Die frühen Jahre des Schlafes20.01.2016![]() Foto © id-foto.de - fotolia.com Nicht nur der Mensch selbst und sein Körper verändern sich mit den Lebensjahren. Auch der Schlaf und die individuellen Bedürfnisse machen von der Wiege bis zur Bahre einen Wandel durch. Und das Bett wächst mit – nicht nur im wörtlichen Sinne bezogen auf die Kindheit und Jugend, wo man aus dem ersten Kinderbett rasch herauswächst. Das gilt auch für die Optik. Kids, die mit zehn Jahren noch auf Buntes und Verspieltes standen, fragen sich mit zwölf oder vierzehn, wie ihre Eltern ihnen nur solche Bettwäsche antun konnten... Jungen Eltern fällt rasch auf: Unterfederungen sind bei Betten für Kleinkinder kein Thema. Das Lattenrost ist bei den meisten Anbietern starr. Der Grund dafür ist einfach: Kleinkinder sind leicht, ein Lattenrost, das flexibel ist, hätte keinen Effekt. Aufgrund des geringen Körpergewichts ist relevanter, dass die Matratze weich ist (während schwere Personen später eher eine harte Matratze brauchen). Mehr Aufmerksamkeit sollte man schadstoffarmen, geprüften Materialien widmen – beim Bettrahmen ebenso wie bei Decke, Kissen, Bezügen. Denn Kleinkinder neigen dazu, ihre Umgebung mit Zunge und Zähnen zu erforschen. Großen Wert hierauf legt der deutsche Hersteller Kindertraum, der auf der Heimtextil unter anderem Deckenbezüge aus Baumwolle vorstellt – atmungsaktives und kuscheliges Material, das jährlich mit Ökotex 100 für Babyartikel zertifiziert wird. Betten für Kinder bieten zudem einen Spielfaktor – sie sind zum Beispiel mit Rutsche oder Klettergerüst ausgestattet, sehen aus wie ein Auto, ein Baumhaus, eine Höhle. Alles, was Kindern Spaß macht, ist denkbar bis hin zu individuellen Anfertigungen. Die Oberbadische Bettfedernfabrik (OBB) aus Lörrach setzt für die Kleinen auf Zudecken und Kissen mit Daunen oder hochwertiger, bauschiger Faserfüllung und verspielte Optik mit kindgerechten Details und Stickereien. TAVO aus der Oberpfalz wird auf der Heimtextil 2016 ebenfalls wieder dabei sein – das mittelständische Unternehmen legt bei seiner komplett in Deutschland stattfindenden Produktion großen Wert auf Nachhaltigkeit und bietet Produkte für Kleinkinder bis hin zu jungen Erwachsenen. Spätestens im Jugendzimmer, wo die Schulfreunde einkehren, entwickelt sich mit der Pubertät ein eigener Geschmack. Bett und Ausstattung werden zwar noch von den Eltern bezahlt, aber der Nachwuchs hat bereits ein paar Worte mitzureden – und weiß oft genau, was er will. Bei Matratze, Unterfederung und Materialien sollten sich die Eltern aber durchsetzen und vor allem darauf achten, dass das Bett Qualität hat, dass die Matratze die Wirbelsäule stützt, das Kissen die richtige Höhe und Festigkeit hat, je nachdem ob Sohn oder Tochter auf dem Rücken oder der Seite schlafen. Man kann seine Kinder ruhig mal fragen: Schwitzt oder friert ihr nachts? Könnt ihr gut ein- und durchschlafen? Sind die Heranwachsenden morgens fit und munter oder eher gerädert? All das kann, muss aber kein Hinweis auf Probleme mit dem Bett geben. Wenn gesundheitliche Ursachen oder Stress (zum Beispiel in der Schule) als Ursache für Schlafprobleme ausgeschlossen werden kann, dann liegt es vielleicht doch an einer zu festen oder zu weichen Matratze, einem nicht passenden Kissen, einer zu dicken oder dünnen Zudecke. |
Schlaf in mittleren Jahren: Vielfalt und Nachhaltigkeit20.01.2016![]() Foto © yellowj - fotolia.com Spätestens mit der ersten eigenen Wohnung, pünktlich zum Beginn von Ausbildung oder Studium, kommt auch die Frage nach dem ersten eigenen Bett – und zumindest was die Matratze betrifft, wird sich diese Frage fortan im Rhythmus von acht bis zehn Jahren wiederholen. Unterfederungen und Bettrahmen halten je nach Qualität deutlich länger. Noch öfter wechselt man Zudecke, Kopfkissen, Bezüge und Accessoires. Während man in der Studentenbude noch nicht ganz so wählerisch und das Budget ohnehin begrenzt ist, steigen die Ansprüche mit dem Lebensalter, und wenn die erste gemeinsame Wohnung mit LebenspartnerIn ansteht, möchte man auch ein Bett, das nicht nur langlebig und hochwertig ist, sondern auch den individuellen Ansprüchen genügt. Das Bett soll Komfort bieten, soll mehr sein als eine bloße Schlafunterlage. Relevant ist aber auch, dass der Körper sich verändert. Stoffwechsel, Hitze- und Kälteempfinden, Gewicht und Fitness, allgemeiner Lebenswandel: all das beeinflusst den Schlaf und auch die Frage, wie Bett und Ausstattung beschaffen sein sollten. Wer eher friert braucht eine warme Decke – und umgekehrt. Wobei ein Klischee zutrifft. Frauen frieren eher als Männer, was in erster Linie biologische Ursachen hat. Jeder braucht seine eigene, individuell passende Zudecke. Das gilt auch fürs Kissen. Die richtige Höhe muss es haben, den Nacken gut abstützen, damit keine Verspannungen entstehen. Hier wie auch bei allen anderen Elementen herrscht eine kaum überschaubare Vielfalt und Materialflut. Die Heimtextil bietet Orientierung im Bettwarendschungel. Zwar gilt das klassische Daunenkissen weiterhin als sehr beliebt, es gibt aber längst zahllose Alternativen – interessant sind beispielsweise die Wasserkissen von Mediflow, die sich dem Kopf perfekt anpassen können und sowohl für Seiten- als auch für Rückenschläfer passend sind. Das Temperaturempfinden hängt vom Schlafklima mit ab – und dieses wird nicht nur über die Raumluft und Feuchtigkeit reguliert, sondern auch über Zudecke, Bettlaken, Bezüge und Matratze. Atmungsaktivität lautet das Stichwort – die Haut muss atmen können, das Material sollte Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren können. Hersteller Formesse aus Löffingen konzentriert sich ganz auf Spannbettlaken und Schonbezüge – mit speziellen Lösungen für unterschiedliche Bett- und Matratzentypen. Zwar passt theoretisch jeder Bezug zu jedem Bett (von Größenunterschieden abgesehen), aber optimal ist es, wenn die Materialien miteinander harmonieren. Dieses Ziel verfolgt auch das Familienunternehmen Spessartttraum mit seiner längst etablierten Marke Schlafstil Bettwaren. Decken, Kissen und Bezüge gibt es in unterschiedlichen Modulen und Wärmeklassen, die sich kombinieren lassen, passend für jeden Typ. So kommen die Bettwaren individuell zum Nutzer, nicht umgekehrt. Dies sind nur eine kleine Handvoll Beispiele des Spektrums, das auf der Leitmesse Heimtextil 2016 in Frankfurt präsentiert wird. Das Team der Schlafkampagne behält für Sie den Überblick und stellt Ihnen die 10 Betten des Lebens vor – besuchen Sie uns! |
