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Matratzen

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Matratzengrößen und -typen im Überblick

Wie bettest Du Dich denn so?

03.07.2019 von Markus Kamps

Foto © Fotolia - Dash

Wie man sich bettet, so liegt man auch – dass die Schlafunterlage entscheidend für die Qualität des Schlafes ist, scheint allseits bekannt. Wer sich nachts wie eine Prinzessin auf der Erbse fühlt, die Decke regelmäßig nass schwitzt oder mit schmerzenden Gliedern erwacht, kann im Alltag kaum Leistung bringen und ist dauerhaft unausgeruht. Viele Schlafstörungen lassen sich auf eine ungeeignete Matratze zurückführen. Obwohl einige Hersteller One-Size Matratzen für jeden Körper- und Schlaftyp anbieten, gibt es natürlich keine Matratze, die jeden Schläfer zu 100 Prozent zufriedenstellt. Was gibt es bei der Erstellung eines neuen Schlaf- und Ruhebereiches zu beachten? Wir haben die wichtigsten Infos zu den gängigen Matratzentypen in Fach- und Möbelgeschäften für Dich zusammengetragen, um die Planung eines neuen Bettes mit passender Matratze zu erleichtern.

Das Wichtigste zuerst: Bestimme, wie viel Platz Du benötigst

Für einen gesunden Schlaf und schmerzfreie Knochen sind die Maße des Bettes ein wichtiger Faktor – welche Matratzengröße die richtige für Dich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Schlafgewohnheiten, die familiäre Situation und der Beziehungsstatus sowie Kosten- und Platzfaktoren beeinflussen die Auswahl. Am günstigsten sind Standard-Matratzen zwischen 90x200 cm und 200x200 cm. Für großgewachsene Menschen mit einer Körpergröße über 190 cm sind diese Standard-Modelle jedoch zu klein. Überlängen bis zu 220 cm sind in fast allen Fachgeschäften erhältlich. Solltest Du noch mehr Raum benötigen, ist wahrscheinlich eine Sonderanfertigung nötig.
 

Vor- und Nachteile der herkömmlichen Matratzengrößen im Überblick

90x200 cm: Die platzsparende Single-Matratze

  • Eine Matratze 90x200 cm ist nur für Single-Schläfer gedacht. Zu zweit kann man auf der Fläche liegen, wirklich bequem ist das aber auch bei schlanken Paaren nicht.
  • Im Kinder- oder Gästezimmer kannst Du mit einer 90x200 cm Matratze einen bequemen Schlafraum schaffen und trotzdem Platz sparen.
  • Bist Du ein unruhiger Schlaftyp oder streckst Du im Laufe der Nacht gern Arme und Beine aus, ist die Breite von 90 cm nur knapp ausreichend.
  • 90x200 cm Matratzen trocknen langsamer ab als Matratzen mit großen Flächen. Drehe Deine Matratze regelmäßig um oder lege sie in die strahlende Sonne, um Bakterien abzutöten und Schweiß abtrocknen zu lassen.
  • Für Deinen Laptop, Bücher, ein Haustier im Bett oder Deine Handyladestation ist auf 90x200 cm kaum Platz. Eine Matratze dieser Größe dient also ausschließlich zum Schlafen oder Fernsehen und weniger als Rückzugsort.

100x200 cm: Der Standard für Single-Schläfer

  • Auf einer Liegefläche von 100x200 cm kannst Du Dich nachts relativ frei bewegen.
  • Übernachtungsgäste haben es in Ausnahmefällen bequem genug, als dauerhafte Lösung für zwei ist das Maß aber eher ungeeignet.
  • Weil Du auf 100 cm Breite meist auf der gleichen Stelle liegst, bildet sich bei Modellen mit niedriger Qualität schon nach wenigen Monaten eine Kuhle und die Matratze hängt durch. Durch regelmäßiges Wenden kannst Du die Haltbarkeit Deiner Matratze verbessern.
  • Für Kissen, Ladestationen oder Haustiere im Bett ist auf 100 cm Breite ausreichend Platz – nimm aber besser nicht alles auf einmal mit ins Bett, um noch etwas Bewegungsfreiheit zu haben.

