiten. Meist sind keine Stege eingearbeitet, wodurch Kältebrücken entstehen. Das Material kann der Decke nicht entnommen werden, ohne dass das Inlett zerstört wird. Eine Sonderform der Quadratsteppung stellt die Climabalance dar. Hier befinden sich anstelle der Nähte ein durchbrochener Stoff, wodurch ein kühleres und luftigeres Schlafklima erreicht wird.


Queen Size Bett

Die Bezeichnung Queen Size Bett stammt aus dem englischsprachigen Raum. Die handelsüblichen Matratzen in den USA haben eine andere Größe als die europäischen.
Die Größe das Queen Size Bett ist durchschnittlich mit 152 x 203 cm. Leichte Unterschiede in der Größe gibt es um wenige Zentimeter, in der USA, sowie in England und Irland. Somit ist das Queen Size Bett etwas breiter als ein herkömmliches Doppelbett und hat immer eine durchgehende Matratze, wodurch die Besucherritze vermieden wird.
Ein Bett mit zwei Matratzen dagegen wird Twin Size Bett genannt. Die in den USA üblichen Sondergrößen wie Olympic Queen und California Queen sorgen nur für Verwirrung.
Hotels bieten die exklusiven Betten häufig als besondere Ausstattung an und auch im privaten Bereich steht das Queen Size Bett für gehobene Schlafansprüche, bei dem Optik und Design mit einem hohen Komfort verbunden sind.


Quilt
Foto: © Quelle: Wikipedia, Creative-Commons-Lizenz, Urheber Bernadette Mayr

Quilt

Ein Quilt ist eine ursprünglich lange vor unserer Zeitrechnung in Ägypten entwickelte und dank der Kreuzritter in Europa eingeführte aus kleinen, verschiedenfarbigen, zugeschnittenen Stoffstücken zusammengesetzte gesteppte Decke. Diese besteht aus mindestens zwei, in der Regel aus drei Lagen. Oben liegt die Schauseite, die Zwischenlage bildet ein wärmendes Vlies aus Wolle, Baumwolle, Seide oder Synthetik. Die Rückseite oder die Unterseite besteht zumeist aus einer Stoffbahn. Diese drei Lagen werden mit groben Heftstichen oder Sicherheitsnadeln gegen ein Verschieben während der weiteren Bearbeitung fixiert.
In den USA ist der Quilt als Bettdecke so selbstverständlich ist wie das 'Paradekissen' im Deutschland.


QUL-Qualitätssiegel
Foto: © Qualitätsverband Umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.

QUL-Qualitätssiegel

Seit 1997 vergibt der QUL das Qualitätssiegel bzw. das Zertifikat an Naturlatex-Produkte nach sorgfältiger und umfassender Laboranalyse. Die detaillierten Prüfkriterien, Vergaberichtlinien und Prüfparameter, sowie Muster von Siegel und Zertifikat finden Sie in den entsprechenden Rubriken.

Das QUL Zertifikat verhindert, dass in Latexmatratzen folgende Inhaltsstoffe in bedenklichen Konzentrationen vorkommen:

  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC)
  • Pestizide
  • Gesundheitsschädigende Schwermetalle
  • Pentachlorphenol (PCP)
  • Nitrosamine


Auszug aus den Prüfkriterien

Prüfkriterien und Umfang des Zertifikates

  • Chemische Prüfung
  • Prüfungen im Latexkern
  • Prüfungen im latexierten Kokos, latexiertem Rosshaar
  • Prüfungen in Füllstoffen aus pflanzlichen und tierischen Fasern
  • Prüfungen in Überzugsmaterialien aus pflanzlichen und tierischen Fasern
  • Zusätzliche Prüfungen in gefärbten Materialien
  • Prüfung des kompletten Matratzenaufbaus
  • Prüfung der Parameter wie oben


Die Teilprüfung und Zertifizierung des Matratzenkerns auf VOC, CS2 und Nitrosamine wird für die Zertifizierung der kompletten Matratze nach QUL-Standard anerkannt.

Prüfumfang für das QUL-Zertifikat
Das QUL-Zertifikat beinhaltet die komplette chemische Prüfung. In dem Zertifikat wird auf die Teilprüfungen sämtlicher Inhaltstoffe unter Angabe der Prüfberichte und der prüfenden Labore des QUL verwiesen. Die Prüfung erfolgt mindestens 1 x jährlich nach den Kriterien des QUL.

Weitere ausführliche Angaben unter: www.qul-ev.de




R
RAL
Foto: © RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.

RAL

RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. ist die unabhängige Organisation, die RAL Gütezeichen für Produkte und Dienstleistungen anerkennt. Die Grundlagen der Anerkennung sind für jedes Gütezeichen die gemeinsam z. B. mit Behörden, Verbänden, Verbraucherinstitutionen oder Prüfinstituten individuell festgelegten Anforderungen. Die Einhaltung der Gütebedingungen wird kontinuierlich und unangemeldet von neutralen Prüfstellen, Institutionen oder vereidigten Sachverständigen überprüft.

Ein sicherer und zuverlässiger Wegweiser ist das RAL Gütezeichen. Der Grund ist das einzigartige System der RAL Gütesicherung. Diese umfasst eine Vielzahl von Aspekten, die für die Nutzung wichtig sind, was den Verbraucherschutz fördert und für die Wirtschaft einen Rationalisierungseffekt mit sich bringt.


RAL-GZ 430/6 Matratzen
Foto: © Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V.

RAL-GZ 430/6 Matratzen

Das RAL Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung in Sankt Augustin bei Bonn vergibt unter der Nummer RAL-GZ 430/6 das Gütezeichen für Matratzen. Die Kennziffer 430 steht für Möbel und gliedert sich in knapp ein Dutzend einzelne Möbelstücke. Zu denen gehören unter anderem die Matratzen. Vergeben wird das RAL-Gütezeichen von der DGM, der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel mit Sitz im bayerischen Fürth.
Die dafür zu erfüllenden DGM-Kriterien - beispielsweise Qualität, Verarbeitung und strenge Werte zum Schadstoffgehalt – müssen die die Matratzen erfüllen um das Gütezeichen „ Goldens M“ ´zu erhalten.
Damit das 'Goldene M' nicht missbraucht wird, hat die Deutsche Gütegemeinschaft ein paar einfache aber effektive Sicherungen eingebaut. Denn grundsätzlich gilt: Die Gütesicherung und Zertifizierung der Matratzen wird bei der Geschäftsstelle der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel hinterlegt und überwacht. Der Nachweis der Gütesicherung 'Goldenes M' ist im sogenannten Genehmigungsausweis dokumentiert.


RAL-GZ 441/1, Polyätherschaummatratze

RAL-GZ 441/1, Polyätherschaummatratze, Ausgabe 2.96 wurde 31.12.2006 außer Kraft gesetzt und durch ein neues Gütezeichen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) ersetzt.


RAL-GZ 441/2, Federkern-Matratzen

RAL-GZ 441/2, Federkern-Matratzen, Ausgabe 8.90 wurde 31.12.2006 außer Kraft gesetzt und durch ein neues Gütezeichen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) ersetzt


Ramie

Die Ramie gilt als ausgesprochen hochwertige 'Bastfaser', wird aber dennoch nur in unbedeutenden Mengen gewonnen und verarbeitet. Die Ramie auch Chinagras genannt gilt als älteste Kulturpflanze Ostasiens gilt, wird besonders in Indonesien, China, Japan und Indien angebaut. Man findet sie aber auch in Südamerika und vereinzelt in Europa. Sie gilt als ausgesprochen hochwertige 'Bastfaser' und wird aus dem Stängel eines nesselartigen, mehrjährigen Gewächses gewonnen. Sie ist sehr haltbar, reißfest, außerordentlich fein und muss nicht gebleicht werden, weil sie von Natur aus schneeweiß ist. Wegen ihrer Faserlänge und hohen Reisfestigkeit wird Ramie ab und zu mit Flachs zu besonders hochwertigen Leinengarnen versponnen.


Raumgewicht

Das Raumgewicht - abgekürzt RG - gibt die Dichte des verwendeten Schaums für die Kernherstellung von Schaummatratzen in Kilogramm pro Kubikmeter an, bestimmt damit den Materialeinsatz und stellt somit ein entscheidendes Qualitätsmerkmal im Matratzenbereich dar.
Das RG ist wichtig für die Lebenserwartung einer Matratze Je höher das Raumgewicht, desto höher ist die Festigkeit und die Formbeständigkeit. Von guten (langlebigen) Matratzen kann man bei leichtgewichtigen Personen ab einem RG 40 sprechen. Alle Matratzen mit einem RG jenseits der 50 kg/cbm sind als Premiumprodukte anzusehen.
Bei einem höherem Raumgewicht ist die Wahrscheinlichkeit der Kuhlenbildung bzw. des Durchliegens der Matratze wesentlich geringer ist und somit das Liegeverhalten insgesamt ergonomisch besser.

Dabei ist in jedem Fall zu beachten, dass das Raumgewicht als solches nicht vergleichbar ist mit dem Härtegrad einer Matratze, sondern lediglich richtungsweisend sein kann.
• RG 20 - 25: sehr leichte Qualität (durchgelegen nach ca. 1-2 Jahren)
• RG 30: leichte Qualität (durchgelegen nach ca. 2-3 Jahren)
• RG 35: gute Qualität (durchgelegen nach ca. 5-6 Jahren)
• RG 40: sehr gute Qualität (durchgelegen nach ca. 6-8 Jahren)
• RG 50 bis RG 60: Top-Qualität für hohe Ansprüche(durchgelegen nach ca. 10 Jahren)
• RG 75: Luxus-Qualität für höchste Ansprüche (durchgelegen größer 10 Jahre)


Raumklima

Das Raumklima beschreibt die Faktoren, die in Innenräumen einen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen haben können. Bei normaler Bettausrüstung und angemessener Schlafkleidung soll die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 14 Grad Celsius und 18 Grad Celsius betragen. Das Raumklima gilt als ein wesentlicher Bestandteil der Wohnqualität und hat einen entscheidenden Anteil an einem erholsamen Schlaf eines Menschen.

Bei einem idealen Raumklima sollte:
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  • die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 14 Grad Celsius und 18 Grad Celsius betragen
  • Nicht im Winter den Thermostat an der Heizung hoch drehen, damit es beim Zubettgehen schön kuschelig ist. Das ist   grundfalsch, wenn die Raumtemperatur über 18 Grad ist.
  • Frischluft ermöglichen werden, jedoch sollte das Bett nicht in Fensternähe aufgestellt werden
  • Gelüftet werden für wenigstens 10 Minuten. Ein einfaches Ankippen der Fenster zählt nicht als Lüften
  • Ein zu trockenes Klima vermieden werden, denn es ist schädlich für die empfindlichen Schleimhäute, die sehr schnell austrocknen können.
  • Grünpflanzen zur Verbesserung der Raumluft sollten eingesetzt werden, denn sie können auch Giftstoffe wie Formhaldehyd aufnehmen.