Schlaf im Alter: Mehr Komfort für den Körper20.01.2016![]() Foto © contrastwerkstatt - fotolia.com Wir alle wünschen uns, bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Ein gesunder Lebenswandel kann helfen – guter und erholsamer Schlaf ist auf Dauer unverzichtbar. Im Alter verändert sich der Körper mitunter stark, und die Auswirkungen spüren wir. Wir brauchen weniger Schlaf als in jungen und mittleren Jahren, der Stoffwechsel verändert sich, nächtlicher Harndrang kann vermehrt auftreten, unsere innere Uhr gerät leichter aus dem Takt, die Haut wird dünner, was uns leichter frieren lässt, und den Körper druckempfindlicher macht. Die Gelenke lassen nach, weshalb das Bett im Optimalfall so hoch ist wie ein Stuhl – sodass man sich einfach hineinsetzen kann und auch das Aufstehen nicht schwerfällt. Ein zu niedriges Bett kann anstrengend sein. Hilfreich ist auch ein Motorrahmen, der das Aufsetzen erleichtert oder eine erhöhte Beinlagerung ermöglicht, um die Durchblutung zu unterstützen. Jeder Mensch ist anders, hat andere Beschwerden und benötigt andere Hilfsmittel – bis hin zum Pflegebett, das speziell für pflegebedürftige Menschen ausgerüstet ist. Beim Schlaf sollte man nichts dem Zufall überlassen. Denn ein schlechter Allgemeinzustand kann durch geruhsamen Schlaf verbessert werden, während schlechter Schlaf sich insgesamt negativ auf den Organismus auswirkt – im Alter noch mehr als in jüngeren Jahren. Das heißt aber keinesfalls, dass sich Senioren und Silver Ager nur noch funktional betten sollen. Im Gegenteil. Je gemütlicher, angenehmer, komfortabler Bett und Ausstattung sind, desto wohler fühlt man sich und desto ausgeruhter ist man nach einer durchgeschlafenen Nacht. Traumina bietet dafür auch Komfort- und Hygieneauflagen aus edlen Materialien – Daune, Baumwolle, Batist. Oder auch Kissen und Zudecken mit Kamelhaarfüllung. Ein Luxus, der spürbar ist. Denn hochwertige Bezugs- und Füllmaterialien aus natürlichen Rohstoffen oder auch moderne synthetische Fasern sorgen für die richtige Bettwärme und sorgen zugleich dafür, dass das Bett nicht klamm wird. Auf Daune, Naturhaare und weitere qualitativ hochwertige Materialien setzt daher auch Centa Star – das Unternehmen aus Stuttgart wird auf der Heimtextil 2016 einmal mehr seine gemütlichen Neuheiten vorstellen. Neben den Textilien wird auf der kommenden Messe das Thema Matratzen eine größere Rolle spielen als bisher – mit einer fast doppelt so großen Fläche wie in den Vorjahren. Der schwäbische Bettenhersteller Rössle & Wanner wird zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder dabei sein. Das hundert Jahre alte Traditionsunternehmen präsentiert neue Bettsysteme für jedes Lebensalter und weiß um die richtige Kombination von Matratze und Unterfederung. Doch wie findet der Endkunde das passende Produkt? Und wie kann man ihm als Händler bei der Suche kompetent und fachlich versiert helfen? Welches Bett passt zu wem, welches Kissen, welche Zudecke? Welche Besonderheiten sollten gerade bei älteren Kunden beachtet werden? Besuchen Sie uns!
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Schlaf und Bett im Wandel des Alters06.01.2016![]() Foto © LanaK - fotolia.com „Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.“ Dieses Zitat von Arthur Schopenhauer beschreibt sehr treffend die Bedeutung des Schlafes: Egal wie alt wir sind, Schlaf ist existentiell für unseren Körper, aber auch für unser seelisches Wohlergehen. Schläft ein Mensch dauerhaft zu wenig oder auch zu viel, hat dies deutliche gesundheitliche Auswirkungen. Doch welche Schlafdauer ist in welchem Alter angebracht und welche Anforderungen werden jeweils an das Bett gestellt? Allgemein gilt: Schlaf ist sehr individuell und wie sich Menschen in ihrer Persönlichkeit unterscheiden, so ist auch das Schlafverhalten verschieden. Es gibt Personen, die grundsätzlich mit sehr viel weniger Schlaf auskommen als andere in vergleichbaren Lebenssituationen. Manche wiederum schlafen deutlich länger als der Durchschnitt. Betrachten Sie daher die angegebenen Zeitspannen als Richtlinien und nicht als absolute Größen. |
Schlaf zu Beginn des Lebens06.01.2016![]() Foto © Anna Sedneva - fotolia.com Neugeborene verschlafen bis zu 18 Stunden des Tages und das hat seinen Grund: Im Schlaf werden Wachstumshormone ausgeschüttet und die Erlebnisse des Tages verarbeitet. In keiner Lebensphase wächst und lernt ein Mensch so viel, wie in den ersten Lebensmonaten. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres reduziert sich der Schlaf auf ca. 14 Stunden pro Tag. Als erstes Bettchen dient meist eine Wiege oder ein Stubenwagen mit einer relativ kleinen Liegefläche von üblicherweise 50x90 cm, gefolgt vom klassischen Gitterbettchen mit einer Größe von 60x120 cm oder 70x140 cm. Da sich ein Baby anfangs noch nicht koordiniert bewegen kann, ist es ihm auch nicht möglich, beispielsweise unter der Bettdecke hervorzukriechen, wenn es zu warm wird oder sich zu drehen, wenn das Kissen über dem Gesicht liegt. Daher ist es wichtig, auch am Schlafplatz für Sicherheit zu sorgen und einem Überhitzen vorzubeugen. Die Matratze im ersten Lebensjahr darf ruhig relativ fest sein, der Babyrücken ist ohnehin noch ganz flach. Das Baby sinkt bei einer festen Schlafunterlage nicht zu tief ein, was andernfalls zu einem Wärmestau und sogar zu Sauerstoffmangel führen kann, sollte es auf dem Bauch schlafen. Die Gitterbett-Matratze verfügt häufig über eine stabile Trittkante und einen speziellen Aufbau, der für eine gute Durchlüftung sorgt. Ein Kissen ist nicht erforderlich und wenn doch eines verwendet wird, dann eines mit fester und sehr flacher Füllung. Das Baby oder Kleinkind sollte auf keinen Fall darin einsinken. Da Babys mit dem Kopf unter die Bettdecke rutschen können, ist stattdessen ein Schlafsack empfehlenswert. Bei erhöhtem Wärmebedarf kann anfangs zusätzlich ein Fell ins Bettchen gelegt werden. |
