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Matratzen-Spezial

- Promotion -
Welche Matratze passt zu mir? Eine Orientierung

Schlafkampagne Matratzen-Special 2016

06.07.2016 von Markus Kamps

Foto © LanaK - fotolia.com

Nie haben wir besser und gemütlicher unsere Nächte verbracht als heute. Nie waren Matratzen so ausgereift und so individuell passend. Alles gut also? Nicht ganz. Denn nicht jede Matratze passt zu jedem Menschen, und in der riesigen Angebotsvielfalt von Herstellern und Händlern verliert man rasch den Überblick. Ein Fehlkauf kann teuer werden. Die Schlafkampagne gibt deshalb einen Überblick und beantwortet die wichtigsten Fragen: Welche Matratzen-Varianten gibt es? Was sind ihre spezifischen Eigenschaften? Für wen sind sie geeignet?

Grundsätzlich gilt, dass man eine Matratze probeliegen sollte, bevor man sie kauft. Es gilt, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören, also auch am besten das eigene Kopfkissen mitzubringen und sich im Geschäft so hinzulegen wie man auch nachts im heimischen Schlafzimmer liegt. Es ist aber ratsam, höchstens vier Matratzen beim Probeliegen zu vergleichen, alles andere verwirrt nur. Wer sich auf zehn Matratzen legt, der weiß rasch schon gar nicht mehr, wie sich die vorherige angefühlt hat. Je besser man sich vorab orientiert und je gezielter man mit dem Händler oder Berater kommuniziert, desto eher findet man etwas, das passt. Und auch wenn man dann im neuen Bett nicht auf Anhieb himmlisch schläft, muss man nicht verzagen. Normalerweise dauert es ein paar Wochen, mindestens aber mehrere Tage, bis man sich an eine neue Matratze gewöhnt hat. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass einige Menschen in fremden Betten (im Urlaub, bei Freunden, im Hotel etc.) erstmal weniger gut schlafen als zu Hause.

Eine gute Matratze muss nicht zwangsläufig teuer sein. Auch im unteren Preissegment gibt es gute Qualität mit hervorragenden Liegeeigenschaften. Es kommt immer drauf an, was man möchte und bevorzugt bezüglich Materialien, Verarbeitung und weiterer Faktoren. Eine gute Matratze erfüllt stets bestimmte Anforderungen: sie soll so gestaltet sein, dass man auch in unterschiedlichen Positionen mit geradem Rückgrat liegen kann und nirgends Druckpunkte entstehen; außerdem sollte sie atmungsaktiv sein, damit sie Feuchtigkeit aufnimmt und nach unten, also vom Körper weg, abtransportiert. Wie gut das funktioniert hängt aber auch von der Unterfederung ab. Optimalerweise ist der Bezug leicht waschbar und das Material so hochwertig, dass sich keine Mulden bilden. Denn das ist auf Dauer schädlich für den Rücken und tritt vor allem bei sehr billigen Materialien auf.

Wichtig ist das Problem mit dem Härtegrad. Es gibt Einteilungen von H1 bis H5, also von sehr weich bis sehr hart. Bloß sind diese Angaben nicht normiert. Jeder Hersteller legt sie nach eigenen Maßstäben fest, sich an ihnen zu orientieren ist also schwierig. Trotzdem sollte man wissen, ob man lieber hart oder weich schläft. In Kombination mit Körperbau und Gewicht sollte ein kompetenter Fachhändler in der Lage sein, eine stimmige Vorauswahl zu treffen. 



Die Federkernmatratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Der Klassiker ist die Federkernmatratze. Es gibt sie in zahlreichen Ausführungen. Billige Federkerne sind im Grunde ein von Schaumstoff ummantelter Hohlraum mit einzelnen Federn. Die Liegeeigenschaften hierbei sind meist schlecht, und es kommt rasch zu Materialermüdung. Bei Endlos- und Bonnellfederkernen sieht es anders aus: Die Federn sind hochwertiger und stabiler, da sie miteinander verbunden sind, die Matratze also langlebiger. Allerdings ist die Druckverteilung auf der gesamten Liegefläche gleich, es gibt keine Zoneneinteilung beispielsweise für das Becken oder die Schultern. Dadurch entstehen Druckpunkte und der Körper wird nicht optimal gestützt, wodurch es passieren kann, dass die Wirbelsäule nicht gerade liegt. Gut ist hingegen das Schlafklima, da durch die großen Hohlräume Feuchtigkeit rasch abtransportiert wird. Für dauerhafte Nutzung sind solche Matratzen dennoch kaum geeignet. 