Reißwolle

Unter Reißwolle versteht man ein aus gebrauchter Wolle oder Wollabfällen durch Reißen gewonnenes Spinnmaterial sehr verschiedener Qualität. Im Bettwarensektor spielt dieses Material keine Rolle.


Renforcé

Renforcé (aus dem frz. renforcer= verstärken) ist ein hochwertiges und feinfädiges Baumwollgewebe in Leinwandbindung. Das feinfädige, glatte Gewebe wird häufig zur Herstellung von Bettwäsche verwendet. Es zeichnet sich durch eine hohe Strapazierfähigkeit und Feuchtigkeitsaufnahme aus. Es hat einen angenehm weichen Griff und eine glatte Oberfläche im Griff, was wiederum einen idealen Untergrund ergibt, um den Stoff mit unterschiedlichsten Designs zu bedrucken. Reforce ist perfekt als leichte Sommerbettwäsche geeignet.


Rheuma-Matratze

Matratzen können keine Krankheit heilen. Wer unter Rheuma leidet, muss zum betreffenden Arzt. Diese Bezeichnung einer Matratze ist daher irreführend.


Roggenstroh

Stroh im Bett hat bereits eine Jahrtausende alte Tradition galt lang als „die“ Schlafunterlage schlechthin. Während früher das Stroh lose in Säcken lag, schnell brach und oft erneuert werden musste bestehen heute Strohmatratzen aus mehreren gepressten Schichten. Es gibt reine Strohkern-Matratzen, sowie Sandwich-Matratzen, die einen Strohkern besitzen, der z.B. von Latex- oder Naturfaserschichten umgeben ist.
Es wird überwiegend Roggenstroh aus biologischem Anbau eingesetzt, da Roggenstroh eine der atmungsaktivsten Strohsorten ist. Aus orthopädischer Sicht können Strohkern-Matratzen nicht empfohlen werden, denn sie sind nur für ausgesprochene Hartschläfer geeignet.


Röhrensteppung
Foto: © Lück GmbH & Co. KG

Röhrensteppung

Die Form ergibt sich aus mehreren, längs gesteppten Röhren. Diese Form wird überwiegend für Betten aus synthetischen Fasern verwendet, ist jedoch auch für Daunen zu verwenden.


Rollrost

Rollrost ist die Bezeichnung für einen preisgünstigen Lattenrost aus stabilen, kaum federnden Holzlatten und da dieser Lattenrost aufrollbar ist , hat sich der Name Rollrost eingebürgert. Dies macht den Rolllattenrost im Gegensatz zu herkömmlichen Lattenrosten leicht transportierbar.
Während noch vor etwa zwanzig Jahren ein Rollrost nur als preisgünstige Alternative zu einem teureren Lattenrost galt, werden heutzutage Rollroste in vielen Preissektoren unter 100 Euro angeboten.
Viele Rollroste werden aus einzelnen, massiven Hartholzlatten (in der Regel Buche) hergestellt, die in gewissen Abständen durch Textilbänder zusammengehalten werden.
Auch bei Rolllattenrosten ist es wichtig, auf die Qualität zu achten, da die einzelnen Latten doch einiges an Gewicht tragen müssen.


Rosshaar
Foto: © Quelle: Wikipedia gemeinfrei

Rosshaar

Rosshaar ist das härtere und kürzere Körperhaar, Schweifhaar und Mähnenhaar von Pferden.
Laut der neuen europäischen Textilkennzeichnungsverordnung (Nr. 1007/2011) dürfen für Rosshaar nur noch folgende Bezeichnungen verwendet werden.

'Haar' mit oder ohne Angabe der Tiergattung (z.B. 'Rinderhaar', 'Hausziegenhaar', 'Rosshaar') für Haare von verschiedenen Tieren.
Die alten Bezeichnungsvorschriften für Polsterfüllstoffe - RAL 399 C 4 sind ungültig.

Rosshaar, das edelste und zugleich teuerste Polstermaterial wird schon seit über 100 Jahren in Matratzen verarbeitet. Es stammt hauptsächlich aus den südamerikanischen Ländern wie Paraguay, Uruguay, Brasilien oder Argentinien sowie aus China und der Mongolei. Rosshaar wird für Rosshaarkissen und Matratzenfüllungen (Vollpolstermatratzen) oder Matratzenkern-Abdeckung verwendet
Rosshaare sind elastisch, atmungsaktiv, wärmt wenig und entwickeln eine gute Füllkraft. Das ursprünglich glatte Rosshaar wird in einer speziellen Behandlung gekräuselt und miteinander versponnen, wodurch eine starke Sprungkraft erreicht wird. Rosshaar kann viel Feuchtigkeit aufnehmen (bis zu 25% des Eigengewichtes) ohne sich feucht anzufühlen. Dadurch führt der Nachtschweiß nicht zu einer feuchten Matratze, was insbesondere bei warmen Temperaturen zu einem angenehm trockenen Bettklima führen soll. Das Liegeverhalten ist eher fest. Rosshaarkissen haben zwar eine gute Stützkraft, sie drücken sich jedoch sehr schnell flach und sind sehr hart. Außerdem sind sie bei Bewegung des Schläfers nicht geräuscharm.


Rückstellvermögen

Unter „Rückstellvermögen“ versteht man die Eigenschaft eines Produktes, die ursprünglichen Maße ganz oder teilweise wieder anzunehmen, nachdem die Kräfte aufgehoben wurden, welche die Ausdehnung oder Verformung verursacht haben. Diese Eigenschaft ist bei Matratzen ein wichtiges Argument und so sind Matratzen mit unterschiedlichen Rückstelleigenschaftenn auf dem Markt.
Kaltschaum-, Visco- und Federkernmatratzen haben z.B. ein unterschiedliches Rückstellvermögen.




S

Samenfasern

Samenfasern sind Baumwolle (CO) aus den Samenhaaren der Frucht der Baumwollpflanze und Kapok (KP) aus dem Inneren der Kapselfrucht des echten Kapokbaumes.


Sanfor
Foto: © SANFOR SERVICE

Sanfor

Eine der bekanntesten Ausrüstungsmarken für krumpfechte Textilien ist das vom Amerikaner Sanford L. Cluett (1874-1968) in den 1930 er Jahren entwickelte Sanfor®-Verfahren. Der Name 'Sanfor®' wurde dabei aus dem Vornamen des Erfinders Sanfor(d) abgeleitet.
'Sanfor' ist das geschütztes Warenzeichen für Gewebe, die nach einem besonderen Verfahren krumpfecht ausgerüstet und nach den Standardvorschriften der Lizenzfirma geprüft worden sind. Der Sanfor-Standard von +/- 1% bedeutet, dass Gewebe mit dem Sanfor-Etikett in der Wäsche nicht mehr als 1% in der Breite und Länge einlaufen oder sich verlängern dürfen. Die Bezeichnung 'Sanfor' oder 'Sanfor Standard' bezieht sich nur auf das Gewebe, nicht auf das Verfahren selbst. Dieses bezeichnet man als kontrollierte, kompressive Krumpfung (System Cluett), die als rein mechanischer Vorgang (Stauchen) auf Spezialmaschinen erfolgt.


Satin

Satin ist zunächst einmal ein Gewebe aus Viskose, Polyester, Baumwolle oder Leinen, welches in Atlasbindung hergestellt wird und bei dem die rechte und linke Warenseite ein unterschiedliches Bild zeigen. Dadurch ergibt sich eine stark glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Wir unterscheiden u.a. in Baumwollsatin, Makosatin, Kettsatin, Daunensatin und ähnliche.


Schaftweberei
Foto: © Wikipedia - gemeinfrei

Schaftweberei

Beim Weben unterscheiden wir zwischen Schaftweberei und Jacquardweberei.
Bei der Schaftwebstuhl wird immer eine Vielzahl von Kettfäden gemeinsam durch einen Schaft zur Fachbildung zusammengefasst und gemeinsam in Gruppen gehoben und gesenkt.
Mit dem Schaftwebstuhl können bindungsmäßige Kleinmusterungen mit begrenzten Rapporten, Streifen, Karos und kleine Designs gewebt werden. Die Variationen der Gewebemuster sind beim Schaftwebstuhl also begrenzt. Bessere Musterungsmöglichkeiten erreicht man mit einem Jacquardwebstuhl.


Schafwolle

Schafwolle ist die Wolle von Schafen und zählt zu den Naturfasern und den nachwachsenden Rohstoffen. Weltweit werden pro Jahr 1,5 Millionen Tonnen Schafwolle geschoren und weiterverarbeitet. Das entspricht mehr als 96 Prozent aller produzierten Tierhaare. Die restlichen vier Prozent verteilen sich auf Mohair, Angora, Cashmere, Lama oder Kamelhaar etc.
Schafwolle ist das Haarkleid des Schafes und wird durch Schur von gesunden, lebenden Schafen gewonnen. Die so gewonnene Wolle stellt ein zusammenhängendes Vlies dar. Schafwolle wird nachweislich seit dem 4. vorchristlichen Jahrtausend verwendet und besitzt bis heute trotz Chemiefasern und Baumwolle in der internationalen Wirtschaft eine große Bedeutung. Es gibt verschiedene Schafzüchtungen, deren Wolle sich in einigen Eigenschaften, wie z.B. Weichheit, Feinheit, Strapazierfähigkeit unterscheiden. Bekannt sind Merinoschafe, Schettlandschafe, Cheviotschafe, Crossbreds etc.
Siehe unter diesen Begriffen.
Der allgemeine Sprachgebrauch setzt den Begriff Wolle mit Schafwolle gleich, aber der Begriff „Schafwolle“ ist der neuen Textilkennzeichnungsverordnung nicht aufgeführt.


Schaumstoff

Schaumstoff, nicht zu verwechseln mit Schaumgummi (Latex-Schaum), ist ein allgemeiner Begriff für einzelliges, poröses Kunstoffmaterial, dessen Zellen je nach Rohstoffbasis und Fertigungsmethode offen oder geschlossen sein können. Im Falle von Matratzen kommen offenzellige Schaumstoffe zum Einsatz. Im Schaumstoff bildet eine kleine Menge Rohstoff in Form von Zellwänden ein sehr großes Volumen.
Schaumstoff - oder auch Polyätherschaum genannt - ist ein künstliches Produkt aus der Retorte und beruht auf einem der Natur nachempfundenen Luftporensystem und ist in der offenporigen, unregelmäßigen Zellenstruktur mit dem Aufbau des Naturschwammes vergleichbar. Schaumstoff ist aber nicht gleich Schaumstoff. Er kann bis 98,5 % auf Luft und nur zu 1,5 % aus Werkstoff bestehen, wäre aber dann für die Matratzenfertigung nicht geeignet. Das Raumgewicht, Stauchhärte und eingearbeiteten Profilen spielen eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich unterscheidet man in der Matratzenproduktion zwischen zwei Schaumstoffklassen:

  • Standardschaum(PUR – Weich-Schaum)
  • Kaltschaum
  • Die PUR- Schaumstoffe wurden schon in den 30ern von Otto Bayer entwickelt. Sie sind das Produkt einer Polyaddition, (chemische Reaktion ist ein Anlagerungsprozess) die aufgrund von Treibmitteln, Stabilisatoren und Katalysatoren vernetzen und zu offenzelligen und unterschiedlichen Schaumstoffprodukten reagieren.