Schlafen, Lernen und Spielen06.01.2016![]() Foto © nyul - fotolia.com
Diese drei Punkte bestimmen den Tagesablauf von Kindern und dementsprechend gestaltet sich auch der Schlafplatz: Die Bettform spielt in diesem Lebensabschnitt eine sehr große Bedeutung. Während das Kleinkind bis zu einem Alter von zwei Jahren meist noch im Gitterbettchen schläft, sind bei Kindern vom Kindergarten- bis ins Schulalter Spiel- und Hochbetten (Liegefläche 90x200 cm oder 100x200 cm) mit Rutsche, Vorhängen und sonstigen Accessoires besonders beliebt. Aufgrund des geringen Körpergewichts und der sich ständig verändernden Körpergröße ist eine dünnere Matratze ohne Zoneneinteilung völlig ausreichend. Häufig werden Kinderbetten mit Matratzen ausgestattet, die über eine weiche und eine feste Seite verfügen. So kann die Matratze an die sich verändernden Liegebedürfnisse angepasst werden. Die Bezüge lassen sich meist abnehmen und sind waschbar. Gerne nehmen Kinder mehrere kleine Kissen mit ins Bett, so finden sie immer das Passende für ihre momentane Befindlichkeit. Die Schlafdauer bei Kindern ist individuell verschieden und abhängig von Entwicklungsphasen. Während Kinder zwischen ein und drei Jahren noch ca. 12 bis 15 Stunden pro Tag schlafen, reduziert sich der Schlafbedarf im Alter von drei bis sechs auf 11 bis 13 Stunden. Ein Mittagsschlaf ist bis ungefähr vier Jahre empfehlenswert. Sobald Ihr Kind abends schlecht in den Schlaf findet, ist es Zeit, den Mittagsschlaf wegzulassen. Kinder im Schulalter (6-12 Jahre) benötigen durchschnittlich noch 9 bis 11 Stunden Schlaf. |
Wenn die Hormone Karussell fahren - Schlaf (Gelegenheit) in der Pubertät:06.01.2016![]() Foto © paule-pictures - fotolia.com Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren haben einen verhältnismäßig hohen Schlafbedarf von acht bis zehn Stunden, allerdings in einem völlig anderen biologischen Rhythmus als Erwachsene. Die Nachtruhe ist bei Teenagern nach hinten verschoben: Sie bleiben abends meist länger wach und sind morgens frühestens ab 8.30 Uhr leistungsfähig. Der gesamte Hormonhaushalt unterliegt einer Umstrukturierung. Dies betrifft auch die Bildung des Müdigkeitshormons Melatonin – sie ist abends oft gehemmt.
Das Bett in dieser Lebensphase ist mehr von Funktionalität als von Liegekomfort bestimmt. Es dient tagsüber als Rückzugsort und zum „Relaxen“. Kommen Freunde zu Besuch, findet es zudem als Couch Verwendung und neben diesen Funktionen wird es nachts auch zum Schlafen genutzt. Letzteres ist für einen Teeny wohl auch der unwichtigste Punkt, wenn es um die Wahl des Bettes geht – insofern er sich überhaupt für ein solches entscheidet. Häufig übernimmt ein Sofa oder auch eine einfache Matratze am Boden die Bettfunktion. Letztere wird aufgrund der vielseitigen Nutzung oft in einer mittelfesten oder festen Ausführung gewählt. |
Vom jungen Erwachsenenalter bis zur Lebensmitte06.01.2016![]() Foto © WavebreakMediaMicro - fotolia.com Nachdem die körperliche und die Persönlichkeits-Entwicklung mit ca. 18 Jahren abgeschlossen ist, hat sich auch ein definierter Schlaftyp entwickelt. Die Schlafdauer unterliegt – wie bereits eingangs erwähnt – individuellen Unterschieden. In Abhängigkeit vom körperlichen und seelischen Zustand, beispielsweise bei Krankheit, Schwangerschaft oder Depression, kann der Schlafbedarf auch deutlich ansteigen. Während 18- bis 35-Jährige durchschnittlich sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen, wird der Schlaf in der Lebensmitte (35 bis 45 Jahre) etwas leichter und pendelt sich bei ca. 7 bis 7,5 Stunden ein. Je nach persönlicher Situation ist die Bettgestaltung in den Zwanzigern verbunden mit der ersten eigenen Wohnungseinrichtung und unterliegt vorrangig finanziellen und optischen Aspekten, die Qualität steht an zweiter Selle. Die häufig gewählte Bettgröße von 140x200 cm oder 160x200 cm kann sowohl alleine als auch zu zweit genutzt werden. Die Ersteinrichtung wird meist abgelöst vom familienfreundlichen Bett mit einer Liegeflächenbreite von 180 cm oder 200 cm, das auch Platz für nächtlichen Besuch im Elternschlafzimmer bietet. Die Matratzen werden meist im Doppelpack gekauft und sind dadurch selten auf individuelle Liegebedürfnisse abgestimmt. Anfang bis Mitte Dreißig machen sich dann oft die ersten Rückenprobleme bemerkbar und die Frage nach der optimalen Schlafunterlage rückt zunehmend in den Mittelpunkt der Bettausstattung. Wird mit ca. 35 Jahren das Bettsystem erneuert, werden Matratzen und Unterbau nach wirbelsäulengerechten und rückenorientierten Aspekten ausgewählt. |