Haupteignung:
Schläfer mit Schwitzneigung
Schläfer mit hohem Körpergewicht

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen
Boxspring-Unterfederung
Spiralnetzrahmen



Die Taschenfederkernmatratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Foto © AGRO International GmbH & Co. KG

Besser sind Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkern-Matratzen. Die Federn sind dabei in einzelne Stofftaschen eingenäht und miteinander verbunden. Dadurch sind Zoneneinteilungen besser möglich und sogar eine gewisse Punktelastizität, da die Federn einzeln nachgeben können, wenn sie belastet werden. Solche Matratzen sind eher schwer, aber auch stabiler und beständiger. Sie sind eine konsequente Weiterentwicklung des klassischen Federkerns und eben ebenfalls eine gute bis sehr gute Feuchtigkeitsregulierung. Federkerne sind vergleichsweise hart und kühl und eher für schwere Menschen geeignet.

Wie gut die Liegeeigenschaften sind hängt vor allem von der Qualität und Anzahl der Federn ab. Es gilt die Faustregel: Je mehr Federn, desto besser die Matratze. Daran kann man sich auch beim Boxspringbett oder Continentalbett halten. Es kombiniert eine Federkernmatratze mit einer sogenannten Springbox. Anstelle eines Lattenrostes gibt es also einen Kasten mit weiteren Bettfedern, die die Wirkung der eigentlichen Matratze ergänzen und verbessern sollen. Günstige Boxsprings haben vergleichsweise wenige Federn, während opulente Luxusmodelle mitunter zehntausende Federn haben, die mit hochwertigen Füllungen aus Naturmaterialien wie Schafs- und Kamelwolle, Rosshaar oder Kokos ergänzt werden – und die entsprechend teuer sind. Ob auch das Liegegefühl entsprechend opulent ist, das mag jeder für sich entscheiden. Wichtig bei Boxspringbetten ist es, darauf zu achten, dass es sich um ein echtes Boxspring handelt, also die Kombination von Federmatratze mit Federbox. Denn im unteren Preissegment gibt es inzwischen eine Vielzahl von Boxspring-Lookalikes. Also Betten, die zwar aussehen wie ein Boxspring, die aber keines sind, weil sie zum Beispiel statt einer Federbox nur einen leeren Bettkasten mit einem Lattenrost darauf haben. Das muss nicht schlecht sein, ergibt aber ein ganz anderes Liegegefühl und andere Eigenschaften. 

Haupteignung:
Schläfer mit Schwitzneigung
Schläfer mit hohem Körpergewicht

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen
Boxspring-Unterfederung
Spiralnetzrahmen



Die Kaltschaum-Matratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Foto © Fotolia_13384999

Sehr weit verbreitet und in allen Preisklassen erhältlich sind Kaltschaum-Matratzen. In der simpelsten Variante handelt es sich um einen einfachen Block aus Schaumstoff mit Bezug. Dies ist qualitativ oft minderwertig und bildet schnell Kuhlen, ist also nicht für dauerhaften Gebrauch ausgelegt. Die Regel sind aber Schäume mit Zonenschnitten in unterschiedlicher Festigkeit, die sich gut den unterschiedlichen Körperpartien anpassen und die durchaus langlebig sind. Wie gut die Luftzirkulation und der Feuchtigkeitstransport sind hängt damit zusammen, wie offenporig der Schaumstoff ist und ob zum Beispiel Elemente eingebracht sind, die für eine bessere Belüftung sorgen. Je nach Qualität erreichen Schaummatratzen eine enorm gute Punktelastizität, geben also an genau der Stelle nach, an der sie belastet werden. Teils werden die Zonenschnitte durch Gel-Elemente oder Gel-Auflagen ergänzt. Es gibt diese Matratzen für jedes Gewicht und jeden Körperbau; die Preise guter Kaltschaum-Matratzen rangieren zwischen wenigen Hundert und vielen Tausend Euro. Wichtig ist es, die passende Unterfederung zu finden, damit die Eigenschaften der Matratze unterstützt und ergänzt werden. Viele Hersteller bieten beides aufeinander abgestimmt an.