140x200 cm: Für Paare und Langschläfer

  • Zwei Schläfer können auf einer Breite von 140 cm bequem liegen. Schlafen beide sehr unruhig, kommt man sich nachts allerdings hin und wieder in die Quere.
  • Als Single kannst Du Dein 140x200 cm Bett problemlos als Rückzugsort und „zweites Wohnzimmer“ nutzen.
  • Matratzen mit einer Fläche von 140x200 cm sind deshalb für Singles und für junge Paare zu empfehlen. Damit sich keine Kuhlen bilden, wende die Matratze hin und wieder und wechsle auch mal die Seiten mit Deinem Partner.

180x200 cm: Reichlich Platz für Paare

  • 180x200 cm ist das klassische Maß für Ehebetten. Beide Partner haben nachts ausreichend Bewegungsfreiheit.
  • Nicht jedes Schlafzimmer ist für eine so große Liegefläche geeignet. In kleinen Räumen kann die Matratze sehr wuchtig wirken.
  • Als Single-Schläfer fühlst Du Dich auf einer Matratze mit 180 cm Breite wie auf einer Liegewiese. Ohne Kissen, Haustiere oder elektronische Unterhaltung wirkt das Bett fast schon leer.

200x200 cm: Die Familienmatratze für erholsame Stunden

  • Die Luxusgröße für jeden Schlaftyp: Auch zwei Personen finden auf der quadratischen Liegefläche in jeder Position genügend Platz.
  • Möchten Kinder oder Haustiere mit im Bett schlafen, muss keiner rücken oder sich beengt fühlen.
  • Damit die große Liegefläche eben bleibt, wechsle wenn möglich Deine Schlafpositionen und wende die Matratze hin und wieder.
  • Für ein XXL-Bett brauchst Du ein XXL-Schlafzimmer mit ausreichend Platz


Welche Matratzenart passt zu Dir?

Neben der Matratzengröße ist die Art der Matratze ein wichtiger Faktor für guten Schlaf. Die Materialien für Matratzen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und ihres Härtegrads, aber auch die Belüftung spielt eine Rolle. Außerdem fällt die Nachhaltigkeitsbilanz für verschiedene Materialien ganz unterschiedlich aus. Generell gilt: Je leichter der Schläfer, desto weicher sollte die Matratze sein. Weiche H2-Matratzen sind für schlanke Personen mit bis 65 Kilogramm geeignet, härtere H3- oder H4-Matratzen entsprechend für schwerere Personen. Mit einer guten Matratze sollte Deine Wirbelsäule in den bevorzugten Schlafpositionen möglichst in einer geraden Ausrichtung verbleiben und auf keinen Fall durchhängen.


Vor- und Nachteile verschiedener Matratzenarten

  • Bonellfederkern-Matratzen sind mit Federn aus Metall oder Kunststoff ausgestattet, die unter großer Belastung flächenelastisch wirken. Die Füllung eignet sich gut für Bauch- und für Rückenschläfer, die es fester oder schwingender mögen und nachts zum Schwitzen neigen. Denn das Material hat eine gute Luftdurchlässigkeit und kann Flüssigkeit besser ableiten.
  • Taschenfederkern-Matratzen sind dagegen punktelastischer. Je mehr Federn, desto punkt genauer kann die Matratze sein. Auf hochwertigen Taschenfederkern-Matratzen können sich auch unruhige Schläfer frei drehen und wenden. Auch diese Matratzenart hat eine gute Durchlüftung.
  • Viscoschaum-Matratzen passen sich dank des Memory-Effekts exakt an die Körperform an. Für Schläfer die druckempfindlich sind und für sehr Schlanke die sonst keine gute Anpassung hinbekommen, kann diese Matratze geeignet sein. Das Schlafklima ist aber wärmer und muss immer mit der Zudecke und dem Kissen in Abstimmung bedacht werden.

 

 





Grundlagen Matratzenhärtegrade

Voll die Härte!

23.05.2019 von Markus Kamps

Foto © Schlafkampagne

Nach zahlreichen Trends, Gadgets und vielen weiteren Innovationen rund um das Thema Schlaf, möchten wir heute ein wenig Basiswissen über die verschiedenen Härtegrade bei Matratzen vermitteln.