Bei Standardschaummatratzen ist das Material nicht so elastisch wie bei Kaltschaummatratzen
Kaltschaum-Weichschaum oder HR-Schaum ist wie der herkömmliche Standardschaum ebenfalls ein Polyurethan (PU oder PUR), hergestellt.
Siehe unter Kaltschaum


Scheren

Scheren, abstehende Faserenden werden abgeschnitten, das Gewebe wird glatter und schmutzabweisender.


Schimmelpilzallergie
Foto: © Wikipedia - gemeinfrei

Schimmelpilzallergie

Die Bildung von Schimmel in Wohnräumen und auf Textilien, wie z.B. ist ein weit verbreitetes Problem, denn Schimmelpilze kommen überall in unserer Umwelt vor und. Schimmel gehört zu den gefährlichen Auslösern von Allergien und Atemwegsproblemen.
Der für und wichtigste Schimmelpilz ist der „Aspergillus“, der auf Baumwollstoffen, Hanf, Jute und Kapok sowie auf Schaumstoffmatratzen und Polstermöbeln wächst. Er wächst auf allen organischen Materialien, wenn genügend (Luft-) Feuchtigkeit (80%) und eine Temperatur zwischen 15-20°C vorhanden ist.
Mit den folgenden Maßnahmen ist es relativ einfach die Entstehung von Schimmel im Bettbereich und Schlafzimmerbereich zu vermeiden:

• Regelmäßiges Stoßlüften des Raumes ist wichtig
• Dauerlüften während der Heizperiode z.B. durch gekippte Fenster vermeiden
• Auf trockene Luftachten, Raumtemperatur nicht über 20°C
• Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40% und 50%, auf keinen Fall darüber liegen.
• keine Luftbefeuchter oder Klimaanlagen verwenden
• Sowohl Matratzen-, Kissen- und Bettbezüge, als auch Bettdecken sollten bei 60°C waschbar sein.
• Alle Bettwaren regelmäßig lüften.
• Für die Belüftung der Matratze von unten sorgen
• Lattenrost verwenden, keine Bettkästen unter dem Bett
• Matratzen regelmäßig wenden und lüften


Schmelzspinnverfahren
Foto: © Industrievereinigung Chemiefaser e.V. (IVC)

Schmelzspinnverfahren

Das Schmelzspinnverfahren zur Herstellung von Chemiefasern wird für Faserrohstoffe angewendet, die sich schmelzen lassen und sich bei einer hohen Schmelztemperatur nicht zersetzen.
Durch Hitzeeinwirkung entsteht die sogenannte Schmelze, die durch die Spinndüsen gepresst und von einem gleichmäßig abkühlenden Luftstrom umströmt wird. Dabei erstarrt die Spinnmasse zu festen Fäden, die anschließend unter Einwirkung von Hitze verstreckt werden.
Die hochentwickelte Produktionstechnik ermöglicht es, die Eigenschaften der Fasern gezielt für vielfältige Einsatz- und Anwendungsgebiete zu beeinflussen. Sie können – je nach Einsatzgebiet - im Querschnitt rund, oval oder kantig produziert werden.
Polyamid, Polyester, Polypropylen werden meist nach diesem Verfahren hergestellt.


Schulterabsenkung

Für mehr Komfort beim Schlafen und eine noch bessere Entlastung der Wirbelsäule sorgt bei Unterfederungen und Matratzen die Schulterabsenkung. Die Schulterabsenkung ist die Bezeichnung für eine nachgiebigere Zone bei flexiblen Unterfederungen oder Matratzen in dem Bereich, in dem die Schultern zum Liegen kommen und dies ist bei Seitenlage und Rückenlage der Fall.

Seitenlage
Um hier einen gradlinigen Verlauf der Wirbelsäule zu erreichen, ist eine Schulterabsenkung erforderlich, damit ein Aufbocken der Schulter vermieden wird.

Rückenlage
In Rückenlage mit einer niedrigen Einsinktiefe der Schulterpartie Muss sich das Bettsystem dem Benutzer so anpassen, dass die einzelnen Körperpartien mit ihren jeweiligen Teilgewichten entsprechend abgestützt werden, um Verspannungen zu vermeiden.

Eine drucksensible besonders nachgiebige Schulter-Komfortzone der Matratze mit einer Schulterabsenkung der Unterfederung ermöglicht ein entspanntes unverkrampftes Liegen. Die Schulterpartie wird dabei automatisch in der Schulterabsenkungszone abgesenkt, die Schulter dadurch besser eingebettet.
Die Schulterabsenkung ist sehr unterschiedlich und kann von ca. 50 mm bis 130 mm sein.
Preiswerte Rahmen haben keine Schulterabsenkung und die Hochlagerung beginnt meist im Bereich des Oberkörpers, man zwingt damit die Wirbelsäule in eine physiologisch ungünstige Lage.


Schurwolle

Laut Textilkennzeichnungsgesetz (EU-Verordnung 1007/2011) gelten für die Bezeichnung „Schurwolle“ folgende Kriterien:

  • Ein Wollerzeugnis darf nur dann mit der deutschen Bezeichnung „Schurwolle“ gekennzeichnet werden, wenn es ausschließlich aus einer Wollfaser besteht, die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder einem anderen als dem zur Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- und/oder Filzprozess unterlegen hat noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde.
  • Ein Erzeugnis darf nur mit „Schurwolle“ etikettiert oder gekennzeichnet werden, wenn es ausschließlich aus einer Wollfaser besteht, die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder einem anderen als dem zur Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- und/oder Filzprozess unterlegen hat noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde.
  • Abweichend darf der Begriff „Schurwolle“ für die in einem Textilfasergemisch enthaltene Wolle verwendet werden, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:

a) die gesamte in dem Gemisch enthaltene Wolle entspricht den Voraussetzungen des Absatzes 1;

b) der Anteil dieser Wolle am Gesamtgewicht des Gemischs beträgt nicht weniger als 25 %;

c) die Wolle ist im Fall eines intimen Fasergemischs nur mit einer einzigen anderen Faser gemischt

d) Die vollständige prozentuale Zusammensetzung eines solchen Gemischs ist anzugeben.


Ausführliche Informationen siehe:

www.textilkennzeichnungsverordnung.de


Schuss

Für ein Gewebe benötigt man zwei Fadensysteme, den Kettfaden und den Schussfaden.
Der Schussfaden wird auf dem Webstuhl von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite mittels des Schützen in das Webfach eingeführt.
Siehe „Gewebe“


Seegras

Seegras ist ein nachwachsender Rohstoff und der Anbau erfolgt plantagenmäßig auf Schwemmfeldern ähnlich wie Reis. Eigentlich ist das Seegras kein Gras, sondern nur wegen seines Aussehens so benannt.
Seeleute schliefen früher auf Seegras, weil die Matratzen selbst in den muffigsten Ecken eines Segelschiffes keinen Schimmel ansetzten. Seegras ist als Polstermaterial also vor allem für Zwecke geeignet, wo Feuchtigkeit eine Rolle spielt, wie: z.B. Matratzen. Seegras hat einen leicht heuartig anmutenden Geruch und wurde früher als Polstermaterial für Matratzen eingesetzt, denn, es ist von Natur aus schwer entflammbar, äußerst haltbar und wie beschrieben schimmelresistent.
Die Seegrasmatratze war die Matratze für die Bevölkerung, die sich die teure Rosshaarmatratzen nicht leisten konnte. Es ist nachgewiesen, dass schon vor ca. 130 000 Jahren Seegras als Schlafunterlage verwendet wurde, allerdings nicht in Form einer Matratze.
Die Seegrasmatratzenproduktion wurde vor etwa 50 Jahren eingestellt,
Heute findet man wieder im Rahmen „zurück zur Natur“ Naturmatratzen mit Seegrasfüllungen auf dem Markt.


Seersucker

Der Seersucker gehört in die Reihe der „Unechten Kreppe“ und ist ein Gewebe aus Baumwolle, bekannt für seine charakteristische gekreppte Oberfläche. Die Struktur, die an Baumrinde erinnert, entsteht durch unterschiedliche Spannung.
Der bügelfreie Stoff ist besonders beliebt für Bettwäsche, da er wegen seiner reliefartigen Oberfläche nicht vollflächig am Körper anliegt, so die Wärme abhält und Luftzirkulation ermöglicht. Normalerweise braucht Seersucker nicht gebügelt zu werden, allerdings sollte die Waschmaschine nicht zu voll gefüllt werden und die Bettwäsche nicht zu lange schleudern. Dann bleibt der Kräusel-Effekt auch nach sehr vielen Wäschen permanent erhalten.


Seide
Foto: © Quelle: Wikipedia GNU-Lizenz für freie Dokumentation,Urheber Gerd A.T. Müller

Seide

Bild: Raupe des Seidenspinners, ca. 30 Tage alt, kurz vor dem verpuppen. Zum Größenvergleich ein Fingerring im Vordergrund

Das Ursprungsland der Seide ist China und die Seidenraupenzucht ist ein Teil der chinesischen Kultur. Heute wird Seide in Griechenland, Ungarn, Italien, Südfrankreich und Spanien erzeugt, jedoch ist China nach wie vor Hauptlieferant von Naturseide vor Indien und Japan

Seide ist eine tierische Faser aus den Kokons des gezüchtigten Maulbeerspinners, einer Schmetterlingsart deren Raupen sich von den Blättern des Maulbeerbaums ernähren und die einzige in der Natur vorkommende textile Endlos-Faser. Die Seide wird daher auch „Maulbeerseide“ genannt.