Haupteignung:
Abhängig vom Aufbau, Materialdichte und -höhe abgestimmt auf jeden Schläfertyp

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen
Flügel- oder Tellerunterfederung




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Die thermoelastische Matratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Eine Weiterentwicklung hiervon ist der thermoelastische oder Memory-Schaum. Er kann sich dem Körper noch besser anpassen und auf Druck reagieren; da er auch auf Temperatur reagiert, ist er bei Menschen, die zum Schwitzen neigen, meist weicher als bei anderen Nutzern. Das sollte man beachten. Ein Nachteil ist, dass das Material zwar sofort nachgibt, wenn es belastet wird, aber ein paar Sekunden braucht, um nach Belastung wieder zur eigentlichen Form zu finden. Thermoschäume sind für therapeutische und medizinische Zwecke mitunter sinnvoll. Ob sich im
heimischen Schlafzimmer der teils deutliche Aufpreis gegenüber normalen Schäumen lohnt, ist fraglich und Geschmackssache. 

Haupteignung:
Schläfer mit hoher Druckempfindlichkeit
Schläfer mit geringer Schwitzneigung

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen
Teller- oder Flügelfederunterfederung




Die Latexmatratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Foto © shogazi Schlafkultur GmbH

 Ein Trendprodukt sind zunehmend Latexmatratzen. Wobei unterschieden werden muss zwischen echten Naturlatex und synthetischen Latex, was sich auch im Preis niederschlägt, da die Gewinnung und Verarbeitung von natürlichem Latex recht aufwändig ist. Synthetische Latexmatratzen werden, wie auch die meisten Schaummatratzen, im Wesentlichen aus Erdöl hergestellt und sind deutlich härter als Naturlatex. Es gibt auch Mischungen beider Materialien. Bei billigeren Latexmatratzen wird Kreide oder gar Sägemehl beigefügt, was deutlich zu Lasten der Qualität geht, denn solche Matratzen sind weniger atmungsaktiv und das Material ermüdet schneller, so dass es zu Muldenbildung kommen kann. Es lohnt sich hier also kaum, preissensibel zu sein. Das Bettklima variiert immens je nach Materialart und Verarbeitung – dafür ist die Anpassungsfähigkeit und Punktelastizität vor allem bei Naturlatex besser als bei fast alles anderen Matratzenarten. Nur wer stark schwitzt, schaut sich lieber nach einer Alternative um. Denn erstens sind Latexmatratzen sehr warm, hinzu kommt, dass Schweiß auf Dauer das Material angreift.

Haupteignung:
Schläfer mit geringer bis normaler Schwitzneigung
Je nach Höhe und Aufbau passend für jeden Schläfer

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen
Teller- oder Flügelunterfederung




Die Matratze aus Naturmaterialien

06.07.2016 von Markus Kamps

Foto © Wikipedia GNU Free Documentation License

Matratzen aus Naturmaterialien sind vor allem bei umwelt- und gesundheitsbewussten Menschen beliebt. Es gibt sie in unzähligen Ausführungen, mit und ohne Federkerne und sogar mit Federn aus Holz (was nur bei sehr hoher Verarbeitungs- und Materialqualität sinnvoll ist).
Verwendet wird unter anderem Kautschuk, Rattan, Baumwolle, Schafwolle, Kamel- oder Rosshaar, Kokos, Stroh, Hanf und vieles weitere. Wie gut eine solche Matratze ist hängt von vielen Faktoren ab. Etwa von der Qualität, Verarbeitung und sinnvollen Kombination der Komponenten; von der Höhe der Matratze und der Art des Bezugs. Ein Futon nach japanischem Vorbild ist sehr hart, ebenso wie eine reine Rosshaar-Matratze, während Kombinationen mit Polsterungen aus Wolle sehr weich sein können – mitunter so weich, dass man zu tief einsinkt. Intensives Vergleichen und Probeliegen auch in mehreren Anläufen ist unerlässlich.