Grundsätzlich unterscheidet man fünf Härtegrade.Der Härtegrad ist elementar für die richtige Auswahl einer Matratze und entscheidend für den Schlafkomfort und der orthopädisch richtigen Lagerung der Wirbelsäule. Haben Sie eine geeignete Matratze gefunden, folgt die Wahl des passenden Härtegrades. Aus der Kombination Matratzen-Härtegrad ergibt sich dann mit einem passenden Lattenrost eine ideale Körperstützung.In der Regel werden die Härtegrade mit dem Prefix "H" eingeleitet. Einige Hersteller verwenden auch ein "F" (Festigkeitsgrad), meinen aber das Gleiche. Andere Hersteller teilen ihre Matratzen in sprechende, leichter zu verstehende Härtegrade wie weich, soft, medium, fest oder ultra fest ein.

Bitte beachten Sie aber, dass die nachfolgenden Angaben von Hersteller zu Hersteller und der Materialzusammen-stellung der Matratze variieren können, da hier noch keine einheitliche Normierung vorliegt. Folglich ist ein vorheriges Probeliegen der Matratze - unterstützt durch Fachberatung - anzuraten.

  • Matratzenhärtegrad H1 (F1, sehr weich, weich soft)
    Bis zu 60 kg Körpergewicht. Da dieses Körpergewicht bei Erwachsenen sehr selten ist, werden nur wenige Matratzen in diesem Härtegrad produziert.
     
  • Matratzenhärtegrad H2 (F2, medium, mittelfest)
    Ab 60 kG bis 80 Kg Körpergewicht. In Deutschland liegt dieser Härtegrad auf Platz 2 der verkauften Matratzen in Deutschland, vor allem bei Frauen.
     
  • Matratzenhärtegrad H3 (F3, medium, fest)
    Ab 80 kg Körpergewicht. In Deutschland ist dieser Härte grad sehr beliebt und liegt auf Platz 1 der verkauften Matratzen.
     
  • Matratzenhärtegrad H4 (F4, fest, extra fest)
    Ab ca. 110 kg Körpergewicht.
     
  • Matratzenhärtegrad H5 (F5, sehr hart, ultra-fest)
    Ab 130 kg Körpergewicht. Dieser Härtegrad kommt - wie H1 - selten vor. Gerne wird hier auch die Begrifflichkeit XXL-Matratzen verwendet.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist es für den Laien schwierig, den individuell passenden Matratzenhärtegrad pauschal zu benennen. Da die Einteilung der Härtegrade sich derzeit nur auf das Körpergewicht bezieht und Faktoren wie Körperbau, Schlaflage etc. nicht beachtet, sollte man sich von der Einteilung der Härtegrade nicht blenden lassen, sondern nur als Richtwert sehen. Ausprobieren ist und bleibt hier die Devise.


Die Schlafkampagne wünscht Ihnen einen guten und erholsamen Schlaf!
 


Wer mehr zum Thema Matratze erfahren möchte, der sollte unser Buch "Die Matratze" studieren. Über 150 Seiten fundiertes Fachwissen von damals bis heute.





Matratzenkauf: nicht eine für alle!

von Markus Kamps

Foto © Markus Kamps

Gibt es die eine Matratze oder das eine Bett, das für alle Menschen gleichermaßen geeignet ist? Die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig nein. Denn die Menschen sind so verschieden, dass eine einzige Matratze gar nicht für jeden passend sein kann. Körperliche Unterschiede bei Schulter-, Taillen- und Beckenbreite, beim Körpergewicht oder auch bezüglich der Schlafposition (Bauch, Seite oder Rücken) bestimmen maßgebend die individuellen Anforderungen an die Schlafstätte. Die sind z.B. bei einem großen schweren Mann komplett anders als bei einer kleinen leichten Frau. Schließlich gibt es auch nicht den einen Schuh, der jedem Menschen gleichermaßen gut passt.

Klar ist aber auch: Für den Laien ist kaum erkennbar, ob eine Matratze für ihn geeignet ist. Tatsächlich können vor allem jüngere Menschen auf qualitativ ordentlichen Matratzen problemlos schlafen. Erst im Laufe der Jahre werden die Folgen einer falschen Schlafstätte spürbar.