Der eigentliche Hersteller der Seide ist der Seidenspinner, ein Nachtfalter, dessen Weibchen zwischen 300 und 500 Eier legt und dann stirbt. Aus den befruchteten schlüpfen nach dem Überwintern die Seidenraupen, die sich von den Blättern des Maulbeerbaumes ernähren.
Nach ca. 35 Tagen verpuppt sich die Raupe und ist spinnreif. Sie presst aus zwei, neben dem Mund befindlichen Drüsen einen zähen Brei, den Seidenschleim (besteht überwiegend aus Proteinen), der an der Luft sofort zu einem Faden erstarrt. Indem die Raupe beim Austreten des Materials gezielte Kopfbewegungen macht, legt sie Fadenwindung für Fadenwindung um sich herum und ist so in kurzer Zeit von einem dichten Seidengespinst, dem Kokon, eingeschlossen, der wiederum aus einem einzigen bis zu 900 Meter langen Faden besteht.
Um unbeschädigte Kokons zu erhalten, werden die Tiere meist im Heißdampf getötet um die Fäden zu lösen und abzuhaspeln. Aus ca. 5000 Raupen und dem ca. 1000 m langem Faden werden etwa 120 Kg Rohseide gewonnen.
Aus dieser Rohseide wird in der Bettenbranche u.a. Seidenbettwäsche hergestellt, allerdings ist der Anteil der Seidenbetten, die tatsächlich auch eine Seidenhülle aufweisen, gering. Er beträgt zwischen 2% und 3 % auf dem Markt, d.h. die Seidenhülle ist gar nicht ausschlaggebend für den Begriff 'Seidenbett'. Allerdings ist dieser geringe Prozentsatz nur daher zu erklären, dass es eine ungeheure Menge an Betten aus Wildseiden gibt, die jährlich hergestellt werden.
Seidenfilamente ergeben feine Gewebe mit geringem Lufteinschluß, sie liegen glatt auf der Haut und wirken deshalb kühlend
Schlafen in Seidenbettwäsche ist nicht nur sehr angenehm auf der Haut, sondern hat auch noch sehr viele andere positive Eigenschaften. Seide ist z.B. temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend, wirkt deshalb kühlend und sie liegt glatt auf der Haut.
Sie ist daher sehr gut für den Sommer einsetzbar. Aber auch Menschen mit Allergien oder in den Wechseljahren empfinden Seidenbettwäsche als angenehm.

Die Wildseide – auch „Tussahseide“ genannt - ist als Füllmaterial in Sommerdecken von Bedeutung. Die Bezeichnung „Wildseide“ ist ein wohlklingender Name für ein besonders exklusives Produkt.
Tussahspinner. Beim Schlüpfen entsteht ein Loch, das den Seidenfaden mehrfach durchtrennt. Dadurch erhält Wildseide ihre typische Struktur mit den charakteristischen kleinen Knötchen. Die Kokons der wild lebenden Tussahspinner werden von Bäumen und Sträuchern gesammelt. und sind im Normalfall durch das Ausschlüpfen der Schmetterlinge bereits zerstört - d.h. sie haben ein Loch. Dadurch ist der ursprünglich endlos laufende Seidenfaden vielmals unterbrochen und deshalb lassen sich solche Seiden- Kokons nicht mehr abhaspeln. Es ist nicht möglich daraus den bekannten Seiden- Endlosfaden zu erhalten. Deshalb werden Wildseiden ähnlich verarbeitet wie kurze Naturfasern und durch kardieren zu einem Vlies verarbeitet, wobei hier eine Vielzahl von Variationen wie z.B. verschiedene Füllstärken oder Mischungen mit anderen Materialien möglich sind. Dies erfolgt um einen günstigeren Endpreis für das fertige Produkt zu erreichen.

Füllungen aus Wildseide
• leiten Wärme schnell ab und ist deswegen eher kühlend.
• sind leicht und geschmeidig
• können etwa ein Drittel ihres Gewichtes an dampfförmiger Feuchtigkeit speichern, ohne sich feucht anzufühlen
• sind allerdings empfindlich gegen Schweiß, Deos und Parfüm
• ohne besondere Ausrüstung nicht waschbar.

Laut der neuen europäischen Textilkennzeichnungsverordnung (Verordnung EU Nr. 1007/2011) darf Seide nur wie folgt gekennzeichnet werden:

'Seide'
für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden

Deshalb ist zu beachten, dass in der Rohstoffgehaltsangabe nur exakt die
Bezeichnung 'Seide' verwendet darf. Begriffe wie 'Tussahseide', 'Wildseide' oder auch Zusätze wie 'echte' Seide, 'reale' Seide oder 'Naturseide' sind verboten.


Sengen

Das Sengen wird in der Textilindustrie angewendet und zählt zu den technischen Veredelungsverfahren.
Faserenden, die aus dem Garnverbund oder den Stoffen herausstehen, werden meist über einer Gasflamme, abgesengt bzw. abgebrannt oder abgeflammt. Das Ergebnis ist eine glatte, flusenfreie Oberfläche.


Seniorenbett

Gegenüber einem normalen Bett unterscheidet sich das Seniorenbett lediglich in der Höhe, ansonsten ist kaum ein Unterschied zu sehen. Seniorenbetten werden in Komforthöhe gefertigt und dies bedeutet, das Rahmenhöhe mit 55-60 cm gegenüber normalen Betten höher ist. Ziel dieser höheren Liegefläche ist es, in der Sitzposition leichter in den Stand zu kommen, da man quasi von der Bettkante herunterrutschen kann, um zu stehen.
Höhenverstellbare Lattenrose, wahlweise mit und ohne Motor bieten zusätzlich Bequemlichkeit. Seniorenbetten gibt es klassisch und einfach oder auch hochmodern und edel.

An ein Seniorenbett werden u.a. folgende Anforderungen gestellt:

  • Die Liegehöhe muss sowohl das das hinein setzten ins Bett als auch das Aufstehen angenehm und kraftarm ermöglichen
  • Für den Aufstehvorgang müssen ergonomisch ausgerichtete Griffe vorhanden sein, damit sich die Person selbst absichern und unterstützen kann
  • gute Stabilität und gerundeten Kanten aufweisen
  • Holraumunterstützung und Einsinkvermögen im Becken- und Schulterbereich gewährleisten

Oft werden komfortable Seniorenbetten mit Pflegebetten gleichgesetzt, das ist aber nicht der Fall (siehe Pflegebetten)


Sinussteppung

Dies ist eine Sonderform der Röhrensteppung. Die Längskammern sind hierbei gegeneinander versetzt angeordnet.


Sisal

Sisal ist eine relativ junge Naturfaser und zählt zu den Hartfasern. Ihr Gebrauch begann erst im 19. Jahrhundert und erreichte seine Blüte im frühen 20. Jahrhundert. Der Anbau erfolgt u.a. in Brasilien, Mexiko, Kenia, Tansania, Madagaskar, China, Venezuela, Haiti und Kuba.
Sie kann nur zu groben Garnen verarbeitet werden können. Sisal ist antibakteriell, schwerentflammbar, sehr geräusch- und wärmeisolierend, atmungsfördernd und - wie alle Naturfasern - selbstverständlich antistatisch. Die Fasern werden als Füllstoff für Matratzen und als Matratzenschoner verwendet.


Skelett
Foto: © Quelle. http://www.g-netz.de/Der_Mensch/skelett/skelettaufbau.shtml

Skelett

Das Skelett eines neugeborenen Kindes besteht zunächst noch aus mehr als 300 Knochen beziehungsweise Knorpeln, die im Verlauf der körperlichen Entwicklung teilweise zusammenwachsen und dabei immer fester und belastbarer werden.
Ein ausgewachsener Mensch verfügt über 206 Knochen, von denen sich die Hälfte in den Händen und Füßen befindet. Sie sind durch Gelenke oder Fugen miteinander verbunden, verleihen dem Körper seine Stabilität und bilden gleichzeitig Schutz und Gerüst für alle unsere Organe.


Sommerbetten

Nur etwa 30% aller Deutschen haben ein Sommerbett. 70% der Schläfer benutzen ihr Bett das ganze Jahr.
So wie es selbstverständlich ist im Sommer leichtere Garderobe zu tragen als im Winter so selbstverständlich sollte es sein im Sommer eine andere Zudecke zu benutzen als im Winter, denn je genauer die Zudecke auf die Temperatur, die uns umgibt, abgestimmt ist, desto wohler fühlen wir uns.
Zu jeder guten Bettausstattung gehört deshalb ein Sommerbett, das geringe Wärmehaltung aufweist und Feuchtigkeit gut aufnimmt, den Körper aber über Nacht nicht auskühlen lässt. Nur so lässt sich gewährleisten, dass Sie erholt aufwachen und die heißen Tage auch genießen können.
Da die Sommerbetten, leicht und atmungsaktiv sein sollen, gibt es bei der Auswahl der Füllmengen natürlich je nach eingesetztem Rohstoff große Unterschiede.

• Polyester = etwa 700gr.
• Microfaser = etwa 400gr.
• Naturhaar = von 400 bis 700gr
• Baumwolle = von 500 bis 1000gr
• Seide = von 500 bis 1000gr
• Daunen = von 180 bis 300gr.
.
Gar nicht zudecken ist keine Alternative, denn dann erkältet man sich, da während des Schlafes der Stoffwechsel auf ein Minimum heruntergefahren wird und damit auch die Körpertemperatur sinkt.


Spiralnetzrahmen
Foto: © Koninklijke Auping Deventer

Spiralnetzrahmen

Im Gegensatz zu Lattenrosten und Unterfederungen mit aufgelösten Oberflächen setzt Auping schon seit 1888 bei seinen Bettböden auf einen Spiralnetzrahmen mit ASV-Unterfederung. ASV steht für „Active Ventilation and Support“ (Aktive Belüftung und Unterstützung).
Die AVS-Unterfederung besteht aus einem patentierten engmaschigen Edelstahlgeflecht, ähnlich einem Kettenhemd. Durch die 10.000 Unterstützungspunkte wird der Körper optimal entlastet und federt immer in die Ausgangsstellung zurück.
Durch Comfortslides® - eine von Auping speziell entwickelte Technik - lässt sich die Federung im Hüft- und Schulterbereich nach persönlichen Vorlieben einstellen.
Comfortslide® von Auping ist eine spezielle Technik, mit der sich eine Unterfederung perfekt auf Ihren Körper und Ihre persönlichen Vorlieben abstimmen lässt. Das System basiert auf beweglichen Schiebern. Je weiter sie zur Mitte oder zur Seite verschoben werden, desto fester oder weicher wird die Unterfederung. Comfortslide® bietet 9 Einstellmöglichkeiten in 2 Komfortzonen.
Von allen Bettenböden ist die Spiralunterfederung zu 80 % offen ist und bietet dadurch eine sehr gute Durchlüftung die offenste Struktur. Eine gute Durchlüftung von oben und unten ist nicht nur aus hygienischer Sicht positiv, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Matratze.


Stauchhärte

„Stauchhärte“ ist ein Begriff der Schaumstoffindustrie und u.a. bei Matratzen ein wichtiges Kriterium.
Sie gibt den Festigkeitsgrad des Materials an und ist nur bedingt vom Raumgewicht abhängig. Es gibt daher leichte Qualitäten von relativ hoher Festigkeit und hochwertige Schäume, die sehr weich sind. Bei dieser Methode wird der Gegendruck des Materials bei 40% Eindrucktiefe gemessen z.B. 80 kPa (40%). Zur Ermittlung der Stauchhärte wird ein quadratischer Prüfkörper zwischen zwei Platten zusammengedrückt und die Kraft gemessen, die notwendig ist, diesen Prüfkörper auf einen bestimmten Betrag seiner ursprünglichen Höhe (z.B. 40 %) zusammenzudrücken. Verschiedene Stauchhärten in Kaltschaummatratzen erreicht man durch den unterschiedlichen Aufbau der Molekularstruktur der Zellstege und durch Zugabe von chemischen Zusätzen.
Die Stauchhärte gehört oft zum 'Betriebsgeheimnis' der Matratzenherstellers.