Schlaf in der zweiten Lebenshälfte06.01.2016![]() Foto © contrastwerkstatt - fotolia.com In der zweiten Lebenshälfte beginnt das Schlafbedürfnis abzunehmen. Im Alter zwischen 45 und 60 Jahren dauert der Nachtschlaf durchschnittlich noch 6,5 bis 7 Stunden. Ab jetzt werden an das Bett steigende Komfortansprüche gestellt: Ein gepolstertes und möglichst leicht nach hinten geneigtes Kopfteil ist zum Anlehnen sehr angenehm und der Bettrahmen mit einer seitlichen Höhe von mindestens 40 cm ermöglicht eine bequeme Sitzhöhe. Auch die Art der Schlafunterlage ist zunehmend von existentieller Bedeutung. Das morgendliche Aufstehen wird schnell zur Qual, wurde die Wirbelsäule nachts nicht korrekt gelagert. Um die Liegequalität möglichst optimal zu gestalten, wird die Matratze nun nach neuen Kriterien ausgewählt: Sie soll eine möglichst druckentlastende und gelenkschonende Lagerung ermöglichen. Hohe Matratzen sind aufgrund der vergrößerten Liegehöhe und der besseren Anpassungsfähigkeit sehr beliebt. Für die Wahl der individuell abgestimmten Matratze ist eine ausführliche und persönliche Beratung unumgänglich. Da vor allem Frauen in dieser Lebensphase aufgrund der Hormonumstellung unter körperlichen Temperaturschwankungen leiden, nimmt spätestens jetzt das Schlafklima einen sehr hohen Stellenwert ein. Das Klima im Bett wird zum großen Teil von Bettdecke und Kissen bestimmt. Je nach Wärmetyp gibt es geeignete Füllmaterialien, die für den richtigen Wärmeaustausch sorgen. |
Schlaf- und Bettgestaltung im Seniorenalter06.01.2016![]() Foto © Fotolia_7757626 Der Nachtschlaf reduziert sich im Seniorenalter weiter: Während Männer und Frauen zwischen 60 und 75 Jahren noch durchschnittlich sechs Stunden schlafen, verkürzt sich der Schlaf bei über 75-Jährigen auf teilweise unter fünf bis maximal sechs Stunden. Diese Entwicklung ist völlig normal und hat nichts mit einer Schlafstörung zu tun. Allerdings ist es ein Trugschluss, dass ältere Menschen weniger Schlaf benötigen. Tatsächlich ist der Schlafbedarf durchaus vergleichbar mit dem eines 30-Jährigen. Schlaf findet nur nicht mehr ausschließlich nachts statt. Zählt man die über den Tag verteilten Nickerchen mit zur Gesamtschlafzeit, ergibt sich eine ähnlich lange Ruhephase. Bei der Bettausstattung im Alter rückt der Komfort an allererste Stelle. Je älter man wird, desto weniger Fett befindet sich unter der Außenhaut und desto weicher sollte die Kontaktfläche der Matratze sein. Dadurch werden Druckpunkte reduziert, das Gewebe kann besser durchblutet und regeneriert werden. Ebenfalls sehr wichtig ist die Verwendung einer individuell abgestimmten Matratze, um optimale Voraussetzungen für die körperliche Erholung in der Nacht zu schaffen. Da sich im Alter Bewegungseinschränkungen mehren, erleichtern ein elektrisch verstellbarer Lattenrost und eine angenehm hohe Sitzhöhe das Aufstehen und Hinlegen. Auch das Handling und die Zukunftssicherheit gewinnen an Bedeutung: Das Bettbeziehen kann zunehmend zur Herausforderung werden. Hier ist es in jedem Fall empfehlenswert zwei einzelne Matratzen im Doppelbett zu verwenden, wenn nicht sogar auf zwei Einzelbetten umzusteigen. Diese ermöglichen zudem eine räumliche Trennung, um dem Schnarchen des Partners, das im Alter häufig zunimmt, entfliehen zu können. Wichtig ist auch die Bettumgebung: Stolperfallen sollten vermieden werden und ausreichend Bewegungsfreiheit vorhanden sein. Im deutlich fortgeschrittenen Alter sollte ein Bett und die zugehörige Ausstattung zudem kompatibel mit pflegerischen Tätigkeiten sein, verschiedene Sitz- und Liegepositionen ermöglichen, sowie höhenverstellbar sein und hygienische Standards gewährleisten. In welcher Form auch immer – unser Bett ist ein wichtiger Begleiter durch das ganze Leben und ein Ort, an dem wir sehr viel Zeit verbringen. Räumen Sie ihm dem Stellenwert ein, der ihm gebührt und sehen Sie in ihm das, was es ist: die Grundlage für erholsamen Schlaf und damit für Ihr Wohlergehen. |
Unterschiedliche Bettarten im Vergleich - ein Überblick29.09.2015![]() Foto © © ErikaWittlieb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com Schlafstörungen sind, davon gehen Experten des Robert-Koch-Instituts zumindest aus, für etwa ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung ein Problem. Die Ursachen für die Probleme können vielfältig sein. Neben Stress oder Erkrankungen kann auch das Bett bzw. die Wahl der falschen Matratze daran schuld sein. Es kommt nicht einfach nur darauf an, irgendwie in den Schlaf zu finden. Gerade die Art und Weise der Schlafstätte kann fundamentale Auswirkungen auf den Schlaf haben. Welche Bettvarianten bieten sich heute an? Worauf ist im Einzelnen zu achten? Und welche Vorzüge haben die einzelnen Bettformen? Viele Fragen, denen man einfach nachgehen muss, um die für sich richtige Entscheidung zu treffen. Letzten Endes führt ein nicht erholsamer Nachtschlaf nicht nur dazu, dass Menschen unter Konzentrationsschwächen leiden. Schlafmangel ist ein Problem, das früher oder später echte gesundheitliche Folgen haben kann. Weiterlesen ... |
Interesse wächst IMM 2013: Nischenprodukt Luftbett? !05.02.2013Boxspringbett, Wasserbett, Futon, Federkern, Taschenfederkern, Kaltschaummatratze, Viscoschaummatratze, Rosshaarmatratze und viele weitere – sie alle sind längst gängige Begriffe im Bettensektor, und jeder dürfte zumindest mit einigen davon vertraut sein oder auf einem der genannten Systeme seine Nächte verbringen. Sie sind populär. Aber was ist mit dem Luftbett? Auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne 2013 präsentierten mehrere Hersteller ausgefeilte Systeme, die überzeugen konnten. Die Schlafkampagne hat sich das Nischenprodukt genauer angesehen. |