Hintergrund: Je älter man wird, desto sensibler wird man bezüglich seines Bettes. Normale körperliche Verschleißerscheinungen, steigende Temperatur- und Druckempfindlichkeit sowie vor allem zunehmende Rückenbeschwerden führen dazu, dass sich die Ansprüche an Matratze und Unterfederung zum Teil massiv ändern. Besonders deutlich wird dies nach Bandscheiben-Operationen sowie bei Gleitwirbeln und Arthrose.

Spätestens dann führt kein Weg an einer ausführlichen Beratung bei einem Bettenspezialisten mehr vorbei. Ziel ist es, die Wirbelsäule optimal zu lagern. „Für eine wirkungsvolle nächtliche Entlastung und Regeneration der Wirbelsäule und der Bandscheiben muss das Bett die physiologische Form der Wirbelsäule individuell unterstützen“, weiß Dr. Florian Heidinger, Leiter des Ergonomie Instituts München. In Rückenlage ist dies ein Doppel-S, in der Seitenlage dagegen eine gerade Linie. 

Dabei ist ein gutes Bett umgerechnet auf die Nutzungszeit alles andere als teuer. Beispiel: Bei einer Gebrauchsdauer von zehn Jahren kostet eine gute Matratze zum Preis von ca. 900 Euro umgerechnet nicht einmal 25 Cent pro Nacht. Selbst die Ausgabe für ein hochwertiges Bettsystem relativiert sich bei dieser Betrachtungsweise schnell. Schließlich verbringt man während einer angenommenen zehnjährigen Nutzungszeit insgesamt rund 25.000 Stunden in seinem Bett. 

Für die notwendige Beratung nimmt man sich im Bettenfachhandel gerne Zeit. Ein ausgiebiges Probeliegen ist dabei Pflicht. Vorher wird der Kunde oftmals regelrecht vermessen und dabei dessen wichtigste Körpermaße ermittelt. Eine Mühe, die sich lohnt. Schließlich liegt man bei einer zehnjährigen Nutzung mehr als 25.000 Stunden in seinem Bett. Ein bis zwei Stunden Beratungszeit sind also gut angelegte Zeit.

Damit man im Geschäft nicht unnötig warten muss, reservieren viele Bettenhändler gerne separate Beratungstermine. Auf Wunsch kommen sie sogar zum Kunden nach Hause – auch nach Geschäftsschluss.





Matratzenkauf - darauf sollten Sie achten

von Frank Chudoba

Damit der Matratzenkauf kein Reinfall wird
Foto: copyright Anton Maltsev - fotolia.com

Laut einer Kundenbefragung fühlen sich 85% der Kunden beim Matratzenkauf völlig überfordert und schlecht beraten. Wir verraten ihnen, worauf sie im Matratzendschungel achten sollten

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Statement zur RTL-Sendung EINSPRUCH

Schutz vor Fehlkauf - Probeliegen

von Markus Kamps

Wie immer wurde bei der Sendung "EInspruch" bei RTL ein Fall beschrieben und hier nun mal das "Probeliegen". Leider wurde das Thema wie so oft etwas veralbert und die Brisanz der Fehlberatung nur bedingt gestreift.
Markus Kamps kommentiert den TV-Beitrag "Matratzentest über Nacht" und gibt wichtige Tipps zum Probeliegen.

Fazit der Sendung ist aus Sicht der Schlafkampagne:

  1. Man muss niemanden Probeliegen lassen. Dieses ist Ermessungssache des Beraters und Geschäftes
  2. Fakt: Es gibt kein Umtauschrecht wegen Unbequemlichkeit
  3. Vor Ort gibt es kein Umtausch oder Rückgaberecht im Internet schon ( 14 Tage )
  4. Tipps: Vereinbaren Sie ggf. schriftlich oder mit Zeugen ein Rückgaberecht beim stationären Handel
  5. Gesetz: Bei Fehlberatung, gibt es ein gesetzliches Recht, das Nachbesserungsrecht
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Warum in Deutschland so wenig auf Qualität geachtet wird

von Frank Chudoba

Geiz macht dumm
Gerade in zeiten globaler Krisen schaut man doch mal mehr auf die Erfolgreichen, um gute Ideen für den eigenen Erfolg zu nutzen. Dabei tun sich erschreckende Tatsachen auf. Geizheit macht scheinbar dumm - oder sind Geizige dümmer. Die Schlafkampagne geht dieser Sache nach.

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