Stift-Latex
Foto: © Wikipedia - Pfaerrich

Stift-Latex

Wir unterscheiden bei Latex zwischen Stiftlatex und Kavernenlatex. Als Stift-Latex wird ein Latexschaumblock bezeichnet, der von beiden Seiten kleine Hohlräume mit einem Durchmesser von ca. 5-10 mm aufweist. In den Stahlformen befinden sich Stifte, die neben der Hitzebildung zur Ausbildung unterschiedlicher Härtezonen und Ausfräsungen dienen, ergeben nachher die charakteristischen Löcher in der Latexmatratze: der sogenannte Stiftlatex entsteht .Hier wird ein Belüftungssystem eingerichtet mit dem die Luft nachts, während des Schlafens zirkulieren kann und die Feuchtigkeit gleichzeitig auch nach außen gelangt.

Stift-Latex
Die Gussform enthält viele kleine Stäbe, die im fertigen Material zahlreiche Kanäle hinterlassen. Die Stifte sorgen für einen raschen und gleichmäßigen Temperaturtransport an jede Stelle der Form. Das Material ist sehr weich und wird überwiegend für Nackenstützkissen verwendet.


Strickwaren

Gewirke und Gestricke zählen zu den Maschenwaren bei denen eine Fadenschlinge in eine andere geschlungen wird. Sie unterscheiden sich in den maschenbildenen Systemen.
Bei der Herstellung von Strickware ist im Gegensatz zur Wirkware jede Nadel frei, arbeitet unabhängig von den anderen und die Fäden verlaufen horizontal. Mit dünnen Garnen aus Baumwolle oder auch Synthetik-Garnen lassen sich auf einer Rundstrickmaschine besonders feine Gestricke herstellen. Es ergibt sich ein weiterer Unterschied zwischen Wirkware und Strickware. Die Wirkware wird ausschließlich maschinell angefertigt, während Strickware sowohl maschinell als auch mit Hand angefertigt werden kann. Der Einsatz erfolgt im Bettwäschebereich.


Strohkern-Matratzen

Strohkern-Matratzen werden ganz aus Naturmaterial gefertigt, wobei die Hauptschichtung aus gepresstem, kieselsäurehaltigem Roggenstroh besteht. Roggenstroh ist eine der atmungsaktivsten Strohsorten, die es gibt! Es besitzt bereits eine Feuchtigkeit von 6 - 8 % und kann wiederum 10 - 12 % Feuchtigkeit aufnehmen und tagsüber wieder abgeben. Dadurch ist der sehr gute Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich gewährleistet.

Das gereinigte Roggenstroh wird mit einem Gewebe ( meistens Jute) umgeben, mit Garn versteppt und oft auch mit Lagen anderer Naturmaterialien wie Naturkautschuk kombiniert. Indem das Stroh auf etwa einen Viertel des ursprünglichen Volumens zusammengepresst wird, erhält die Matratze ihre Festigkeit. Es gibt reine Strohkern-Matratzen, sowie Sandwich-Matratzen, die einen Strohkern besitzen, der z.B. von Latex- oder Naturfaserschichten umgeben ist. Strohkern-Matratzen sind eigentlich nur für „Hartschläfer“ oder für Schläfer mit „Nostalgie-Faktor geeignet. Aus orthopädischer Sicht sind Strohkern-Matratzen nicht zu empfehlen.


Stückfärbung

Stückfärbung bedeutet, dass der Stoff als Ganzes nach dem Weben eingefärbt wurde im Gegensatz zur Garnfärbung.


Suri - Alpaka

Suri - Alpaka ist eine hochgezüchtete Art des Alpaka. Die Wolle ist besonders weich.
Wie der Name schon sagt, stammt diese edle Faser von den Suris, einer seltenen Alpaka-Art ab. Die Suri machen nur 5% des Bestandes der Alpakas aus. Entsprechend selten ist die Faser. Das Haar der Suri Alpakas weist durch die glatte Oberfläche einen wunderschönen, seidigen Glanz auf. Wir haben das edle Haar gebürstet, damit es mehr Volumen bekommt. So können Sie sich einen superleichten Pullover von 150 bis 200g realisieren. Gönnen Sie sich etwas Besonderes mit einem Pullover aus Suri Alpaka. Der Faser entsprechend haben wir die Farbkarte ausschließlich mit besonders edlen Farben ausgestattet.


Synthetik-Latex

Da der der Mensch gelernt hat die Natur zu kopieren ist der Synthetik-Latex entstanden, der vom Aufbau und den Eigenschaften her dem Natur-Latex ähnlich hergestellt werden kann. Rein äußerlich sehen Natur-Latex und Synthetik-Latex vollständig gleich aus und auch die daraus hergestellten Schäume sind durch bloßes Betrachten nicht zu unterscheiden. Synthetischer Latex ist ein reines Ölprodukt der Petrochemie, das vom Molekularaufbau nur mit modernsten Laboreinrichtungen vom Naturlatex zu unterscheiden ist. Nur durch eine relativ aufwendige Analyse lässt sich feststellen, ob das Produkt aus Natur-, Synthetik- oder Natur/Synthetik-Latex besteht.
Synthetischer Latex hat den Vorteil, dass er eine konstante Qualität aufweist und ist nicht mit Schadstoffen belastet ist. Es wird Naturlatex zur Qualitätssicherung beigemischt und dies bedeutet keinesfalls eine Qualitätsminderung.
Eine Mischung aus beiden Latexarten vereint die positiven Eigenschaften und hat in der Kombination zudem den Vorteil länger haltbar zu sein.

Eigenschaften:
• Gute Körperunterstützung
• sehr elastisch, punktelastisch, guter Wärmetransport,
• schlechte Feuchtigkeitsaufnahme
• Hohe Punktelastizität
• Sehr hohe Anschmiegsamkeit
• Hohes Wärmerückhaltevermögen
• Hohes Gewicht
• Empfindlich gegenüber UV-Strahlen und Körperflüssigkeiten
• Gute Dauerhaltbarkeit, da Schweiß und Wärme Latex wenig ausmachen


Synthetische Fasern

Bei synthetischen Fasern lassen sich grundsätzlich drei Typen unterscheiden:

• Hohlfasern mit einer Kammer in ihrem Kern

• Vollfasern ohne Loch im Faserkern

• Hochbauschfasern.

Hohlfasern sind synthetische Fasern, welche bei ihrer Herstellung mit Luftkanälen versehen werden. Diese ähneln einer „Makkaroni“. Dadurch erhalten sie eine isolierende Eigenschaft. Hohlfasern sind die moderne Füllfasern, die in der Schlafforschung aus den einstigen synthetischen Vollfasern entwickelt wurden.
Das niedrige Eigengewicht, sowie die Struktur der dreidimensional gekräuselten Hohlfaser sorgen für die Erhöhung des Bauschvolumens. Sie sind weich und leicht, zeichnen sich durch ein hohes Bauschvolumen, guten Feuchtigkeitstransport und gute Luftzirkulation aus. Der Einsatz erfolgt als Füllfaser im Bettenbereich.
Sie sind Spezialfasern, die für Bettdecken und Kissenfüllungen entwickelt wurden.




T

Tagesdecke

Tagesdecken ( = Überbett) ein großer dekorativer textiler Bettüberwurf, der dazu dient, das Bett über Tag abzudecken um die eigentliche Bettwäsche vor Staub zu schützen. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, da der Mensch in der Nacht mehr als einen Liter Feuchtigkeit abgibt die im Bett landet. Zusätzlich wird durch das Abdunkeln der Bettwäsche und Laken das Wachstum von Hausstaubmilben begünstigt wird, da Milben Dunkelheit mögen.
Tagesdecken werden hauptsächlich in folgenden Größen angeboten (Angaben in cm):
•145x210 oder 140x210 - Einbettdecken
•290x210 oder 280x210 - Zweibettdecken


Taillenfedern

Der Taillenfederkern hat, wie der Name schon sagt, in der Mitte einen geringeren Durchmesser als oben oder unten, d.h. die Feder verjüngt sich zur Mitte hin. Er kann in unterschiedlichen Ausführungen und mit unterschiedlichen Drahtstärken und Federwindungen hergestellt werden und wird durch Spiralen miteinander verbunden.
Der Federkern hat außerdem eine größere Anfangsweichheit und eine größere Endhärte, d. h., bei geringer Belastung ist die Matratze mit Taillenfeder weicher, bei größerer Belastung setzt sich dem Körpergewicht ein größerer Widerstand entgegen.


Talalayverfahren

Die Schaumherstellung erfolgt im Prinzip auf gleiche Art und Weise wie beim Dunlop-Verfahren. Beim in den 50er Jahren entwickelten Talalay-Verfahren wird die Latex-Mischung nur leicht aufgeschlagen in die Stift-Form verfüllt, die dabei, im Gegensatz zum Dunlop-Verfahren, nur zu einem Teil gefüllt und anschließend verschlossen und es wird ein Vakuum angelegt. Das Verfahren bewirkt, dass das Material optimal in der Form verteilt wird und es zu keinen ungewollten Lufteinschlüssen kommt.
Man erreicht dadurch eine offenzelligere, leichtere und weichere Schaumstruktur. Alle Schritte wie Heizen, Waschen und Trocknen laufen ähnlich dem Dunlop-Verfahren ab.
Das Talalay-Verfahren ist recht kostenintensiv, hat aber gerade für die Matratzen-Herstellung viele Vorteile. Es entsteht ein hochwertiger, langlebiger Schaumstoff mit sehr gleichmäßiger, offenporiger Zellstruktur, der ideal für Matratzen ist, weil bei jeder Bewegung des Schläfers die Luft qusi durch die Matratze gepumpt wird. Ein im Talalay-Verfahren hergestellter Matratzenkern ist höchst atmungsaktiv, sehr punktelastisch und rückstellelastisch.