Einführung zum Bett06.01.2014Matratzen und ihre Unterkonstruktionen sind für Wohlbefinden während der nächtlichen Ruhezeit zuständig. Unterschiedliche Systeme buhlen um die Gunst der Schläfer. Die Unterfederung - auch Bettboden genannt - und die Matratzen sind jene Teile der Bettausstattung, der sich im letzten Jahrhundert, wenn man von den Bettgestellen einmal absieht, am meisten verändert haben Erst durch die Fortschritte in Wissenschaft und Konstruktionstechnik wurde das Stadium abgelöst, in dem man mehr oder weniger vergeblich versuchte, immer mit dem einen Teil des Bettes die schlimmsten Funktionsfehler eines anderen auszugleichen. Während die Betten in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg von dem sperrigen Sprungfederrahmen als Aufleger für dreiteilige Federkernmatratzen geprägt waren, drang die einteilige Matratze immer mehr auf den Markt. Hier begann Anfang der 50er Jahre mit der bahnbrechenden Neuentwicklung des Schweizer Erfinders Hugo Degen und des Möbeltischlers Karl Thomas eine Wende in der Herstellung von Bettboden. Im Gegensatz zu den nach dem Krieg üblichen Bettenkonstruktionen mit Drahtgewebe und Stahlfedern setzten die beiden Pioniere auf eine körperfreundliche Holzkonstruktion. Sie ersetzten erstmals 1956 das Brett des Bettbodens durch mehrere Holzlatten, die jeweils an der Innenseite des Bettrahmens flexibel gelagert wurden, der Lattenrost war geboren. Er ist im Gegensatz zu den Boxspringbetten eine europäische Erfindung. 40 Jahre lang war der Holzlattenrost, inzwischen von zahlreichen Mitbewerbern hergestellt, die beste Möglichkeit, den Körper während der Nacht zu lagern und ein Meilenstein auf dem Weg zu einem gesünderen Schlaf. Heute ist man in der Lage den modernen Lattenrost nach den persönlichen Maßen des Menschen durch eine Vielzahl von individuellen Verstellmöglichkeiten der jeweiligen Größe, dem Gewicht, und Körperbau sowie den Schlafgewohnheiten anzupassen. 1995/1996 bekam der Bettboden neue Innovationen. Mit dem Einsatz moderner High-Tech-Materialien, gelang es bislang relativ starre Holzlattenroste noch ergonomischer und flexibler zu gestalten. Im Vergleich zum Lattenrost hat dieser Bettboden viele stabile Auflage-Punkte, die es ermöglichen den Körper perfekt auszustützen und bis ins Detail auf die individuellen Liegebedürfnisse des Schlafenden einzustellen. Die Bettböden mit aufgelöster Oberfläche entwickelten sich kontinuierlich weiter. Seit den 90ern entwickelten sich auch die Lattenroste mit Bogenleisten oder vermehrten Einstellungen weiter und so konnten Bettboden und Matratzen nicht mehr länger als zwei getrennte Elemente angesehen werden. Es folgten die Bettsysteme. Bettsystem ist ein hoch klingendes Wort für eine alte, eigentlich selbstverständliche Sache. System bedeutet eine Vielzahl aufeinander abgestimmter und ausgewogener Wirkungsfaktoren in unserem Fall von Unterfederung, Matratze und Kopfkissen. Heute gibt es auf Taschenfederkernbasis, auf Flügelrahmenbasis und auf Lattenrostbasis verschiedenste Bettsysteme. Diese bestehen aus mindest zwei bis vier Elementen ( Kissen, Matratze, Zudecke, Unterbau ). Eines haben alle gemeinsam, sie wirken im System besser als das Einzelprodukt und diese Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Denn neue Materialien, neue Ideen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse lassen ein immer individuelleres Liegen ermöglichen bei dem auch körperliche Besonderheiten berücksichtigt werden. Während also in Europa der Lattenrost erfunden und bis zu den aufgelösten Oberflächen verfeinert wurde ging man in Amerika und Skandinavien einen anderen Weg, hier hatte das Boxspringbett seine Entwicklung. Durch Reisen, Importeure und TV-Berichte machten die Schläfer auch bei uns, ganz zur Freude der Branche, mit diesen Betten ihre Erfahrungen. Hier die Entwicklung über die letzten 60 Jahre |
Aufgelöste Oberflächen09.01.2014![]() Foto © Lattoflex, Bremervörde
Die Unterfederung lässt sich individuell an Ihre Liegebedürfnisse anpassen. Der Körper wird ergonomisch gelagert, die Wirbelsäule angenehm entlastet und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vermieden. Alle Funktionen auch bequem motorisch einstellbar. Quelle: Lattoflex, Bremervörde |
Aufgelöste Oberflächen06.01.2014![]() Foto © Grosana,Groll GmbH & Co. KG Reutlingen Jede der 264 Einzelfedern (100x200 cm) gibt punktgenau nach und stützt den Körper. Die Charakteristik der neuen Federelemente ist überragend, elastisch, progressiv und mit hoher Rückstellkraft. Quelle: Grosana,Groll GmbH & Co. KG Reutlingen |
Das Bett im Soldatenhaushalt und das Bettgeld Rund ums Bett07.05.2014Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, (1688 – 1740) bekannt auch als Soldatenkönig, erklärte Potsdam zur „Immediatstadt“. Hierbei handelte es sich nach amtlichem Sprachgebrauch um eine Stadt, welche direkt der Krone unterstellt war. Der Soldatenkönig war ein sparsamer Zeitgenosse, gönnte sich aber dennoch drei Leidenschaften: die Parforcejagd, das berüchtigte Tabakkollegium sowie seine blauen Kinder, wie er seine 600 Grenadiere, auch als die „Langen Kerls“ bezeichnet, nannte. In Berlin war man allerdings nicht an der Einquartierung dieser Leibgarde interessiert. Kasernen gab es nur bedingt, so dass er Potsdam vergrößern ließ. Der König ließ Quartiere für die Soldaten bauen und erhob als Sondersteuer die "Potsdamer Bettgelder". Der jährliche Betrag der Bettgelder betrug anfangs 5.000 Taler. Aus der Literatur ist ersichtlich, dass die Haupt-Magazinkasse an Potsdamer Bettgeldern 8.120 Taler eingenommen hatte. König Friedrich II (1712 - 1786), auch der Alte Fritz genannt, befreite durch Verordnung vom 10.August 1740 die Hospitäler und Armenhäuser von dieser Abgabe und 1766 wurden diese ganz aufgehoben. Die Potsdamer Bürger wurden aber angehalten, zwischen zwei und sechs der Riesen einzuquartieren. Mahlzeiten, Heizung, Licht und Bett waren vom Hausbesitzer zu stellen, das passende Bett – viele der Grenadiere waren über sieben Fuß, also über 2,10 m groß – war dabei oft das größte Problem. Um Desertionen zu erschweren, wurden neben anderen Vorrichtungen jeweils zwei Rekruten in ein (Stroh-)Bett gesteckt. Wer desertierte oder sich widerspenstig zeigte, war dafür letztlich dafür verantwortlich, dass den übrigen Familienmitgliedern unverzüglich die Betten weggenommen wurden. König Friedrich II war aber in finanziellen Nöten und ordnete durch einen Kabinettsbefehl vom 22.11.1746 an, dass Nachforschungen über das Einkommen der Kurfürsten vorgenommen wurden. Für den Unterhalt bei Hofe mussten die Domainämter der Kurfürstin jährlich Daunen und Federn sowie Bettzeug einsenden. Wenn die eigene Produktion des Amtes nicht reichte, musste der Rest zugekauft werden. Diese Großzügigkeit des Königs konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Soldatenhaushalte in dieser Zeit schlecht versorgt waren. Man erwarte zwar, dass, sich ein Bett im jedem Haushalt befand, aber die finanziellen Mittel der Soldatenfamilien reichten einfach nicht. In Potsdam schliefen 1750 lediglich 2322 ledige Soldaten und 856 Soldatenpaare in Betten, die aus öffentlichen Mitteln bezahlt wurden. Weder der Ankauf noch Wartung der bereitgestellten Betten lagen in den Händen der einfachen Soldaten und ihrer Familien, die königlichen Kassen und die der Bürgerschaften teilten sich die Kosten. 