Haupteignung:
Schläfer mit hoher Naturverbundenheit
Schläfer ohne ausgeprägtes Druckempfinden

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen



Die Wasser-Matratze (Wasserbett)

06.07.2016 von Markus Kamps

Foto © MZE

Ein Sonderfall ist das Wasserbett. Es braucht keine Unterfederung, da diese Aufgabe die Wassermatratze übernimmt. Diese ist ein Sack aus Vinyl, der mit Wasser befüllt wird. Die Füllmenge richtet sich nach Gewicht und Körperbau des Nutzers. Die Faustregel lautet: Je schwerer man ist, desto weniger Wasser ist nötig. Durch das Verdrängungsprinzip passt sich die Matratze dem Körper nahezu perfekt an. Allerdings kann es problematisch werden bei Menschen, die etwa im Hüftbereich sehr schwer sind und dadurch zu tief einsinken. Die Regel ist aber heute, dass sogenannte Vliese in die Matratze eingebracht werden, mit denen die Stützwirkung individuell angepasst werden kann. All das bringt aber auch Nachteile mit sich: Die individuell richtige Füllmenge zu finden ist nicht einfach und braucht in jedem Fall fachliche Beratung. Denn schon ein, zwei Liter Wasser zuviel oder zu wenig können das Liegegefühl massiv beeinträchtigen. Auch für Menschen, die eher schwitzen, ist das Wasserbett keine gute Lösung, denn eine Luftzirkulation findet nahezu nicht statt. Damit die Matratze nicht klamm wird, wird sie mit Auflagen ergänzt, die
Flüssigkeit aufnehmen können. Diese verdampft gänzlich nach oben, da das Vinyl nach unten nicht durchlässig ist. Wer bevorzugt bei niedriger Temperatur schläft wird unter Umständen Probleme haben, da die richtige Einstellung der Wasserbett-Heizung in Kombination mit einer passenden Decke nicht immer einfach ist.

Haupteignung:
Schläfer ohne Schwitzneigung
Schläfer mit hoher Druckempfindlichkeit
 

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen



Die Gelmatratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Einem ähnlichen Prinzip folgt die Gelmatratze. Auch sie ist in der Regel ein Vinylsack, der mit einem Gel gefüllt ist, das sich den Körperkonturen anpasst, allerdings träger ist als Wasser. Es ist eine mögliche Alternative für Menschen, die das Wasserbett-Gefühl grundsätzlich mögen, aber Probleme mit dem „Wellengang“ haben. Denn je nach Füllmenge und Anzahl der Vliese ist dieser deutlich spürbar, wenn man sich bewegt. Andere Nutzer hingegen schätzen genau das.

Haupteignung:
Schläfer ohne Schwitzneigung
Schläfer mit hoher Druckempfindlichkeit

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen



Die Luftmatratze

06.07.2016 von Markus Kamps

Wer beim Stichwort Luftmatratze an die rutschigen aufblasbaren Modelle vom Campingplatz denkt, liegt zwar richtig – doch das ist hier nicht gemeint. Auch für das Schlafzimmer zu Hause gibt es Matratzen aus unterschiedlichen Materialien, die Luftblasen im Kern haben. Über die Menge der eingefüllten Luft lässt sich der Härtegrad in bestimmten Zonen regulieren, so dass sich die Matratze dem Nutzer anpasst. Zugegeben – das ist ein Nischenprodukt. Aber eines, bei dem man ruhig mal einen Blick riskieren darf, denn das Liegegefühl ist durchaus mit anderen Matratzenvarianten vergleichbar. 

Haupteignung:
Schläfer ohne Schwitzneigung

Ideal kombinierbar:
Federholzrahmen
Wellenfederholzrahmen



06.07.2016 von Markus Kamps

Für welche Matratzenart man sich entscheidet ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks, mitunter auch des Geldbeutels. Im Schnitt alle acht bis zwölf Jahre sollte man die Matratze austauschen – schon aus hygienischen Gründen, denn binnen dieser Zeit verliert der menschliche Körper bis zu 200 Liter Flüssigkeit.

Egal worauf Sie schlafen – das Team der Schlafkampagne wünscht geruhsame und entspannte
Nächte!