Taschenfederkern
Foto: © AGRO International GmbH & Co. KG

Taschenfederkern

Bei den Taschenfederkernen unterscheiden wir zwischen
• Zylindertaschen-Federkern
• Tonnentaschen-Federkern

Zylindertaschen-Federkern
Bei einem Zylindertaschen-Federkern sind die einzelnen Taschen durch Klammern miteinander verbunden. Ein Einsinken von Polsterschichten ist somit unmöglich. Die Liegeeigenschaft ist allgemein als etwas fester zu beschreiben. Zylindertaschenfederkerne sind besonders stabil und haben eine außerordentlich lange Haltbarkeit. Sie werden noch handwerklich verarbeitet. Bei Taschenfederkernen werden die einzelnen Federn in 'Taschen' aus verschiedenen Materialien, meist Baumwolle, eingenäht oder eingeschweißt Das System überzeugt mit Handwerks-Qualität. Die Matratze kann sich besser der Körperform des Schläfers anpassen und es werden durch die freie Federung jeder einzelnen Feder extrem weiche und anschmiegsame Matratzen gefertigt. Dafür sind sie aufwendiger in der Produktion und damit hochpreisiger.


Tonnentaschen-Federkern
Beim Tonnentaschen-Federkern wird jede einzelne Feder in eine textile Tasche eingebracht, wobei die Federn innerhalb der Taschen vorgespannt sind. Diese werden dann mittig, an der 'bauchigen' Stelle miteinander verklebt. Dadurch ist der Federkern sehr flexibel und man erreicht eine sehr hohe Punktelastizität. Denn nur die belasteten Federn sinken mit leichtem Gegendruck ein. Dadurch passt sich die Matratze hervorragend an die natürliche S-Form der Wirbelsäule an.
Taschenfederkern-Systeme mit bis zu 2000 Einzelfedern sind das 'Non-plus-ultra' am Markt, hinsichtlich Körperunterstützung und Punktelastizität.


Tellerrahmen
Foto: © Groll GmbH & Co. KG

Tellerrahmen

Zu den aufgelösten Oberflächen zählt vor allen Dingen der sogenannte „Tellerrahmen“ .Tellerrahmen sind eine sehr anspruchsvolle Variante der Lattenroste, denn ein Tellerrahmen-Lattenrost ist etwas völlig anderes als ein normaler Lattenrost.
Bei Tellerrahmen ist vor allem die Anzahl der Teller für die Punktelastizität und Anschmiegsamkeit des Rostes wichtig, denn je kleiner die Teller (also je mehr Teller), umso hochwertiger der Tellerrahmen.
Die modular aufgebaute Bettrahmen mit auf Drehpunktlagern federnden 'Tellern' aus Kunststoff können sich sehr punktgenau an die jeweilige Körperform anpassen. Die 'Teller' federn schließlich nicht nur sondern drehen sich dreidimensional in die richtige Position. Drehpunktlagerung bedeutet, dass sich die einzelnen Teller auch neigen können und so mit der unter Belastung veränderten Matratzenform gehen. Durch die unabhängig arbeitenden Federelemente wird eine punktgenaue Anpassung erreicht.
Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich in erster Linie durch Anzahl und Größe der Tellermodul.
Vor Kauf bitte unbedingt abklären ob die gewünschte Matratze für diesen Rost geeignet ist.


Tencel

siehe Lyocell


Textilkennzeichengesetz

Seit dem 8. Mai 2012 ist das Textilkennzeichnungsgesetz durch die EU-Verordnung 1007/2011 abgelöst worden.


Textilkennzeichnungsverordnung

Die Textilkennzeichnungsverordnung (EU-Verordnung 1007/2011) ist seit dem 8. Mai 2012 der Nachfolger des deutschen Textilkennzeichnungsgesetzes und andere nationale Regelungen.
Diese Verordnung in allen Mitgliedstatten für das erstmalige Inverkehrbringen verbindlich. Im Handel dürfen Waren, die nach den “alten” Regeln gekennzeichnet sind, allerdings noch bis zum 9. November 2014 verkauft werden.
Durch die neue europäische Textilkennzeichnungsverordnung werden zahlreiche Kennzeichnungspflichten des bis zu diesem Zeitpunkt geltenden deutschen Textilkennzeichnungsgesetzes abgelöst und abgeändert.

Siehe:
www.textilkennzeichnungsverordnung.de


Thinsulate
Foto: © 3M Deutschland GmbH

Thinsulate

Thinsulate ist eine Handelsmarke der 3M Corporation für ein wärmedämmendes Vlies aus Kunstfaser. Das Wort ist ein zusammengesetzter Begriff aus (englisch) thin & insulate (deutsch: dünn & dämmen). Das Material wurde erstmals 1979 auf den Markt gebracht. Thinsulate-Fasern haben etwa 15 Mikrometer (Mikron) Durchmesser, sind damit feiner als gewöhnliche Polyester-Fasern und sollen deshalb mit größerer Dichte verarbeitet werden können.
3M™ Thinsulate™ Insulation für Bettdecken und Kissen ist eine Synthetik-Wärmeisolierung der Premium-Klasse, die sich durch angenehmen Bausch auszeichnet:

• leicht und dünn
• weich und angenehm
• hypoallergen
• für die Haushaltswäsche geeignet


Tierhaarallergie

Eine Tierhaar-Allergie ist im Bettenbereich kaum nachgewiesen und damit unrelevant.
Auslöser der Tierhaar-Allergien sind vor allen Dingen die Haustiere und hier wiederum nicht so sehr die Haare der Tiere, sondern die Hautschuppen, Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin und Kot, die sich mit dem Hausstaub vermischen, immer wieder aufgewirbelt und so über die Atemluft in den Körper gelangen.
Eine Tierhaarallergie ist eine Reizallergie = Kontaktallergie, die fälschlicherweise als Tierhaar-Allergie bezeichnet wird.
Bei der oft zitierten Woll-Allergie handelt es sich nicht um eine Allergie sondern um Irretationen der Haut, die auf direkten Kontakt mit der Wolle beruhen.


Tierische Fasern

Tierische Fasern sind:

•Wolle
•Alpaka
•Lama
•Vikunja
•Guanako
•Kamel
•Angora
•Kaschmir
•Yak
•Rinderhaar
•Rosshaar
•Ziegenhaar
•Seide (Maulbeerseide)
•Tussahseide


Tonnentaschenfederkern
Foto: © AGRO International GmbH & Co. KG

Tonnentaschenfederkern

Die Tonnen-Taschenfederkernmatratze gilt als eine den anpassungsfähigsten und damit gesündesten Matratzen und sollte jedem ein Begriff sein.
Dieser Federkern unterscheidet sich von dem gewöhnlichen Taschenfederkern einzig in seiner Form, denn hier sind die Einzelfedern tonnenförmig angelegt. Sie weisen in der Mitte einen etwas breiteren Durchmesser als oben und unten auf und es erfolgt meist eine Zonen-Einteilung, d.h. durch die unterschiedlich ausgelegten Zonen für verschiedene Körperpartien soll den ergonomischen Anforderungen des liegenden menschlichen Körpers besser entsprochen werden.
Der Tonnen-Taschenfederkern bietet den höchsten Komfort unter den Federkernen, denn der Vorzug des Tonnen-Taschenfederkernes liegt in der Punktelastizität. Jede einzelne Feder kann zusammengedrückt werden, ohne das die Nachbarfeder entsprechend verändert wird.


Topper

Der obere Abschluss des Boxspringbettes – die Liegefläche – wird von der so genannten Toppermatratze, auch abgekürzt nur „Topper“ genannt, gebildet und ist eine Art Matratzenauflage, die besonders bei skandinavischen Boxspringbetten beliebt ist.
Bei den wirklich dicken( bis zu 30 cm hoch) und tief gesteppten amerikanischen Boxspringbetten wird das erwünschte, umschließende Feeling durch die weich abgesteppte Matratzenoberfläche erreicht und damit quasi bereits in die Matratze eingearbeitet. Damit ergibt sich ein kissenartiges Gefühl wenn man auf der Matratze liegt und der Amerikaner spricht deshalb von einem Pilloweffekt. ( Pillow = Kissen).
Der Topper ist quasi eine Art Gegenstücke zur Matratzenauflage und meist eine wahre Augenweide. Er dient leider oft nur zur Veredelung von einfachen Boxspring-Matratzen. Aber es soll eigentlich der Körperlagerung dienen, während Unter- und Obermatratze für die erforderliche Stützung des Körpers sorgen. Deshalb werden Topper auch nicht mit Federkernen angeboten, sondern weit verbreitet sind Topper aus Schafschurwolle, Rosshaar, Kaltschaum und Viscoschaum, seltener sind Latex-Topper anzutreffen.
Diese Auflage ist meist mit einem, in der heimischen Waschmaschine waschbaren, Bezug versehen und trägt zur Schonung der Matratze bei. Der Bezug soll vor allem die beim Schlafen entstehende Feuchtigkeit aufnehmen und tagsüber schnell trocknen


Torf

Torf wird mit Schurwolle vermischt und zu Decken und Matratzenauflagen verarbeitet. Hier wirkt er ungemein wärmend und revitalisierend auf den Menschen. Der hohe Anteil Huminsäuren kann rheumatische Beschwerden lindern.


Traumpass
Foto: © Quelle. Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V.,Mainz

Traumpass

Der Traumpass e.V., in der sich maßgebende Hersteller von Daunen- und Federbetten zusammengeschlossen haben, vergibt seit den 70er Jahren das Federn-Siegel „Traumpass”. Die Hersteller von Daunen- und Federbetten unterwerfen sich einer regelmäßigen, durch anonyme Stichproben durchgeführten Kontrolle.
Seit 2006 wurde die neutrale Prüfung und Kontrolle durch eine Zertifizierung der Bettwarenhersteller und der Kontrollgemeinschaft durch DIN CERTCO, eine Zertifizierungsorganisation, ergänzt.
Für Bettwaren, die mit dem Traumpass gekennzeichnet sind, werden ausschließlich Daunen und Federn verwendet, die nicht von lebenden Tieren gewonnen worden sind. Die Herkunft dieser Daunen und Federn wird zum Nachweis dokumentiert.
Außerdem unterliegen die Füllungen von Traumpass Produkten der EN 12934. Die EN 12934 ist die Europäische Norm zur Kennzeichnung von Produkten, die mit Daunen und Federn vom Wassergeflügel (Gans und Ente) gefüllt sind.


Trevira® Bioactive
Foto: © Trevira GmbH

Trevira® Bioactive

Trevira Fasern mit antimikrobiellen Eigenschaften enthalten einen auf Silber basierenden Wirkstoff, der fest im Faserrohstoff verankert ist. Die Wirkung geht weder durch Waschen noch durch Gebrauch verloren, noch beeinträchtigt sie die natürliche Hautflora. Die antimikrobielle Funktion verhindert Bakterienwachstum in und auf Textilien, wo Mikroorganismen aufgrund der Feuchte und Wärme oft ein ideales Klima vorfinden. In den textilen Eigenschaften besitzen Trevira Bioactive Füllfasern alle Vorteile von normalen Trevira Fasern. Trevira Bioactive Fasern finden unter anderem in Bettwäsche, Matratzenbezügen und Füllungen für Kopfkissen und Bettdecken Verwendung.