1778 sorgte die Militärverwaltung dafür, dass im Winter die nötigen Betten in den Kasernen bereitstanden und die in den Bürgerhäusern Einquartierten ebenfalls Betten erhielten. 1800 gehörten Betten zu den Gegenständen, die in Häusern mit Einquartierung bereitgestellt werden mussten. Aufgrund der Bedeutung, die dem Bett zugesprochen wurde, ist zu vermuten, dass dieses ein wichtiges Statussymbol darstellte. Das zeigt sich auch darin, dass damals der Kompaniechef forderte, das die Braut eines Soldaten, wollte sie als solche anerkannt werden, ein Bett mit in die Ehe bringen musste.
König Wilhelm I. erhob, wie beschrieben, als Sondersteuer die „Potsdamer Bettgelder“ und in der Neuzeit dachte sich der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt Köln, Martin Börschel, die so genannte Bettensteuer von fünf Prozent für Übernachtungen aus. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, interessieren sich nach Angaben der Kölner Stadtverwaltung rund 20 Kommunen, darunter Augsburg, Bochum, Erfurt, Essen, Freiburg, Heidelberg und Stuttgart für die Touristensonderabgabe. Die neuzeitliche „Bettensteuer“ auch Kulturförderabgabe genannt- , ist eine von dem damaligen Kölner Stadtkämmerer und jetzigen Finanzminister des Landes NRW Norbert Walter-Borjans (SPD) Ende 2009 ins Leben gerufene Steuer für Übernachtungen in Hotels und Pensionen, die in zahlreichen Städten, erhoben wird und bundesweit Beachtung findet. Das sind die „Potsdamer Bettgelder“ der Neuzeit. Joachim Becker |
Kurioses um das meistbenutzte MöbelstückWussten Sie schon...?05.05.2014
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Stichwort: Doppelbett10.03.2014Früher schliefen die Menschen meist zu mehreren in einem Bett. Sie wärmten sich gegenseitig und entwickelten starke Gefühle der Geborgenheit. Im Mittelalter veränderten sich die Schlafgewohnheiten: Weiterlesen ... |
Das teuerste Bett der Welt12.02.2014Das teuerste Bett der Welt ist so teuer wie ein Sportwagen und stammt von der Firma „Hästens“, dem ältesten Bettenbauer Schwedens. Die Firma entstand bereits 1852, und zwar anfangs als Sattlerei. Das Polstermaterial für Sättel bestand aus Rosshaar, welches auch als optimales Material für Matratzenfüllungen bekannt war. Damals waren Sattler zugleich Matratzenmacher. Also begannen die Matratzenmacher, individuelle Matratzen auf Anfrage zu fertigen. Damals waren Sattler zugleich Matratzenmacher. Doch die Nachfrage stieg stark, und die Herstellung von Betten wurde zum Kerngeschäft. Heute noch erinnern der Markenname ("Häst" bedeutet auf schwedisch "Pferd") und das Logo an die Anfangszeit der Sattelproduktion. Vor zwei Jahren stach die Mannen um Jan Ryde, der das Unternehmen in fünfter Familiengeneration leitet, der Hafer. Nichts weniger als das „beste Bett der Welt“ wollten sie bauen; ein Ziel für ein wohl eher kleines Publikum. In einer Branche, wo alle nur vom Preis reden, konzentriert sich Hästens auf Qualität, denn die Vision, das weltweit beste Bett herzustellen, duldete keine Kompromisse. In zweijähriger Arbeit erprobten Bettenmeister und Produktentwickler verschiedene Kombinationen von Rosshaar, Baumwolle, Leinen und Wolle, um die perfekte Harmonie zu erreichen. Doch die Schweden begaben sich dafür nicht ins Labor, glaubten nicht an Wissenschaftler oder gar Schlafforscher, sondern verließen sich auf ihre Fingerspitzen, die Erfahrung und ihr Wissen aus mehreren Generationen Bettenbaukunst,. Bei der Fertigung verwenden die erfahrenen Bettenmeister handwerkliche Methoden, die in der schwedischen Möbelfertigung seit mehr als 160 Jahren zum Einsatz kommen. Als sich die maschinelle Möbelproduktion durchsetzte wurden zahlreiche Fertigungsmethoden vergessen, jedoch nicht bei Hästens Das Know-how sind die Materialien wie Kiefernholz, handgezupftes Rosshaar und edles Leinen. Also es ist einfach das Beste vom Besten, was die Handwerksmeister in Köping für dieses Bett zusammenfügten. Mit diesem Know-how bauen sie ein Bett, von dem auch sie bisher nur geträumt haben. Die Materialien sind beinahe vollkommen natürlicher Herkunft. Der Rahmen besteht aus hochqualitativem Kiefernholz Das Bett ist in etwa 70 Zentimeter hoch und besteht aus mehreren Teilen. Laut Hersteller wird im unteren Teil das Gewicht aufgenommen, der mittlere Teil balanciert die Wirbelsäule aus, um ein entspanntes Liegen zu garantieren. Der letzte, oberste Teil ist die Auflagematratze, die den weichen, gemütlichen Abschluss darstellt. Eine Woche braucht ein erfahrener Bettenbauer, um den Bettrahmen zu fertigen. Wer tiefen Schlaf schenken will, muss in Ruhe arbeiten können. Dann wird das Bonell-Federkernsystem eingepasst wird. Jede einzelne Feder setzen die Handwerker per Hand an ihre richtige Stelle, um sie danach mit strapazierfähigen reißfesten Baumwollfäden per Hand miteinander zu verbinden. In rund 160 Arbeitsstunden knüpfen sie 1794 Knoten. Dieser handgemachte Federkern macht das Bett besonders geschmeidig. Zwischen den einzelnen Federn wird ebenfalls Leinen verarbeitet, damit sie keinen Kontakt zum Holzrahmen haben oder anderweitig Geräusche machen können.