Trevira® CS
Foto: © Trevira GmbH

Trevira® CS

Trevira® CS ist die Marke für Heimtextilien aus den permanent schwer entflammbaren Polyesterfasern und -garnen der Trevira GmbH. Die flammhemmende Komponente ist fest in der Faser verankert und kann nicht ausgewaschen werden. Trevira CS Textilien erfüllen die wichtigen internationalen Brandschutznormen und sorgt für mehr Sicherheit in allen Bereichen der textilen Innenausstattung: Gardinen, Dekostoffe, Möbelstoffe, Vertikallamellen, Rollos, Schiebe-Paneleele, Wandbespannungen, Raumteiler/Trennwände sowie in Bettwaren und Tischwäsche.


Trevira® Fill
Foto: © Trevira GmbH

Trevira® Fill

Bettwaren aus Trevira Fill sorgen für einen angenehmen Temperaturausgleich und ein gutes Schlafklima. Die Füllung lässt atmen, der Bausch schafft Volumen, die Luft schützt vor Kälte und hält die Wärme. Außerdem sind Betten und Kissen mit Trevira Fill pflegeleicht. Sie sind waschbar sowie schleuder- und trocknergeeignet.
Jede Trevira Fill Hohlfaser wird von einem feinen Luftkanal durchzogen. Das macht sie leicht – 10.000 Meter Trevira Fill wiegen nur 6 Gramm – und lässt sie zugleich ein 15 % höheres Bauschvolumen als herkömmliche Vollfasern erreichen. Angenehme Folgen sind der ideale Feuchtetransport und die sehr gute Luftzirkulation.


Trockenspinnverfahren
Foto: © Industrievereinigung Chemiefaser e.V. (IVC)

Trockenspinnverfahren

Das Trockenspinnverfahren ist ein Spinnverfahren, durch welches synthetische Fasern wie Acetat oder Polyacryl hergestellt werden. Das Polymer wird in einem leicht flüchtigen Lösungsmittel gelöst und über eine Schneckenpresse mit 5-20 Bar durch die Spinndüsen gedrückt. Sobald die Masse aus den Düsen austritt, wird das Lösungsmittel mit Hilfe von Warmluft zum Verdunsten gebracht. Der entstandene Faden wird trocken abgezogen, verstreckt, in Stapel geschnitten und anschließend zu einem Garn versponnen.


Tuchent

Die Tuchent ist ein österreichischer Ausdruck für eine Bettdecke.




U

Unterbett

Das klassische Unterbett war nach dem 2. Weltkrieg eine weit verbreitete Bettausstattung für die kältere Jahreszeit, da man zu dieser Zeit oft noch in unbeheizten, eiskalten Kammern schlief. Durch die besser gebauten Häuser und die modernen Bettsysteme wurde das klassische Unterbett überflüssig.
Erst in letzter Zeit erinnert man sich wieder an das Unterbett und kommt in folgenden Arten auf den Markt:

• Sommerunterbetten
• Winterunterbetten
• Allergiker-Unterbetten
• Unterbetten für Krankenhäuser und Seniorenheime
• Elektrisch beheizbare Unterbetten

Das Unterbett wird auf die Matratze gelegt und sorgt so für ganz unterschiedliche Funktionen. Warme und gefütterte Auflagen aus Wolle oder Lammfell sorgen für ein angenehmes Schlafklima im Winter, Baumwolle, Microfaser oder Seide und nehmen im Sommer die Feuchtigkeit auf, die beim Schwitzen entsteht und spezielle Unterbetten für Allergiker bieten Schutz vor Milben.
Elektrisch beheizbare Unterbetten haben den Vorteil, dass sie dem individuellen Wärmeempfinden und den sich ändernden persönlichen Bedürfnissen angepasst werden können, denn sie verfügen in der Regel über mehrere Temperaturstufen.
Wer kein Unterbett möchte verwendet eine Matratzenauflage oder einen Matratzenschoner ( siehe Matratzenschoner)


Unterfederung aufgelöste Oberfläche
Foto: © Groll GmbH & Co. KG

Unterfederung aufgelöste Oberfläche

Eine besondere Art der Unterfederung ist die aufgelöste Oberfläche. Hier ist der Rahmen über die gesamte Fläche mit den sogenannten Tellern ausgestattet, die nicht nur federnd nachgeben, sondern in alle Richtungen flexibel sind und somit eine verbesserte Anpassung an den Körper bieten. Die einzelnen Module bestehen in der Regel aus Kunststoff und sind auch in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich.
Die Unterfederung lässt sich individuell an die Liegebedürfnisse anpassen. Der Körper wird ergonomisch gelagert, die Wirbelsäule angenehm entlastet und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vermieden.
Die Hersteller von Unterfederungen haben viele eigene Patente im Angebot.
Siehe auch Tellerrahmen


Unterfederungen manuell verstellbar

Manuell verstellbare Unterfederungen lassen sich im Kopf- und Fußteil per Hand in verschiedene Positionen verstellen. Ideal zum Sitzen, frühstücken oder fernsehen im Bett, aber auch aus medizinischen Gesichtspunkten bei Refluxproblemen oder Husten. Manuelle Verstellbarkeiten werden nur selten genutzt. Siehe Motorisch verstellbare Unterfederungen.


Unterfederungen motorisch verstellbar
Foto: © Fa. Roewa

Unterfederungen motorisch verstellbar

Motorisch verstellbare Unterfederungen ermöglichen die verschiedenen Sitzpositionen per Knopfdruck auf einer Fernbedienung oder Kabelschaltung ganz bequem mittels kleiner Motoren zu verstellen. Gerade für ältere oder bettlägerige Menschen ist die elektrisch verstellbare Unterfederung empfehlenswert aber auch in pflegerischen und medizinischen Abteilungen ist dies von Vorteil. Es ist keinerlei körperliche Kraft notwendig, um die Unterfederung an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
Die meisten der motorisch verstellbaren Lattenroste sind mit zwei Motoren ausgestattet. Je mehr Motoren desto mehr einzelne Liegezonen können separat verstellt werden. So können separat oder auch gemeinsam das Kopf- und das Rückenteil sowie die Fußhochlagerung in jede gewünschte Position verstellt werden.
Bei Motorrahmen sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass es eine Notabsenkung gibt, die auch dann noch funktioniert, wenn der Motor aus irgendwelchen Gründen den Dienst quittiert hat.




V

VDB

VDB Verband der Bettenfachgeschäfte e.V.
An Lyskirchen 14
D-50676 Köln

www.bte.de


Vier-Jahreszeiten-Bett

Zwei unterschiedlich gefüllte Betten sind durch Druckknöpfen zu einer dicken Decke verbunden und bieten zu jeder Jahreszeit das richtige Schlafklima. Jedes Bett kann einzeln oder zusammen genutzt werden:

  • Das leichte Bett = für den Sommer
  • Das schwere Bett = für die Übergangszeit
  • Beide Betten zusammen = für den Winter

Das 4-Jahreszeiten-Bett ist eine Bettkombination mit optimaler Wärmehaltung in allen vier Jahreszeiten.


Vikunja
Foto: © Quelle: Wikipedia, Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz 2.5 generisch lizenziert. Urheber Deutsch: Fotograf: Frank C. Müller

Vikunja

Das Vikunja (Lama vicugna) ist eine der vier Kamelformen der Neuen Welt. Es ähnelt dem Guanako, ist aber mit einer Schulterhöhe von nur 86 bis 96 cm kleiner und schlanker. Der Lebensraum des Vikunjas sind die südamerikanischen Anden (Peru, Boliviens, Nordchile und Nord-Westen Argentiniens), in einer Höhe von 3.500 m bis 5.750 m (Alpine Tundra), oberhalb der Baumgrenze und unterhalb der Schneegrenze.
Früher hatten die Vikunjas ein weiteres Verbreitungsgebiet, möglicherweise bis nach Ecuador. Da die Wolle mit einer Faserfeinheit von 12 Mikron die beste der Welt ist, wurden sie durch die Jagd durch den Menschen fast ausgerottet.


Visco-­Matratzen

Matratzen aus Visco werden oft auch als „Gedächtnis-Schaumstoff“ (Memory Foam) oder „Tempur“ bezeichnet, wobei „Tempur“ das geschützte Warenzeichen für den eingetragenen Namen für ein Memory-Foam-Material ist.

Dieser Gedächtnis-Schaumstoff wurde ursprünglich in den 1970er Jahren in einem Forschungszentrum der NASA mit dem Ziel entwickelt den Sitzkomfort und den Schutz gegen den Andruck in Raumfahrzeugen zu verbessern. Ein wichtiger Bestandteil der Visco(elastischen) Matratzen ist ein bestimmtes Polymer, welches es dieser Matratze in besonderem Maße ermöglicht, sich den Formen des auf ihr ruhenden Körpers anzupassen.


Viscoschaummatratzen lagern der Körper absolut Druckreduziert. Die Druckpunkte und Durchblutungsstörungen können vermieden werden. Durch die Anschmiegsamkeit des Materials entsteht ein exakter Körperabdruck mit all seinen guten und schlechten Haltungseffekten und das Körpergewicht ist immer gleichmäßig verteilt.


 


Viscose

Viskose ist die wichtigste Chemiefaser auf Zellulosebasis und in ihrer Zusammensetzung der Baumwolle sehr ähnlich. Trotz des chemischen Verfahrens ist es falsch Viskose als Kunstfaser zu bezeichnen, da sie aus natürlicher Cellulose besteht.
Zur Herstellung der Viskosefasern wird Holz herangezogen und mit Hilfe des Viskoseverfahrens, dem am weitest verbreiteten Nassspinnverfahren, industriell ersponnen.


Vlies

Ein Vlies ist ursprünglichen Sinn das das zusammenhängende Wollkleid eines Schafes oder eines anderen Tieres. Dabei ist es wichtig, dass das Vlies in einem Stück gewonnen wird.
Mittlerweile wird so allgemein eine breite Faserschicht oder -lage aus einem zusammenhängenden Gewebe bezeichnet.


Vollautomatik

Im Laufe der Jahre haben sich viele patentierte Unterfederungstechnologien entwickelt, die sich vollautomatisch, individuell und optimal jeder Körperanforderung und jeder Schlafposition anpassen – horizontal wie vertikal. Für jede Körperform, in allen Lagen, ohne die Unterfederung manuell einstellen zu müssen.
Hier kann man sich mit einem einfachen Knopfdruck auf die Fernbedienung vollautomatisch in jede gewünschte Position hochfahren und wieder absenken lassen. Mit mindestens einem und bis zu 5 kräftigen, geräuscharmen, funkentstörten Motoren kann die Liegefläche verstellt werden. Ein Trafo transformiert die Spannung von 220 Volt auf absolut ungefährliche 24 Volt mit dem der Antrieb der diversen Verstellmöglichkeiten erfolgt.
Nach jeder Motorbetätigung erfolgt eine automatische Netzabschaltung, so dass von der Steckdose zum Motor nur so lange Strom fließt, bis die gewünschte Verstellung erreicht ist. Damit ist eine Angst vor 'Strom im Bett' unbegründet.




W

Warenzeichen

Frühere Bezeichnung für den heute verwendeten Begriff 'Marke'
1995 wurde das bis dahin bestehende Warenzeichengesetz durch das Markengesetz ersetzt; letzteres ermöglicht es seitdem, neben Namen auch Produktdesigns, Farbkombinationen und Werbeslogans schützen zu lassen.


Wärmekennzeichnungen

Viele Hersteller kennzeichnen ihre Betten mit Wärmepunkten in unterschiedlicher Ausprägung, als Punkt, Herz, Kreuz usw. Dies sind Orientierungshilfen für den Kunden, damit jeder das für seine Bedürfnisse passende Bett findet. Dieses Orientierungsmittel ist hilfreich, da viele Kunden immer noch glauben, dass die Qualität und die Wärmeisolation eines Bettes vom Füllgewicht abhängen, etwa nach dem Motto „je schwerer, desto besser“. Das stimmt aber nicht.


Wasserbett

Ein Wasserbett ist ein Bett, dessen Matratze der sogenannte Wasserkern, mit Wasser gefüllt ist. Ein Auslaufschutz wird durch eine stabile Umhüllung und Mehrkammersysteme gewährleistet Der beheizbare Wasserkern passt sich dem Körper der auf ihm liegenden Person nach jeder Bewegung neu an und sorgt so stets für eine angenehme und die Wirbelsäule entspannende Liegeposition.

Bei Wasserbetten wird zwischen Softside und Hardside unterschieden.
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Das Softside Wasserbett ist ein vollständiges Wasserbett welches einen wärmedämmenden Schaumstoffrahmen hat und freistehend ohne Bettrahmen benutzt werden kann. Es kann aber auch in fast alle gängigen Bettgestelle eingebaut werden. Der untere Teil des Schaumrahmens kann mit einem Dekostoff bezogen werden und wirkt dann wie ein Bettrahmen. Der Schaumstoffrahmen unterliegt einer sehr starken Beanspruchung. Er muss den Wasserdruck der Matratze, sowie das Gewicht des Benutzers auffangen.

Hardside-Wasserbetten waren die ersten Systeme auf dem Markt. Hier handelt es sich um die klassische Form der Wasserbetten. Diese Art von Wasserbetten werden im Gegensatz zu den Softside-Wasserbetten ringsum durch einen stabilen Möbelrahmen gehalten. Der Ausstiegskomfort ist nicht immer gegeben, da im Besonderen die Wassermatratze beim Verlassen des Bettes gegenüber der stabilen Bettkante absinkt und damit die Höhendifferenz überwunden werden muss. Noch vor ein paar Jahre stellte diese Herstellungsart gegenüber den technisch ausgereiften Softside-Wasserbetten eine preiswerte Alternative dar. Inzwischen ist der größte Teil der Wasserbettenhersteller von diesem Prinzip abgegangen.


Wassergeflügelfeder

Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 versteht man unter diesem Begriff:

'Feder, gewonnen aus dem Rupf von Wassergeflügel wie Enten und Gänsen und/oder locker gesammelt aus den Nestern der Eiderenten.'


Wiederaufbereitete Feder

Laut der neuen Federn-DIN-Norm DIN EN 12934 versteht man unter diesem Begriff:

'Feder, die bereits als Füllmaterial verwendet und erneut gewaschen, getrocknet und hygienisch behandelt wurde.'


Wildseide

Wilde Seiden, auch fälschlicherweise 'Wildseide' genannt, stammen von Raupen, die in der freien Natur leben. Die bekannteste Gattung ist die des hauptsächlich in China und Indien vorkommenden Eichenspinners, dessen Seide als Tussahseide bekannt ist.
Wildseide unterscheidet sich von der gezüchteten Seide durch unterschiedlichen Faserquerschnitt und geringeren Anteil an Sericin. Dies verändert auch die physikalischen Eigenschaften. Sie ist robuster als Maulbeerseide, die Fäden sind dicker, gröber, kräftiger und unregelmäßiger. Wegen des dickeren Faserquerschnittes besitzt Wildseide eine höhere Bauschelastizität und eignet sich deshalb im Gegensatz zur gezüchteten Seide auch nach dem Entbasten und dem damit verbundenen Gewichtsverlust sehr gut als Füllmaterial für Seidenbetten. Sie ist, nach Bedarf, in der Lage zu kühlen oder zu wärmen und kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen.


Wirbelsäule
Foto: © Thomas GmbH + Co. Sitz- und Liegemöbel KG

Wirbelsäule

Die wie ein S geschwungene Form der Wirbelsäule verleiht dem Körper nicht nur die nötige Stützkraft für den aufrechten Gang, sondern gleichzeitig ein hohes Maß an Elastizität. Als Körperachse trägt sie den Kopf, die Rippen und die oberen Gliedmaßen. Grob unterscheidet man bei der Wirbelsäule einen beweglichen und einen unbeweglichen Teil: Beweglich ist der obere Teil (also Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule), während Kreuzbein und Steißbein in ihrer Position starr bleiben. Die Wirbelsäule bildet den Kanal für das empfindliche Rückenmark, welches das Gehirn mit dem peripheren Nervensystem verbindet.
32-33 Wirbelknochen (Vertebra) sind durch Bandscheiben miteinander verbunden. Sie machen etwa ein Viertel der gesamten Wirbelsäulenlänge aus. Diese elastischen Stoßdämpfer bilden zusammen mit den Wirbelkörpern eine biegsame Säule, die vom Hals bis zum unteren Ende des Rückens reicht. Muskeln und Bänder verbinden die Wirbel zusätzlich miteinander und machen das Rückgrat auf diese Weise beweglich.
Die gesamte Wirbelsäule besteht aus sieben Halswirbeln, zwölf Brustwirbeln, fünf Lendenwirbeln, fünf Kreuzbeinwirbeln und dem Steißbein aus drei bis vier Steißwirbeln.


Wirkwaren

Gewirke und Gestricke zählen zu den Maschenwaren bei denen eine Fadenschlinge in eine andere geschlungen wird. Sie unterscheiden sich in den maschenbildenen Systemen. Gewirke werden mit vielen Fäden, entsprechend der Anzahl der Maschen, hergestellt. Beim Wirken verlaufen die Fäden vertikal und werden von Nadeln ergriffen und durch die vorhergehende Maschenreihe gezogen. Man unterscheidet zwischen Kulierwirkware und Kettenwirkware.
Der Einsatz von Wirkware erfolgt im Bettwäsche- und Matratzenbezugbereich.


Wolle

Laut Textilkennzeichnungsgesetz (EU-Verordnung 1007/2011) darf als Wolle die Faser vom Fell des Schafes (Ovis aries) oder ein Gemisch aus Fasern von der Schafschur und aus Haaren der hier genannten Tiere
• Alpaka
• Lama
• Kamel
• Kaschmir
• Mohair
• Angora (-kanin)
• Vikunja
• Guanako
• Kaschgora
• Biber
• Fischotter

bezeichnet werden.

Zusätzlich können mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung 'Wolle' oder 'Haar'
für Haare nachstehender Tiere:

Alpaka, Lama, Kamel, Kaschmirziege, Angoraziege, Angorakaninchen, Vikunja, Yak, Guanako, Kaschgoraziege (Kreuzung zwischen Kaschmirziege und Angoraziege), Biber, Fischotter

gekennzeichnet werden.

Nur Wollen die ausschließlich aus einer Faser bestehen, dürfen den Zusatz „100 %“,
„rein“ oder „ganz“ auf dem Etikett oder der Kennzeichnung tragen.

Ausführliche Informationen siehe:

www.textilkennzeichnungsverordnung.de


Wollsiegel
Foto: © Woolmark International Pty Ltd.

Wollsiegel

Das Wollsiegel, eigentlich engl. Woolmark ist ein Siegel der Woolmark Company, deren Sitz in Australien liegt. Die Woolmark Company übernimmt heute die Aufgaben des ehemaligen IWS (Internationales Wollsekretariat), d.h. das Marketing von Schurwolle in ihren Haupterzeugerländern.
Mit dem Wollsiegel will die Woolmark Company einen einheitlichen Standard der Wolle weltweit schaffen. Das Wollsiegel steht somit als Garant für diese Qualität. Die Woolmark Company arbeitet mit den Produktionsstätten, Exporteuren, Importeuren und dem Handel in den Vertriebsländern zusammen. Der Wollsiegel- Verband hat in Deutschland seinen Sitz in Düsseldorf.




Y
Yak
Foto: © Quelle. Wikipedia Creative-Commons-Lizenz 2.0 generisch lizensiert, Urheber travelwayoflife

Yak

Der Yak auch Jak geschrieben und wegen seiner grunzähnlichen Laute auch (Tibetischer) Grunzochse genannt, ist eine asiatische Rinderart, verbreitet wildlebend in Zentralasien. auf hochgelegenen Felssteppen bis zu ca. 6.000 m Höhe, im Winter in tieferen Lagen. Der Yak hat als einziges Rind innere und äußere Wolle, man unterscheidet hier zwischen : grobem Haar und einer darunter liegenden feineren Haarschicht.
Yakwolle (Unterhaar) ist leicht, dicht, und verfügt über eine hohe Wärmerückhaltungseigenschaft. Dadurch ist sie den Eigenschaften von Kaschmir sehr ähnlich.




Z

Zellulosische Fasern

Zellulosische Fasern sind

•Viskose (CV)
•Modal (CMD)
Lyocell (CLY).
•Cupro (CUP).
•Acetat (CA)
•Triacetat (CTA)


Zwirn

Ein Zwirn ist eine linienförmige Textilie, die aus mehreren zusammengedrehten Garnen in Z-Richtung oder S-Richtung besteht. Ein Zwirn hat eine wesentlich höhere Reißfestigkeit als die nicht verzwirnten Einfach-Garne zusammen.


Zylinderfedern
Foto: © AGRO International GmbH & Co. KG

Zylinderfedern

Bei den Zylinderfederkernen - auch Leichtfederkerne genannt -handelt es sich um den ältesten und zugleich klassischste Federkerntyp. Er unterscheidet sich zu den Taillenfederkernen dadurch, das alle Federwindungen gleich sind, d.h. die Zylinderfedern haben von oben bis unten den gleichen Durchmesser und werden ineinander gedreht, was jedoch nur von Hand möglich ist. Da diese Federkerne ohne Stützung nicht aufrecht stehen können, müssen sie mit einem Rahmen aus Bandstahl oder Stahldraht versehen werden. Er wird bei der Matratzenfertigung eingesetzt.


Fotos: © Frau liest Buch im Bett: CandyBox Images - fotolia.com | Kontakt | Newsletter | Impressum | Datenschutz | Login