Foto: copyright Hästens Sängar AB, Köping/Schweden
Hochwertige gesteppte Baumwolle wird am Rahmen mit einer Leiste aus Eiche befestigt und bedeckt damit den unteren Teil des Bettes. Das Pferdeschweifhaar in der Abdeckung und in den Zwischenlagen wird per Hand gezupft. Vorsichtig werden die einzelnen Stränge voneinander getrennt, um ihre gesamte Länge nutzen zu können. Dann wird das doppelte Taschenfederkernsystem aus Schwedenstahl eingepasst, welches eine spezielle Wärmebehandlung erfahren hat um in Höhe und Form dauerhaft haltbar zu bleiben. Von Hand wird jede der zehnfach gewundenen Federn in eine eigene Tasche aus Baumwolle gebettet, an die richtige Stelle gebracht, mit Leinen umwickelt und mit Garn untereinander verbunden. So entsteht eine angenehm weiche und sehr punktgenaue Federung der Matratze, die den Körper entlastet und die nur dort „federt“, wo tatsächlich Druck ausgeübt wird. Das Bett stützt den Körper sicher ab und gewährleistet gleichzeitig Weichheit und Entspannung. Es besteht aus einer Doppelmatratze auf Basis von Taschenfederkernen, einem „Topper“ (Auflage aus Pferdeschweifhaar) und einem Unterbau aus Kiefernholz mit Eichenfüßen. Was dieses Bett so teuer macht sind neben den Federkernen die 3 Schichten hochwertiger Materialien die in voller Handarbeit eingearbeitet werden. So befindet sich beispielsweise in jeder Schicht eine extra Portion Pferdeschweifhaar als klimatisierende und feuchtigkeitsleitende Schicht. Insgesamt werden für jede Matratze mehrere Kilo Rosshaar von verarbeitet. Auf dieser Schicht befinden sich mehreren Schichten – mehrere Kilo reine Baumwolle und Wolle die ein Durchdrücken der Rosshaare verhindern. Der genaue Aufbau des teuersten Bettes der Welt kann hier nicht beschreiben werden, da dies in Betriebsgeheimnis ist. Schließlich vervollständigt das Bett eine Auflagematratze, für die wieder eine sorgfältig ausbalancierten Mischung von handgezupftes Pferdeschweifhaar, Baumwolle und Wolle sorgsam von Hand in Position gelegt wird. So können die vielen dünnen Lagen ihre Funktion erfüllen und hervorragenden Komfort bieten. Das Ganze wird vom einem in 17 verschiedenen Farbvarianten erhältlichen karierten Baumwollgewebe gehalten; von Hand und mit geübtem Auge misst der Handwerker ab, wo die Quasten gesetzt werden müssen. Die besondere Weichheit der Matratze wird durch eine spezielle Nahtführung erreicht, in der keine Naht an einer anderen endet. Die Ränder sind mit blauem Baumwollbesatz verarbeitet.. Jedes Bett wird in Absprache und nach den speziellen Wünschen des Kunden gebaut. Dies dauert seine Zeit – ca. 150 bis 170 Stunden. Wer hingegen ein anderes Maß als die standardisierten 210 mal 210 Zentimeter (dies bei einer Höhe von doch 71 Zentimetern) will, bekommt seine Wünsche selbstverständlich erfüllt. Die Bettenbauer überprüfen ihr Werk ein letztes Mal, bevor es verpackt und versandt wird. In eine kleine Messingplatte graviert der Erbauer persönlich die individuellen Daten von Bett und Käufer. Ein letztes Probeliegen eines Spezialisten erfolgt - welch ein wunderbarer Beruf! -, dann wird verpackt und versandt. Sechs Monate dauert es zwischen Bestellung und Auslieferung. 300 Kilo wiegt ein fertiges Luxusbett.. Und der Preis für dieses Luxusbett? Der empfohlene Preis im Handel beträgt 74.900 Euro, womit es den Wert eines Porsche Boxter hat In dem Preis sind 25 Jahre Garantie inbegriffen. Sollte, irgendetwas nicht mehr passen oder kaputt gehen, so werden Handwerker in jeden noch so “verschlafenen” Winkel der Erde eingeflogen. Manchem Menschen würde die Summe den Schlaf rauben. Wer aber den Bugatti oder den Learjet schon hat, der kann im „teuersten Bett der Welt“ Schäfchen zählen. Wieso auch nicht, verbringt man doch die meiste Zeit seines Lebens im Bett. Angelina Jolie und Gwen Stefanie und andere namhafte Hollywood-Stars sollen schon ihre Nächte in der 74.900 € teuren Luxusschlafstätte verbringen, von dem es weltweit. nur ca. 200 Stück gibt. Und die Nachfrage bei den Promis steigt. Das schwedische Königshaus entdeckte bald die Vorzüge der Bettenmacher. 1952 erhielt das Unternehmen den offiziellen Titel „Königlicher schwedischer Hoflieferant“ bis heute darf die Firma den Ehrentitel führen. Na dann den allzeit guten Schlaf. Joachim Becker
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Historische Aufzeichnungen von Henry René Albert Guy de MaupassantDas Bett13.02.2014Der französische Schriftsteller und Journalist Henry René Albert Guy de Maupassant (1850-1893) hat folgendes über das Bett geschrieben: „An einem glühend heißen Sommernachmittag lag das große Versteigerungslokal wie verschlafen da. Die Auktionatoren schlugen auf die Gebote mit matter Stimme zu. In einem Hintersaal im ersten Stock schlummerte in einer Ecke ein Haufen altseidener Kirchengewänder. Feierliche Chorröcke und anmutige Meßgewänder, auf denen sich gestickte Blumengewinde aus vergilbtem, einst weißem Grunde, um symbolische Buchstaben wanden. Einige Trödler warteten: zwei, drei Männer mit schmutzigen Bärten und ein großes, dickes Weib, eine jener Händlerinnen, die Kleiderhandel treiben und nebenbei verbotene Liebe unterstützen und beraten, die ebenso gut altes und junges Menschenfleisch verschachern als alte und neue Kleider. Weiterlesen ... |
Schlafkampagne hat für Sie die Rekorde rund ums Bett zusammengestelltRekorde rund ums Bett13.02.2014Jessica Tandy und Hume Cronyn (beide USA) können sich lt. Guinnessbuch der Rekorde rühmen, mehr Zeit gemeinsam im Bett verbracht zu haben als jedes andere Bühnenpaar. Im Oktober 1951 hatten sie in dem Himmelbett von Jan de Hartog (NL) am Ethel Barrymore Theater in New York City (USA) Premiere und spielten ihre Rollen zwei Jahre lang. Ein Team von neun Angestellten des Bettencenters Bruntsfield in Edinburgh (GB) schob lt. Guinnessbuch der Rekorde zwischen dem 21. Juni und 26. Juli 1979 ein Krankenhausbett mit Rädern 5.204 km weit. Das Größte Kissen der Welt stellte lt. Guinnessbuch der Rekorde am 3. Oktober 2008 die Firma AAROVA VZW (B) im belgischen Oudenaarde mit 225 m2 her. Alan Hughes (IRL) gelang es am 17. September 2008 lt. Guinnessbuch der Rekorde während der Show Ireland AM des Senders TV3 in Dublin (IRL) in nur 42,97 Sekunden ein Deckbett zu überziehen. Die schnellste mobile Bett wurde von dem englischen Motor-Spezialisten Edd China gebaut und erreichte am 7. November 2008 eine Höchstgeschwindigkeit von 69 Meilen pro Stunde (111 km / h) auf einer privaten Straße in London und war ein Teil des Guinness-Weltrekordtages 2008 Es ist ein fahrtüchtig Bett. Das Bett der K.mooi Crystal Noir Limited Edition, das von Maxxa International Limited (CHN) kreiert wurde, ist mit 802.903 CHRYSTALIZED Swarovslisteinen besetzt und wird für umgerechnet 367.155 Euro angeboten. Es wurde lt. Guinnessbuch der Rekorde auf der 100% Designshow in Shanghai (CHN) am 15. Oktober 2009 vorgestellt. Den Rekord „ die meisten Personen in einem Einzelbett“ wurde stellte Florian Silbereisen sich zusammen mit dem Sportclub Pfalzen am 4. Juni 2011 in seiner Sendung Das Sommerfest der Volksmusik (ARD) mit 51 Personen in einem Bett auf. Der Rekord „Die meisten Menschen, die Frühstück im Bett essen“ wurde durch Priceline und Frauengesundheit (Australien) in Sydney, NSW, Australien am 2. März 2012 mit 289 Teilnehmern aufgestellt. Der Lautstärken-Rekord im Schnarchen (Guinness-Rekord) wird von dem aus dem schwedischen Kumala stammenden Kare Walkert gehalten und liegt bei sagenhaften 93 Dezibel. Um eine etwas bessere Vorstellung vom Ausmaß einer derartigen Schnarchbelästigung zu bekommen: starker Straßenverkehr verursacht einen Geräuschpegel von etwa 90 Dezibel. Wer also neben Kare Walkert zu seinen besten Schnarchzeiten schlafen will, kann sich auch gleich neben die Autobahn legen und versuchen dort zur Ruhe zu kommen, denn 93 Dezibel entsprechen dem Geräuschpegel vorbeifahrender Lastwagen auf der Autobahn. Zuvor hielt ein englischer Taxifahrer, Melvin Switzer, den Rekord mit 92,3 db, aufgestellt am 28.6.1984. Seine Frau sei angeblich nicht aus dem Schlafzimmer ausgezogen, da sie auf einem Ohr taub gewesen sei. In England lag eine Frau 40 Jahre lang im Bett. Im Alter von 34 hatte sie eine Grippe. Der Arzt riet ihr, im Bett zu bleiben, bis er wiederkäme. Aber er kam nie wieder. Der Frau gefiel es, sich im Bett bedienen zu lassen. Mit 74 Jahren konnte sie endlich überredet werden, aufzustehen. www.wissen.lauftext.de/der-mensch/rekorde/ganz-kurz-ii.html - Der Weltrekord im „Wachbleiben“ des Amerikaners Randy Gardner, stammte aus dem Jahre 1964. Er hielt seit immerhin 264 Stunden lang seine Augen offen. Dieser Rekord hielt über 40 Jahre, bis Tony Wright aus Penzance in Großbritannien seinen Rekordversuch in einem kleinen Pub mit dem Namen „Studio Bar“ in seiner Heimatstadt startete. Im Mai 2007 schaffte es der 45-jährige unglaubliche 266 Stunden nicht zu schlafen. Da sind sage und schreibe mehr als elf Tage und Nächte. Dieser Rekordversuch im „Nicht-Schlafen“ ist allerdings als höchst fragwürdig einzustufen, da tagelanger Schlafentzug von Forschern als höchst lebensgefährlich eingestuft wird! Bei Medizinern sind solche Versuchen umstritten. Zu groß seien die gesundheitlichen Risiken. Die Herausgeber des Guinness Buch der Rekorde haben schon vor längerer Zeit reagiert und diese Kategorie abgeschafft. Als gutes Gegenbeispiel kann man den gebürtigen Hagener Ekkehart B. aufführen. Er hält den deutschen Rekord im Langschlafen mit 38 Stunden und 35 Minuten. Das ist im Vergleich zu Tony Wright nur mal ein Nickerchen. Na dann allzeit guten Schlaf. Weiterlesen ... |
Die größten Betten der Welt13.02.2014 Die Entwicklung des größten Bettes der Welt geht über viele Jahrhunderte und ein Rekord jagt den anderen. Es wird aber noch übertroffen von dem Bett, das Philipp der Gute von Burgund 1429 sich für seine Hochzeit mit Isabella von Portugal bauen ließ; dieses war 18 Fuß lang, 12 Fuß breit, und das sind 5,5 x 3,5 Meter. Die größere Breite rührte daher, dass es ebenfalls ein zweischläfriges Bett war. Riesige Betten in der Größe von über 3 m Länge und Breite waren im 16. Jahrhundert keine Seltenheit. Eines dieser Betten, genannt "das große Bett von Ware", ging sogar in die Literatur ein. Große Betten waren schon immer faszinierend gewesen, und in England betrachtet man in dieser Hinsicht das große Bett von Ware mit besonderer Hochachtung, denn um dieses ranken sich viele Legenden.
Foto: copyright Quelle: V&A Images Victoria and Albert Museum, London
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